13. Oktober 2025 - 30. Oktober 2025
Pilotenreise Südafrika, Mosambik, Malawi, Simbabwe, Botswana

Wieder einmal geht es in mein geliebtes Südliche Afrika. Diesmal fliegen wir mit zwei sechssitzige Cessna 206 ins Südliche Afrika. Wir werden von Wonderboom nach Bazaruto in Mosambik fliegen. Dann geht es über den Malawi See an den Lake Kariba und weiter zu den Victoria-Fällen. Wir werden auch das Okavango-Delta erleben und zum Schluss noch in der Mashato Lodge das wilde Afrika erleben. Wie es uns bei der Reise ergeht, könnt ihr hier lesen. Ich werde nicht immer W-Lan haben, daher kann es sein, dass die Tagesberichte nicht regelmäßig kommen. Viel Spaß beim Lesen - Harry 

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13. Oktober 2025
1. Tag

Alle Reisevorbereitungen sind abgeschlossen. Das Reisegepäck ist abgewogen, denn wir sind mit den Flugzeugen mit denen wir fliegen ja limitiert. Um 15.00 Uhr treffen wir uns in Attnang und dann geht es nach Wien wo um 20.15 der Abflug mit Swiss nach Zürich und dann weiter nach Johannesburg geplant ist. Ich bin schon sehr aufgeregt!! "Afrika, wir kommen!!"

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14. Oktober 2025
2. Tag

Geschlaucht erreiche ich Johannesburg. Unsere Schweizer Freunde, sowie Manfred haben den Flug besser überstanden, denn die flogen Business Class. Die Einreise dauert eine gefühlte Ewigkeit. Beim Ausgang wartet dann schon unsere Fahrerin Yvonne, die uns ins Opikopi Gästehaus bringt. Hier wartet auch schon Andrew, der Chef des Flugunternehmens Bushpilot Adventures auf uns. Nach kurzem Smalltalk geht es auch gleich los Richtung Flughafen Wonderboom. Hier treffen wir auch Justin, der mit uns als Pilot die Reise begleiten wird und unsere Schweizer Freunde, sowie Sabine und Mandi fliegen wird. Nun müssen wir unser Flugzeug auschecken. Das heißt, wir schieben die Cessna 206 mit der Kennung ZS DIT aus dem Hangar und starten. Herbert ist zuerst dran. Das Starten in Wonderboom ist immer das Schwierigste der ganzen Reise. Hier ist extrem viel Verkehr und man versteht die Damen und Herren vom Tower wirklich schwer. Herbert macht das aber sehr professionell und schon sind wir in der Luft. Justin sitzt als Passagier auch in der Maschine und überwacht vom Rücksitz, ob alles richtig läuft. Herbert macht einige Stall Übungen und dann einige Landungen auf einer Schotterpiste. Dann wechseln wir und ich mache das Gleich in umgekehrter Reihenfolge. Die Maschine ist zwar alt, läuft aber super. Wir landen wieder in Wonderboom und dann gibt es noch eine Besprechung wegen einer Route. Schließlich fahren wir dann mit Justin wieder zurück in unsere Unterkunft. Hier können wir endlich was essen, denn seit dem Frühstück gab es nix. Wir speisen vorzüglich und gehen dann müde zu Bett.

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15. Oktober 2025
3. Tag

Das große Abenteuer kann beginnen. Nach dem Frühstück in der Opikopi Lodge fahren wir mit UBER-Taxis zum Flughafen Wonderboom. Hier wartet schon die gesamte Crew von Bushpilot Adventures auf uns. Justin, der Pilot der zweiten Maschine ist auch schon da. Wir besprechen nur noch kurz einige Details der Route und zudem müssen wir noch einige Erklärungen unterschreiben, Kopien machen usw. Nun endlich gehen wir zu unseren Flugzeugen, die die nächsten Tage unser Gefährt sein werden. Wir beladen sie mit unseren Gepäckstücken und machen noch einige Fotos. Wonderboom ist wie erwähnt ein sehr stark frequentierter Flughafen der General Aviation. Wir bekommen die Runway 29. Justin fliegt mit der ZS PAG und wir mit der ZS DIT. Es ist heiß im Flugzeug und wird immer heißer, weil wir einige Flugzeuge abwarten müssen, die zur Landung angemeldet sind. Nun endlich dürfen wir auf die Piste und starten. Unser erstes Ziel ist Krüger International Airport. Der Flug dauert zirka eineinhalb Stunden. Das Wetter ist nicht so richtig optimal, aber soweit ok. Justin und Herbert übernehmen das Tanken und bezahlen die Landegebühr, währen wir auf einen Kaffee gehen. Nun endlich können wir wieder losfliegen, aber zuerst müssen wir noch durch den Zoll und die Passkontrolle. Hier gibt es natürlich wieder jede Menge Formulare auszufüllen. Nun dürfen wir los. Bevor wir starten können, müssen wir bei laufendem Motor warten, weil einige Flugzeuge versuchen zu landen, aber wegen der geschlossenen Wolkendecke geht das nicht. Herbert fliegt diese Strecke. Wir wechseln uns bei jeder Flugstrecke ab. Wir steigen auf 9.500 und fliegen nun fast drei Stunden in ruhiger Luft. Die Landschaft unter uns ist flach und unspektakulär. In Vilankulu angekommen, erwartet uns Maledivenfeeling. Türkises Meer, Sandstrände, Sandbänke. Nun müssen wir die Einreiseprozedur vornehmen. Die verlangen für ein Visum 180 Euro, plus Landegebühr, plus Zollgebühr für das Flugzeug. Alle Teilnehmer sind ein wenig aufgebracht, aber was soll's. Was für uns noch schlimmer ist, ist dass die einfach so lange brauchen! Es ist schon spät am Abend und hier wird es um 18.00 Uhr schon finster!! Es dauert und jedes reklamieren verlängert den Prozess noch mehr. Endlich, kurz vor 17.00 Uhr sitzen wir wieder in unseren Fliegern und wollen starten, doch der Turm gibt uns keine Freigabe. Wir müssen nochmals zurück zum Schalter. Nun ist es nach 17.00 Uhr und eigentlich ist der Flugplatz jetzt geschlossen. Fürchterliche Gedanken gehen uns durch den Kopf; was wenn wir hier über Nacht bleiben müssen und unser schönes Hotel nicht beziehen können?? Justin geht nochmals ins Immigration Office. Nach einigen Drohungen nun doch die Startfreigabe. Die Sonne steht schon tief. Wir haben nun einen 10 Minutenflug zu unserer Destination Bazaruto. Justin macht einen tiefen Überflug und überprüft so die Piste, wir landen gleich nach seinem Überflug. Hier wartet schon der Bus auf uns für den 3 Minuten Transfer zum Anantara Hotel Bazaruto. Mit Gesang werden wir empfangen. Wir beziehen unsere Zimmer, nein Zimmer kann man nicht sagen, wir haben riesige Apartments, jeder von uns hat ein eigenes Schlafzimmer, Jacuzzi auf der Terrasse und Blick zum Meer. Wir sind hungrig und treffen uns im Restaurant. Vorher gibt es natürlich das obligate Landebier. Es gibt Buffet vom Feinsten, mit vielen Meeresfrüchten – ein Traum. Der Tag geht nun doch noch gut zu Ende!

