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Buschpiloten Training Südafrika 2018



Buschpiloten Training Südafrika

„Klappe – Afrika die Vierte“ Pilotenreise 

Dreimal war ich nun schon in Afrika als Pilot eines  lugzeuges unterwegs. Nach einer Buschpilotenausbildung mit Karl Finanzer und einem Trip nach Südafrika, Botswana und Namibia folgte noch eine Tour rund um das südliche Südafrika mit, Kapstadt und Gardenroute. Nachdem Karl Finanzer nicht mehr lebt, suchte ich mir eine neue Flugschule und hab diese mit „Bushpilot Adventure“ in Wonderboom/Pretoria gefunden. Noch dazu spricht Markus Möllmann, der Besitzer der Flugschule, perfektes Deutsch. Diesmal fliegen wir mit einer Cessna 206, einer sechssitzigen Maschine, die für 4 Personen mit Gepäck ideal ist. Es begleiten mich Rainer Tanzer und Martin Stix. Markus Möllmann wird mit mir eine Buschpilotenausbildung in abgespeckter Version machen. „Afrika die Vierte“ wir kommen!

1. Tag: Freitag 02.03.18

17:30 Uhr – wir fahren los Richtung Flughafen Salzburg. Wir, das sind Rainer Tanzer, Martin Stix und ich – Harald Schobesberger. Es geht nach Südafrika, wieder einmal zum Fliegen. Meine beiden Freunde begleiten mich diesmal zu einem kleinen Kurztrip zu zwei Lodges in Südafrika. Abflug um 20.10 Uhr mit Turkish Airlines. Beinahe hätten wir unseren Flug versäumt, weil wir noch ein Bierchen an der Bar getrunken haben. Über Istanbul geht es nach Johannesburg.

2. Tag: Samstag 03.03.18

Ankunft in Johannesburg erst gegen Mittag. Günther Tanzer wartet schon auf uns und holt uns mit seinem Porsche am Flughafen ab und bringt uns zu seiner Villa im Norden von Johannesburg. Der Garten von Günther ist beeindruckend. 14.000 m² tropischer Garten mit exotischen und teilweise sehr seltenen Pflanzen. Zum Abendessen gehen wir ins Wombles Steakhouse. Einen guten Wein dazu – Herz was willst Du mehr. Günther lebt schon seit vielen Jahren hier in Südafrika und hat seinen Traum als Aussteiger erfolgreich gelebt. Tolles Leben, viel erreicht. Zum Abschluss schauen wir noch in einer sehr schönen In-Bar vorbei. Schöne Menschen, laute Musik und muskelbepackte Kerle mit schicken Frauen, eine schöner als die andere.

3. Tag: Sonntag 04.03.18

Heute geht es nach Wonderboom zum Flughafen, wo unsere Maschine steht, die ich gechartert habe. Günther richtet ein super Frühstück, dann fahren wir los. Leider bekommen wir die Nachricht, dass ein Pilot am Vortag den Master (Hauptschalter) eingeschaltet lassen hat und daher die Maschine heute nicht einsatzfähig ist. Ich wollte aber heute meinen Check-out machen, also einige Landungen und einige Checks bezüglich Lufträume usw. machen. Wir drehen um und ändern unseren Plan und fahren nach Sandton in einem modernen Stadtteil von Johannesburg, wo sich eines der größten Shoppingcenter des Landes befindet. Hier gibt es jede Modekette, jedes Fashion-Label und jede Menge fescher Menschen. Auch zahlreiche Restaurants gibt es. Günther kennt natürlich hier ein gutes Lokal und wir nehmen unser Mittagessen ein. Dann fahren wir zurück zum Haus von Günther und besuchen am Weg noch eine Wohnhausanlage, die ihm gehört. Es zieht ein mächtiges Gewitter auf. Wir sitzen im Garten, die Blitze zucken und Donner grollt. Jetzt möchte ich nicht in der Luft sein, gut, dass wir hier sitzen und ein gemütliches Bierchen zu uns nehmen. Morgen starten wir los, hoffentlich hat Markus, der Chef des Unternehmens, die Maschine bis dahin fertig.

