Urlaubswelt » Reiseberichte/-blog » Taiwan, Vietnam, Kambodscha / Silvester einmal anders!

  Reisebericht als PDF herunterladen

Taiwan, Vietnam, Kambodscha / Silvester einmal anders!



Reise in das Land der "Roten Khmer"

Taiwan, Kambodscha, Vietnam Schobesberger Harald, Moser Kurt, Eicher Heli.

27.12.06

Normalerweise fliegen Kurt und ich lieber von München, dabei geht es nicht nur um die Weißwürste und das Erdinger Bier, es ist auch der Flughafen moderner und irgendwie einfach sympathischer. Aber diesmal fliegen wir halt von Wien. Da wir bereits um 09.15 den Abflug mit China Airlines gebucht haben, müssen wir schon zeitig raus. Abfahrt um 04.15 Früh.
Gott sei Dank gibt es nun die S1 – Umfahrung von Wien, so ist die Fahrt zum Flughafen an Wien vorbei sehr angenehm.
Beim Einchecken kommt die erste Überraschung – nur zwei Schalter sind offen und da stehen 250 Leute in Schlange. Eine Stunde Wartezeit beim Check in, aber es bleibt uns noch genügend Zeit einen kleinen Snack zu uns zu nehmen vor dem „boarding“.
Ich wurde von China Airlines eingeladen die business class zu testen, was natürlich in Anbetracht der langen Flugzeit ein Traum ist, meine beiden Reisegefährten dürfen in der „Holzklasse“ Platz nehmen.
Der erste Zwischenstopp erfolgt in Abu Dhabi, in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Flug dort hin ist für mich in der Business Class super, aber auch meine beiden Freunde können nicht klagen.
Der Flughafen von Abu Dhabi schaut aus wie die Bauwerke der Kinderfilmserie „Barbapapa“. Die Gäste am Flughafen sind international und man merkt schon an der Kleidung dass man in einem arabischen Land ist.
Ein kleines Manko ist, dass die Anzeigetafeln nicht aktualisiert werden und so hätten wir beinahe unseren Weiterflug übersehen. Die zweite Strecke von Abu Dhabi nach Taipeh ist sehr angenehm.

28.12.06

Der Sinkflug auf Taipeh lässt schon erwarten, dass das Wetter nicht schön ist, aber trotzdem freuen wir uns schon auf die Stadt. Schon vom Flugzeug aus sieht man schon die europäisch anmutenden Häuser und man meint, dass man eher in Frankfurt denn in Asien landet. Die Passkontrolle geht relativ rasch. Wir müssen uns den Transfer selber organisieren, aber das ist überhaupt kein Problem, Taxis gibt es ja genügend. Wir entscheiden uns für einen schönen großen schwarzen S-Klasse Mercedes – man gönnt sich ja sonst nichts. Der Flughafen liegt ein wenig außerhalb und so dauert die Fahrt schon mal 45 Minuten. Dabei sieht man aber schon ein wenig von der Landschaft. Dass die portugiesischen Seefahrer die Insel „Ilha Formosa – die schöne Insel genannt hatten, können wir jetzt verstehen. Wir haben schon von Österreich aus das Landis Hotel gebucht. Das Hotel liegt sehr zentral und ist super ausgestattet. Wir bekommen ein schönes großes Dreibettzimmer, mit zwei getrennten Zimmern.
Nach einer kurzen Rast geht es schon „auf die Gassn“ wie Kurt seine Erkundungstouren gerne bezeichnet. Die Märkte in Taiwan sind sehr berühmt und so besuchen wir als ersten den „Tourist Night Market“. Unter anderem Getier essen die Taiwanesen auch Schlangen, die wir auf diesem Markt auch zu sehen bekommen, aber probieren wollten wir die dann doch nicht. Nachdem am Night Market natürlich während des Tages nichts los ist und das Wetter auch nicht besonders zum Bummeln einlädt und zudem jeder noch von der langen Anreise „geschlaucht“ ist, kehren wir aufs Zimmer zu einer ausgiebigen Rast.
Und wie es sich bei einer „dark-air-tour" gehört, erwachen am Abend wieder die Geister. Aus unserem Reiseführer haben wir entnommen, dass das Restaurant „Dublin Terriaki“ sehr gut sein soll und na dann nichts wie hin. Unser Taxifahrer findet das Restaurant zwar nicht gleich, aber Taipeh ist ja auch eine große Stadt und Restaurants gibt es viele. Das Abendessen sollte eines unserer teuersten unserer Reise werden, aber dafür war es auch wirklich lecker. Direkt am Tisch gebratene Scampi und Steak. Es macht einfach Spaß zuzuschauen, wie der Koch mit seinen Messern fuhrwerkt. Nach dem Essen muss man sich noch ein wenig „die Füße vertreten“ und auf Empfehlung der Dublin Terriaki Crew entdecken wir das Carnegies, eine Bar im Stiel eines des Hard Rock Cafes. Zu dieser Bar gehört auch noch das „Bras Monkeys“ und da ist heute „Ladies Night“ erzählt uns die Kellnerin und weil im Carnegies nichts los ist, wechseln wir und wirklich in dieser Bar geht die Post ab. Und weil die Freude so groß ist, dass jetzt der Urlaub beginnt, lassen wir gleich am ersten Tag mal die Sau raus. Um 04.00 Uhr endet die ersten "dark-air-tour" – gerade billig ist diese Stadt nicht, das mussten wir schon am ersten Tag bzw. Abend erleben, die USD leiden unter enormen Schwund!

