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Kuba - Flair und Meer



Havanna: Diese Stadt ist das Leben!

Hier fühlt man sich nach relativ kurzer Zeit (2 Tage) recht wohl. Anfangs hält man die Menschenansammlung meist dunkelhäutiger Cubaner für eine Bedrohung, allerdings stellt sich sehr schnell heraus, dass man mit allen Einwohnern recht nett plaudern kann. Die Stadt ist absolut sicher, wenngleich man sehr häufig aufgrund von Mitleid die Geldbörse zückt und ein paar Pesos verteilt. Apropo Verteilen, die Cubaner benötigen so gut wie alles. Wir haben unsere letzten Kugelschreiber, Feuerzeuge und sogar T – Shirts verschenkt und erhielten als Dank freudenstrahlende Gesichter von klein bis groß. Der Durchschnittslohn beträgt 25 Dollar/ Monat. 1 kg Fleisch pro Familie und Monat oder 1 Stück Seife pro Person im Monat. Das sind Kennzahlen, die ziemlich aussagefähig sind – oder?

Zur Stadt selbst wäre anzumerken, dass diese Tag und Nacht bebt. Getragen vom Rhythmus der cubanischen Musik, aber auch vom Straßenverkehr. In der Altstadt sind die Gebäude teilweise schon saniert oder werden gerade saniert. Außerhalb der Altstadt verfällt die Stadt, wenn nicht bald in die Sanierung der Häuser Geld investiert wird.

Geld ist generell das zentrale Thema. Als Tourist hat man beinahe nur die Möglichkeit, mit umwechselbaren Pesos (Touristenwährung) zu zahlen. Dollar sind absolut uninteressant (seit 2 Wochen Strafsteuer 20%) und der Euro wird nur in guten Hotels zu schlechtern Kurs angenommen. Visa ist mit 11% beaufschlagt!

Die Hotels rund um den Park Central sind eigentlich alle in Ordnung. Unser Hotel (Inglatera) ist aussen sehr schön renoviert, die Zimmer selbst sind aber ziemlich laut, der Sanitärstandard entspricht unseren Abruchhäusern, allerdings ist die Funktion gegeben. Nächstes Mal würden wir doch in das Hotel Central oder in das Park Hotel gehen. Diese haben wir auch besichtigt und der Standard ist einfach viel höher.

Das Essen ist, wenn man in gute Restaurant geht gut aber die Preise entsprechen den österreichischen Lokalen.

Havanna ist eine Stadt die man zumindest einmal im Leben gesehen haben muß und mindestens eine Woche erkundet gehört.

Der Ausflug in das Tal Vinales (Tabakplantagen) ist unbedingt zu empfehlen. Wir sind mit einem Taxi gefahren, da es so gut wie keine Beschilderung gibt. Die Mongotes, das Tal selbst, die Tabakplantagen, die Stadeln usw. sind so beeindruckend, dass man dort einige Zeit bleiben möchte. Die Felder werden noch mit Ochsen bearbeitet. Man ist ohne Übertreibung mind. 70 Jahre im Vergleich zu uns zurückversetzt. Die Leute in Havanna haben wenig, die Leute am Land haben nichts außer Zufriedenheit und diese drücken sie auch aus.

Varadero:

Touristen, Touristen ........ Beim nächsten Cubaurlaub lassen wir diesen Teil mit Sicherheit aus, denn baden kann man auch in Jesolo oder am Attersee. Unser Club bestand aus 2 Clubs, wobei der eine Teil, speziell die Lokale dem Standard übertrieben gesprochen von „Rumänien“ entspricht. Das Essen in unserem Teil war grundsätzlich in Ordnung, doch nach 8 Tagen sehnt man sich nach etwas anderem. Wir haben Leute kennen gelernt, die uns vom Club Paradiso erzählt haben. Liegt noch weiters auswärts auf der Landzunge. Dieser Club erfüllt angeblich die wahren Anforderungen, die ein Badegast hat.

Wir haben die Einheimischen vermisst. Die Kommunikation, die so ziemlich das wichtigste Mittel bei den Cubanern ist haben wir mit den cubanischen Angestellten aufrecht erhalten. Denen geht es bei einem Monatslohn von 25 Dollar und ca. 300 Dollar Trinkgeld 10 mal besser als den Personen in Havanna. Die Angestellten sind aber noch immer sehr nett und hilfsbereit, wenn man sie ehrlich behandelt.

Varadero selbst ist zum Vergessen.

Summary: Havanna ist top und wird sicherlich nochmals von uns besucht. Varadero ist für wahre Touristen geeignet, die den ganzen Tag essen, trinken und den Rest des Tages mit Sonnen verbringen (und das bei 11 Stunden Anreisezeit!).

Nächstes Mal werden wir einen Koffer mit Artikeln wie alte Schuhe, Kleidung, Kosmetikartikeln, Kugelschreiber, Feuerzeuge, Kapperln und ähnliches mitnehmen. Das sind Dinge die sich ein Cubaner wie unsereiner einen „Porsche“ wünscht aber weiß, dass er vielleicht einen gebrauchten Skoda in einigen Jahren erhält.

mit freundlichen Grüßen
Ing. Johannes Wiedemann

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Ing. Johannes Wiedemann 



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