19. August 2026 - 27. August 2026
Pilotenreise mit zwei WT9 rund um den Stiefel

Wie sagt man so geläufig: "Es ist schwierig". Mit meinem lieben Freund Alexander, mit dem ich schon am Nordkap war, planten wir vor einem Jahr eine Reise nach Griechenland. Leider sind in Griechenland einige Waldbrände und auch der Wind um die Zeit macht eine Reise nicht angenehm. Daher planten wir die Reise um und fliegen nun nach Kroatien, Mazedonien, und dann nach Kalabrien, Sizilien und über Sardinien, Korsika nach Elba. Von dort soll es nachhause gehen. Mal sehen, ob uns der Wettergott gnädig ist und ob der Etna auf Sizilien aufhört zu spucken. Viel Spaß beim Lesen.

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1. Tag: 19.08.2026 Packen - Abreise

Alexander kommt mit seiner WT9 – D-MAHM von Burg Feuerstein. Wir treffen uns am Flugplatz Gmunden LOLU um mein Flarm zu checken, damit wir uns in der Luft auch sehen (und nicht treffen). Am Morgen war das Wetter noch nicht so gut, wird aber im Laufe des Tages immer besser und als Alexander landet ist perfektes Flugwetter. Nun versucht Alexander mit seinen vielen Kabeln und Computern mein Flarm zum Gehen zu bringen. Wir haben das alte Flarm Gerät getauscht und ein neues eingebaut. Es ist extrem heiß und dementsprechend unangeneh ist es für Alex am, und teilweise im Flugzeug zu arbeiten. Es dauert den ganzen Tag, bis wir endlich das Signal richtig senden können, so glauben wir zumindest. Der Tag vergeht im nu. Zum Schluss essen wir noch eine Kleinigkeit im Flugplatzrestaurant „Landeplatz“. Dann geht es zu mir nach Schörfling. Morgen Früh holt uns mein Nachbar Gerhart Sep ab und bringt uns zum Flugplatz Gmunden. Gute Nacht!

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2. Tag: 20.08.26

Die ganze Nacht gibt es Gewitter, auch am Morgen noch Blitz und Donner und starker Regen. Pünktlich um 07.00 Uhr holt uns Sep ab und wir fahren nach Gmunden. Unsere Flieger stehen vollgetankt und bepackt im Hangar. Rausschieben und warten bis der Türmer um 09.00 Uhr kommt. Der Türmer öffnet unseren Flugplan nach dem Start. Wir starten bei perfektem Wetter, aber hinter uns kommt schon die schwarze Front mit Regen und Gewitter herein, die die nächsten Tage auch hier bleiben wird. Alex und ich fliegen in Formation, das heißt Alex ist der Leader ich fliege hinten nach. Alex sieht mich in seinem Flarm-Gerät, meines spinnt immer noch und meldet dauern „Traffic“, sehr nervig! Es geht über Zeltweg (Militärflughafen) in 9.500 ft Richtung Graz und dann weiter durch den Luftraum von Laibach weiter, vorbei an Zagreb und dann kommen wir schon in die Gegend von Split. Unser Ziel ist heute der Grasplatz Sinj LDSS, zirka 38 Kilometer von Split entfernt. Hier haben wir vorher angerufen und uns angemeldet. In 9.500 ist es angenehm, aber im Anflug auf Sinj wird es turbulent. Es geht rauf- und runter und rumpelt richtig. Die Landung auf der Graspiste ist unspektakulär. Hier wartet schon Thomas und versorgt uns mit Sprit aus Kanister. Er organisiert auch, dass wir am Samstagt in Brac unsere Zollausreise machen können und er organisiert uns auch gleich ein Taxi. In der Zwischenzeit hab ich ein Zimmer in Split gebucht, wir wohnen im Finta City Center, einem kleinen Apartment mitten in der Altstadt. Das Taxi bringt uns in die Stadt Split. Wir trinken endlich unser unser Landebier und essen eine Kleinigkeit. Am Abend geht es in die Altstadt.