29.12.06

Morgendlicher Weckruf – wusste gar nicht, dass wir mit den nächtlichen Bekanntschaften ausgemacht hatten, dass die uns in der Früh per Telefon aufwecken? Wie wir später erfuhren, wollten die uns zu einem Ausflug zu den heißen Quellen einladen, aber einerseits sprechen die alle so ein sehr schlechtes Englisch und andererseits war Heli, der den Hörer abnahm, auch noch nicht so richtig aufnahmefähig.
„Today is a non alcoholic day“ – Frühstück im Starbucks und dann zum Höhepunkt jeder Taipeh Reise – zum 101, dem höchsten Gebäude der Welt. Das Gebäude ist 508 Meter hoch und wird 101 genannt, weil es ebenso viele Stockwerke hat. Die Auffahrt zur Besucherplattform ist auch eine Superlative, in nur 39 Sekunden gelangt man auf 382 Meter Höhe. Der Ausblick ist gigantisch! Eine 660 Tonnen schwere aufgehängte Stahlkugel soll bei Erdbeben das Gleichgewicht des Turmes stabilisieren. Irgendwie kommt mir vor, der Turm schwankt, oder ist dies doch das Ergebnis der nächtlichen Tour letzte Nacht?
Dieses Gebäude ist der ganze Stolz der Stadt und soll zeigen, zu welchen Meisterleistungen dieses asiatische Land im Stande ist. Am Fuße des Turmes liegt ein gigantisches Einkaufszentrum mit allen Nobelmarken, die man sich nur vorstellen kann. Gut, dass wir keine Frauen dabei haben uns so blieb die Kreditkarte in der Geldbörse.
Das Abendessen nehmen wir in einem Thai Restaurant ein. Vorher allerdings besuchen wir das „Bras Monkeys“ und müssen feststellen, dass das Lokal nun ganz anders ausschaut und es ist nichts los. Es gibt halt nicht jeden Abend eine Ladies Night. Nach dem Essen gehen wir in Carnegies und dann wieder ins „Bras Monkeys“. Dort treffen wir unsere Bekanntschaften vom ersten Tag wieder. Die Mädels wollen von Europa alles wissen und überhaupt reden sie sehr viel, aber sie sind nett. Natasha und Alise wollten uns zu einem Ausflug einladen, aber wie bereits erwähnt führten „Kommunikationsstörungen“ dazu dass das irgendwie nicht rüber gekommen ist.

