10. März 2026 - 08. April 2026
Chile-Argentinien-2026

Seit langem rede ich davon meine lieben Freunde Werner und Carolina mal in Santiago Chile zu besuchen. 2026 ist es nun endlich so weit. Gemeinsam mit zwei weiteren Freunden geht es zu einer spannenden Reise nach Chile und Argentinien. Hier könnt Ihr die Reise mitverfolgen. Viel Spaß beim Lesen.

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1. Tag: 09.03.2026 nach Wien

Mit dem Zug geht es nach Wien. In St.Valentin steigen Silvia und Karl zu. Gemeinsam geht es zum Flughafen Wien. Im NH-Hotel haben wir ein Zimmer reserviert, weil der Abflug morgen früh ist. Wir speisen im Hotel-Restaurant und gehen dann zeitig ins Bett.

2. Tag 10.03.26 Madrid Santiago

Es heißt früh aufstehen, weil unser Abflug schon um 07.00 Uhr ist. Das Einchecken funktioniert super. Nun sitzen wir im Kaffeehaus und warten auf unseren Abflug. Der Flug nach Madrid dauert zirka drei Stunden. Weitere drei Stunden warten wir auf unseren Weiterflug nach Santiago. Endlich Boarding – mit dem A350 starten wir zu unserem 13-Stundenflug. Das Service der IBERIA ist wirklich ok. Ich sitze in der etwas besseren Premium Economy Class. Nach drei Filmen und ein wenig Schlafen – endlich! Anflug auf Santiago. Hier ist es nun schon 22.00 Uhr. Der Zeitunterschied zu Europa 4 Stunden. Nach der Einreise wartet schon mein Freund Werner auf uns. Wir haben uns länger nicht gesehen umso herzlicher ist die Begrüßung. Nun fahren wir mit seinem Auto nach Rinconada. Nun treffen wir auch Carolina auf ihrem „Anwesen“. Hazienda Rinconada. Nach einem Welcome Drink geht es nach Mitternacht zu Bett. Wir sind angekommen.

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3. Tag: - Relaxen - ankommen

Der heutige Tag gehört dem Relaxen. Der Pool mit Blick auf die Anden ist gewaltig. Wir schwimmen, liegen am Pool und machen einfach nix. Am frühen Nachmittag fahren wir dann in das Restaurant Campanario. Hier gibt es eine besondere Wallfahrtskirche, mit einem schönen Blick auf Aconcague, dem höchsten Berg Amerikas. Werner empfiehlt mir einen Michelada (Radler mit Salz und Chili am Glasrand). Der ist einfach nichts für mich. Dann essen wir deftig. Der Nachmittag gehört wieder dem Pool und dem Sonnenbrand. Morgen starten wir unsere erste Weintour.

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4. Tag: 12.03.26 - Weinverkostung

Gemeinsam bereiten wir das Frühstück, mit Blick auf die Anden vor. Die Zeitumstellung macht mir noch ein wenig zu schaffen. Der lange Flug, die Klimaumstellung, das alles wollen wir heute am Vormittag am Pool kompensieren. Am Nachmittag beginnen wir unsere Weintour. Wir fahren ins Weingut Errazuriz im Aconcague Tal. Das ist ein Weingut einer sehr reichen Familie. Sie haben 300 ha Weinanbaufläche, man muss sich das mal vorstellen! Wenn man das Weingut betritt, kommt man zuerst in einen wunderschönen Park mit Wahnsinnsblick auf die Berge im Hintergrund. Hier gibt es riesige Avocado Berge. Sie bauen die Plantagen auf extrem steile Hänge, denn hier wird wohl der Boden gut passen. Das Wasser dafür müssen Sie raufaufpumpen. Wir sitzen auf der schattigen, kühlen Terrasse und verkosten zwei verschiedene Rotweine – Carmenere und Merlot. Beide haben einen kräftigen Körper und schmecken extrem gut. Dann fahren wir ein kurzes Stück weiter zu einem kleineren Weingut, mit dem Namen Siebenthal und verkosten dort auch noch einen Wein. Dann fahren wir in ein großes Shoppingcenter, um uns für unseren Grillabend einzudecken. Wir bekommen heute Gäste aus der Nachbarschaft. Werner ist der Grillmeister und zaubert das beste jemals gegessene Filetsteak hervor. Die Damen kümmern sich um die Zuspeisen. Wir haben genügend Wein mitgenommen, der auch gut zum Steak passt. Es wird ein lustiger Abend.

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5. Tag: 13.03.2026 - Relaxen

Wieder ein traumhafter morgen. Die Sonne geht über dem  Aconcague auf, dem höchsten Berg Amerikas mit 6.961 Meter. Wie jeden Tag um diese Zei, traumhaftes Wetter. Wir haben heute kein besonderes Programm. Wir wollen ein Weingut besuchen und relaxen am Pool. Am Nachmittag geht es dann zum Weingut In Situ, aber das hat leider zu. Wir finden aber eine Möglichkeit doch zu unserem Wein zu kommen und fahren in ein Thermenhotel in der Nähe des Weingutes, wo wir den Pinot Noir verkosten. Dann geht es nach Los Andes, wo wir eine Pause einlegen und durch die Stadt bummeln. Die Stat hat 67.000 Einwohner. Die umliegende Landwirtschaft spielt hier in dieser Stadt eine große Rolle. Wir fahren zurück in unsere Hazienda. Zum Abendessen sind wir bei den Verwandten von Carolina gleich nebenan eingeladen. Auch heute wird gegrillt! Das Fleisch hier ist ein Traum!

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6. Tag: 14.03.2026 - nach Argentinien?