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3. Tag 21.08.26 Split

Frühstück gibt es keines in unserem Apartment. Alex findet ein kleines Cafe etwas außerhalb der Altstadt. Neben den engen Gassen ist natürlich der Dioketianspalast die Attraktion in Split. Dioketian war ein römischer Kaiser, der als einziger freiwillig aus dem Amt geschieden ist. Zirka 30.000 m2 hatte der Palast ursprünglich. Noch heute kann man die Mauern des Palastes sehen. Wir schlendern durch die Stadt, aber wegen der vielen Touristen ist das alles andere als lustig. Zudem ist es drückend heiß!! Alex macht ein Nickerchen und ich quäle mich durch die Menschenmassen. Mit ihren 180.000 Einwohnern ist Split die zweitgrößte Stadt Kroatiens und gehört zu UNESCO Welterbe. Die Preise hier in Kroatien sind verrückt. Für ein kleines Glas Weißwein bezahlt man 7 Euro, wem wundert es bei diesem Touristenandrang! Auch TUI-Mein-Schiff und Costa liegen vor Anker und werfen ihre vergnügungslustige Fracht an Land. Wir bleiben nicht lange auf, denn morgen müssen wir früh raus. Unser Apartment ist so laut, dass man trotz der geschlossenen Fenster den Lärm der Feier- und Partygesellschaft hört.

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4. Tag: 22.08.2026 - Flug nach Mazedonien

Heute müssen wir früh raus, denn Thomas vom Flugplatz Sinj hat für uns für 08.10 einen Landeslot in Brac ergattert. Daher fahren wir schon um 06.00 Uhr mit dem Taxi von unserem Apartment in Split nach Sinj. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und teilweise liegt Dunst und Nebel, aber in Sinj ist alles frei. Wir checken unsere Maschinen und legen unsere Abfflugszeit so fest, dass wir um 08.10 in Brac landen. Zuerst geht es über einen Hügel und dann wieder runter auf 3.000 ft. Die Landefreigabe klappt. Wir werden freundlich empfangen und können den Zoll erledigen. Was uns wundert; es sind wenige Flugzeug in Brac. Warum haben Sie uns dann nicht hier landen lassen und warum mußten wir in Sinj landen? OK, alles gut, wir können es nicht änder. Schnell ist der Zoll erldigt und wir dürfen in Brac starten. Wir fliegen ja in Formation, diemal bin ich voraus. Von Brac müssen wir dann sinken, denn Brac liegt auf zirka 1.700 ft, wir müssen runter auf 1.500 ft. Später bekommen wir die Freigabe auf 9.500 und dann sogar au 11.500 ft. Es ist dunstig aber sehr ruhig. Der Rotax Motor schnurrt. Zuerst fliegen wir an Dubrovnik vorbei, dann an Tivat und dann geht es schon über die hohen Berge von Albanien. Wir beginnen rechtzeitig unseren Sinkflug und landen in Ohrid. Hier werden wir wieder sehr freundlich empfangen. Leider müssen wir warten, denn wo wir parken wollen steht ein Eurocopter Hubschrauber und der muss erst wegfliegen. Dann kommt noch die Präsidentin mit der offiziellen Maschine des Staates Nord Macedonien. Auch diese Ankunft müssen wir abwarten. Endlich können wir unsere Flugzeuge parken. Leider hat Alex beim Auspuff seiner WT9 Probleme, wir müssen das vor dem Weiterflug reparieren. Mit dem Mitarbeiterbus des Flughafens geht es nach Ohrid. Leider haben wir keine Internetverbindung und auch keine Lokalwährung. Das macht es dann auch nicht so leicht ein Taxi zu finden. Wir kehren daher in ein sehr sehr einfaches Restaurant ein und essen dort was und trinken unser Landebier. Wir hofften, die „nette Dame“ vom Restaurant wird uns ein Taxi rufen, aber sie meint nur „Taxis stehen beim Kreisverkehr“. Wir schnappen uns ein Taxi und fahren in unser Hotel Belvedere, zirka 6 km außerhalb von Ohrid. Wir checken im Hotel Belvedere ein und erkunden dann den Strand am Ohridsee. Zuerst müssen wir eine stark befahrene Straße überqueren. Der Strand ist überfüllt. Vorwiegend Einheimische nützen den Strand, Caorle in Mazedonien. Ein Liegestuhl neben dem anderen. Wir trinken ein Bier und lassen das alles auf uns einwirken. Alles wirkt heruntergekommen, so richtig Balkan. Wir marschieren dann den Strand entland und entdecken, dass es einige verlassene Hotels gibt, die völlig verfallen im Dornröschenschlaf sind. Es werden die Gartenanlagen nicht gepflegt, es schaut traurig aus. Zum Abendessen sind wir im Hotel. Morgen wollen wir eine Schifffahrt unternehmen.