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16. Oktober 2025
4. Tag

Ich bis super ausgeschlafen und fit. So starte ich zum Frühstück. Das Anantara Hotel ist sicher eines der schönsten Hotels in der Region. Das Fünfsternehotel bietet jeglichen Service und es gibt hier all inclusive. Alle Speisen und die Getränke sind inklusive. Wir sind in sehr großen Zimmern untergebracht. Die Einzelpersonen teilen sich große Apartments mit zwei Schlafräume und einem großzügigen Wohnbereich dazwischen. Der Strand vorm Hotel ist kilometerlang. Es gibt mehrere Restaurants und einige Bars, sowie einige Pools. Einige unternehmen am Nachmittag einen Schnorchel Ausflug zur nahegelegenen Insel Santa Carolina. Die Unterwasserwelt ist nicht mehr so intakt. Die Korallenbleiche gibt es auch hier. Einige machen Bekanntschaft mit Quallen. Bazaruto ist, neben Benguerra und Magaruque und St. Carolina die Hauptinsel der Inselgruppe. Die Portugiesen waren hier und haben das Land einige Jahre geprägt. Im Februar 2007 wurde Bazaruto vom Zyklon Favio heimgesucht. Heute kommen die Gäste von der ganzen Welt in diesen Nationalpark und in das wunderschöne Anantara Hotel. Wir werden morgen weiterfliegen, und zwar nach Malawi, aber vorher genießen wir noch den Sonnenuntergang und das wunderbare Essen im Hotel.

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17. Oktober 2025
5. Tag

Heute verlassen wir Bazaruto. Wieder mal gibt es eine Überraschung. Auch hier in Bazaruto werden wir mit den Landegebühren abgezockt! Die verlangen pro Flugzeug 200 USD für Landung und Parken, obwohl der Flugplatz keine Infrastruktur hat. Justin verhandelt mit dem Manager sehr hart, aber der besteht darauf, dass wir das bezahlen müssen. Schließlich lässt er 50 USD nach, aber das ist immer noch viel zu viel!! Nach dem Frühstück gehen wir zu unseren Flugzeugen, die ja gleich „um die Ecke“ parken. Das Beladen funktioniert schon wie geschmiert. Das Wetter ist wie angekündigt nicht so schön. Starker Wind und Wolken! Herbert fliegt die erste Strecke von Bazaruto nach Vilankulu. Wir haben den Wind genau auf die Nase und starten Richtung einer großen Sanddüne, dann geht es aufs Meer hinaus. Nach 15 Minuten erreichen wir Vilankulu. Hier müssen wir ausreisen. Herbert und Justin übernehmen das Tanken, während wir anderen bereits uns um die Ausreise kümmern. Auch hier ist natürlich wieder eine Landegebühr fällig. Diesmal funktioniert aber die Abwicklung gut und schnell sind wir wieder in der Luft. Ich sitze bei dem langen Flug am Steuer, Herbert macht den Funk, wobei Justin uns immer als Formationsflug führt und meist den Funk macht. Zuerst fliegen wir die traumhafte Küste von Mozambik entlang. Traumhaft, weil es ein Farbespiel zwischen Blau, Türkis, Weiß, Hellblau und Grün ist. Der Wind ist uns diesmal gnädig und es geht mit Rückenwind flott in 1.500 ft. dahin. Kurz vor Beira macht unser Motor komische Geräusche. Mal mehr mal weniger, dann wieder nix. Aber dann wird es immer mehr. Nun müssen wir entscheiden, landen wir in Beira und riskieren wir einen Tag, den wir alleine mit Ein- und Ausreise verlieren oder wir fliegen weiter. Wir funken Justin an und der meint, wir sollen einfach mal wechselweise einen Magneten ausschalten. Wir machen alles was möglich ist und siehe da – plötzlich sind „die Beschwerden“ unseres Continental Motors weg. Alles gut, wir können weiterfliegen. Wir steigen nun wieder auf fast 3000 Meter und fliegen zwischen die Wolken. Als wir dann Richtung Chileka kommen sind die Wolken weg, aber es ist extrem dunstig und es stinkt nach Rauch. Hier verbrennen die Afrikaner ihre Felder und nebeln eine riesige Region so ein, dass man schon fast im Instrumentenflug dahinfliegt. Zudem ist starker Wind und es geht auf und ab. Es ist schwierig mit dem Tower Kontakt herzustellen. Es sind auch einige andere Flugzeuge im Anflug, aber die Kontrollerin kommt damit überhaupt nicht zusammen. Sie weiß zum Schluss gar nicht mehr welche Piste in Betrieb ist, bis sich dann die Piloten untereinander abstimmen. Wir fliegen ja fast im Instrumentenflug und mit den  andere Flugzeugen in der Luft ist das nicht gerade lustig! Nun endlich ist die Piste in Sicht, Gegenanflug, Endanflug Landung. Wir rollen gleich zur Tankstelle und gehen dann gleich zur Einreise. Auch hier wieder ein Spießrutenlauf. Visum kaufen, Landegebühr bezahlen, Passkontrolle, Abzocke! Nun müssen wir noch Tanken, aber beim Tanken fällt immer wieder der Strom aus und daher dauert das auch wieder eine Ewigkeit. Endlich sind beide Flugzeuge abgefertigt und wir können los. Nun haben wir einen 45 Minutenflug bis zu unserer Destination Club Makokola/Malawisee. Die Landschaft ist traumhaft, aber eingetaucht in eine Dunst- Staub und Rauchschicht, was ihr aber einen romantischen rosa Touch verleiht. Wir landen auf einer Schotterpiste, direkt beim Hotel. Alles läuft professionell ab. Wir beziehen unsere Zimmer und treffen uns dann an der Bar. Der Club Makokola ist riesig. Er liegt an einer traumhaften Sandbucht, eingebettet in einem Park mit vielen exotischen Bäumen darunter auch die Baobab Bäume. Nach einem Landebier geht es zum Abendessen, es gibt Buffet. Der Tag war wieder lang aber abenteuerlich, so wie sich das für eine Abenteuerreise gehört.