Heute starten wir unsere Reise nach Argentinien. Nach dem Frühstück bepacken wir unser nigelnagelneues Auto. Die Fahrt führt uns vorbei an Los Andes hinein in die Berge. Unser erstes Ziel ist Portillo auf 2.860 Meter. Die Straße steigt ständig bergan. Die letzte Strecke geht es dann in Haarnadelkurven hinauf. Schwierig ist, dass extrem viele Lastwagen unterwegs sind, die sich teilweise im Kriechgang hinaufquälen. Portillo ist der Wintersportort und gehört zu den größten in Südamerika. Hier befindet sich auch ein großes Hotel, in dem auch unsere Ski Nationalmannschaften untergebracht war, denn hier ist ein Sommertrainingscenter für die Mannschaften. Hier befindet sich auch ein wunderschöner tiefblauer See, der von über 3000 Meter hohen Bergen eingerahmt ist. Wir unternehmen eine Wanderschaft zu einer kleinen Halbinsel im See. Der Wind bläst kalt, aber die Sonne scheint. Wir essen eine Kleinigkeit im Hotel, bevor wir unseren Weg weiter zur argentinischen Grenze fortsetzen. Die Grenzgebäude sind gewaltig, denn hier läuft ein Großteil des Personen- und vorallem Warenverkehrs über diese Grenze. Wir passieren die Grenze in Chile und fahren zur Grenze von Argentinien. Da fahren wir durch 17 Kilometer Niemandsland. Wir kommen zu einem Aussichtspunkt, bei dem man den höchsten Berg Amerikas den Aconcague (6.961 Meter hoch) sehen, der eine kleine weiße Wolke auf seinem Gipfel hat. Bei der Argentinischen Grenze kommt nun die Überraschung. Unser Auto chinesischen Fabrikates, ist erst seit wenigen Wochen angemeldet und dadurch ist es nicht im Zollregister eingetragen. Wir dürfen nicht einreisen, obwohl wir alle notwendigen Papiere mithaben. Carolina spricht perfekt spanisch und versucht alles, aber nein – wir dürfen definitiv nicht einreisen. Das heißt wir können den argentinischen Teil der Reise nicht machen. Nun fahren wir wieder zur chilenischen Grenze. Die sagen, wir sind bereits in Argentinien gewesen, wir müssen wieder aus- und einreisen! Ein Spießrutenlauf beginnt. Wir fahren die 17. Kilometer wieder zurück, wollen einen Einreisestempel, die geben uns aber keinen, weil wir ja nicht einreise dürfen. Wir sind sehr genervt und fahren die 17. Kilometer wieder zurück. Nun beginnt ein längerer Prozess, denn es muß abgeklärt werden wie das mit uns weitergeht, denn wir können ja nicht für den Rest des Lebens zwischen Chile und Argentinien hin- und herfahren. Endlich bekommen wir wieder die Genehmigung und können in Chile einreise. Nun verlangen diese blöden Damen vom Zoll, dass wir wirklich unser Gepäck ausladen, obwohl wir ja nicht in Argentinien waren!! Sie kontrollieren jedes Gepäckstück – mich zerreißt es!! Ok, wir lassen das über uns ergehen, nützt nix. Nun müssen wir einen Plan B haben, denn nach Argentinien kommen wir nicht. Wir fahren zurück in „unser“ Haus in Rinconada. Am Weg zukrück kehren wir noch in ein nettes Restaurant ein. Mal sehen, wie es morgen weitergeht. Werner hat schon einige Vorschläge parat!

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7. Tag: 15.03.2026 - Weinverkostung in Casablanca

Durch unsere Programmänderung sind wir heute wieder zum Frühstück bei Werner und Caroline. Wir fahren heute nach Casablanca zur Vina Casas del Bosque. Hier haben wir eine Weinverkostung bestellt. Die Fahrt führt uns durch eine bergige Landschaft, vorbei an Santiago. Nach eineinhalb Stunden erreichen wir das Weingut. Unser Führer Christoph empfängt uns und führt uns ein kurzes Stück durch den Weingarten. Das Weingut wurde gemeinsam mit Italienern gegründet und hat rund 150 ha, was hier in Chile nicht viel ist. Angebaut werden Sauvignon Blanc, Chardonnay und Riesling bei den Weißweinen und Pinot Noir, Carmenere, Syrah, Cabernet Sauvignon, Malbec bei den Rotweinen. Der teuerste Wein ist La Trampa, ein Cuvet aus Syrah, Malbec und Pinot Noir. Wir sehen auch den Weinkeller. Hier gibt es riesige Stahltanks und dann die Holz- Ton- und Betonfässer, in denen der Wein gelagert wird. Je nach Lagerung und Verschnitt, bekommen die Weine dann ihren außerordentlichen Geschmack. Wir verkosten 5 Weine, zwei Weißweine und drei Rotweine. Anschließend geht es ins Restaurant, wo wir einen Tisch bestellt haben. Wir teilen uns drei Vorspeisen und dann gibt es Fisch oder Rindfleisch. Die Atmosphäre ist wirklich sehr einladend. Nach dem Essen kaufen wir noch Wein ein und dann starten wir wieder los Richtung Heimat. Am Weg sehen wir wieder riesige Avocado Hänge. Avocados brauchen pro Baum 100 Liter Wasser pro Tag, der Wein braucht pro Rebstock 1000 Liter im Jahr! Wären die Anden nicht so nahe, gäbe es wohl das Wasser nicht und auch nicht Avocados und Wein. Morgen fahren wir weiter auf unserer geplanten Route, aber eben ohne Argentinien.

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8. Tag: 16.03.2026 - Rinconada - La Serena

Heute geht es nordwärts. Wir fahren zirka 5 Stunden mit dem Auto von Rinconada nach La Serena. Die Straße führt teilweise am Pazifik entlang. Das Gebiet ist sehr dünn besiedelt. Einzig die großen Windräder zeigen von Urbanisierung. Ich darf heute fahren, Werner ist mein co-Pilot. An einer Raststätte kehren wir in ein uriges Lokal ein, in dem die LKW-Fahrer und die Arbeiter der Region essen. Wir essen Empanadas, das sind gefüllte Teigtaschen. Dann geht es weiter. Am späteren Nachmittag erreichen wir das Hotel Club La Serena in La Serena. Das Hotel hat definitiv seine besten Jahre schon gehabt, alles ist abgewohnt, es is wohl um die 25 Jahre alt. Macht nix, wir bleiben ja nur eine Nacht. Nach dem Check-in marschieren wir zum Strand und zum Leuchtturm (Faro). Am Horizont sieht man, wie der Seenebel schön langsam Richtung Land zieht. Zum Abendessen sind wir in einem Fischrestaurant gleich um die Ecke. Der Nebel hat uns nun endgültig eingehüllt. Ich muss mich wieder mal ärgern, weil auch in diesem Restaurant, so wie in viele anderen auch, es nur einen QR-Code gibt, mit dem man sich die Speisekarte auf das Handy laden kann. Das ist eine Unart, die Umsicht greift, auch bei uns zuhause! Die Pazifik Wellen rollen laut ans Ufer, ein ständiger akustischer Begleiter, auch die ganze Nacht, weil ich das Fenster einen Spalt geöffnet habe.

