Mit meinen Freunden geht es diesmal nach Portugal. Wir besuchen Lissabon und fahren dann mit dem Mietauto nach Porto. Was wir alles so während unserer Reise erleben, könnt Ihr auf diesem Blog miterleben. Viel Spaß beim Lesen!
Portugal von Lissabon nach Porto Reisebericht
07.09.2025 - 14.09.2025
1. Tag - Sonntag 07.09.2025
Ich hole meine Freunde Ingrid, Gottfried Kurt und Gerald ab und dann fahren wir mit meinem Auto nach Wien. Am Flughafen Wien ist extrem viel los. Menschen über Menschen, wohin wollen die alle? Wir wollen nach Lissabon mit TAP Airlines, der portugiesischen Nationalairline. Der Abflug ist am Abend und wie so oft, Verspätung. Endlich Boarding. Die A321 ist völlig ausgebucht. Die Sitze eine Katastrophe, die haben nicht einmal verstellbare Rückenlehnen. Der Sitzabstand ist so, dass ich mit den Knien anstehe. Kurt, der wesentlich größer ist als ich muss sich verbiegen, um Platz zu finden. Dann auch noch Verspätung, kein Service an Bord, nur Wasser gibt es umsonst. „Die Rückenlehnen sind wie Bügelbretter“, sagt Kurt! Der Flug dauert 03.30, wobei wir fast eine Stunde im Flieger gesessen sind, bis sie endlich den Vogel vollgepackt haben. Ein unmenschlicher Flug, warum tut man sich sowas an. Bei Tieren würde sich der Tierschutzverein einsetzen, aber wir Menschen haben da keine wirkliche Vertretung!!! Nun endlich erreichen wir Lissabon nach Mitternacht. Auch auf das Gepäck warten wir eine gefühlte Ewigkeit. Nun müssen wir unseren Mietwagen abholen, aber die Vermieterstation von AVIS ist nicht mehr besetzt. So fahren wir mit dem Taxi in die Stadt und zahlen für 6 Kilometer 50 Euro!!! Um 01.30 erreichen wir geschafft unser Hotel Mundial mitten im Zentrum von Lissabon. Endlich können wir unser Zimmer beziehen und unseren „geschundenen Körper“ ausruhen.
2. Tag - Montag 08.09.2025
Wir schlafen länger und frühstücken im 8. Stock des Hotels Mundial mit einem traumhaften Rundumblick über die Stadt. Der ursprüngliche Frühstücksraum wird gerade umgebaut, daher dürfen wir hier frühstücken. Nach dem Frühstück gehe ich zur AVIS Station, die zufällig hier im Hotel ein Büro hat, aber die helfen mir nicht weiter. Sie meinen ich muss das Auto am Flughafen abholen. Nach einigen Telefonaten mit der Vermittlungsagentur fahre ich mit dem UBER Taxi zum Flughafen und zahle nur 8 Euro für die 6 Kilometer. Ich übernehme mein Auto, einen MB Vito und fahre ins Hotel. Meine Freunde erkunden in der Zwischenzeit Lissabon. Sie marschieren zur Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe, denn Lissabon gehört zu den bevorzugten Zielen der Ozeanriesen. Ich parke das Auto in der Tiefgarage, die ziemlich eng ist. Dann marschieren wir zum Timeout Market. Das ist eine große Markthalle mit vielen Takeaway Restaurants. Hier gibt es vom Fisch bis zum Fleisch und Süßspeisen alles, dass dann auch gleich direkt vor Ort verzehrt wird. Es ist die Hölle los, darum setzen wir uns in ein angrenzendes Restaurant in den Gastgarten und speisen eine Kleinigkeit. Mit dem Tuk Tuk, geht es dann hinauf zur Castello de Sao Jorge. Die Altstadt rund um die Festung ist sehr idyllisch mit vielen kleinen Cafés und Restaurants. Gerald, Ingrid und Gerald besuchen die Festung, weil es hier einen tollen Blick auf die Stadt gibt. Allerdings kostet der Blick 15 Euro Eintritt pro Person!! Kurt und ich genießen die Zeit in einem Café. Anschließend marschieren wir zurück zum Hotel und dann geht es an die Avenida da Liberdade. Hier kehren wir in einem netten Restaurant ein und essen Fisch. Anschließen schlendern wir die Avenida entlang und kehren noch in einer stylischen Bar ein mit dem komischen Namen JNcQUOi – Fashion Clinic, DeliBar… Hier treffen sich die reichen und schlürfen Schampus und essen Kaviar. Wir gehen es nicht so exklusiv an, sondern wir trinken je einen Longdrink. Dann geht es zurück zum Hotel. Wir kommen noch an der Stelle vorbei, wo vor wenigen Tagen das Unglück mit der Straßenbahn passiert ist, bei der 16 Personen getötet wurden. Überall Blumen und Kerzen, auch ein Fernsehteam nimmt auf. Traurig! Wir gehen zurück ins Hotel, es ist schon spät!