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18. Oktober 2025
6. Tag

Heute ist ein Relax Tag. Wir treffen uns beim Frühstücken besprechen das Programm für den Tag, das da lautet – Nixtun! Das Hotel liegt an einem wunderschönen See, dem Malawisee. Vor dem Hotel ist ein traumhafter Sandstrand, aber man soll nicht ins Wasser gehen. Es gibt Bilharziose im Wasser. Das heiß, die kleine Tierchen fressen sich in die Haut und ihre Larven gehen dann ins Blut. Die Einheimischen nehmen es gelassen und nehmen einfach 6 Wochen nach dem Baden eine Tablette. Wir ziehen den Pool vor und genießen die Sonne. Den ganzen Tag über riecht man den Rauch in der Luft, der vom Abbrennen der Felder kommt. Justin probiert das Segeln mit einem Katamaran, aber es ist nicht wirklich viel Wind. Am Nachmittag sparzieren wir mit einem Guide zum Baobab Wald. Hier stehen zahlreiche der riesigen Bäume, die so um die 500 bis 2000 Jahre alt sein sollen. Es gibt auch Baobab Bäume die 3000 Jahre alt werden. Es geht eine eigene Aura von den Bäumen aus, die jetzt gerade wieder ihre Blätter bekommen, denn es beginnt der Afrikanische Frühling. Zum Abendessen hat sich das Hotelmanagement was besonderes für uns ausgedacht. Unter einem Baldachin, der nett geschmückt ist, wird uns heute das Essen am Sandstrand serviert. Wir fühlen uns sehr geehrt und genießen den Abend in dieser Atmosphäre. Morgen starten wir früh, also heißt es zeitig ins Bett gehen. Ich freue mich schon auf die Bumi Hills Lodge in Simbabwe!

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19. Oktober 2025
7. Tag

Goodby Malawi. Unsere Flugzeuge parken direkt beim Club Makokola. Die Ausreiseformalitäten haben wir gestern ganz formlos organisiert. Rita fliegt heute bei uns in der ZS-DIT mit. Es ist extrem heiß und unsere Flugzeuge sind fast vollgetankt. Justin hat mit der ZS-PAG ziemlich zu tun, sie bei diesen Temperaturen abzuheben. Beide Maschinen sind in der Luft. Noch einmal sehen wir den Club Mak von oben und dann tauchen wir wieder ein in den Dunst aus Rauch, Sand und Feuchtigkeit. Wir steigen auf 6.500 ft, aber der Dunst wird nicht besser. Nach vorne haben wir keine Sicht, aber nach unten. Wir haben einen kräftigen Rückenwind und so kommen wir mit bis zu 145 kt. voran. Unter uns liegt eine ausgetrocknete Landschaft, die gelegentlich durch eine Sandstraße unterbrochen ist. Kegelförmige Steinhügel erheben sich aus der trockenen Savanne. Wir erreichen nach knapp drei Stunden Kariba, dem Hauptort am Kariba-See. Das ist ein kleiner Flughafen, der gelegentlich von kleineren Turboprob Maschinen angeflogen wird. Wir landen auf der schlechten Asphaltpiste und rollen zur Tankstelle. Nun werden unsre Maschinen vollgetankt. Wir müssen an einem Automaten das Visum für Simbabwe beantragen. Das funktioniert soweit ganz gut. Witzig ist, dass direkt neben dem Herren für die Visaerstellung einer der „Beamten“ ganz friedlich seinen Mittagsschlaf hält. Endlich dürfen wir durch die Passkontrolle und sind fertig. Jetzt haben wir nur noch einen kurzen Flug zu unserer Destination „Bumi Hills“. Wir starten und man merkt natürlich die Temperatur und das Gewicht unserer Maschinen. Justin fliegt voraus und macht für uns eine Runway Inspektion. Nachdem Justin die Piste 10 für gut befunden hat landen wir. Herbert setzt wie immer sanft auf der Piste auf. Hier warten schon die Jeeps auf uns. Nachdem wir die Flugzeuge gesichert haben geht es schon mit dem Geländewagen in die Lodge. Nach nur 10 Minuten werden wir von einem Chor aus mindestens 10 Einheimischen freundlich empfangen. Danach dürfen wir schon unsere Zimmer beziehen. Ich bin wieder im Zimmer 4 wie schon im April diesen Jahres. Zu Mittag ist ein kleiner Lunch vorbereitet – es gibt verschiedene Burger. Nun haben wir ein wenig Zeit zum relaxen und genießen den wunderbaren Blick hinunter zum Kariba See, wo wir von Weitem schon die Elefanten sehen können. Durch den Bau der Kariba-Talsperre am Sambesi, entstand zwischen 1955 und 1959 der See zwischen Sambia und Simbabwe für die Stromerzeugung. Während des Baus kam es zu der umstrittenen Umsiedlung der indigenen Tonga-Bevölkerung und zu einem groß angelegten Tierrettungseinsatz, bekannt als Operation Noah. Der See hat 5.500 km² und ist 223 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 40 Kilometer breit. Zur Zeit ist der See um mindestens 30 Meter unter seinem ursprünglichen Wasserlevel. Daher sieht man tote Bäume überall, die früher unter Wasser standen. Das Wasser kommt vom Fluss Sambesi, den wir ja noch bis zu den Victoriafällen begleiten werden. Um 16.00 Uhr beginnt unser Gamedrive. Es ist Ende der Trockenzeit, wo die Bäume noch ohne Blätter sind. Einzig alleine beim See gibt es grüne Wiesen, auf denen sich allerhand Getier herumtreibt. Darunter Elefanten, Gazellen, Antilopen, Kudus und verschiedene Vogelarten sind auch zu sehen. Beim Sundowner stellen wir unsere Fahrzeuge zusammen, und zwar mitten in eine kleine Elefantenherde hinein. Ein Elefant fühlt sich gestört und trompetet laut, zieht dann aber weiter. Die Sonne geht spektakulär unter, so wie man das in Afrika erwartet. Zurück zur Lodge, denn hier wartet bereits das Abendessen auf uns und das mit „Blick auf den Sambesi bzw. auf den Lake Kariba“ Der Wind bläst angenehm, sodass man die Hitze gut ertragen kann. Endlich sind wir im Garten Eden angekommen – mal sehen was der Tag morgen bringt!

