Pilotenreise mit einer Tecnam 2010 von Gmunden nach Colmar in Frankreich.
Herbert und ich fliegen heute nach Colmar in Frankreich. Ich hole Herbert ab und dann geht es zum Flugplatz Gmunden. Unser Flugzeug heute ist die Tecnam 2010 mit der Kennung D-EHPJ. Das Wetter ist nicht besonders und so plant Herbert den Flug in IFR, also im Instrumentenflug. Wir steigen über die Wolken und fliegen dann bei bestem Wetter Richtung Westen, vorbei an Salzburg, München und dem Bodensee. Nach zweieinviertel Stunden erreichen wir Colmar. Die Landung auf der langen Piste ist einfach, noch dazu bei Windstille. Dann fahren wir mit dem UBER-Taxi ins Zentrum. Das Hotel St. Martin haben wir vorher gebucht. Nach einem Landebier beziehen wir die Zimmer und marschieren los. Colmar ist eine Stadt im Elsass in Nordfrankreich. Die Stadt ist für ihre Fachwerksbauten und seine Kopfsteinpflaster bekannt. Wir suchen ein nettes Restaurant und essen Tapas, nicht so ganz typisch, für die ansonsten sehr deftige Küche.
Wir frühstücken nur Kaffe und Croissant und beginnen dann unsere Stadtbesichtigung. Das Wetter ist traumhaft, zwar noch ein wenig frisch am Morgen aber schön. Die Stadt wurde 823 erstmals erwähnt und von Kaiser Friedrich II 1226 zur Reichsstadt erhoben. Berühmt sind die wunderbaren Fachwerksbauten. Die Häuser stehen alle irgendwie schief. Kleine Fenster, Fensterläden und an den Fassaden oftmals mit allerhand Krimskrams behängt. Durch die Stadt laufen einige Wassergräben. In Little Venice glaubt man teilweise wirklich, dass man in Venedig ist. Zu Mittag essen wir typisch elsässisch. Am Nachmittag bummeln wir weiter durch die Stadt, die mit ihren 66.000 Einwohner sicher keine Großstadt ist. Wir besuchen auch die Markthalle, in der sich heute einige Restaurants befinden, aber auch Käse- und Wurststände gibt es. Das Wahrzeichen von Colmar ist auch die Freiheitsstatue, weil der Bildhauer der Freiheitsstatue Frederic Auguste Batholdi in Colmar geboren wurde. Diese reizende Kleinstadt muss man einfach erleben. Es gibt viele Fotomotive und zwar an jeder Ecke. Am Abend sind wir wieder im Little Venice zum Abendessen. Morgen geht es schon wieder zurück.
Wir checken aus und fahren mit dem UBER-Taxi zum Flughafen Colmar Houssen. Schnell ist der Flieger gecheckt, den Flugplan hat Herbert ja schon aufgegeben. Wir starten bei bestem Wetter. Bis Stuttgart ist das Wetter traumhaft, dann gibt es Bodennebel bis zum Hausruck. Wir hören den Funkverkehr von München mit, und erfahren, dass hier 200 ft overcast herrscht, das heißt dichtester Nebel. Uns kann das egal sein, denn wir fliegen bei traumhaftem Wetter in 10.000 fuß. Richtung Linz ist es immer noch zu. Stimmt der Wetterbericht, dass Linz frei ist?? Als wir dann in etwa den Hausruck passieren, reißt es wirklich auf. Es ist dunstig, aber wir haben Bodensicht. Wir landen nicht in Linz sondern in Hofkirchen, weil ich mein Flugzeug von der Werft abholen muss. Nach der Landung gibt es ein kleines Mittagessen am Flugplatzrestaurant in Hofkirchen. Dann fliegt Herbert mit der Tecnam und ich mit der WT9 nach Gmunden. Ein gemütlicher Kurztrip geht zu Ende. Bald wieder mal mit Herbert!