3. Tag - Dienstag 09.09.2025
Frühstück mit Aussicht! Der Blick vom Restaurant im 8. Stock ist wirklich beeindruckend. Heute unternehmen wir einen Ausflug nach Cascais und Sintra. Ich quäle mich aus der Tiefgarage heraus. Kurt weist mich ein, sonst ist es kritisch aus dem Loch herauszukommen. Unsere Fahrt führt uns vorerst Richtung Ponte 25. April, die den Rio Tejo überspannt und eine Ähnlichkeit mit der Golden Gate Bridge in San Francisco hat. Wir fahren zum Torre de Belem. Das 35 Meter hohe Bauwerk, als Leuchtturm geplant, im Mündungstrichter des Tejo , begrüßte die ankommenden Entdecker und Handelsschiffe und ist Ausdruck der portugiesischen Seemacht. Weiter geht die Fahrt Richtung Cascais. In Cascais fahren wir durch die Stadt nach Praia do Guinco. Wir erleben den Atlantik in seiner vollen Pracht. Der Sandstrand lädt uns zum Spazieren im Sand ein. Kite-Surfer spielen mit den Wellen, aber ansonst sind die Liegen des Strandes unbenützt, es ist wohl zu kalt. Wir kehren in ein nettes Restaurant ein und trinken Kaffee. Dann geht es weiter zu unsrem nächsten Ziel nach Sintra. Nach einer halben Stunde erreichen wir die Kleinstadt, die lange als Sommerresidenz diente. Im bewaldeten Gelände befinden sich viele pastellfarbene Herrenhäuser und Paläste. Zentrum ist der Nationalpalast, der im maurischen und manuelinischen Stil erbaut ist. Er fällt besonders durch seine zwei großen konischen Kaminschornsteine auf. Hunderte kleine Restaurants befinden sich an den Hang angeschmiegt. Wir kehren in eines ein und wollen nur eine Kleinigkeit essen, die dann doch zu einer ausgewachsenen Jause mutiert. Nun fahren wir wieder nach Cascais, denn hier wollen wir Abendessen, obwohl wir keinen Hunger wegen der ausgiebigen Jause haben. Wir parken ein wenig außerhalb der Stadt und gehen dann zu Fuß über die alte Brücke, vorbei am Castell. Die Altstadt ist sehr touristisch, aber trotzdem hat sie Charme. Nach einem Spaziergang kehren wir in ein Restaurant ein und essen was Fischiges. Dann geht es zurück, wieder entlang der Küstenstraße. Man sieht wunderschön die Ponte und die Christusstatue am anderen Ufer des Tejo. Das Einfädeln in die Parkgarage ist wieder spannend!
4. Tag - Mittwoch 10.09.2025
Heute verlassen wir Lissabon. Ein letztes Mal mühe ich mich aus der Tiefgarage. Unser heutiges Ziel ist Peniche, direkt am Atlantik. Nach zirka eineinhalb Stunden erreichen wir Peniche. Die kleine Halbinsel mit ihren Schroffen Felsen sieht man schon von weitem. Große Atlantikwellen prallen auf sie. Es ist Ebbe, das Meer hat den abgeschliffenen Felsboden freigegeben. Die schrägen Steinschichtungen vom Meeresboden setzen sich in den Felsen fort. Es gibt hier auch eine Zidadelle, die früher sogar mal als Gefängnis gedient hat. Heute ist Peniche für die Surfer ein Hotspot, denn die Wellen und der lange Strand sind super geeignet, auch für Anfänger. Wir haben Peniche als Zwischenziel ausgewählt, weil hier das Wetter besser ist, im Innenland hat es begonnen zu regnen. Wir hingegen sitzen in der Sonne und genießen angenehme Temperaturen und den Blick zum Meer. Nach einer längeren Pause setzen wir unsere Fahrt nach Coimbra fort. Leider regnet es immer noch leicht, als wir in Coimbra ankommen. Wir suchen das Zentrum der Studentenstadt, aber steigen dann wegen dem Regen nicht aus, sondern verlassen die Stadt Richtung Porto. In Porto angekommen fahren wir gleich zum Hotel und parken im runden Parkhaus gleich direkt neben unserem Hotel Dom Henrique. Das Hotel ist ein 18-stöckiges Hochhaus mit tollem Blick über die Stadt. Nach dem Checkin besuchen wir gleich mal die Roofbar um uns einen Überblick zu verschaffen, dann marschieren wir gleich in die Altstadt. Mit der am am gegenüberliegenden Ufer des Douro Stadt hat die Metropolregion Porto 1,76 Millionen Einwohner. Sie ist auf sieben Hügel gebaut. Auch hier gibt es alte Straßenbahnen und Aufzüge, die den Einwohnern das Leben erleichtern. Weil wir schon hungrig sind, belassen wir unseren Stadtrundgang bei einem kurzen Rundgang, der dann beim Hard Rock Café endet, wo wir speisen. Im Anschluss kehren wir noch in eine Bar ein, bevor wir wieder zurück zu unserem Hotel marschieren.