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20. Oktober 2025
8. Tag

Wir müssen früh raus zum „early morning game drive“. Um 05.45 gibt es Kaffee oder Tee und dann um 06.00 Uhr geht es los. Wir fahren mit einem Geländewagen über Stock und Stein. Wir sehen einige Elefanten, Kudus, Antilopen und Gazellen. Wir bleiben an einem Flusslauf stehen und spazieren herum. Plötzlich schreit Sabine Hippos! Tatsächlich ein großes Hippo, es sieht uns und flüchtet. Mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit saust es durch das Wasser und schiebt das Wasser vor sich her wie ein Militärpanzer. Wir sind ebenso erschrocken wie der Hippo, denn wir wissen ja nicht, ob es uns attackieren wird. Gleich ist es wieder friedlich im Wasser und auch wir sind nicht mehr so aufgeregt. Wir sehen auch wunderschöne Weißkopfseeadler. Zum Frühstück sind wir wieder zurück. Nach dem Frühstück haben wir Zeit zum Relaxen am Pool. Ich genehmige mir eine Massage und besuche den Arzt, weil ich mir eine Schiefer eingezogen habe. Am späten Nachmittag um 16.00 Uhr unternehmen wir heute eine Bootsfahrt am Sabesi bzw. am Lake Kariba. In einem Aluminiumboot fährt uns „Life“, unser Bootsführer auf den See hinaus. Tausende abgestorbene Bäume zeugen davon, wie hoch früher mal der Wasserstand war. Wir treffen auch die Fischerboote, die in der Nacht den Eindruck erwecken, als wäre am anderen Ufer des Sees eine Ortschaft. Es sind die Lichter der Fischerboote, die diesen Eindruck erwecken. Die alten verrosteten Metallkatamarane sind Arbeitsplatz, Wohnung, Küche, alles zusammen. Die Menschen, die hier arbeiten werden, wohl nicht viel verdienen. Sie fangen kleine Fischchen, die dann geböckelt und anschließend luftgetrocknet werden. Wir fahren weiter und sehen einen Fischer, der am Bug seines Schiffes sitzt, die Füße im Wasser, wie er sein Netz auslegt. Hat der keine Angst vor Krokodile? Nein meint er, und kurz drauf sieht unsere Späherin Sabine was im Wasser. Life steuert sofort das Boot dort hin. Es ist ein riesiges Krokodil, mitten am See!! Unser Guide Simion sagt, dass ist ein ungewöhnliches Verhalten, denn hier gibt es normalerweise keine Krokodile. Wir vermuten, dass das arme Tier in ein Fischernetz gefangen ist und daher so an der Oberfläche schwimmt, ohne dass man den Kopf sieht. Wir fahren ganz nah ran, dann macht das Kroki einen Schlag mit dem Schwanz und weg ist es. Nun fahren wir weiter und machen bei den alten Bäumen, mitten am See fest und genießen unseren Sundowner, bevor es zurück geht. Es ist schon finster, als wir ankommen. Es geht zurück in unsere Lodge, wo schon unser Abendessen auf uns wartet.

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21. Oktober 2025
9. Tag

Heute geht es um 06.00 Uhr zu Fuß durch den Busch. Simion unser Guide nimmt seine Büchse mit, damit wir für den Fall der Fälle gerüstet sind. Zuerst geht es mit dem Toyota Landcruiser auf eine offene Fläche. Von dort aus marschieren wir im „Gänsemarsch“ über Stock und Stein. Simion zeigt uns die Reste eines Tieres, das wahrscheinlich von einem Leoparden gerissen wurde. Er erzählt uns über die Überpopulation der Elefanten, die zunehmend ein Problem wird und wir erfahren auch mehr über die Probleme mit den Wilderern, die hier bei frischer Tat einfach erschossen werden. Leider sehen wir keine Tiere bei unserer Wanderung, aber dennoch ist es gut, dass man von der Natur ein Feeling bekommt. Nun geht es wieder zurück zur Lodge, weil das Frühstück wartet. Bis zur nächsten Aktivität gehört die Zeit dem „Relaxen am Pool“. Um 16.00 Uhr fahren wir zu einem weiteren Gamedrive. Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang mit den Elefanten, Gazellen und Zebras. Ende unserer Tour ist in der Nähe der Piste, auf einer offenen Fläche, wo unsere Crew nun für uns das Abendessen vorbereitet hat. Wir blicken zum See und warten bis die Sonne untergegangen ist. Natürlich bekommen wir unseren Sundowner, Gin & Tonic und Pims ein Mixgetränk mit Eis. Dann singen und Tanzen die Mitarbeiter der Bumi Hills Lodge für uns. Der Koch erzählt uns welches Menü heute für uns vorbetreitet ist, und welcher Weine vorgesehen sind. Wir schreiten zum Abendessen mitten in der Natur, die Füße im Sand. Es gibt gegrilltes vom Lamm und Huhn und „Burewurst“. Wir genießen unseren letzten Abend hier mitten in der Natur unter einem Sternezelt, das es nur in Afrika gib. Dann geht es zurück in die Lodge. Toll, was Bumi Hills für unseren Abschiedsabend für uns vorbereitet hat.

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22. Oktober 2025
10. Tag

Abschied von Bumi Hills. Die Crew verabschiedet sich mit Gesang und Tanz, dann geht es zum Flugplatz. Eine weitere Maschine, die zwei Gäste von Bumi Hills abholt steht auch zum Abflug bereit. Wir starten auf der Asphalt-Schotterpiste Richtung Lake Kariba. Die Wolken hängen tief, und es nieselt ein wenig. Justin fliegt mit der ZS-PAG voraus. Beim Abflug war Victoriafalls noch geschlossen, wir hoffen, dass sich das bis zur Landung ändert. Immer wieder versucht Justin, auch über Relais Informationen einzuholen. Leider ist auch die letzte Information, dass Victoriafalls geschlossen ist. Wir haben als Plan B eine Landung in Binga geplant, um dort auf besseres Wetter zu warten. Eine weitere kleinere Maschine steht auch hier und wir erfahren, dass sie auch nach Vic-Falls wollten. Sie sahen uns in der Luft und wollten auch schon losstarten. Als sie uns dann wieder landen sahen, waren sie enttäuscht. Wir warten einige Stunden auf den Flugplatz, bei dem es keine Infrastruktur gibt. Ein einzelner Einheimischer bewacht den Flugplatz, eine verfallene Hütte ist sein Unterstand. Alles wirkt heruntergekommen, bis auf die Piste, die ist wie neu. Wir warten und warten. Weil wir kein Internet haben, sind wir auf die gestrandeten Einheimischen aus Simbabwe angewiesen, weil die ja ein lokales Mobilphone haben. Wir müssen eine Entscheidung treffen, weil wir wahrscheinlich heute nicht mehr fliegen können. Maria und Tullyi, so heißen die beiden, checken für uns ein Restaurant und checken auch, ob wir hier nächtigen können. In einem kleinen Auto, das nur 4 Sitze hat, müssen 6 Personen Platz finden. Mit zwei Mal fahren kommen alle ins Restaurant bei der Krokodilfarm. Das Essen ist rustikal aber ok. Dann checken wir das Wetter nochmals. Wir bleiben, denn wir können nicht in Vic-Falls landen. Nun nützen wir die Zeit und besichtigen die Krokodilfarm. Hier werden tausende Krokodile gezüchtet, die dann zu Handtaschen und Schuhen weiterverarbeitet werden. Riesige Dinger, liegen am Ufer des kleinen Weihers. Unser Guide erklärt uns, wie das mit der Zucht funktioniert.  Wir checken im „Journeys-End“ ein, ein kleines altes Hotel direkt am See. Die Zimmer sind aus den 70ger Jahren aber es ist sauber. Sogar ein Abendessen bereiten Sie für uns vor. Es gibt natürlich Krokodil! Morgen soll es weitergehen!