 

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9. Tag: 17.03.2026 - Pisco Elqui

Nach dem Frühstück besichtigen wir das Zentrum von La Serena. Die Stadt hat rund 200.000 Einwohner. Zentrum ist die Plaza di Armas mit ihrer Kathedrale und den vielen kleinen Märkten. Manchmal schauen die Märkte aus wie Basare in der Arabischen Welt. Wir flanieren herum und ich kann mir endlich meine kurze Hose kaufen, denn die andere ist kaputtgegangen. Nach einem kleinen Mittagshäppchen fahren wir los, ins Valle del Elqui und nach Pisco Elqui, wo wir unsere Unterkunft haben werden. Die Fahrt führt wieder durch Täler, die von riesigen Bergen umgeben sind. Die Berge sind karg bewachsen und an manchen wurden auch Plantagen für Mangos und Avodacos angelegt. Das Hauptthema in diesen Tälern ist aber der Wein. Nach eineinhalb Stunden erreichen wir unser Ziel die Cabanas Caballeri. Das sind in den Hang hineingebaute kleine Bungalows. Jeder der drei Bungalows, die wir bewohnen hat einen anderen Stil. Die Apartments sind sehr geräumig und sehr stilvoll eingerichtet. Nun machen wir uns auf die Suche nach einer Piscobrennerei, denn Pisco hat dem Tal den Namen gegeben und da wollen wir auch sehen wie die den machen. Pisco ist ein Weinbrand aus den hier angebauten Süßtrauben. Wir finden die Schaubrennerei Fundo Los Nichos und buchen eine Führung, leider nur auf Spanisch. Das Prinzip ist einfach. Der Wein wird vergoren und dann gebrannt, es entsteht der Pisco. Der Begründer der Brennerei Don Jose soll gesagt haben, dass jeder, der die Brennerei aufrecht betritt, sie waagrecht wieder verlassen soll. Nach der Führung suchen wir ein Restaurant und werden im Zentrum fündig. Wir speisen gut und trinken den hier gekelterten Wein.

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10. Tag: 19.03.2026 Valle del Elqui Wein/Sterne

Wir bekommen ein tolles Frühstück auf unser Zimmer serviert. Anschließend genießen wir die Zeit am Pool. Am Nachmittag gehen wir zu Fuß in ein Restaurant und essen ein spätes Mittagessen. Nach dem Mittagessen werden wir von zwei Taxis abgeholt. Sie bringen uns zum Ausgangspunkt einer Tour in die Berge. Hier gibt es im Weingut Vinedos de Alcohuaz, das dritthöchstgelegene Weingut der Welt. Auf 2,200 Meter wird ein ganz besonderer Wein angebaut. Wir fahren mit einem russischen Geländebus hinauf zum Weingut. Unser Guide Rodriguez erklärt uns mit viel Leidenschaft, wie hier Wein gemacht wird. Es wird hier ganz anders wie bei uns gekeltert. Die Trauben reifen in einem Gebiet, in dem die meiste Zeit im Sommer die Sonne scheint. Nachts wird es bedingt durch die Höhe kalt. Das gefällt den Trauben und sie gedeihen prächtig und haben einen sehr süßen Geschmack. Jetzt sind die meiste Trauben geerntet. Nach der Ernte kommen die Trauben in ein großes Becken. Hier werden Sie von fleißigen Arbeitern mit den Füßen gestampft, sodass der Saft austreten kann. Dann beginnt der Fermentierungsprozess. Der vergorene Wein wird abgelassen und die Traubenreste bleiben zurück. Diese werden dann in einer Presse gepresst und werden in einem bestimmten Verhältnis dem anderen Wein zugeführt. In einem großen Weinkeller wird der Wein meist in Betoneier gelagert, aber auch in österreichischen Eichenfässern der Firma Franz Stockinger (fass-Stockinger.at). Es gibt auch Tonfässer aus Georgien, in denen der sogenannte Orangenwein gemacht wird. Das ist Weißwein, der nur gestapft, aber nicht gepresst wird. Dann bekommen wir eine Weinverkostung von drei Rotweinen und einem Süßwein. Zum Schluss dürfen wir noch eine Blindverkostung machen. Leider gelingt es nur Karl den richtigen Wein zu erraten. Die Frage aller Fragen; woher kommt in diesem Wüstenklima das Wasser? Wir bekommen die Erklärung; Das Wasser ist in Permafrost in den höheren Lagen in den Bergen eingespeichert, das dann über Quellen austritt. Wir fahren zurück, zuerst mit dem Russenwagen und dann mit Taxi. Am Abend geht es zu einer Sternengucker Tour. Wir fahren mit einem Geländewagen hoch hinauf auf 1.800 Meter. Hier genießen wir mit vielen anderen Teilnehmern den Blick auf die Sterne. Unser Guide erklärt die Sternensysteme und dann dürfen wir in ein Fernrohr schauen. Weil wir so viele Teilnehmer sind, zieht sich das ziemlich in die Länge. Dennoch, der Sternenhimmel ist gewaltig, soviel Sterne sieht man selten wo. Um Mitternacht geht es zurück in unsere Unterkunft.