4. Tag: Montag 05.03.18

Günther bringt uns nach Wonderboom Airport. Das ist der Flughafen mit der zweitstärksten Frequenz in Südafrika, wenn auch viele kleinere Jets und Propellerflugzeuge hier landen und starten. Markus erwartet uns bereits in seinem Büro. Mit seinem VW-Bus bringt er uns zum Flugzeug. Wir beladen und starten nach Brits, nur wenige Meilen von Wonderboom entfernt. In Brits war ich schon vor einigen Jahren mal mit Karl Finanzer. Hier machen wir einige Touch and go’s, trinken Kaffee und essen eine Kleinigkeit, bis es dann weitergeht nach Ant’s Nest. Wir fliegen über Savanne, kleine Hügel, unter uns sind manchmal auch Wildtiere zu sehen, aber nur wenige. Die Piste von Ant’s Nest steigt auf einer Seite stark an. Wir machen einen Überflug und dabei wird mir vorerst gar nicht bewusst, wie stark die Piste ansteigt. Die Landung funktioniert soweit schon ganz gut. Unser Geländewagen steht schon für uns bereit für die Abholung. Markus nimmt das hier alles sehr locker, das gefällt mir. Das Wetter bleibt gut, also brauchen wir unser Flugzeug nicht extra verzurren. Nun fahren wir in die Lodge Ant`s Nest. Es gibt auch noch Ant`s Hill, gleich in der Nähe, das werde ich morgen besuchen. Die Lodge ist in typisch afrikanischem Stil gebaut. Strohdächer, altes Holz von uralten Bäumen ist in das Design integriert, von überall einen herrlichen Blick auf die weiter entfernt gelegenen Hügel. Wir trinken ein Bier an der Bar und anschließend geht es zum Game Drive. Die Big 5 sind hier nicht zu sehen, aber trotzdem ist es sehr schön. Zebras, Kudus, Gnus, Antilopen, Gazellen und ganz zum Schluss noch ein Highlight. Der Besitzer der Lodge füttert Rhinos an und so stehen 6 bis 7 Rhinos unter einem Steg und man kommt ganz nahe an die Tiere ran. Es gibt ein großes Problem, weil diese Rhinos hier von Wilderern gejagt werden. Daher werde Sie besonders bewacht und verhätschelt. Zurück geht es dann bereits in der Dunkelheit über Stock und Stein. Rainer ist bei dieser Tour nicht mitgefahren, denn er möchte sein Kreuz schonen. Zum Abendessen sitzen alle Gäste und Teile der Mitarbeiter der Lodge an einem Tisch. Es gibt Beefsteak und vorher eine Vorspeise mit Lachs und eine leckere Nachspeise. Noch ein Bierchen an der Bar, dann geht es zu Bett.