30.12.06

Frühstück bei MC Donalds – wie ich es hasse! Aber da muss man durch. Das Wetter war bisher nicht so schön, aber heute, kurz vor Abreise kommt die Sonne raus und alles schaut gleich schöner aus. Wir fahren mit dem Taxi und fliegen mit „Mandarin Aiways“ nach Saigon. In Anbetracht der bisherigen Flugstrecke „ein Hupfer“ – lediglich 3 Stunden 15 Minuten Flugzeit. Saigon ist uns von vorherigen Reisen ja schon bekannt und es ist immer wieder schön dort anzukommen. Die Vietnamesen lieben es Freunde vom Flughafen ab zu holen und so steht auch heute wieder eine große Traube an Menschen beim Ausgang.
Wir schnappen uns ein Taxi und fahren ins Hotel Wie unterschiedlich ist diese Stadt zu Taipeh. Hier gibt es vorwiegend Mopeds, nur einige Taxis und ganz wenig Privatautos. Das Moped ist DAS Verkehrsmittel in Saigon und es ist einfach herrlich dem Treibe vom Taxi aus zuzuschauen. Die Mädels sitzen im „Damensitz“ am Sozius oder fahren auch selber. Neunzig Prozent der Mädels die auf den Mopeds sitzen, würden bei einer Misswahl eine gute Figur machen. Schon am Weg vom Flughafen zu unserem Hotel merke ich, dass sich Saigon seit meiner letzten Reise wieder völlig verändert hat. Zahlreiche neue Restaurants und tolle Geschäfte säumen den Weg und viele neue Gebäude wurden gebaut. Wir wohnen diesmal im Sheraton Hotel, gleich neben dem Caravelle Hotel. Das Zimmer passt, allerdings ist es für ein Dreibettzimmer schon etwas klein. Nach der anstrengenden Reise tut eine Massage gut. Kurt kennt von seiner letzten Reise natürlich die besten Massagesalons. Übrigens, wer glaubt, dass es „unzüchtig“ zugeht, dem sei gesagt, dass dies in Vietnam nicht so ist, zumindest nicht in diesem Salon.
Typisch für Vietnam sind seine Suppen. Nach der Massage besuchen wir ein Bo24-Restaurant. In dieser Restaurantkette gibt es nur Suppen, aber dafür in verschiedenen Variationen. Wir besuchen den riesigen Vergnügungspark der für Silvester eingerichtet wurde. Ganz anders wie bei uns, gibt es auf diesem Vergnügungspark keine Bierbuden, Bierzelte usw. Übrigens die Vietnamesen feiern eigentlich Silvester vom 13. bis 16.April, aber man nützt jede Gelegenheit zum Feiern und da ist das westliche Silvester am 31.12 eben auch gut genug dafür.
Anschließend besuchen wir Kurts Lieblingsbar die „Chu Bar“. Diese Bar ist ein Treffpunkt der vietnamesischen Geschäftsleute. Kurt kennt schon einige der Gäste von seiner letzten Reise und es gibt eine herzliche Begrüßung. David ist Stammgast in der Bar und auch er begrüßt Kurt aufs Herzlichste. Man schließt schnell Freundschaft mit den Vietnamesen. Jede der Bar-Damen ist eine Schönheit und so treffen wir an diesem Abend auch „Mimi“. Kurt erzählt mir, dass Mimi ein „Talking-Girl“ ist. Solche Mädchen sind ausschließlich da, die Männer zu unterhalten und so dafür zu sorgen, dass konsumiert wird. Anschließend besuchen wir noch die legendäre „Apokalypse now Bar“. Diese Bar gibt es schon lange und ist ironischer Weise dem Vietnamkrieg gewidmet. Super Musik – super Mädchen, Tiger-Bier und und und – man kann einfach nicht anders und lässt sich treiben und faszinieren. Es gelingt nicht immer, sich aus der prodelnden, exotischen Atmosphäre „alleine davon zu machen“

31.12.06

Ich finde mich nicht sofort wieder am Morgen. Das unterschiedliche Eintreffen im Zimmer verrät, dass unterschiedlichsten Intentionen während der Nacht Regie geführt hatten. Um für die kommende Nacht, immerhin Silvester, gerüstet zu sein, verbringen wir den Vormittag im Bett. Bin schon gespannt, wie die Südvietnamesen den Jahreswechsel feiern.
Die obligatorische Suppe in der BO24 darf auch heute nicht fehlen und weil Heli heute was Festes braucht, besuchen wir auch noch Kentucky fried chicken. Den Nachmittag verbringen wir am Pool. Damit ich beim Jahreswechsel schön bin, gehe ich noch zum Friseur und treffe mich dann mit Kurt und Heli – na wo – in der Chu Bar. Auch heute ist das „talking girl“ Mimi wieder da, die wird schön langsam anstrengend. In der Chu Bar ist alles schon für Silvester vorbereitet und es werden „Faschingshüte“ ausgeteilt. Man schaut ja wirklich bescheuert damit aus, aber das gehört halt dazu. Gegen Mitternacht nimmt die Stimmung in der Bar zu, aber wir verlassen die Bar um 11.00 Uhr und gehen in die Q-Bar, gleich neben dem Caravelle Hotel. Dort erleben wir dann gemeinsam mit den Vietnamesen den Jahreswechsel – ganz unspektakulär, weil die Vietnamesen ja im April Silvester feiern, aber wenn es um einen Grund fürs Feiern geht, werden die Gepflogenheiten anderer Länder gerne mal kopiert.
Immer am Wochenende oder an Feiertagen sind die Vietnamesen mit dem Moped unterwegs. Es scheint so, dass die damit immer im Kreis fahren. Wahrscheinlich eine Mio. bewegen sich im fließenden Strom durch die Stadt. Manchmal bis zu 5 Personen auf einem Moped, die ganze Familie hat auf so einem Moped Platz.
Einer meiner Lieblingsplätze sind Discotheken und daher besuchen wir die Disco Gossip, es ist sehr laut, an eine Unterhaltung nicht zu denken. Gut dass ich meine Ohren mit Papierstöpsel aus Servietten geschützt habe. Hier feiern die Vietnamesen und lassen so richtig die Sau raus. Kurt und Heli haben wohl bemerkt, dass dies nicht der Richtige Ort für „Hummel“ ist. Diesen Spitznamen habe ich während dieser Reise erhalten – völlig unverständlich. Die Erklärung liegt darin, dass ich keine Wespentaille habe. Und weil es immer noch nicht genug ist, schauen wir in die legendäre Ali Bo Bar und dann noch in die GO TO. Wieder einmal haben sich dann die Wege getrennt – die Stadt verschluckt meine Freunde und spuckt sie mal um 05.00 Uhr mal um 08.00 Uhr morgens wieder aus. Keine Angst, es geht in Saigon niemand verloren.