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23. Oktober 2025
11. Tag

Der Chef des Hauses bringt uns im Pickup Landcruiser zum Flugplatz Binga. Wir sitzen oder stehen auf der Ladefläche. Hier warten bereits mehrere Leute auf uns, um uns abzukassieren. Wir haben gestern die Landegebühr bezahlt. Nun verlangen Sie eine Parkgebühr, was auch normal ist, aber sie wollen zusätzlich noch eine Abfertigungsgebühr für die „Passagiere“. Justin verhandelt und ist schon ein wenig wütend über diese Unverfrorenheit, denn es gibt hier nichts, nicht einmal eine Toilette. Wofür dann die Gebühr? Nun gut, Chriegl erweicht sein Herz und gibt in Gottes Willen noch was, damit die nicht die Polizei rufen. Endlich starten wir. Herbert fliegt, ich sitze rechts. Da Justin uns als Formation anmeldet, habe ich nicht viel zu tun am Funk. Wir erreichen die Wasserfälle noch bevor der Flughafen Victoria Falls öffnet. Wir umkreisen in zwei Kreisen die Fälle, dann melden wir uns zur Landung an. Wir müssen hier nur die Ausreise machen und die Flugzeuge betanken. Das geht alles reibungslos. Nach einem guten Cappuccino geht es weiter. Der Flug geht nun von Victoria Falls nach Maun in Botswana. Ich fliege, Herbert macht den Funk, Justin funkt für uns in Formation. Nach eineinhalb Stunden erreichen wir den Flughafen Maun. Hier ist wirklich viel los, denn Maun ist der Hauptflughafen für das Okavango Delta. Mehrere Cessna Caravans sind im Anflug. Die Landung für uns ist einfach – Gegenanflug/Queranflug – Endanflug und Landung. Alles geht ganz einfach und unkompliziert, bis wir ins Abfertigungsgebäude gehen. Es werden wieder viele Formulare verlangt. Während Justin und Chriegl die Betankung machen, gehe ich mit den anderen ins Lokal „The Duck“. Wir trinken Kaffee und essen eine Kleinigkeit, dann geht es weiter. Nun wollen wir durch die Sicherheitskontrolle, aber die strenge Dame verlangt ein Formular, das wir bis jetzt noch nie brauchten, ein Bordmanifest. Delta Air unterstützt uns, damit wir das Formular bekommen. Dann endlich, es geht los, wir fliegen ins Okavango Delta. Der Flug dauert nur knapp 30 Minuten. Herbert landet sanft auf der Sandpiste. Die ZS-PAG ,mit Justin als Pilot, ist schon gelandet. Wir parken uns daneben hin. Das Gepäck wird auf ein Fahrzeug verladen, wir gehen aber zu Fuß zum Camp. Die Wanderung dauert zirka 30 Minuten, durch hohes Gras und einer parkähnlichen Landschaft. Endlich; die Lodge in Sicht und auch unser Landebier ist in Reichweite. Das Einchecken geht schnell und endlich können wir unseren Durst stillen. Wenn man länger im Flugzeug unterwegs ist, trinkt man zu wenig. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie gut dann ein gut gekühltes Bier schmeckt? Wir bekommen einen kleinen Lunch am Nachmittag. Der Ausblick vom Restaurant, das auch das Zentrum der Lodge ist, auf die Landschaft ist gewaltig. Ein Elefant steht direkt vor der Lodge im knietiefen Wasser und reißt Wasserpflanzen aus, die er dann mit seinem Rüssel im Wasser schlenkert, bis er sie dann in sein Maul steckt. Ein Flusspferd begrüßt uns und auch eine Giraffe ist zu sehen. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Manchmal hört man Baboon's laut brüllen, aber sonst Stille. Nach dem ganzen hin- und her sind wir froh nun ausruhen zu können und genießen die Ruhe bis zum Abendessen. Endlich ist auch mein Zimmer fertig. Die Singlemänner bekommen je ein Einbettzimmer ohne Aufpreis! Zimmer; diesen Begriff möchte ich hier genauer definieren. Die ganze Lodge ist aus Rundholz mit Schilf verkleidet gebaut. Es gibt ins gesamt 8 Häuser dieser Art. Eines der Häuser ist das Baumhaus, in dem Sabine und Mandi wohnen dürfen. Ich wohne in einem großen offenen Raum, mit Blick auf die Savannenlandschaft. Blondes Gras, große ausladende Bäume, blauer Himmel ist mein  als Ausblick. Ein großes Doppelbett mit Moskitonetz in der Mitte des Raumes. Es gibt keine Fenster, alles ist offen und die Türen sind nur angelehnt. Die Einrichtung ist als dunklem Holz gemacht. Einige Artefakte aus der Afrikanischen Welt stehen als Deko im Raum. Es gibt kein Internet, aber Strom aus Photovoltaik. Defacto schläft man in dieser Lodge fast im Freien und bekommt so alles mit. Von den Elefanten, die sich an den Holzpfählen der Häuser reiben, bis hin zu den Affen, die am Dach Fangenspielen. Das Badezimmer hat eine schöne Dusche und WC, alles vom Feinsten, aber eben offen.