5. Tag: Dienstag 06.03.18

Heute fliegen Markus und ich einige Buschpisten an, während Rainer und Martin einen Game Drive unternehmen. Nach dem Frühstück fahren wir gemeinsam zur Piste von Ant’s Nest und starten. Markus übernimmt gleich nach dem Start das Ruder – darf ich Dir was zeigen? – und saust im Messerflug, knapp über den Büschen wieder zurück zur Piste – tiefer Überflug mit Highspeed und dann hinauf in den Himmel – your controls ! Ich übernehme und wir steigen auf 8000 Ft. Hier machen wir ein sogenanntes Airwork. Das heißt Steilkurven fliegen, „power on and power off stall“ Übungen, „slow flight“ mit langsamer Geschwindigkeit Kurven fliegen usw. Dann sinken wir tiefer und suchen eine Piste für unsere erste Landung. Und da ist auch gleich eine. Wir machen einen Überflug und begutachten die Piste, sollte passen. Wir drehen und kommen auf der Gegenrichtung wieder rein – aufsetzen – durchstarten. Na das ging ja ganz gut. Schon ist die nächste Piste zu sehen. Die Beschaffenheit der Piste ist soweit ich es betrachten kann ganz gut. Gegenanflug – Queranflug – Endanflug. Die Geschwindigkeit muss passen 70 bis 75 Meilen/h aufsetzen bei 50 bis 60 Meilen/h. Doch nun schaut die Piste nicht mehr so schön aus – eine Antilope steht und guckt uns zu, bleibt Gott sei Dank stehen. Einen kleinen Wassergraben hätte ich beinahe übersehen, aber Markus hilft mir und zieht kurz am Höhenruder damit wir über den kleinen Graben kommen und dann wieder „your controls“. Gas rein, Richtung halten, Geschwindigkeit muss passen, wir sind wieder in der Luft. Man sieht schon von weitem noch eine Piste, aber die lassen wir dann mal aus, denn die hat Asphalt und das ist ja langweilig. Markus kennt eine Lodge, bei der er vor einiger Zeit schon mal gelandet ist. Wir fliegen die Lodge an. Sie liegt zwischen einigen Hügeln, hat ein starkes Gefälle und am Ende der Piste steht die Lodge mit sehr hohen Blitzableitern die in den Himmel ragen. Markus übernimmt und macht in gewohnter „frecher Art“ einen Überflug und übergibt mir dann das Ruder. Ich fliege über die Lodge, ganz tief, fast berühren wir die Blitzableiter und dann ganz knapp über die Bäume – aufsetzen. Wir rumpeln bis ans Ende der Piste. Da dürfte wirklich schon lange keiner mehr gelandet sein! Wir rollen zurück zur Lodge am anderen Ende der Piste. Wir werden von zwei Damen empfangen, die gar nicht nett dreinschauen. Haben wir was angestellt? Gleich wird klar, dass wir hier eine Landegenehmigung gebraucht hätten, aber; „wir wollen mal nicht so sein“ – meinen sie und einen Kaffee gibt es auch. Nach einer kleinen Pause starten wir wieder. Rollen wieder den kleinen Hügel hinauf und starten bergab, direkt auf die Lodge zu. Wieder über die Blitzableiter und Bäume drüber hinweg. Nun geht es wieder zurück nach Ant’s Nest. Die Landung in Ant’s Nest schon fast ein Heimspiel. Wir werden wieder abgeholt und zur Lodge gebracht. Hier gibt es was Gutes zum Mittagessen und dann ein wenig Ausruhen am Pool. Am Nachmittag bin ich zur Schwester-Lodge Ant’s Nest eingeladen. Mit dem Toyota Landcruiser geht es über Stock und Stein,  zur zirka 10 Kilometer entfernten Lodge. Am Weg sind natürlich wieder jede Menge Tiere zu sehen. Die Managerin der kleinen Lodge empfängt mich und zeigt mir die Anlage. Nach einem kleinen Plausch und einem Rundgang durch die Anlage geht es wieder zurück zu Ant’s Hill Lodge zum Sundowner auf der Terrasse.