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11. Tag: 19.03.2026 Fahrt nach Maitencillo

Wir kratzen noch die Reste des gestrigen Frühstücks zusammen und fabrizieren so noch ein ansehnliches Frühstück für den heutigen Tag. Dann verlassen wir das Piscu Elqui Tal Richtung La Serena. Hier gibt es ein riesiges Kreuz auf einen Berg und das wollen wir sehen. Zuerst fahren wir in den Stadtteil Coquimbo. Hier gibt es einige Favelas und es schaut fast so aus wie in Rio. Im Stadtzentrum Coquimbo, das zum Großraum Las Serenas gehört, spazieren wir kurz in einer Fußgängerzone. Alles wirkt heruntergekommen, die Menschen sind einfach gekleidet. Hier sind wir weit weg von Gucci und Hermes. Kurzum das ist nix für uns, wir fahren den Berg hinauf zum Crus del Tercer Milenio. Das ist ein gewaltiges Betonkreuz am Hügel El Vigia und Wahrzeichen der Stadt. Es ist 83 Meter hoch und 40 Meter breit. Es galt lange Zeit als das höchste Denkmals Südamerikas. Nach einigen Fotos geht es weiter, wir haben Hunger. Im Caleta del Guayacan, kehren wir in eine Fischerkneipe ein. Es stinkt nach Fisch, den überall wir Fisch verkauft und Fischer liefern ihre frische Ware an. Seelöwen tummeln sich im Meer und streiten sich mit Pelikanen und Möven um die Fischreste. Wir sitzen direkt am Wasser und schauen dem Treiben gespannt zu. Wir essen kalte Fischvorspeisen und dann noch eine Fischsuppe, bevor wir weiterfahren. Nun fahr ich ein Stück auf unserer rund fünfstündigen Fahrt nach Maitencillo. Wieder geht es der Pazifikküste entlang. Am späten Nachmittag erreichen wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang unser Hotel MAE. Wir beziehen die Zimmer und nehmen einen Sundowner. Zum Abendessen suchen wir ein Lokal, was nicht so leicht ist, denn hier beginnt bereits die Nachsaison. Wir finden noch ein Lokal, aber der Kellner meint, ein kleiner Happen und eine Flasche Wein geht sich aus und dann sperren sie zu. So war es dann auch. Zurück ins Hotel! Der Tag war lang.

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12. Tag: 20.03.2026

Heute schaut das Wetter nicht so gut aus. Vorerst gibt es Nebel, aber darüber liegen schon die Regenwolken. Macht nix, wir fahren nach dem Frühstück nach Zapallar. Das ist eine der Nobelgegenden hier. Die Vegetation ist traumhaft; alte Bäume, Palmen, Stäucher und Farne. Die Luxusvillen sind bis an die Küste gebaut. In Terro la Cruz gibt es einen wunderschönen Rundweg. Dieser Weg ist aufwändig an die Steilküste gebaut. Oberhalb des Weges die Luxusvillen, unterhalb das schäumende Meer und die Klippen. Es regnet nur wenig und so können wir den Weg trocken begehen. Zum Schluß marschieren wir noch zu einem Aussichtspunkt, von wo aus man einen großen Teil der Küste sehen kann. Dann kehren wir in ein nettes Restaurant ein und essen kalte und warme Fischvorspeisen. Dann geht es zurück ins Hotel wo heute live Musik spielt. Morgen soll das Wetter wieder schön sein!

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13. Tag 21.03.2026

Wir checken aus und fahren nach dem Frühstück nach Zapallar. Hier gibt es einen wunderschönen Wanderweg der Küste entlang. Riesige Wellen stürzen über die rundgeschliffenen Felsen, Vögel kreisen, Seetang liegt entlang des Weges. Über uns donnert eine Formation aus 14 Kampfflugzeuge, die eine Passagiermaschine im Tiefflug begleiten im Tiefflug. Wer wird das wohl sein, welche wichtige Person braucht so einen Begleitschutz?? Die Bucht von Zapallar ist traumhaft. Einige gehen sogar schwimmen, obwohl das Wasser sehr frisch ist. Heute ist Samstag und die Einheimischen genießen auch die Sonne und das Meer. Wir nehmen noch einen Drink und dann fahren wir weiter nach Concon. Hier hat Carolina für uns einen Tisch im Restaurant Secreto reserviert. Das Restaurant befindet sich auf einer Anhöhe über der Bucht von Playa La Boca. Hier kann man den Wellenreitern und Kitesurfern zuschauen, wie sie sich durch die Wellen kämpfen. Ich kämpfe mich durch die Speisekarte, denn es gibt in Chile nur spanische Speisekarten und mein Spanisch ist gleich null. Am Nachbartisch wird Thunfisch serviert, schaut gut aus, den möchte ich auch. Dazu gibt es natürlich guten Wein. Dann fahren wir zurück nach Rinocada ins Haus von Werner und Caroline.

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14. Tag: 22.03.2026

Heute ist kein schönes Wetter. Werner und Caroline haben einiges zu tun und so bleiben wir heute in der Hazienda. Mal Zeit zum Lesen und E-Mails aufarbeiten. Es ist kalt geworden. Am Nachmittag unternehmen Karl Silvia und ich einen Spaziergang. Es ist Sonntag und alles ist sehr ruhig in der Wohngegend. Nur die zahlreichen Hunde bellen, wenn wir an den Zäunen vorbeigehen. Jedes Haus hat mindestens einen Hund, wir zählten sogar einmal 14 Hunde in einem Garten. Auch hier in der Umgebung gibt es viele Weingärten. Zum Abendessen gibt es eine chilenische Spezialität. Ein mit Mais überbackener Kuchen aus Huhn und Gemüse. Schmeckt sehr gut! Morgen soll das Wetter wieder schön sein. Gute Nacht.

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15. Tag: 23.03.2026

Der Sonnenaufgang – einfach ein Wahnsinn! Über den Anden geht die Sonne auf. Am Aconcagua, dem höchsten Berg Amerikas steht eine Linsenwolke. Im Tal liegt noch leichter Bodennebel vom gestrigen Regen, der sich aber schnell auflöst. Es ist windstill und wolkenlos, außer der erwähnten Linsenwolke blauer Himmel. Wir bleiben heute am Pool und genießen den Tag. Am Abend wird wieder gegrillt. Alle gemeinsam helfen wir bei den Vorbereitungen für das festliche Mal am Abend. Morgen geht es nach Santiago.