Das Abendessen findet an einem großen Tisch statt, wo auch die Crew platznimmt. Zum Schluss noch ein Gläschen Wein und dann ab ins „Geräusche Abenteuer der Nacht!“


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24. Oktober 2025
12. Tag

Um 05.00 Uhr aufstehen! Ich war schon um 03.00 Uhr munter, denn da hat man die Löwen brüllen gehört. Ab dann habe ich nur so dahin gedöst. Hinter mir im Bett knackst es, als wenn die Holzfäller Bäume aufarbeiten würden. Elefanten bedienen sich an den Bäumen. Manchmal hört man ein Schnaufen, wahrscheinlich auch von den Elefanten. Gelegentlich hört man ein Hippo grunzen. Guten Morgen in Afrika! Herbert berichtet, dass der Elefant sein Gästehaus geschüttelt und sich am Dach zu schaffen gemacht hat. Auch Justin hatte Besuch von Elefanten und schaute beim Badezimmer direkt ins Auge des Elefanten.  Es gibt einen schnellen Kaffee und dann geht es mit den Mokoro Booten hinüber zur gegenüberliegenden Insel. Die Mokoro Boote sind kleine Einbäume, aus dem Holz des Wurstbaumes. Zwei Personen werden von einem Bootsführer gefahren, der mit einem Holzstange den Vortrieb macht. Ganz sanft landen wir am Ufer der Insel. Wir marschieren nun drei Stunden durch die Savannenlandschaft, die bis vor drei Monaten noch mit Wasser bedeckt war. Plötzlich eine Info über den Funk; Leopard gesichtet! Wir eilen schnell herbei. Im hohen Gras versteckt liegt ein Leopard, nur sehen können wir ihn nicht. Nun gehen drei unserer Guides ins tiefe Gras und scheuchen das Tier auf, dass dann wirklich pfauchen davonläuft. Ansonst sehen wir einige Elefanten, Zebras, Giraffen und jede Menge Gazellen. Zum Frühstück geht es dann wieder zurück zur Lodge. Den Tag verbringt jeder wie er will in der Lodge. Nach dem Mittagessen wieder Zeit zum Relaxen. Wieviel mehr wird meine Waage zuhause anzeigen? Einfach nicht daran denken, denn es ist ja Urlaub. Am späten Nachmittag gehen wir mit unserem Guide rund um die Lodge. Wir suchen die Büffel, die gleich bei der Lode grasen. Sie wittern uns und werden leicht nervös. Büffel gehören neben den Hippos zu den gefährlichsten Tieren in Afrika. Außer den Büffel und einigen Giraffen ist nicht viel zu sehen, also zurück zur Lodge. Hier gibt es dann den Sundowner. Dazu gesellen sich die Giraffen, die gleich neben uns, Blätter von den Bäumen fressen. Wir halten uns still und beobachten diese eleganten Tiere. Die Büffel sind nun direkt vor unsere Lodge gezogen und auch Elefanten stehen im knietiefen Wasser. Alles ist sehr relaxt, einfach nur traumhaftes Afrika. Über das Essen will ich nicht viel verlieren – einfach nur perfekt!

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25. Oktober 2025
13. Tag

Wir treffen uns um 06.00 Uhr zum „early morning“ Kaffee. Die meisten von uns werden heute mit unseren Flugzeugen einen Rundflug machen. Rita sitzt bei Justin am Copiloten Sitz, ich setze mich freiwillig in unserer Maschine nach hinten. Manfred (Assi) sitzt rechts und steuert von rechts das Flugzeug. Sabine und Mandi unternehmen dafür eine exklusive Wanderung, ganz alleine, ohne uns. Wir checken die Maschinen und stellen mit Schrecken fest, dass die Baboon’s da waren. Sie dürften auf unserer Maschine fangengespielt haben, denn das Flugzeug ist von oben bis unten verdreckt und sogar angepinkelt. Das Pitot Cover wurde zerfressen und die VOR-Antenne abgerissen. Diese Antenne braucht man nur im IFR-Flug, wir fliegen eh Sichtflug. Die Scheiben sind so verdreckt, dass man nicht raus sieht. Endlich haben wir alle Spuren der nächtlichen Besucher beseitig und starten. Wir fliegen 45 Minuten über das Okavango Delta. Wir sehen wunderschöne Wasserläufe. Elefanten stehen im Wasser, auch Hippo's sieht man und sogar ein sehr großes Krokodil kann ich erspähen. Die Wasserlandschaft des Okavango Deltas hat einen Durchmesser von rund 200 Kilometer. Hier verdampft und versickert das Wasser, das mit dem Okavango von Angola kommt. Im Juni/Juli steht hier bei blauem Himmel alles unter Wasser. Wir machen air-to-air Fotos und fliegen in Formation, im Tiefflug über Garten Eden. Dieser Flug zählt für mich zu den Highlights der Reise. Nach der Landung sichern wir unsere Flugzeuge, auch gegen wieder zu erwartende ungebetene Gäste. Das ist halt Fliegen in Afrika!

Zurück im Camp, wieder Zeit zum Relaxen. Über 50 Elefanten kommen in unser Camp. Sie baden nach einem genauen Ritual genau vor der Holzterrasse unseres Camps. Die Herde ist in Familien eingeteilt. Jede Familie hintereinander nimmt das Bad, keiner drängt sich vor! Man kann förmlich spüren, welche Freude sich am Baden im Kühlen nass haben. Wir haben heute wahrscheinlich den heißesten Tag der Tour mit zirka 38 Grad. Einige unternehmen noch eine Fahrt mit den Mokoro Booten am Nachmittag. Justin, Herbert und ich bleiben in der Lodge. Justin und Herbert sehen vor Sonnenuntergang und vor dem Abendessen nochmals nach den Flugzeugen. Nachdem Sie eine gefühlte Ewigkeit nicht zurückkommen, ahne ich fürchterliches, was sich nun auch bestätigt. Als Sie zurückkommen, erzählen Sie, dass die Baboon‘s von DIT das Kunststoff Winglet abgerissen haben. Alle sind natürlich geschockt, können wir denn nun überhaupt fliegen? Wir entscheiden, dass wir das morgen mal ohne Passagiere das Fliegen probieren und wenn dann der Einfluss des fehlenden Winglets nicht so groß ist, doch nach Francistown fliegen werden. Wir überlegen natürlich Plan B, C und D. Am Weg von der Piste zum Camp haben Herbert und Justin auch einen Leoparden gesehen, der nur zirka 100 Meter vom Camp entfernt unter einem Strauch liegt. Wir gehen früh ins Bett, denn morgen wird ein spannender Tag.