6. Tag: Mittwoch 07.03.18

Nach dem Frühstück bekomme ich noch eine Führung durch Ant’s Hill und meine Kollegen besuchen die Schlangensammlung unseres Guides Graig. Dann starten wir los, fahren zum Flugfeld und beladen unsere Maschine. Wir starten und machen dann noch einen tiefen Überflug über die Lodge. Wir fliegen nach in die Leshiba Lodge, die Markus kennt. Es geht über Berge, Ebenen und dann vorbei an einer Militärbasis in die Berge von Leshiba. Der Anflug ist sehr spannend, denn die Lodge liegt mitten in den Bergen in einem Tal. Man kann auch hier nur in eine Richtung Landen und in eine Richtung starten, weil der Platz von Bergen umgeben ist und nur nach eine Richtung hin offen ist. Zuerst gelingt mir der Anflug ganz gut, aber dann meint Markus, ich solle früher aufsetzen und greift kurz bei der Landung ein. Wir setzen auf – rumpeln über die Piste. Hier wartet schon der Geländewagen auf uns und bringt uns zur Lodge, die ganz romantisch an einem Hang gebaut ist. Die Lodge wurde stark von einer lokalen Künstlerin geprägt, die sogar hier eine eigene Galerie hat. Die Häuser bestehen aus runden Bungalows, die früher als Häuser der Einheimischen genutzt wurden. Liebevoll wurden die Bungalows mit zahlreichen Skulpturen der Künstlerin verziert. Von der Lodge aus hat man einen fantastischen Blick ins Tal, wo viele Giraffen, Zebras und Gnus herumlaufen. Die Besitzerin der Lodge „Kathie“ empfängt uns und erzählt, dass ein mir bekannter Reiseprofi aus Österreich als Geschäftspartner eingestiegen ist. Ich kenne ihn und schnell entsteht Gesprächsstoff. Wir trinken Kaffee und dann geht es weiter. Wir starten und Markus meint „darf ich Mal?“ und übernimmt das Ruder. Wir fliegen knapp über die Lodge, winken mit den Flügeln, die Tierherden unter uns laufen auseinander, dann übernehme ich das Ruder. Wir fliegen nun nach Polokwane zum Tanken. Auf diesem Flughafen bin ich schon mal gelandet. Ein großer unkomplizierter Platz, der auch Zollabfertigung anbietet. Wir tanken und starten Richtung Phalaborwa van Eick Flugplatz, am Rand des Kruger Nationalparks. Es geht über die Berge ins sogenannte Lowvield, also von der Hochebene auf rund 500 Meter Meereshöhe hinunter. Die Temperatur steigt auf über 30 Grad. Die Landschaft unter uns ist geprägt von Landwirtschaft. Es werden Bananen und Orangen und sonstiges Obst angebaut. Die Landung in Phalaborwa ist einfach. Wir werden gleich in Empfang genommen, parken unsere Maschine und fahren in die Lodge. Das Abendessen in der Lodge ist gut, aber man merkt schon, wir sind hier in einer wesentlich günstigeren Kategorie als in der Ant’s Collection.  