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16. Tag 24.03.2026 - Weingut Vina Haras de Pirque

Gegen Mittag verlassen wir die Hazienda und fahren ins Weingut Vina Haras de Pirque. Dieses Weingut liegt zirka 45 Kilometer südlich von Santiago. Das Weingut hat 300 Hektar in ihrem Besitz. Der Ursprung des Weingutes geht auf einen reichen Chilenen zurück, der eine große Leidenschaft für Pferde hatte. Auch heute sind noch rund 1000 Pferde auf dem Gelände. Heute ist jedoch der Wein das Wesentliche. Vor einigen Jahren ging der Besitzer mit dem toskanischen Weinproduzenten Antonori eine Partnerschaft ein. Dieser brachte zusätzliches Know-How in die Weinproduktion. Weil der Besitzer immer älter wurde, übergab er nun die gesamte Produktion in die Hände von Antonori. Hier werden vorwiegend Rotweine produziert. Der Weißwein kommt von Leyda Valley, das nahe an der Küste liegt. Hier ist bedingt durch das Klima, das vom Pazifik beeinflusst ist. Hier wäre es für Weißwein zu heiß. Das Weingut hat die Form eines Hufeisens, in Bezug auf die Leidenschaft für die Pferde. Die einzelnen Prozesse der Weinproduktion werden mit Schwerkraft gemacht. Es sind keine Pumpen notwendig, weil das Gebäude auf verschiedenen Ebenen gebaut ist. Nach der Führung kommen wir in den Weinkeller. Dieser ist beeindruckend, weil hier viele, sehr viele Holzfässer lagern. An der Decke gibt eine Glasplatte, über der sich der zentrale Springbrunnen sich befindet. Man kommt sich vor wie in einem Hallenbad, weil sich das Licht durch das Wasser des Springbrunnens bricht. Wir verkosten 4 Weine, einen Weißwein und dann die starken Rotweine wie Galantas, Hussonet und Albis. Anschließend kaufen wir noch ein wenig Weißwein ein, bevor es nach Santiago geht. Wir sind im Hotel Regal Pacific untergebracht. Ein wunderschönes 4-Sterne-Hotel, das zirka 15 Kilometer außerhalb der Altstadt sich befindet. Zum Abendessen kehren wir ins Fischrestaurant La Tasca de Altamar ein.

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17. Tag: 25.03.2026 Santiago

Heute erleben wir Santiago. Nach dem Frühstück treffen wir unseren Reiseleiter der uns heute exklusiv durch die Stadt führen wird. Robert Graf, unser Guide kommt aus Deutschland, lebt aber schon seit 17 Jahren in Santiago und kennt daher seine Stadt in- und auswendig. Vorerst geht es mit der U-Bahn in die Altstadt. Dann fahren wir mit einem UBER-Taxi zur Talstation für die Fahrt mit der Seilbahn auf den Cerro San Cristobal. Oben angekommen besichtigen wir die Statue der Jungfrau Maria. 1987 kam hier der Papst auf Besuch und las eine Messe. Von der Statue aus hat man einen gewaltigen Blick über die 8 Mio. Stadt Santiago. Dann geht es mit der Standseilbahn wieder hinunter in die Altstadt. Dann marschieren wir zum Plaza de Armas, dem Zentrum der Stadt mit seiner beeindruckenden Kathedrale Metropolitana im neoklassizistischen Stil. Es geht weiter zum Placio de La Moneda, dem Präsidentenpalast. Heute ist hier ein Großaufgebot des Militärs, wir vermuten eine Angelobung. Unser Guide erzählt uns viel über Politik und Stadtgeschichte. Viel wird natürlich über Pinocet gesprochen, der als Diktator von 1973 bis 1990 regierte. 1973 kam Pinocet nach einem Putsch an die Macht und übernahm von Allende nicht ganz freiwillig. Heute noch sieht man das Hochhaus in dem Pinocet wohnte. Nach unserer Führung kehren wir ein und essen eine Kleinigkeit im Restaurant Liguria. Anschliessend fahren wir in ein großes Einkaufszentrum wo wir uns mit Manicure und Pedicure verwöhnen lassen. Dann fahren wir in das Fischrestaurant La Mar zum Abendessen. Zurück zum Hotel geht es mit UBER.

 

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18. Tag: 26.03.2026 Casa Real

Heute fahren wir in ein großes Shopping-Center. Ich brauche eine neue Zip-Hose und Gewürze für Freunde zuhause. Das Shopping-Center ist gewaltig, logisch für eine Stadt mit knapp 8 Mio. Einwohner. Nachdem alles geshoppt ist, fahren wir weiter zum Hoterl Casa Real in das Wine Estate Vina Santa Rita. Schon beim Eintritt in das Weinschloss sieht man, dass das was besonderes ist. Auf 700 ha Weinanbaufläche werden hier die so typischen Weine angebaut. Unser Hotel ist im ehemaligen Herrschaftshaus aus 1880 untergebracht. Historische Bilder, Billiardtisch, knarrende Holzböden und eine eigene Heiratskapelle, die der Jungfrau Maria gewidmet ist und von einem Deutschen Architekt gebaut wurde. Wir betreten einen einzigartigen 40 Hektar großen Park mit Bäumen aus der ganzen Welt. Mit Maria unternehmen wir dann einen geführten Rundgang durch den Park und anschließend sehen wir auch noch den ältesten Keller Chiles. Früher war die gesamte Hazienda ein Dorf mit Schule, Krankenhaus und so weiter. Heute kommen Touristen aus der ganzen Welt, um das historische Landgut zu sehen. Wir haben unsere Zimmer bezogen, die auch den historischen Touch haben. Nach der Führung treffen wir uns auf der Terrasse. Der Kellner stellt uns drei Weingläser pro Person auf den Tisch. Dann kommt er mit Wein und kleinen Häppchen und einer Broschüre, die die Weine erklärt. Wir haben nix bestellt, aber irgendwie hat der Kellner da was durcheinandergebracht. Wir stellen uns dumm und genießen den Wein bei Sonnenuntergang. Plötzlich kommt der Kellner drauf, dass er einen Fehler gemacht hat, aber zu spät, wir haben schon mit der Weinverkostung begonnen. Zum Abendessen sind wir im Hotelrestaurant in einem Wintergartenähnlichen Saal mit viel Glasflächen. Wir speisen wieder mal hervorragend. Zum Schluss spielen wir Billard und Karl und ich verliefen gegen Werner!

