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Argentinien – eine Liebeserklärung an die Übertreibung

Argentinien ist das achtgrößte Land der Erde und dementsprechend facettenreich. Unser Blick ist auf Buenos Aires und sein Umland gerichtet – der Beginn einer besonderen Beziehung.

Buenos Aires – europäisch und doch ganz anders

Buenos Aires bietet nicht die Vielzahl an „gebündelten“ Sehenswürdigkeiten, wie es in vielen anderen Städten der Fall ist. Vielmehr kann die Stadt als einzige Sehenswürdigkeit betrachtet werden und sie ist faszinierend, pulsierend und hin und wieder angenehm melancholisch. Als Besucher hat man immer das Gefühl, sie hält stets weitere Überraschungen bereit, denn immer wieder gibt es Phantastisches zu entdecken. Es ist also kein Wunder, dass die Bewohner von Buenos Aires, die Porteños, sich in Superlativen ausdrücken, wenn es um ihre Stadt geht. Und obwohl diese übersteigerten Beschreibungen Spaß machen, spürt man beim Bummel durch Buenos Aires – die Lobeshymnen der Porteños haben ihre Berechtigung.

Die Plaza de Mayo ist der zentrale Platz in Buenos Aires, von hier ist auch die Casa Rosada, der Präsidentenpalast, zu erreichen. Vom Balkon dieses Gebäudes hielt Evita Perón ihre eindrücklich leidenschaftliche Rede an das Volk. Heute kann Perons Grab am Friedhof von La Recoleta besucht werden. Auf diesem Friedhof gibt es ausschließlich Mausoleen und er ist die letzte Ruhestätte vieler argentinischer Persönlichkeiten der Kultur-, Sport- und Politikszene. Man sollte sich Zeit nehmen und diesen besonderen Ort mit seinem einzigartigen Flair in Ruhe auf sich wirken lassen. Das gleichnamige Stadtviertel ist besonders mondän und als Nobelgebiet bekannt.

Unweit vom Plaza de Mayo ist auch der bekannte riesige Obelisk zu bestaunen, der auf der Avenida 9 de Julio im Jahr 1936 anlässlich des 400-jährigen Stadtjubiläums errichtet wurde. Übrigens überqueren seine Besucher die breiteste Straße der ganzen Welt. Es ist etwas unklar, ob diese Angabe der Freude zur Übertreibung der Einheimischen geschuldet ist oder tatsächlich stimmt – die Avenida 9 de Julio ist aber mit sieben Fahrstreifen pro Fahrtrichtung sehr breit.

Bekannte Stadtviertel

La Boca ist das bekannteste Stadtviertel Buenos Aires und hier gilt – bunt, bunter, am buntesten. Es ist wunderbar, sich in diesem Hafenviertel einfach treiben zu lassen. Es bieten sich unzählige Gelegenheiten, um in einem Café oder Gastgarten die Impressionen zu genießen und hier gehört es fast zur Selbstverständlichkeit – es wird Tango getanzt. Man könnte fast den Eindruck gewinnen – immer und überall.
In La Boca ist natürlich Fußball ein dominantes Thema – mit den La Boca Juniors ist hier eine sehr erfolgreiche Mannschaft zuhause und das Stadion „La Bombonera“, die Pralinenschachtel, wie es von den Einheimischen genannt wird, liegt inmitten von La Boca.

San Telmo ist ein wunderbares Viertel in Buenos Aires, das seine Besucher mit sehr viel Charme empfängt. Hier kommt richtiges Altstadt-Feeling in den Gassen mit Kopfsteinpflaster auf. Heimelige Bars, stets präsenter Tango sowie phantastische Märkte, die auch die Herzen der Antiquitäten-Freunde höher schlagen lassen.

Ausflug in das Nachbarland Uruguay

Ein Ausflug von Buenos Aires aufs Land führt gleich ins Ausland – nämlich nach Uruguay. Mit der Fähre geht es über den Rio de la Plata über die Staatsgrenze. Der Rio de la Plata ist hier vor allem durch Schlammeinlagerungen braun und trüb, aber er ist riesig und gleicht schon fast eher einem Meer als der Mündung eines Flusses. Am gegenüberliegenden Ufer des Rio de la Plata befindet sich Colonia del Sacramento, die älteste Stadt des Landes, die auf eine sehr reiche Geschichte zurückblicken kann. Die kleine Stadt ist UNESCO Weltkulturerbe und reich an Sehenswertem. Die Stadt ist portugiesischen Ursprungs und wurde später von den Spaniern erobert, beide Stile sind in der Architektur heute noch erkennbar. Einen atemberaubenden Ausblick bietet der Leuchtturm, der von weitem zu sehen ist und in der gesamten Stadt gibt es zahlreiche Galerien und Ausstellungen mit tollen Objekten. Die sind allerdings auch auf der Straße zu entdecken – Oldtimer – zahlreich und zum Teil bestens erhalten. Oft hervorragend geparkt, um sie perfekt aufs Foto zu bringen.

Von Gauchos und Chimichurri

Argentinien ist auch weltberühmt für seine kulinarischen Spezialitäten, besonders für sein wertvolles Rindfleisch. Im Umland von Buenos Aires ist es tatsächlich möglich, Landluft zu schnuppern und den Gauchos bei der Arbeit zuzusehen. Nicht nur Touristen schätzen dieses Farm-Ambiente, sondern auch die Porteños zählen einen Ausflug in die Pampa zu ihren Lieblings-Freizeitbeschäftigungen. Als Belohnung ist hier ein köstliches Asado, wertvolles Rindfleisch zubereitet auf einem Holzkohlegrill, fast schon ein Muss. Dazu Gemüse und Chimichurri, ein Dressing, das die Argentinier auch gerne zu Fleisch essen. Ein edler argentinischer Wein oder ein köstliches Bier munden dazu hervorragend. Das Nationalgetränk ist übrigens der Mate-Tee, der immer und überall konsumiert wird und leicht anregende Wirkung besitzt.

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