7. Tag: Donnerstag 08.03.18

Martin ist heute schon um 05.00 Uhr aufgestanden für seinen Game-Drive im Kruger Nationalpark. Ich treffe mich mit Rainer und Markus zum Frühstück. Anschließend fahren wir mit dem Hoteltaxi zum Flughafen Phalaborwa. Nach einen kurzen Briefing über Lufträume usw. starten wir los. Heute landen wir wieder auf einigen spannenden Flugfeldern. Unser erstes heißt Hippo Pool und liegt direkt neben einem Fluss. Zuerst ist der Flugplatz gar nicht auszunehmen, denn Bäume umschließen die Runway ganz eng. Mein erster Anflug misslingt, denn der Anfang der Piste ist mit einem Kreuz markiert, heißt also für mich, der erste Bereich ist gesperrt. Dem ist aber nicht so, wir müssen bereits auf dem gesperrten Bereich aufsetzen, ganz knapp zwischen den Bäumen durch, sonst wird die Piste zu kurz. Nur knapp streifen wir die Bäume nicht. Am Ende der Piste heißt es bremsen, denn da steht ein Gebäude. Markus zeigt mir auf spektakulärer Weise wie man es richtig macht und landet nochmals. Dann geht es weiter zum nächsten Highlight den Blyde River Canyon, der der drittgrößte Canyon der Welt ist. Ganz knapp fliegen wir an den Felsen vorbei, dann hinein in den Canyon, ganz knapp über die Klippen hinweg und zum Schluss steigen wir nochmals und lassen uns dann über eine Steilklippe hinunterfallen, alles wird schwerelos. Die nächste Piste ist ebenfalls anspruchsvoll. Sie ist zwar asphaltiert, aber steigt stark an und weil am Ende ein Gebäude steht, geht sie auch nur in einer Richtung zum Landen. Der erste Anflug misslingt – zu schnell, zu hoch. Dann nochmals und es passt. Weiter geht es zur nächsten Piste. Diese ist für die Firefighter gedacht, die in der „Feuersaison“ hier ihre Löschflugzeuge mit Wasser befüllen. Weil die Piste nicht benützt ist, steht das Gras extrem hoch, würde sagen „Brusthoch“. Die Piste liegt an einem steilen Abgrund, steigt an und durch das hohe Gras sind auch keine Markierungen auszunehmen. Wir fliegen zwei Mal drüber und dann die Landung. Sie gelingt gut, aber das hohe Gras behindert uns natürlich. Wir drehen um und starten bergab nochmals. Die nächste Piste musste ich dann selber suchen, Markus gibt mir nur ungefähre Angaben sie zu finden. Ich finde sie gleich. Auch diese ist wieder steil ansteigend, aber zumindest gemäht und in gutem Zustand. Nur am Anfang der Piste ist ein kleiner Graben, auf den man aufpassen muss. Am Ende der Piste arbeiten einige Leute, die uns freundlich zuwinken, bevor wir wieder abheben. Nun geht es ins Café Bagdad. Die „Piste“ befindet sich auf einer aufgelassenen Straße, die direkt beim Café endet. Es hat sich ein Gewitter aufgebaut, die Blitze zucken und starker Regen prasselt auf uns nieder. Beim Endanflug auf die Straßenpiste ist die Sicht gleich null, nur durch seitliches Rausschauen können wir uns orientieren. Die Piste hat die Breite einer schmalen einspurigen Straße, links und rechts Bäume und Sträucher – sehr spannend, aber wir kommen gut an. Die Landung hat diesmal Markus gemacht, ich wäre hier nicht gelandet, schon gar nicht bei dem Wetter. Dann rollen wir über hohes Gras direkt zum Parkplatz vor dem Café. Mittlerweile ist aus dem Starkregen ein richtiger Wolkenbruch entstanden mit Sturm, Hagel und sintflutartigem Regen. Wir essen eine Kleinigkeit und hoffen, dass die Hagelkörner nicht größer werden. Nach einer Zeit ist der Regen vorbei, das Gewitter abgezogen, wir starten. Nun geht es noch auf eine Piste mit dem Namen Hazyview. Gegenanflug, Endanflug Landen. Markus und ich sind uns anfänglich nicht ganz einig welche Pistenrichtung wir nehmen. Touch and go ist nicht möglich, weil die Piste ansteigt und am Ende Bäume stehen. Also landen, umdrehen starten. Nun fliegen wir zurück nach Phalaborwa. Wir landen und fahren zurück ins Hotel. Es ist 34 Grad heiß, ich bin verschwitzt. Daher ab in den Pool – relaxen ist angesagt. Martin kommt zurück von seiner ganztägigen Tour. Er hat alle Tiere gesehen, bis auf Löwen (also nur Big Four) er ist begeistert. Zum Abendessen sind wir im Hotel. Es regnet und ein Gewitter zieht über unsere Lodge.

8. Tag: Freitag 09.03.18

Nach dem Frühstück fahren wir zum Flugplatz. Flugzeug checken – Abflug. Zuerst fliegen wir zum Blyde Canyon. Heute ist das Wetter nicht so schön, Wolken ziehen über die Berge des Canyons. Der Flug durch diesen Canyon ist fantastisch, auch Rainer und Martin genießen es. Es geht über kahle Berge, unbewohntes Gebiet. Erst als wir nach zirka eineinhalb Stunden in Wonderboom ankommen, sind wieder Ortschaften zu sehen. Der Anflug auf Wonderboom schon ein Kinderspiel. Wir tanken die Maschine voll und stellen sie in den Hangar. In den Hangars stehen schöne Dinge rum, unter anderem auch eine DC3 und jede Menge Jets. Im Büro von Markus machen wir dann noch die Abrechnung. Ich bin um zwei Stunden mehr geflogen als geplant. Wir waren wirklich sehr zufrieden mit Bushpilots Adventure und mit Markus Möllmann, der wirklich ein sympathischer Typ und ein guter Pilot ist. Markus bestellt uns ein UBER Taxi für die Fahrt nach Brynston. Die Fahrt dauert fast eineinhalb Stunden. Bei Günther Tanzer angekommen, geht es in das Restaurant „the fisher man’s kitchen“. Hier gibt es guten Fisch. Wir essen Austern, Lachs und Klippfisch. Bei Günther auf der Terrasse gibt es dann viel zu erzählen und es wird spät.