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26. Oktober 2025
14. Tag

Um zirka 03.00 Uhr kommt ein Elefant direkt an meine Hütte. Genau neben meinem Bett suchte der Dickhäuter nach Fressbaren. Ich höre, wie seine schweren Füße im Laub stampfen, wie sein Maul schmatzt. Immer wieder raschelt es und knackst es im Geäst. Es trennen mich von dem Tier nur eine ganz dünne, durchsichtige Schilfmatte, ob das der Elefant weiß? Das Ganze dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis das riesige Tier endlich wieder verschwindet. Ich habe keine Angst, aber schlafen kann ich natürlich auch nicht. Endlich bin ich wieder eingeschlafen. Plötzlich – ein Schuss?? Nein, eine der bis zu 5 Kilo schweren Wurst des Wurstbaumes ist auf das Blechdach gefallen. Das hat natürlich einen extremen Knall erzeugt. So, nun bin ich munter, es ist 05.00 Uhr, an einschlafen ist nicht mehr zu denken. Alle möglichen Tiere geben nun ihre Laute ab. Wieder einmal „Gute Morgen Afrika“.
Heute verlassen wir Delta Camp. Wir packen unsere Sachen und verabschieden uns von der Crew. Dann fahren die Piloten mit dem Land Cruiser zum Airstrip. Die anderen fahren mit den Mokorobooten, um noch einmal das Vergnügen des Okavangos zu erleben. Wir checken die Maschinen und kleben nochmals über die bereits abgeklebte Stelle, wo sich die Baboon’s zu Schaffen gemacht haben. Nun unternehme ich mit Herbert eine Platzrunde mit der ZS-DIT, um zu sehen, wie sie sich ohne Winglet fliegt. Ich starte und merke keinen Unterschied, auch die Landung ohne Probleme. Wir beladen nun die Flugzeuge und treffen unsere Reiseteilnehmer, die mit den Mokoko-Booten angekommen sind. Einsteigen – Abflug! Nur schwer hebt sich die Maschine bei knapp 38 Grad vom Boden. Immer wieder kommt die Überziehwarnung. Wir steigen auf 7.500 ft. und fliegen nach Francistown. Leider ist es heute sehr turbulent. Es geht mit 1.000 ft. rauf und runter. Einmal ist die vor uns fliegende ZS-PAG oben, dann wieder unten. Wir landen nach zweieinhalb Stunden in Francistown. Der Flugplatz ist erst ab 13.00 Uhr offen, wir landen pünktlich. Es geht zur Tankstelle – volltanken. Mit der Bezahlung hapert es ein wenig. Justin rollt mit seiner Maschine vorm Abflug zum Hauptterminal um dort zu zahlen, währen wir schon starten dürfen. Nun haben wir einen einstündigen Flug nach Limpopo Valley. Herbert fliegt, ich funke. Die Landung ist easy, denn hier gibt es nur einen „uncontrolled tower“. Trotzdem wartet bereits ein Fahrzeug auf uns. Nun kommt auch Justin mit der PAG rein. Wir sichern die Flugzeuge und schon sitzen wir im Mashatu Gamedrive Vehikel. Die Fahrt zur Lodge wird gut eine Stunde dauern, aber zu unserer Überraschung hat die Crew für uns unter einem Mashatu Baum ein Mittagessen aufgebaut und es gibt natürlich das obligate Landebier. Nachher noch einen Gin&Tonic, bevor es weitergeht. Wir sehen am Weg schon Elefanten, Gnus, Gazellen und andere Tiere. Die Mashatu Lodge hat für 16 Personen Platz und ist heute auch ausgebucht, weil noch eine zweite Kleingruppe aus Holland da ist. Wir beziehen die Zimmer bzw. Zelte und treffen uns dann in der Lobby für ein weiteres Getränk. Das Abendessen fällt wieder üppig aus. Noch ein Schluck Rotwein und dann reicht es auch bei mir. Das Fliegen strengt an, vor allem, wenn es so turbulent ist. Super, dass unsere Gäste heute den Flug so gut überstanden haben!

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27. Oktober 2025
15. Tag

Wieder mal ein „early morning game drive“ Um 05.00 Uhr läutet mein Wecker. Manfred, mein Zimmerkollege, bleibt im Bett, denn es geht ihm seit einigen Tagen nicht so gut. Der frühe Morgen in Afrika ist einfach super. Klare Luft, angenehme Temperaturen. Unseren Fahrer Richard kenne ich noch von der letzten Afrikareise im April. Es geht über Stock und Stein;  Richard macht das wirklich super. Seit über 30 Jahren fährt er schon in Mashatu und kennt jeden Stein. Gazellen, Springbock, Gnu, Giraffen – so viel Game haben wir bei den letzten Gamedrives nicht gesehen. Richard bekommt einen Hinweis auf „Löwen in Sicht“. Am Flusssand liegt eine Löwenfamilie. Das männliche Tier relaxt und beobachtet uns gelangweilt. Das weibliche Tier ist mit ihren drei Jungen neben einem Strauch. Die Kleinen tollen herum. Eine Szene wie aus Dschungelbuch! Mit zwei anderen Geländefahrzeugen stehen wir und beobachten. Plötzlich kommt Spannung in die Sache. Ein jüngerer, Single Elefantenbulle kommt durch das Flussbett, genau auf die Löwenfamilie zu. Mal sehen wie das ausgeht. Der Elefant geht ungeniert auf die Löwen zu. Die Löwenmutter sucht mit ihren Babys das Weite. Der Löwen “Vater“ zieht Leine und lässt die Familie im Stich. Wer ist nun der König des Dschungels?? Wir fahren weiter und finden jede Menge Elefanten. Unter einem Mashatu Baum steht eine Gruppe Elefanten. Wir fahren ganz nahe ran, Richard stellt den Motor ab. Wir bestaunen uns gegenseitig – Elefanten/versus Touristen. Elefanten strahlen eine totale Ruhe aus. Wir fahren weiter und machen am Limpopo eine Kaffeepause, mit Blick nach Südafrika, das am anderen Ufer des Flusses liegt. Dann geht es wieder zurück. Wieder sehen wir viele Gazellen, Giraffen und anderes Getier. In der Mashatu Lodge angekommen, gibt es nun einen ausgiebigen Brunch. Dann bleibt Zeit für jeden von uns, seine Mails zu checken und Internet zu surfen, denn das gab es ja jetzt fast fünf Tage nicht! Am Nachmittag gibt es einen weiteren Game Drive. Wir sehen wieder viel Tiere. Das Wetter wird schlechter, dunkle Wolken ziehen auf, es wird richtig finster. Blitze zucken in der Ferne, kommen aber immer näher. Richard fährt mit uns auf einen Hügel um hier den Sundowner zu machen. Ohne Sonne und hier am höchsten Punkt scheint uns das nicht der geeignete Ort zu sein. Als dann ganz in der Nähe die Blitze einschlagen, drängen wir Richard doch in die Lodge zurückzufahren. Wir fahren in die Lodge und kurz darauf beginnt es auch schon ordentlich zu regnen und Blitze schlagen in unmittelbarer Nähe ein. Wir beschließen den Abend in der Lodge, wo es dann auch ein wunderbares Abendessen gibt.