01.01.07

Der erste Jänner ist auch bei uns in Österreich meist ein Tag, den man vergessen kann, da nützt es auch nichts, wenn man viele Flugstunden von Österreich entfernt ist. Die guten Vorsätze sind zwar da, aber der Zeitpunkt der Umsetzung ist noch nicht fixiert.
Dieser Tag ist für den Pool reserviert. Am Laufband versuche ich dann ein wenig mein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Zum Abendessen probieren wir das Restaurant gleich gegenüber dem Sheraton Hotel aus. Es ist zweigeteilt, in einem Teil des Restaurants gibt es französische und in einem anderen vietnamesische Küche, wir entscheiden für die vietnamesische. Das Essen ist vorzüglich und nach dem Essen müssen sich Kurt und Heli noch „die Füße vertreten“ und ein wenig auf die „Gasse gehen“. Ich ziehe es vor, mal zeitig ins Bett zu gehen.

02.01.07

Diesen Tag nutzen wir zu einem Ausflug mit dem Taxi nach Fung Tau am Meer. Die Fahrt dort hin dauert 2,5 Stunden. Erst jetzt merke ich wie groß die Stadt ist. Es dauert eine Weile bis wir aus Ho Chi Minh heraus sind. Der Verkehr ist einfach ein Wahnsinn. Unser Taxifahrer versteht es hervorragend sich mit seiner Hupe Gehör zu verschaffen. Er ist es so gewohnt zu hupen, dass er auch dann hupt, wenn fast keine Autos mehr unterwegs sind. Wir kommen in Fung Tau an und sehen, dass hier ein Taifun gewütet hat. Die meisten Dächer sind kaputt und fast alle Bäume sind geknickt. Wir erinnern uns, dass im November in unserer Presse über diesen Sturm berichtet wurde. Aber auch ohne Sturm gäbe Fung Tau nichts her und es sind auch keine ausländischen Touristen da – nur Vietnamesen. Wir genießen aber trotzdem den Aufenthalt am Meer. Ich nütze die Zeit zum Lesen und relaxen. Die Tage vorher (vor allem die Nächte) hatten es ja in sich. Die Rückfahrt führt über dieselbe Strecke wie bei der Anreise. Am Weg zurück machen wir in einem „Rosenberger“ halt. Nein, natürlich keine Autobahnraststätte ,sondern eine richtig urige Straßenküche. Dort schlürfen wir unsere obligatorische BO. Genau nachschauen sollte man bei derartigen Straßenküchen nicht, aber nachdem alles gekocht ist, denken wir uns nichts dabei.
Nachdem die Wage in unserem Hotel „knapp unter 100“ angezeigt hat, ist das Abendessen gestrichen. Wir besuchen am Abend die Chu Bar und treffen dort wieder unsere Freunde. Auch ein Deutscher, der in Saigon ein Unternehmen betreibt, ist da und wir unterhalten uns gut. Weiter geht es in die Apokalypse now Bar. Wieder super Stimmung und tolle Musik! Lokalwechsel in die Alles Boh Bar. Die Wege zwischen den Bars legt man mit Moped Taxis zurück, das ist die billigste und angenehmste Form. Kurt, Heli und ich fahren mit drei Mopeds und ich bitte meinen „Taxler“ mal aufs Gas zu steigen und so flitzen wir durch die Nacht – mein Taxler „gibt nun Gas“ und wir sausen durch die Kreisverkehre, über Kreuzungen drüber, gut dass ich schon gut drauf bin und mir daher das Risiko nicht bewusst ist!
Die Alles Bo Bar ist eine Institution, hier trifft man viele Australier aber auch Europäer. Wir treffen Vietnamesen (innen), Kurt ist heute besonders gut drauf und lernt dort (folgenschwer) ein Mädchen kennen. Auf jeden Fall ist mein guter Vorsatz „weniger Alkohol“ dahin!

03.01.07

Wir schlafen auch heute lange und gehen dann wieder in unsere „obligatorische“ Bo24 auf eine gute vietnamesische „Nudelsuppe“. Heute ist für mich ein Pool Tag und versuche am Laufband den Abstand zum „Hunderter“ zu vergrößern.
Kurt und Heli genießen noch einmal das Nachtleben in Ho Chi Minh – ich die Bettruhe!
Heli und Kurt haben am Abend noch ein Randevous.

