Kurz mal nach Krakau mit der Tecnam 2010 des Fliegerclubs. Ich war vor vielen Jahren schon mal mit dem Flugzeug dort, mal sehen, was sich verändert hat.
Am Vormittag arbeite ich noch bei mir zuhause. Gegen Mittag soll es losgehen. Leider macht die Tecnam schon wieder mal Mucken. Ein Techniker der HB-Technik behebt das Problem, wir können starten. Ich darf hin- und retour fliegen. Herbert macht den Funk. Der Flugplan ist mit Skydemon schnell aufgegeben. Wir starten bei 35 Grad, denn es ist Hochsommer, einer der heißesten seit Aufzeichnung. Auf Flugfläche 95 geht es über Österreich/Tschechien nach Krakau. Von oben sieht man Felder, die so gemäht wurden, dass sie wie Sträflingshemden ausschauen. In Krakau angekommen, erfahren wir, dass wir vorher einen Parkplatz buchen hätten müssen. Aber die netten Controller schicken uns nach Pobiednik (EPKP). Wir fliegen unter dem freigabepflichtigen Luftraum von Krakau und landen auf der Graspiste 09. Es rumpelt ein wenig als wir aufsetzen. Wir parken unser Flugzeug und hängen es mit Leinen am Boden fest. Schon kommt ein netter Herr daher, der auch so eine Tecnam besitzt. Er nimmt uns mit seinem Auto mit nach Krakau. Hier haben wir das Hotel Grodek gebucht. Es liegt mitten im Zentrum. Die nette Dame gibt uns eine Empfehlung zum Abendessen im Jüdischen Viertel. Nix gegen Juden, aber die Restaurants haben uns nicht wirklich angesprochen. Nach einem Landebier marschieren wir zum mittelalterlichen Stadtkern und zum Hauptplatz auf dem in der Mitte die Tuchhallen stehen. Herbert checkt ein gutes Restaurant für das Abendessen und zwar das Szara Ges www.szarages.com. Wir bestellen ein achtgängiges Menü, dazu einen Weißwein aus Polen! Das Essen ein Traum - besser als im Hangar 7/Ikarus. Mehrere Vorspeisen, raffiniert hergerichtet und eine Geschmacksexplusion im Mund. Zum Schluss gibt es noch ein süßes Ei, das mit einer Zuckerwatte zugedecktd ist. Wir sind begeistert! Ein einmaliges Erlebnis!
Wir haben kein Frühstück gebucht und kehren dafür in der Altstadt in einem Kaffeehaus ein. Dann marschieren wir zum Schloss Wawel. Das Schloss, ist der ehemalige Wohn- und Regierungssitz der Könige von Polen. Das Schloss wurde so um 1.000 gegründet und seit 1978 UNESCO-Welterbe. Wir besuchen das Innere der Burg nicht, denn für Museen ist bei so einem Kurztrip keine Zeit. Zu sehen gäbe es umfangreiche Sammlungen Wandteppichen und Gemälde sowie Skulpturen der italienischen Renaissance und zudem beherbergt es Europas größte Sammlung osmanischer Zelte. Es ist extrem heiß, wir beschließen, dass wir unseren Stadtrundgang und unsere Schlossbesichtigung beenden und dass wir zurück fliegen. Mit dem UBER-Taxi geht es zum Flugplatz. Schnell ist das Flugzeug abflugbereit und wir starten wieder auf der rumpeligen Piste. In Flugfläche 100 geht es bei ein wenig Gegenwind zurück nach Gmunden. Nach zweieinhalb Stunden - Landeanflug auf LOLU Gmunden. So Kurztrips haben wirklich etwas an sich. In nur gut zwei Stunden ist man in einer anderen Welt, weitere Trips werden folgen!