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19. Tag: 27.03.2026 - Valparaiso

Wir sind leider nur eine Nacht in Casa Real. Das Frühstück in unserem 5-Sterne-Hotel spielt alle Stückerl. Zwei Kellner bedienen uns und noch 6 andere Gäste. Nach dem Frühstück heißt es wieder mal Abschied nehmen. Unser Ziel – Valparaiso. Der Name hat für mich was faszanierendes – Paraiso klingt ein wenig wie Paradies. Als wir unserem Paradies näherkommen, verblasst mein interner Blick auf das Paradies. Die Hafenstadt hatte vor dem Bau des Panamakanales ihre Hochkonjuktur. Nunmehr fahren weniger Schiffe über das Kap Horn und so nahm auch der Hafenverkehr ab. Heute hat Valparaiso 320.000 Einwohner und ist Weltkulturerbe, wegen ihrer bunten blechbeschlagenen Holzhäuser. Die Stadt ist auf „Cerros“, also auf Hügel gebaut. Es gibt, so wie in Lissabon auch einige Acensores (Schräfaufzüge), die die Leute auf die Hügel hinaufbefördern. Wir treffen Michael unseren Guide beim Parkhaus und fahren dann mit einem der Lifte hinauf. Von oben hat man einen wunderbaren Blick zum Hafen und auf die Bucht von Valparaiso. Michael kennt gefühlt jeden in der Stadt und so bringt er uns zu einer Deutschen Namens Marion, die hier ein uriges Café betreibt. Die Stadt ist auch die Stadt der Regenbogen Community, sprich der LGBTQAI. So auch hier im Café, beide Kellner sind offensichtlich der Gruppe angehörig. Dennoch, der Kaffe ist gut und die Bedienung sehr freundlich. Weiter geht es zu einem Stadtrundgang mit Michael. Wir gehen über die Tastaturstiege (bemalt wie eine Klaviertastatur) hinauf in die Oberstadt. Jeder grüßt unseren Michael. Die bunten Häuser sind mit Grafitti besprüht, alles wirkt alternativ und schräg. Wir besuchen ein Hotel und fahren mit dem Lift ganz nach oben, um einen guten Überblick zu haben. Dann kehren wir im Restaurant La Conception ein. Wir sitzen im Gastgarten, uns allen ist kalt. Der kalte Pazifik lässt grüßen. Nach einem hervorragenden „Nachmittagessen“ starten wir unsere Rückfahrt und verabschieden uns von Michael. Nach fast zwei Stunden erreichen wir wieder „unser Zuhause“ in Rinconada. Der Tag war lang wir sind müde, aber glücklich!

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20. Tag: 28.03.2026 - Pooltag

Heute verbringen wir einen Tag am Pool. Relaxen ist angesagt. Der letzte Tag für Silvia und Karl, denn sie verlassen uns morgen Richtung Österreich. Jeder Tag schöner wie der andere. Jeder Tag blauer Himmel und Temperaturen so zwischen 18 und 28 Grad. Jetzt kommt ja in Chile der Winter und man merkt es seit meiner Ankunft in Chile sinken die Temeraturen langsam. Am Abend gibt es wieder Gegrilltes von Werner. Carolina und Silvia zaubern wieder hervorragende Zuspeisen. Wir feiern noch Abschied, denn die beiden müssen morgen schon früh raus!

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21. Tag: 29.03.2026

Die nächsten Tage bleiben wir in der Hazienda am Pool und relaxen. Es gibt daher nix zu berichten, außer dass es mir sehr gut geht und ich das schöne Wetter genieße, während es zuhause kalt ist und zeitweise sogar schneit.

22. Tag: 30.03.2023

Relaxen ist angesagt. Am Abend haben Werner und ich einen „Männerabend“, Carolina bleibt zuhause, wir gehen Shoppen, zum Friseur und Abendessen.

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23. Tag 31.03.2026

Am Vormittag relaxen – Nachmittag geht es wieder mal zu einem Weingut. Diesmal sind wir in Los Andes im Weingut „Flaherty Wines“ Das ist ein sehr kleines Weingut, der die Weintrauben zukauft und daraus Wein macht. Schon bei der Zufahrt merkt man, dass hier alles ein wenig rustikaler ist. Das Gebäude stammt aus 1890 und war früher ein Wohnhaus. Heute stehen die Weinfässer in den großen, hohen Räumen. Der Wein wird hier auch sehr traditionell gemacht. Die Trauben werden gedampft, der Traubensaft abgezogen und zum Gären gebracht. Die Traubenschalen werden dann noch gepresst und der Saft dem Wein zugefügt. Dann wird der Wein abgefüllt. Wie kann aus so einer rustikalen Herstellung ein guter Wein werden?? Wir verkosten die Weine und ehrlich, jeder der drei Rotweine schmeckt super. Sie machen sogar einen Sekt, aber dieser wird nicht hier produziert. Wir kaufen einige Flaschen und fahren dann in ein uriges Restaurant. Die Wände sind mit allerhand alter Dinge verziert. Die Tische und Sessel sind aus rustikalem Rundholz. Das Essen ist dann nicht so ganz nach meinem Geschmack. Wir fahren zurück in die Hazienda.

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24. Tag 01.04.2026

Am Vormittag relaxen, am Nachmittag hab ich einen Flug von Santiago nach Calama in der Atacama Wüste gebucht. Mit dem Taxi komme ich zum Flughafen. Ohne Spanisch ist man hier aufgeschmissen. Mein Taxler übersetzt mit Google Translate und so ist eine eingeschränkte Unterhaltung möglich. Der Flug mit Sky Airline ist pünktlich. Die Maschine voll gestopft! In Calama angekommen hab ich mir einen Transfer nach San Pedro de Atacama gebucht. Die Stadt Calama sehen wir nur beim Vorbeifahren. Überall Müll, kleine Häuser für die Arbeiter, alles schaut runtergekommen aus. In der Atacama Wüste werden ja viele Bodenschätze abgebaut und daher wohnen hier viele Arbeiter, die dann zwischen Santiago und Calama mit dem Flugzeug pendeln. Die Fahrt nach San Pedro dauert eineinhalb Stunden. Die endlos geraden Straßen führen mitten hinein in die Wüste. Bevor man San Pedro erreicht kommt man schon an den Felsgebilden des „Moon-Valley“ vorbei. In San Pedro habe ich eine billige Unterkunft gebucht und zwar das Hotel Turi Atacama. Das ist ein altes Haus, in dem auf mehrere kleine Gebäude die Zimmer aufgeteilt sind. Die Zimmer sind alt, aber sauber. Nach dem Zimmerbezug marschiere ich ins Zentrum. Hier spielt es sich ab wie am „Ballermann“. Viele Restaurants und Bars, teilweise mit Livemusik gibt es und jede Menge Souvenierläden und noch mehr Touristen. Ich bin fast ein wenig überfordert, denn die letzten Tage bei Werner waren ruhig und Touristen hab ich keinen einzigen gesehen. Ich finde noch ein nettes Restaurant fürs Abendessen.  