04.01.07

Heute verlassen wir Ho Chi Minh und fliegen mit Vietnam Airlines nach Phnom Phenh. Wir fliegen mit einer ca. 70-sitzigen ATR 72. Schon der Flug von Vietnam nach Kambodscha ist vom Flugzeug aus sehr interessant. Man sieht schon die weit verzweigten Flüsse. Der Flughafen von Phnom Penh überrascht mich mit wunderschönem Design und sehr gut organisiertem Staff. Das Visum bekommt man in Kambodscha direkt am Flughafen in den Pass gestempelt. Schon am Weg vom Flughafen zu unserem Hotel Sunway sieht man links und rechts der Straße das kambodschanische Leben. Auch hier gibt es natürlich viele Mopeds und auch viele Cyclos (Moped-Rikschas). Das Hotel Sunway liegt sehr zentral. Auch in Kambodscha war Heli und Kurt schon vor kurzem und so besuchen wir auch dort wieder seine „Stammlokale“, wie z.B. Andree’, den Franzosen. Auf den ersten Eindruck erscheinen Kambodschaner nicht so freundlich zu sein wie die Vietnamesen. Unsere erste Stadtbesichtigung beginnen wir am „Central Market“ und nehmen dort einen kleinen Imbiss zu uns – Scampi am Spieß gegrillt – die schmecken herrlich und die Atmosphäre dazu – richtig asiatisch. Das wahre Zentrum ist jedoch die „Riverside“. Dies ist die Straße entlang des Flussufers am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap. Hier sind zahlreiche Restaurants und Bars. Was mich verwundert, es gibt hier extrem viel Tourismus. Der Verkehr entlang der Riverside ist extrem. Es ist einfach schön, nur hier in einem Cafe zu sitzen und dem Treiben zuzuschauen. So wie in Vietnam sitzen auch hier auf einem Moped oft bis zu 5 Personen, eine Verkehrsregelung gibt es nicht. Die Fahrzeuge die so auf der Straße fahren kennen alle kein TÜV und würden in Europa sofort auf dem Schrottplatz landen.
Das Abendessen nehmen wir im Riverside-Restaurant ein, im ersten Stock mit einer Terrasse zum Tonle Sap hin und mit Blick auf die River Side Straße. Kurt ist nicht ganz fit und so bleiben Heli und ich noch länger und diskutieren über geplante Internetprojekte.

05.01.07

Versuche die Adresse des SOS Kinderdorfes in Phnom Penh zu finden, weil ich ja vereinbart habe, dass ich eine Spende von € 1.500,- an das Kinderdorf persönlich übergeben werde. Leider hab ich die Unterlagen zuhause vergessen. Ich finde eine Telefonnummer die aber nicht stimmt und als letzten Ausweg schicke ich ein e-mail und prompt meldet sich auch Mr. Tashi T. Rubling vom Kinderdorf und wir vereinbaren einen Termin für die Übergabe für den
Heute aber besuchen wir die „Killing fields“ Choeung EK – die Hölle auf Erden. Hier wurden während der Herrschaft des Terrorregimes der Roten Khmer rund 17.000 Menschen bestialisch ermordet. Mehr als 300 solcher „Killing fields“ gab es in Kambodscha, wo zwischen 1975 bis 1979 insgesamt ca. 3 Mio. Menschen durch die Roten Khmer den Tod fanden. Zirka 32 % der damaligen Einwohner kamen durch Pol Pot bzw. durch seine Sergen ums Leben. Es ist eine bedrückend, wenn man sieht wie die Menschen hier einfach abgeschlachtet wurden. Gott sei Dank, kann das heute nicht mehr passieren – oder doch?
Die Fahrt zu den Killing fields machen wir mit einem Cyclo. Diese Fahrzeuge würden bei uns sofort aus dem Verkehr gezogen. Eine Steigerung zu den Killing field ist der Besuch des „Tuol Sleng Genocide Museum“. Was sich hier, in einer ehemaligen Schule zugetragen hat, ist durch Bilder dokumentiert und mit Worte nicht zu beschreiben. Dieses Konzentrationslage, auch bekannt unter dem Namen S21 hat in vielerlei Belangen eine erschaudernde Ähnlichkeit mit unseren Konzentrationslagern. Kaum einer der Insassen überlebte! Es ist einfach Wahnsinn wozu Menschen im Stande sind.
Nach der Besichtigung fahren wir zurück in unser Hotel und anschließend zur Waterfront und Abendessen. Danach gehen wir auf nächtliche Entdeckungsreise. Laut unserem Reiseführer ist die Bar „Martini“ ein heißer Tipp. Diese Bar ist eine Institution in Phnom Penh. Hier verkehren auch einige „Taxigirls“, das heißt jetzt nicht, dass die Taxi fahren aber man kann sie anmieten! Schnell ist man im Gespräch, doch leider ist die Verständigung etwas schwierig, weil wenige wirklich Englisch sprechen. Open end!