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5. Tag 23.08.26 Ohrid See

Nach dem Frühstück im Hotel Belvedere fahren wir mit dem Taxi ins Zentrum von Ohrid. Heute haben wir eine Schifffahrt am Ohridsee vor. Der See ist zwar kleiner als der Bodensee aber tiefer und er ist der älteste See Europas. Ein Teil des Sees liegt in Albanien, der größere Teil aber liegt in Nordmazedonien. Wir finden ein kleines Boot für bis zu 12 Personen mit dem wir bis Sveti Naum fahren. Der Ausflug dauert den ganzen Tag. Wir fahren der Küste entlang und erreichen Sveti Naum. Vorher machen wir noch an einer Museumsinsel halt, die uns aber nicht sonderlich interessiert. Sveti Naum ist für sein Kloster sehr bekannt, bei dem auch die älteste Orthodoxe Kirche Mazedoniens steht. Berühmt ist der Ort auch für den Ursprung der „Schwarzen Drim“ der Hauptzufluss des Sees, der sich aus dem höher oben liegenden Prespasee speist. Das Wasser kommt über einem Syphonabfluss vom höher gelegenen See. Wir speisen in einem netten Restaurant mit Blick auf den Quellfluss und sehen die Ruderboote dem Fluss entlangfahren. Auch wir unternehmen eine Schifffahrt mit einem Ruderbood auf dem Quellfluss und kommen zu den zahlreichen Quellen, die aus dem Boden sprudeln. Unser armer Ruderer kommt aus Albanien, das ja nur wenige Kilometer von Naum entfernt ist. Er hat Schwielen an den Händen und so übernehme ich kurzerhand das Rudern. Dann besuchen wir noch das Kloster und fahren wieder mit unserem kleinen Motorkatamaran zurück Richtung Ohrid. Dabei bleiben wir auch zu einem Badestopp stehen. Das Wasser ist herrlich, denke so um die 26 Grad. Am frühen Abend erreichen wir Ohrid und kehren nochmals für ein Kleines Häppchen ein, bevor es zurück mit dem Taxi in unser Hotel geht. Am Abend machen wir die Flugplanung für übermorgen und morgen müssen wir bei Alex’s Flugzeug einen kleinen Eingriff machen.

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6. Tag: 24.08.2026 - Ohrid

Heute müssen wir den Auspuff von Alexanders Flugzeug flicken. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Hier sind wirklich alle sehr behilflich. Das Betreten des Flughafens ist kein Problem. Alex öffnet die Motorabdeckung (Cowling) und flickt den abgerissenen Auspuff mit einer hitzebeständigen Matte und hitzebeständiger Paste und zusätzlich mit Schlauchklemmen. Das sollte halten. Nach einem Probelauf schaut alles gut aus, wir sollten weiterfliegen können. Wir werden morgen nach Ioannia in Griechenland fliegen. Das ist nur ein kurzer Flug und dann checken wir, ob der Auspuff so bleiben kann. Wir brauchen drei Stunden am Airport, bis alles wieder zusammengebaut ist. Mit dem Taxi geht es zurück nach Ohrid. Hier essen wir eine Kleinigkeit und fahren mit dem Taxi zurück in unser Hotel Belvedere. Am Nachmittag wollen wir die Festung in Ohrid besuchen.