9. Tag: Samstag 10.03.18

Heute fahren wir wieder mit einem UBER Taxi in die Stadt und unternehmen eine Hop On – Hop Off Sightseeing Tour. Diese Doppeldeckerbusse gibt es auf der ganzen Welt. Man zahlt einen bestimmten Betrag und kann immer wieder ein- und aussteigen. Die Busse fahren im Halbstundentakt. Von Rosebank geht es über den Constitution Hill bis zum Mining Distrikt, Automuseum und dann bis Gold Reef City. Hier kehren wir im Kasino ein und essen eine Kleinigkeit. Dann geht es mit kleineren Bussen nach Soweto. Unser Guide ist ein witziger Kerl, der sich wirklich viel Mühe gibt, mit jedem der Passagiere ins Gespräch zu kommen. Er kommt aus Soweto und kennt daher das Township wie seine Westentasche. Wir sehen die beiden Kühltürme, die noch unter Nelson Mandelas Zeiten außer Betrieb genommen wurden. Bei Nelson Mandelas Haus sind Politiker in ihren schwarzen Limousinen eingetroffen, denn es ist jetzt wieder Wahlzeit und da müssen diese Herren ja unters Volk. Wir halten noch beim Biermuseum, aber das war wohl nichts, wir hätten eine Stunde warten müssen bis die nächste Führung beginnt. Wir fahren mit dem Bus weiter bis Rosebank und besteigen dann ein Taxi, das uns wieder ins Haus von Günther nach Brynston bringt. Günther bereitet fürs Abendessen einen Brei vor, das ist eine Grillerei. Günther grillt für uns! Die ganze Familie von Günther ist hier versammelt. Wir plaudern, essen und trinken.

10. Tag: Sonntag 11.03.18

Wir schlafen lange, denn heute ist ja unser Rückreisetag und da wollen wir ausgeschlafen sein. Am Nachmittag fahren wir mit Günther in die Bierbrauerei Gilroy am Stadtrand von Johannesburg. Ein großer Biergarten mit Livemusik und einige kleine Shops empfangen uns. Es herrscht gute Stimmung! Der Chef des Hauses, ein Mann mit weißem Bart und langen weißen Haaren singt Joe Cocker Songs und animiert den ganzen Biergarten. Es gibt gutes Bier, Schweinebraten, Steak, Burgers und vieles mehr! Wir bleiben eine Weile, genießen das Treiben, die Musik und das selbstgebraute Bier. Dann müssen wir leider schön langsam Abschied nehmen. Rainer bleibt bei seinem Bruder und verlängert noch eine Woche. Günther bringt uns zum Flughafen Johannesburg. Das Einchecken funktioniert alles bestens. Der Rückflug mit Turkish Airlines ist pünktlich, das Service gut, nur der Sitzabstand ist sehr knapp berechnet.

11. Tag: Montag 13.03.18

Mit einem kurzen Aufenthalt in Istanbul geht es weiter nach Salzburg wo wir um 08.00 Uhr landen. Der österreichische Boden hat uns wieder. Eine schöne Zeit ist vorbei – spannend – anstrengend und interessant zugleich. Ich konnte mir wieder mal einige Unterkünfte anschauen, die ich für mein neues Projekt www.urlaubswelt-seychellen.com brauchen kann.

Mit Martin und Rainer hat das ganz gut geklappt auf dieser Reise. Ich freue mich, schon auf die nächste Reise!

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Verfasser

Harald Schobesberger5

Harald Schobesberger



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