06.01.07

Wir treffen uns um 14.00 Uhr mit Herrn Tashi T Rubling vom SOS Kinderdorf in Phnom Penh in der Hotel Lobby. Er bringt uns ins Kinderdorf. Dort warten schon ca. 100 Kinder auf uns und empfangen uns mit Blumen. Wir treffen dort auch Herrn Dr. Soeung Vutha, dem Village Direktor, der uns auch durch das Village führt. Ich bin begeistert vom SOS Kinderdorf! Es ist alles sehr sauber, die Kinder haben ein sehr schönes Zuhause. Für jeweils ca. 12 Kinder steht eine SOS „Mutter“ zur Verfügung und kümmert sich um die Kinder. Ich überreiche den Scheck über € 1.500,- und wir machen einige Fotos, denn ich will nach der Reise, diese Spende auch für Public Relation nützen. Herr Rubling ist gebürtiger Tibeter und ist jetzt zuständig für SOS in ganz Asien.
Nach diesem schönen Erlebnis gehen Kurt und ich massieren, Heli muss wegen seinem Sonnenbrand aussetzen. Am Abend sind wir im Restaurant Le Dijon, ein Restaurant mit französischem Einschlag.
Ein weiteres Bar Highlight ist die Bar „Sharky“, so steht es auf jeden Fall im Reiseführer und die müssen wir natürlich auch sehen. Nachdem sich in dieser Bar schon wieder abzeichnet, dass die Nacht zum Tag wird, verabschiede ich mich zeitgerecht und ziehe mich zurück in unser Hotel. Kurt und Heli blieben noch ein wenig zum „Taxifahren“?

07.01.07

Gut, dass ich gestern früher abgerissen bin, denn heute fliege ich ja alleine nach Angkor Wat, einem der Highlights der Reise. Kurt und Heli schlafen noch und die haben diese Tempelanlage schon gesehen und fliegen daher nicht mit. Das schöne ist, wenn du in Phnom Penh ein Taxi brauchst, brauchst du nur bei der Tür rausgehen und da warten schon zahlreiche Taxis, Mopeds oder Cyclos. Ich entscheide mich für ein Moped und fahre damit zum Flughafen. Der Abflug ist um 10.45 mit Siam Reap Airways Flug Nr. FT 992. Es ist ein sehr schöner, wenn auch kurzer Flug, denn man fliegt über den Tonle Sap, der zu einem richtigen großen See wird, je weiter man nördlich kommt. Gleich nach der Landung holt mich Mr. Sour Chankosum vom Flughafen ab. Er wird mein ständiger Begleiter für diesen Tag. Mit dem Kleinbus von SOS Kinderdorf werde ich zum SOS Kinderheim gebracht. Auch hier warten wieder 120 Kinder auf mich und begrüßen mich mit Blumen. Damit habe ich nicht gerechnet und bin daher sehr überrascht. Sie führen mich ins Gästehaus und ich habe noch Gelegenheit zur Erfrischung bevor es los geht, Angkor Wat zu besichtigen
Die Tempelanlage ist die größte der Welt. Die Anlage stammt aus der Zeit 802 bis 1300 n.Chr. und besteht aus unzähligen Tempeln, 21 davon kann man besichtigen. Dazu bräuchte man allerdings einige Tage – mindestens drei!. Da ich nur einen Tag Zeit habe konzentriere ich mich auf die vier wichtigsten, Angkor Wat, Bayon, Ta Prohm, welcher auch durch die noch eingewachsenen Bäume in der Welt der bekannteste ist. Die Franzosen behaupten, dass Sie die Anlage im 18 Jhd. die Anlage entdeckt haben, richtig ist jedoch, dass die Kambodschaner die Anlage nie vergessen haben, doch zu einer Renovierung bzw. Freilegung reichte das Geld nicht.
Den Angkor Tempel besteigen mein „SOS-GUIDE“ und ich und am nächsten und übernächsten Tag sollte ich noch die Folgen davon als Muskelkater spüren. Der Aufstieg ist sehr steil und da geht man einfach verkrampft und das verursacht Muskelkater. Ich hab dann aber noch genügend Zeit um die Stimmung in der Anlage auch alleine zu genießen. Die Mammutbäume, die in die Mauern eingewachsen sind schauen so aus wie wenn ein Oktubus die Mauern mit seinen Armen umschließen würde. Mystisch, schön und Kulisse für zahlreiche Filme.
Zum Mittagessen lasse ich mich in einem kleinen Straßenrestaurant nieder und genieße Ingwer mit Reis – gesund und gut und zudem sehr billig. Zum Schluss schauen wir uns noch den Tempel Bantey Kdei. Der Tag neigt sich dem Ende zu und ich muss an meinen Rückflug denken. Chankosum vom SOS Kinderdorf macht mit mir noch eine kleine Stadtrundfahrt in Siem Reap. Bedingt durch die Tempel in Angkor Wat blüht hier der Tourismus und es gibt über 80 Viersterne Hotels und viele Gästehäuser. Die Stadt ist sehr modern. Chankosum erzählt mir, dass die Grundstückspreise in Siem Reap wahrscheinlich die teuersten sind in ganz Asien. Sogar die Stadtverwaltung musste an den Stadtrand ziehen, weil dort der Grundstückspreis günstiger ist. Am Flughafen verabschiede ich mich von Chankosum und möchte ihm ein Trinkgeld für die nette Begleitung sowie für die Fahrten mit dem SOS Bus geben, aber unmöglich, er lehnt ab und wäre fast beleidigt, weil ich zahlen wollte. Er meinte, die Spende in Phnom Penh an das Kinderdorf ist mehr als großzügig und da möchte er nichts für seine Dienste verlangen. Nun gut, ich akzeptiere das und behalte ihn immer in netter Erinnerung.
Der Rückflug findet pünktlich statt und als in Zuhause ankomme, finde ich „natürlich“ das Zimmer verwaist. Da ich noch nichts zu Abend gegessen habe, fahre ich noch zur „Riverside“ und denke mir, möglicherweise treffe ich die beiden ja irgendwo – aber natürlich Fehlanzeige. Ich esse noch eine Kleinigkeit und fahre zurück in mein Zimmer. Gegen 03.00 Uhr morgens – „holper di polter“ meine beiden lieben Freunde sind eingetroffen. Beide sind wirklich „gut drauf“ und Kurt erzählt mir, dass er während des Tages einen fürchterlichen Ausschlag bekommen hat und er musste sogar zu Arzt gehen. Dieser verschrieb einige Medikamente und wenige Stunden nach der Einnahme der Medikamente war der Ausschlag wieder weg. Diese erfolgreiche Expressbehandlung mussten die beiden dann auch noch ordentlich feiern – es gibt ja immer einen Grund zum feiern. Kurt und Heli wollten sich eigentlich eine „Mopete“ ausleihen, doch war nicht so einfach und so charterten Sie für den Tag ein Cyclo und besichtigten die Stadt und Mekong Island.