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7. Tag: 25.08.2026 - Ohrid - Ioannina - Fondone

Wir frühstücken um 07.00 Uhr um 08.00 Uhr holt uns unser Taxler ab. Wir fahren zum Flughafen. Der Flughafen von Ohrid wird gerade umgebaut, alles ist in einer Baustelle. Dennoch bekommen wir unsere Rechnung. Wir zahlen lediglich rund 24 Euro für Landung und Parken, ein Geschenk! Dann gehen wir zu unseren Flugzeugen. Alexander checkt nochmals seinen Motor, alles ist ok. Wir dürfen starten. Alles funktioniert wie am Schnürchen. Alex startet vor mir. Zuerst geht es über den Ohridsee, dann müssen wir rechts zu einem Meldepunkt über einem Bergrücken. Dann geht es in 9.500 ft über die Berge von Albanien. Nach knapp einer Stunde erreichen wir Ioannina, unseren Einreiseflughafen für Schengen in Griechenland. Der Flughafen ist modern und relativ groß, das hatte ich nicht erwartet. Nach knapp einer Stunde geht es weiter. Zahlreiche große Business Jets sind hier geparkt. Eine Olympic Airways Maschine landet. Wir rollen zur Startstelle und starten. Alex ist vor mir, aber gleich nach dem Start verliere ich ihn. Er hat Probleme mit seinem Fahrwerk und fliegt daher langsamer. Zuerst geht es über hohe Berge in Albanien und dann geht es hinauf aufs Meer. Wir fliegen in 9.500 ft. übers Ionische Meer, mit Schwimmwesten natürlich! Erst als wir mit Brindisi Kontakt aufnehmen, starten wir unseren Descent. Wir landen in Fondone bei Lecce in Apulien. Ich zuerst, dann Alex hinter mir her. Das mit seinem Fahrwerk ist wieer ok! Hier werden wir bereits von Francesco erwartet, der uns auch gleich einen Hangarplatz zuweist. Ich darf neben einem 6 Mio. Flieger parken einer PC12. Alex im anderen Hangar hat auch nette Nachbarn. Francesco bringt uns zum Autovermieter. Hier übernehmen wir eine MD SUV, ganz neu und ganz modern. Bevor wir losstarten, um unsere überteuerte Unterkunft zu finden, essen wir noch eine Kleinigkeit. Dann geht das Suchen los. Wir haben über Booking gebucht. Die genaue Adresse der Unterkunft ist nicht angegeben, sondern nur eine ungefähre Angabe. Wir finden sie nicht. Ich rufe an, bekomm einen genauen Standort wo das sein soll, aber dort ist nur ein abgebranntes Feld. Ich rufe die Agengur an und bin schon reichlich genervt. Keine Chance die Unterkunft zu finden. Bei einem Privathaus bleiben wir stehen und fragen nach dem Weg. Nach vielen Telefonaten der freundlichen Einheimischen, finden wir die Unterkunft und sind enttäuscht. Eine alte Villa mit einem sehr schönen Pool. Die Dame der Agentur kommt und wir müssen alles online registrieren. Wir brauchen eine Stunde um alles erledig zu haben und das zu einem Preis, den ich mir hier nicht schreiben getraue. Ich habe hier mal scheiße gebaut, muss man sagen! Endlich haben wir das teure schei… Apartment. Nun fahren wir mit unserem super SUV zum Meer und landen in einer Strandkneipe, um was zu trinken? Richtig; unser sehr verspätetes Landebier. Dann leitet mich Alex in einen kleinen Ort mit einer kleinen Pizzeria, wo wir dann auch noch eine super Pizza essen. Dann geht es zurück in unsere superteure schei… Unterkunft. Danke booking.com!!!