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28. Oktober 2025
16. Tag

Mit Gepäck verlassen wir die Mashatu Lodge und fahren Richtung Flughafen und machen dabei einen Gamedrive. Es gibt nicht sehr viel zu sehen, die Elefanten scheinen durch das Gewitter gestern verschwunden zu sein. Wir erreichen den Flughafen Limpopo Valley und machen den Zoll und Reisen aus Botswana aus. Alles geht wie am Schnürchen, so kann Grenzabfertigung auch sein. Dann beladen wir unsere zwei Flugzeuge und starten bei starkem Wind Richtung Polokwane. Ich fliege Herbert macht den Funk. Wir fliegen unter einer geschlossenen Wolkendecke, aber mit guter Fernsicht. Nach gut einer Stunde landen wir. Wir müssen wieder das gesamte Gepäck rausnehmen und scannen. Die Einreiseformalitäten sind einfach der Wahnsinn, unlogisch und unkoordiniert! Gen-Dec-Formular, Zolldeklaration, Reisepass, Pilotenschein und Bordpapiere, alles wollen die sehen. Sie sind zwar sehr freundlich, aber sie können dem bürokratischen System nicht aus. Endlich sind wir durch, haben auch die Landegebühr bezahlt und können los. Herbert startet die Maschine, aber die Landeklappen funktionieren nicht. Nochmals Motor abstellen, Neustart. Nun will der Motor nicht mehr anspringen, den Heißstarts sind bei diesen Motoren immer ein Zitterspiel. Endlich läuft der Motor und wir folgen der ZS-PAG, die bereits weggerollt ist. Nun haben wir einen einstündigen Flug nach Wonderboom. Der Funkverkehr in Wonderboom ist extrem. Es stehen mehrere Maschinen beim Start, mehrere sind in der Luft. Wir fliegen über „Freeway“ ein und bekommen dann auch gleich die Anweisung uns im Gegenanflug zu melden. Nummer der zur Landung. Wir sehen Nummer eins, aber wo ist Nummer zwei? Plötzlich Anweisung zum Durchstarten, die Nummer zwei ist hinter uns und muss vor uns landen. Noch einmal Gegenanflug – dann verlängerter Gegenanflug bis zum Bergrücken, aber dann bekommen wir unsere Landefreigabe. Wir landen und rollen zu Bushpilot Adventures am Hangar Süd. Die anderen sind schon da, ihr Flieger parkt schon im Hangar. Andrew der Chef von Bushpilot begrüßt uns und ruckzuck ist auch unser Flieger verstaut und ausgeräumt. Mir geht das fast zu schnell und es kommt mir vor wie eine Kindeswegnahme, sind wir doch so viele Stunden gemeinsam geflogen. Nach einigen Schreibarbeiten im Büro verlassen wir den Flughafen und kehren bei San Giovanni ein, einem Italienischen Restaurant. Hier gibt es nun das Landebier und ein kleines Häppchen zu Essen. Mit zwei UBER-Taxis fahren wir in die Opikopi Lodge, die wir ja schon von der Anreise kenne. Zum Abendessen bekommen wir Besuch von Justin und seiner Frau Sally. Chrigl hält eine lustige Rede und bedankt sich bei Justin und bei mir für die Organisation. Wir übergeben ein kleines Kuvert mit einem Trinkgeld für Justin. Dann müssen wir auch schon das Restaurant verlassen, denn die sperren pünktlich um 10.00 Uhr zu. Ein heftiges Gewitter mit Starkregen geht nieder. Gute Nacht!

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29. Oktober 2025
17. Tag

Heute ist unser letzter Tag in Südafrika. Assi und Manfredo unternehmen heute einen Ausflug nach Sterkfontein, in denen die Funde aus der Zeit der ersten Menschen zu sehen sind. Wir hingegen fahren mit dem UBER-Taxi in das Einkaufszentrum Woodhill. Hier haben wir Gelegenheit für unsere Lieben zuhause ein Mitbringsel zu erwerben. Anschließend kehren wir in ein nettes Restaurant ein. Assi und Manfredo stoßen später zu uns. Wir fahren zurück ins Opikopi Guesthouse. Andrew kommt am späteren Nachmittag noch zu uns, um die Schlußrechnung zu machen. Um 17.00 Uhr verabschieden wir uns von Andrew von Bushpilot Adventures und von unserer liebgewonnen Opikopi Lodge. Das Einchecken funktioniert gut. Einige besuchen noch die Lounge von Swiss, andere gehen noch shoppen. Der Nachtflug mit Swiss in der Premium Economy ist nicht sehr angenehm, denn obwohl man breitere Sitze hat, kann man trotzdem nicht gut liegen, weil die Rückenlehne nicht verstellbar ist. Ich würde diese Plätze nie wieder buchen, da ist man in der Economy besser dran und billiger ist es auch. 

30. Oktober 2025
18. Tag

Wir erreichen Zürich am frühen Morgen. Es ist nicht viel Zeit zum Umsteigen, denn wie gewohnt hat auch dieser Flug wieder Verspätung. Leider kommen Sabine und Mandi nicht mit, weil durch irgendeinen Fehler im Buchungssystem die Reservierung rausgeflogen ist. Sie fliegen um rund zwei Stunden später. In Wien angekommen, geht es dann mit der Bahn nach Attnang bzw. Wels. Die Zeit vergeht im Zug wie im Flug, weil wir im Restaurant sitzen.

Dies war für mich die weiteste Flugreise in Afrika, die ich selbst als Pilot geflogen bin. Mein Fliegerfreund Herbert und ich haben unsere ZS-DIT gut zurückgebracht, ohne Schaden an Menschen und Gerät. Justin war eine große Hilfe während der Reise. Als professioneller Pilot hat er auch die ZS-PAG wieder heil zurückgebracht. Mit Justin hat sich eine Freundschaft entwickelt und ich hoffe inständig, daß wir Ihn und seine charmante Gattin bald mal wieder treffen, in Österreich oder in Afrika.


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