5. Tag - Donnerstag 11.09.2025
Heute gehört der Tag der Stadt Porto. Nach dem Frühstück marschieren wir hinunter zum Douro. Es ist bewölkt, aber angenehm warm. Tausende Touristen tummeln sich am Ufer des Flusses. Viele Ausflugsschiffe fahren von hier weg für eine einstündige Rundfahrt am Douro. Am gegenüberliegenden Ufer befinden sich die ehemaligen Portweinlager von Porto, das ja für seinen Portwein bekannt ist. Namen wie; Graham's, Kopke, Niepoort, Fonseca, Cálem, Ferreira, Messias, Barros, Quinta do Noval, Sandeman, Taylor's findet man hier. Man sieht auch die Seilbahn Vila Nova de Gaia, die vom Portweinviertel zur Ponte San Luis fährt. Oben angekommen erreichen wir den Jardim do Morro, einem der romantischsten Orte in ganz Porto. Hier treffen sich Einheimische und Besucher, um den Sonnenuntergang zu genießen. Nun hat es leicht zu regnen begonnen. Wir überschreiten die von Eifel gebaute Ponte San Luis mit 385 Metern Länge und einem Gewicht von über 3.000 Tonnen. Oben gehen die Fußgänger und es fährt die Straßenbahn und unten fahren die Autos und gehen ebenfalls Fußgänger. Wir marschieren dann wieder hinunter in die Altstadt. Nun regnet es und wir suchen in einer Hotelbar Unterschlupf. Dann setzen wir unseren Rundgang fort und sehen auch Torre dos Clérigos, einen Kirchturm mit Aussichtsplattform. Rauf und runter geht es ständig in Porto. Nach dem langen Wandern sind wir hungrig und kehren im Restaurant Brasao ein und speisen vorzüglich. Dann geh es zurück in unser Hotel, wo wir in der Rooftop Bar noch einen Absacker trinken und die spektakuläre Stimmung mit Nebel und Wolken über der Stadt genießen.
6. Tag - Freitag 12.09.2025
Nach dem Frühstück werden wir von der Agentur abgeholt und zum Hafen gebracht, wo unsere Motoryacht auf uns wartet. Wir haben einen Skipper und einen zweiten Jungen, die uns nun zwei Stunden mit dem der Motoryacht unter sechs Brücken schippern. Moderne Brücken und alte Stahlkonstruktionen, die auf die Zeit von Eifel zurückgehen sind ober uns. Unter uns, der Douro der in Spanien entspringt und fast 900 Kilometer lang ist. Er mündet bei Porto in den Atlantik. Bis zu dieser Mündung fahren wir auch mit dem Boot. Unser Skipper erklärt uns einiges über die Stadt. Über den Fluss wurden die Portweinfässer gebracht, die zirka 100 Kilometer flussaufwärts befüllt wurden und in Porto verkauft wurden. Wir werden auch mit Vinho Verde versorgt und zudem gibt es Tapas. Dazu haben wir gute Musik laufen. Kurti und Gerald liegen auf achtern auf einer Sonnenliege, Speedy kann endlich in Ruhe seine Fotos mit seiner Nikon machen und Ingrid genieß jeden Augenblick und ist nur noch glücklich! Schön, dass wir diese Variante genommen haben und nicht mit den überfüllten Touristenkähnen unterwegs sind. Nach zwei Stunden ist die Fahrt leider zu Ende. Wir werden mit einem Minibus ins Zentrum gebracht. Nun marschieren wir wieder über hunderte Stufen in die Innenstadt hinauf. Am Nachmittag teilen wir uns. Während die einen eine Massage gebucht haben gehe ich zum Friseur und Speedy und Ingrid bummeln durch die Stadt. Zum Abendessen suchen wir ein Fischrestaurant, was nicht ganz leicht ist. Endlich finden wir eines, das sehr gut ausschaut, aber leider völlig überzogen und überteuert ist. Dann geht es zurück ins Hotel, wo wir den Tag bei einem Getränk über den Dächern von Porto beschließen.