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8. Tag: 26.08.2026

Heute unternehmen wir einen Ausflug mit unserem Mietauto nach Gallipoli im Südwesten von Apulien. Nach zirka 40 Minuten erreichen wir die Altstadt, die auf einer Halbinsel liegt. Zuerst brauchen wir ein Frühstück und besuchen eine Pastecceria und frühstücken Cappuchino und Croissant. Dann geht es durch die Altstadt. Früh am Morgen ist nicht nicht viel los, aber wenn man am Abend kommt, ist die Hölle los. Beim Rundgang erleben wir das typische italienische Leben. Kleine Autos quälen sich durch die engen Gassen, Wäsche hängt zwischen den Häusern in den engen Gassen. In den Cafes wird alles für den Tag vorbereitet. Wir kehren auf ein Erfrischungsgetränk ein und fahren anschließend zum Strand Padula Bianca. Wir leisten uns einen Sonnenschirm und zwei Liegen zum Preis von € 40,- Der Strand ist extrem überfüllt, tausende tummeln sich im Meer. Wir verbringen einen halben Tag hier, länger hätten wir es nicht ausgehalten, wegen der Hitze aber auch wegen dem Massentourismus. Wir essen am Strand eine Kleinigkeit und fahren dann am späteren Nachmittag zurück zu unserer Unterkunft. Vorher kaufen wir noch für das Abendessen ein. Am Abend machen wir die Planung für morgen. Wir haben entschlossen heute bereits nachhause zu fliegen, denn es ist einfach zu heiß. Sizilien, Sardinien, Korsika und Elba müssen warten!

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9. Tag: 27.08.26 - Rückflug nach Gmunden

Es gibt Yoghurt zum Frühstück. Dann verlassen wir unsere „Luxusvilla“. Am Flugplatz ist noch niemand da, wir sind einfach zu früh dran. Dann kommt Francesco und öffnet die Hangar, damit wir unsere Flugzeuge herausschieben können. Alles ist vorbereitet, der Tank aufgefüllt, es kann losgehen. Die Schotterpiste von Fondone ist 715 Meter lang, mehr als ausreichend für unsere Flieger. Sogar eine PC12, die im Hangar steht kann hier landen und starten. Die erste Strecke führt uns von Fondone im Tiefflug an Brindisi vorbei, dann dürfen wir auf Flugfläche 105 (3.200 Meter) steigen. Hier oben ist es angenehm kühl. Am Boden hatte es jetzt in der Früh schon über 30 Grad! An Bari fliegen wir weit draußen am Meer vorbei. Die Sicht wird immer schlechter, denn es gibt Saharastaub. Da wir teilweise 10 Meilen von der Küste entfernt sind, sieht man die Küste nicht mehr, weil der Saharastaub immer ärger wird. Zudem haben wir 30 bis 40 Knoten Seitenwind. Es ist schwierig in Formation zu fliegen, weil ich Alexander teilweise nicht mehr sehe. Durch den Seiten bzw. teilweise Gegenwind brauchen wir fast 4 Stunden, bis wir unser Ziel Serristori erreichen. Wir überqueren den Apennin mit seinen schroffen Bergen und sinken dann nach Serristori. Dieser Platz ist bei den Segelfliegern sehr beliebt, die von hier aus in den Apennin starten. Nach der Landung sind wir zu einer dreistündigen Pause gezwungen, weil der Platz Siesta hat. Das macht aber gar nix, denn hier gibt es nicht nur einen Flugplatz sondern auch ein super Restaurant und auch ein kleines Hotel mit Pool und so. Wir speisen vorzüglich und beobachten das Wetter. Der Saharastaub wird uns bis zuhause verfolgen. Zudem sind Gewitter angesagt. Von Serristori aus, trennen sich nun die Wege. Alexander fliegt über Salzburg nach Burg Feuerstein und ich nach Gmunden. Alexander startet zuerst, mitten hinein in den Saharastaub. Wir haben zwar immer noch Bodensicht, aber die Sicht nach vorne ist sehr eingeschränkt. Die Strecke führt mich an Venedig vorbei, dann geht es nördlich Richtung Karawanken. Die Sicht wird immer schlechter und in den Bergen hängen dann auch noch Wolken. Wieder das Ratespiel; oben drüber oder unten durch. Ich entscheide mich für die erste Variante und fliege so zum Grenzpunkt Veken. In Kärnten wird die Sicht ein wenig besser, am kann die Konturen der hohen Berge erkennen. Als ich dann nach zwei Stunden nach Gmunden komme, ist bestes Wetter. „Gmunden Radio – 08 in Betrieb“ Das hört sich doch wieder gut an – wieder Zuhause! Fliegerputzen, Landebier, langsam ankommen!

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