08.01.07

Kurt und Heli sind fertig – wahrscheinlich kommt es bei Kurt von seinen Medikamenten bei Heli Solidarität?
Nach dem Frühstück gehen Kurt und ich massieren. Apropos Frühstück. Das Frühstück im Hotel Sunway ist hervorragend. Es gibt alles was das Herz begehrt. Natürlich darf bei einem richtigen kambodschanischen Frühstück die Suppe „Bo“ nicht fehlen. Aber auch sonst ist alles da, von Eierspeisen bis hin zu Wurst, Käse und natürlich exotische Früchte.
Die Massagen sind nicht so toll wie in Vietnam. Ich merke während der Massage, dass ich einen Muskelkater vom Stiegensteigen in den Tempeln von Angkor Wat habe.
Heute besichtigen wir den Königspalast mit seinen gelb getünchten Gebäuden, sicher die markantesten Bauwerke der Stadt. Seit 1993 residiert hier wieder König Norodom. Einen Teil des Palastes kann man besichtigen, aber der Großteil ist dem Monarchen vorbehalten. Die Silberpagode ist eine überdimensionale Familiengruft im Königspalast. Der gesamte Boden ist mit 5281 Silberplatten ausgelegt, von der jede einzelne über ein Kilo wiegt. In der Silberpagode ist einer der kostbarsten Altare der Welt. Sehr markant ist auch die Villa im Kolonialstil, die König Norodom von den Franzosen geschenkt bekommen hat. Diese Villa stand einst am Suez Kanal in Ägypten und diente dort Kaiserin Eugenie als Unterkunft. Der Königspalast ist sicher ein Muss jedes Phnom Penh Besuchers. So viel Kultur macht natürlich müde und so relaxen wir im Hotel ein wenig und besuchen auch die Sauna im Hotel. Am Abend besuchen wir noch „ugly Coyote“ eine Bar die einem Amerikaner (Robert) gehört. Heute gehen wir mal früher ins Bett.