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25. Tag: 02.04.2026 - Valle del Luna

Es beginnt mit einem sehr einfachen Frühstück. Anschließend suche ich Verbesserung in einem Kaffeehaus und bekomme einen guten Kaffee und eine gute Internetverbindung. Heute Nachmittag findet mein Ausflug ins „Valle de Luna“ statt. Ich stärke mich noch mit einem Mittagessen, dann geht es los. Wir fahren zuerst ins Valle de la Luna und ins Tal des Todes. Von einem Aussichtspunkt sehen wir hinunter in die karge Wüstenlandschaft. Es schaut manchmal so aus, als wenn es geschneit hat, aber das ist das Salz in den Böden, der diesen weißen Schleier macht. Dann fahren wir hinein in den Nationalpark und marschieren zur höchsten Düne des Parks. Wir starten bei 2.500 Meter und es geht immer bergan, ganzschön anstrengend! Oben angekommen hat man einen grandiosen Blick auf die „Arena“, denn durch dektonische Verschiebungen hat sich so was aufgehoben, was ausschaut wie eine Arena. Zwischendurch wieder ausgetrocknete Flüsse, die auch mit weißem Salz/Lehmboden bedeckt sind. Es sind extrem viel Touristen unterwegs, man muss leider schon sagen „Massentourismus“. In Kolonnen geht man hinauf zur Düne und auch wieder hinunter. Wir kommen dann noch zu den drei Gesteinsbrocken, die aussehen, als wären Sie betende Madonnen, mit ein bisschen Fantasie natürlich! Der Wind hat hier seine Arbeit geleistet und diese und viele andere Skulpturen geformt. Zum Sonnenuntergang fahren dann gefühlte 1000 Kleinbusse an eine Stelle, von wo man einen tollen Blick hat, aber halt nur dann, wenn nicht einer dieser 5000 Leute vor Deiner Linse steht. Massentourismus pur – schade, dass man dann den gewaltigen Sonnenuntergang nicht mehr genießen kann. Wollen alle das Gleich – hat keiner mehr was davon! Es geht zurück in den Ort – natürlich in einer Kolonne, denn alle der gefühlten 1000 Kleinbusse und PKW’s wollen natürlich in den Tourismushotspot San Pedro so Atacama. Ich nehme noch ein kleines Abendessen zu mir und dann ab ins Bett, denn morgen muss ich früh raus – Abfahrt 04.52 zur nächsten Tour zu den Geysire El Tato.

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26. Tag: 03.04.2026 - Gysire

Das Aufstehen fällt mir schwer, um 04.15 läutet der Wecker. Abfahrt um 05.52. Pünktlich ist der Kleinbus zur Stelle. Wir nehmen noch zwei weitere Teilnehmer auf und dann geht es hinauf in die Berge. Es ist stockfinster und so sieht man die wunderschöne Landschaft nicht. Wir fahren von 2.400 Meter auf 4.300 Meereshöhe. Nach zwei Stunden kommen wir endlich an. Es hat so grad zwei, drei Grad unter Null. Ich habe natürlich nur kleines Gepäck bei meinem Ausflug dabei und bin daher nicht ganz richtig ausgerüstet, mir ist saukalt! Wir steigen bei den Geysieren von El Tatio aus. Es gibt hier über 80 Geysire und Fumerolen, die in dieser Höhe schon bei 86 Grad das Wasser in Dampf verwandeln. Das Gebiet ist Teil des Altiplano-Puna-Vulkankomplexes und ist das drittgrößte weltweit. Unser Guide und Busfahrer erklärt uns die Geologie, wie das alles hier entstanden ist. Wir befinden uns in einem Vulkangrater. Überall dampft es heraus, einige Geysiere spritzen dampfendes Wasser in die Höhe. Es gibt heiße Quellen, bei denen sprudelt es wie in einem Sprudelbad. Bei anderen kommt lediglich Dampf heraus. Schön langsam kommt die Dämmerung und die Sonne zeichnet sich schon am Horizont ab. Man muss vor Sonnenuntergang hier sein, weil man sonst den Dampf der Gysiere nicht sieht. Dieser würde in der Sonne gleich verschwinden. Schön langsam bekomme ich mit, was das für ein Massentourismus hier ist. Zahllose Kleinbusse sind im Krater geparkt und Menschenmassen stehen bei den Geysiren. Die Berge rund herum sind alle so um die 6.000 Meter hoch. Die meisten Berge sind Vulkane, denn Chile liegt am Ring of Fire und hat täglich kleinere Erdbeben. Das größte Erdbeben war 1962, da wurde viel zerstört. Jetzt gibt es ein Frühwarnsystem, die Menschen sind vorbereitet. Nach dem Rundgang bei den Geysieren fahren wir auf einen schönen Aussichtsplatz, an dem uns ein Frühstück serviert wird. Wir blicken hinunter in die Caldera, wo tatsächlich der Dampf der Gysiere fast nicht mehr zu sehen ist. Bei der Rückfahrt sehen wir die schöne Landschaft, die wir in der Dunkelheit nicht sehen konnten. Die Straßen sind sehr schlecht. Teilweise muß unser Guide neben der Straße fahren, weil diese nicht passierbar ist. Wir machen einen kurzen Halt in Machuta. Das ist ein total abgelegenes kleines Dörfchen, wo tatsächlich einige Leute einsam leben, wären da nicht die Massen an Touristen, die jeden Tag hierherkommen. Ein Stück weiter sehen wir die letzten Flamingos, denn die machen sich jetzt im Herbst auf die Stocken bzw. Flügel und fliegen in wärmere Gefilde. Zu Mittag sind wir wieder zurück in San Pedro de Atacama. Ich muss ein wenig ausruhen, denn die Höhe hat mir wirklich zu Schaffen gemacht, Kopfweh und leichter Schwindel. Am Machmittag wird es dann bei einem Bier sicher besser. Leider sind die Kopfschmerzen mehr geworden. Ich kämpfe die ganze Nacht mit meinem Leiden. Für die Apotheke ist es schon zu spät, meine Reiseapotheke liegt in Rinconada, ich habe ja nur kleines Gepäck mit und da gab es dafür keinen Platz. Für alle, die zu den Geysiren fahren wollen, bitte wie empfohlen Winterkleidung (kann bis zu minus 10 Grad haben) und viel viel Wasser mitnehmen und vorallem auch trinken!!!  Morgen geht es dann wieder nach Santiago.