7. Tag - Samstag 13.09.2025
Wir wollen heute den Douro Fluss entlangfahren. Bis in die klassische Weingegend werden wir es zwar nicht schaffen, aber wir wollen einfach die Flusslandschaft spüren. Speedy hilft mir bei der Navigation, dass wir es aus der Stadt heraus schaffen. Wir fahren die N108 entlang, eine kleine Straße, bei der man immer wieder schöne Ausblicke auf den Fluss hat. Es gibt im Douro fünf Staustufen. Die Einheimischen nützen das Gewässer zum Motorboot- und Kanufahren. Immer wieder fahren auch Ausflugsschiffe den Fluss entlang. Gelegentlich kommen auch Flußkreufahrtenschiffe daher, schiffbar ist der Fluss allerdings nur auf der portugiesischen Seite. Der Duoro ist der drittlängste Fluss der Iberischen Halbinsel. Wir machen einen kleinen Stopp in einem kleinen Café mit Blick auf den Fluss. Dann fahren wir weiter und schön langsam sieht man links und rechts der Straße auch in kleineren Mengen Wein angebaut. Wir fahren bis Alpendorada und kehren noch einmal ein. Wir sitzen am Wasser und beobachten die Schiffe und Touristen die ins Wasser springen. Nun geht es wieder zurück nach Porto, diesmal über die Autobahn. Speedy navigiert mich perfekt zu unserem Hotel. Nun marschieren wir nochmals in die Stadt und flanieren über die San Luis Brücke. Tausende Menschen sind nun hier und wollen den Sonnenuntergang erleben, doch leider steht eine Wolkenbank vor der Sonne. Noch einmal gehen wir über die untere Brücke, entlang des Kais. Nun geht es immer bergan bis zu unserem Hotel, wo wir ein letztes Mal einen Gutenacht Drink zu uns nehmen.
8. Tag - Sonntag 14.09.2025
Heute ist es wieder ein wenig nebelig, nicht vom Gutenacht Drink, sondern es zieht Seenebel vorbei, der sich auflösen sollte. Wir schlafen länger, frühstücken später. Um 11.00 Uhr verlassen wir unsere liebgewonnene Schlafstätte und fahren an die Atlantikküste. Das Wetter wird immer schöner. An der Praia de Carnairo parken wir unser Auto und marschieren die Strandpromenade entlang. Der tosende Atlantik spült seine Wellen massiv herein, sodass Baywatch die gelbe Flagge hissen. Wir trinken Kaffee am Meer. Kurti und Ingrid wagen einen Sprung in den Atlantik, aber da kommt schon Baywatch mit Trillerpfeiffe und Rettungsring! Es ist zu viel Strömung und zu große Wellen. Zum Abkühlen reicht es. In einem netten Restaurant, unweit des Leuchtturmes kehren wir ein und essen eine Kleinigkeit. Der Strand hier ist Richtung Atlantik schön, aber im Hinterland befinden sich die Kulissen einer Raffinerie und andere Industriebauten. Dennoch flanieren viele Porto'er an der Promenade, es ist ja Sonntag. Nun müssen wir aber den Strand verlassen und fahren zum Flughafen. Das Auto ist bei AVIS schnell zurückgegeben. Leider hat unser Flug Verspätung beim Abflug, wir kommen aber dennoch fast pünktlich in Wien an. Zurück an den Attersee geht es mit dem Auto, wo wir um zirka 02.00 Uhr ankommen.
Schön war unsere gemeinsame Reise. Wir haben viel erlebt und gesehen und viel genossen! Portugal ist wirklich ein schönes Reiseland, egal ob Lissabon, Porto oder das Dourotal. Ich komme sicher wieder mal!!!
Verfasser