 

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27. Tag: 04.04.2026 . Atacama - Santiago

Heute fliege ich wieder nach Santiago. Gott sei Dank hat das Kopfweh aufgehört, ich hab aber nur wenig geschlafen. Am Vormittag schlendere ich noch einmal durch die staubige Straße von San Pedro de Atacama. Die Straße füllt sich schon wieder mit Touristen. Mit dem Transferbus fahre ich am frühen Nachmittag zum Flughafen von Calama. Der Rückflug mit JetSMART ist pünktlich. In Santiago wartet schon mein bestelltes Taxi und bringt mich nach Riconada, wo mich Werner schon am Tor erwartet. Nach einer kurzen Nachbesprechung meines Ausfluges in die Atacama Wüste geht es zu Bett.

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28. Tag 05.04.2026

Heute wartet ein ganz besonderer Leckerbissen auf mich/uns! Roland, ein lieber Freund von Carolina und Werner, fliegt mit uns mit einem 5-sitzigen Helikopter einen einstündigen Rundfug. Es verzögert sich ein wenig, wir fliegen erst am frühen Nachmittag. Roland hat mit seiner Lebensgefährtin hier in Rinconada ein Paradies. Er ist Grundstücksbesitzer, Abenteurer, Bauunternehmer, Unternehmer, Draufgänger, einfach ein Tausendsasser. Mit seinem 5-sitzigen Helikoper der Marke Robinson R66 dürfen seine Partnerin, Werner, Caroline und ich heute die Gegend von oben anschauen. Ich darf am Co-Pilotensitz sitzen. Leider hat Roland mir alle Steuereinrichtungen ausgebaut, damit ich keinen Blödsinn mache. Wir starten auf seinem privaten Grundstück, zwischen die hohen Bäume durch geht es zur Hacienda, zum Haus von Werner und Caroline und dann fliegen wir zu den bekannten Weingütern, die wir ja schon alle besucht haben. Nun sehen wir sie von oben, einfach beeindruckend. Werner und Caroline lernen so auch ihre zweite Heimat kennen. Die Avocado Plantagen haben mich ja schon von „unten“ beeindruckt, aber von oben schaut das alles noch schöner aus. Avocados sind hier eines der wirtschaftlich interessantesten Produkte, aber auch Wein, UND Rosinen. Wir kommen an riesigen Feldern vorbei, auf denen die Weintrauben getrocknet werden. Ein weiteres Highlight sind hier die Pferde. Es gibt riesige Zuchtanstalten für die verschiedensten Pferde, von Nutz- bis hin zu teuren Sportpferden. Erst von oben sieht man den Reichtum, von der Straße aus sieht man nur Lehm- und Brettermauern. Jetzt sieht man aber riesige Villen mit Swimmingpools mit riesigen Gartenanlagen. Die Landung ist auch sehr speziell, denn Roland hat sich einen Anflug auf seinem Grundstück gebastelt und kurvt zwischen seinen Bäumen, direkt zum Landeplatz vor seiner herrschaftlichen Villa. Nach dem Rundflug haben Werner und Carolina die beiden, und noch eine sehr gute Freundin mit ihrem Mann, zum Essen auf die Hazienda eingeladen. Werner grillt wieder mal, in gewohnter Weise perfekt. Carolina macht als Vorspeise Ceviche, eine peruanische Rohfischvorspeise. Dann gibt es noch einen reichhaltigen Salat und Steak vom Werner. Dazu wird natürlich Camenere serviert, der für die Region typische Rotwein. Zur Nachspeise Eis und Käseplatte. Roland war Ralleyfahrer, Fahrzeughändler und noch vieles mehr. Er hätte sehr viel zu erzählen, aber leider spricht er kein Englisch und ich kein Spanisch. Gott sei Dank haben wir Carolina und die Frau von Roland, die vom Deutschen, bzw. Englisch ins Deutsche übersetzen. Es wird ein sehr interessanter und gemütlicher Abschlußabend. Morgen geht es leider nachhause.

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29. Tag 06.04.2026

Ich muß mich früh morgens von Carolina und Werner Versandwegen. Sie waren gut drei Wochen mein/unser Host. Sie haben uns „Ihr“ Chile gezeigt, mit vielen Weingütern und vielen landschaftlichen Schönheiten des Landes. Wir haben die Küste besucht, wir waren in Santiago und anderen größeren Städte. Ich bin in dieser Zeit wahrlich zum Weinexperten für Chile-Weine geworden. Jetzt mußt ich mein liebgewohntes Apartment verlassen, denn das Taxi wartet schon auf mich. Noch einmal geht es an die Weingüter vorbei, am Flugplatz, an der riesigen Photovoltaik Anlage. Das Einchecken und auch der gesamte Rückfllug ist pünktlich unspektakulär. IBERIA ist wirklich super.

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30. Tag 07.04.2026

13 Stunden Flug bis nach Madrid, dann nochmals drei Stunden Aufenthalt und dann geht es mit IBERIA wieder pünktlich weiter. Die ganze Strecke von Madrid bis nach Wien „Kaiserwetter“. Die Französischen Alpen und der Alpenhauptkamm sind noch in Schnee. Mit dem Zug geht es dann von Wien nach Vöcklabruck und weiter nach Kammer-Schörfling mit dem Kammerer Hansl, wo mit Gerhart Sep abholt.

Eine schöne Reise ist leider zu Ende. Ich habe mir genauso meinen Pensionsanfangt vorgestellt. Nachdem ich ja ab 01.03.26 in Pension bin, habe ich künftig noch mehr Zeit zum Reisen. Verfolgt gerne meine Reiseberichte!

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