09.01.07

Nach dem Frühstück fahren wir mit einem Mercedes Kleinbus nach Sihanouk Ville am Meer. Die Fahrt dauert drei Stunden und ein Kleinbus kostet für alle drei USD 100 pro Strecke.
Endlich beginnt der Strandurlaub. Die drei Fahrstunden vergehen sehr rasch, denn es gibt viel zu sehen und die Landschaft durch die wir sausen ist auch sehr schön.
Nachdem wir ja kein Hotel gebucht haben verlassen wir uns auf unseren Taxler, der uns dann auch ins Beste Hotel der Region – ins Hotel Sokha bringt. Wir buchen ein schönes Dreibettzimmer, der Preis ist für ein gutes 4-Sterne-Hotel auch ok und außerdem wollen wir ja jetzt so richtig entspannen und da ist ein schönes Hotel schon wichtig. Am Abend besuchen wir Sihanouk Ville „Weatherstation“ die Fortgehmeile und essen im „La Boulette“ einem französischen Restaurant. Weil wir „bored lonely hungry“ sind müssen wir beim Nachhausegehen müssen wir natürlich noch in eine „Darlinkamin“ Bar, man kommt da einfach nicht vorbei. Wie in Kambodscha üblich, werden alle Wege mit dem Moped Taxi zurückgelegt. Beim Rückweg schauen wir noch zum öffentlichen Strand von Sihanouk Ville und besuchen dort eine sehr schräge Bar, direkt am Strand. Alle sind zu dieser Zeit schon völlig high, keine Ahnung ob vom Alkohol oder von den süßlich duftenden Zigaretten – alle sind „eingebufft“. Wir trinken dort noch ein Bier und schauen dem Treiben zu und es gelingt uns mit Bier nicht den gleichen Level der anderen Barbesucher zu erreichen. Unsere Moped-Taxler warten schon auf uns und bringen uns sicher zurück.

10.01.07

Diesen Tag nütze ich zum Lesen und auch Kurt und Heli faulenzen und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Sihanouk Ville ist natürlich nach dem König Sihanouk benannt. 1965 ließ der König den Hafen errichten, der heute der wichtigste Hafen Kambodschas ist. Übrigens, die besten Fischrestaurants findet man natürlich in der Nähe des Hafens. Heli und Kurt unternehmen einen Ausflug mit den Moped Taxis zu den Stränden Serendipity Beach und Ocheurteal Beach während ich die Geschichte des ersten Weltkrieges studiere. Am Abend besuchen wir Chez Claude ein französisches Restaurant. Es gibt keine bessere Kombination als französische Küche, frische Meeresfrüchte und so günstige Preise. Wir schlemmen dementsprechend und genießen den herrlichen Blick hinunter zum Meer und zum Sokha Beach wo auch unser Hotel liegt. Nach einem Bier in unserem Hotel an der Hotelbar beenden wir den erholsamen Tag.

11.01.07

Heute ist wieder ein relax Tag. Wir liegen den ganzen Tag am Pool und manchmal gehen wir auch ins Meer. Der Strand von Shoka Beach ist einfach herrlich, top gepflegt und auch das Wasser ist super. Shoka Beach ist der schönste Strand von Sihanouk Ville und das dachte sich auch einer der reichsten Kambodschaner und baute dort eben das Sokha Beach Hotel.
Am Abend bringen uns unsere Moped Taxler zum Hafen in ein richtiges kambodschanisches Restaurant. Das Angebot an Speisen ist enorm. Ich esse gegrillten Squide und dann noch eine Tom Yang Suppe. Kurt unser Suppentiger hat sich nur eine Tom Yang Suppe bestellt, aber dafür den ganz großen Pott, so groß dass auch wir noch davon schlürfen dürfen. Heli probiert die King Browns und dann ebenfalls Kurtis Tom Yang. Übrigens die Suppe wird in Kambodscha immer als zweiter Gang serviert. Weil das Essen einfach so gut ist, überessen wir uns total und müssen daher anschließend sofort zurück ins Hotel in die „Horizontale“.
Kurt geht noch „auf die Gassn“ – Heli und ich tot!

12.01.07

Relaxen – ist angesagt. Doch zu viel relaxen ist natürlich auch nicht so gut und daher besuchen wir die Strandbar beim Hotel. Das Meer blätschert, dezente Musik und Bier vom Fass – Herz was willst du mehr. Wir plaudern über Gott und die Welt und die Hitze sorgt dafür, dass das Angkor Bier noch besser schmeckt. Wir bleiben an der Bar, bis die Sonne im Meer versinkt. Und weil es uns bei Chez Claude so gut gefallen hat beschließen wir auch heute Abend wieder „französisch“ zu essen. Unsere Mopedfahrer warten wie jeden Tag auf uns. Recht viele nützen die Moped Taxis nicht, weil die meisten Gäste überhaupt nur im Hotel essen und nicht auswärts gehen. Weil mein Taxler gar so langsam fährt, machen mein Fahrer und ich einen kurzen Wechsel. Mit meinem Taxler am Sozius brause ich durch die Nacht und Heli und Kurt schauen nicht schlecht, als Sie mich am Steuer sehen.
Das Essen bei Chez Claude ist auch heute wieder super. Anschließend plaudern wir mit Claude ein wenig und trinken, so wie es sich in einem französischen Restaurant gehört „Bastis“ an der Restaurant-Bar. Dort treffen wir zwei italienische Taucher und es freut mich, dass die unser Schiff Nautilus One auf den Malediven kennen – zumindest aus dem Internet. Anschließend bringen uns unsere treuen Taxler noch in die Disko DIBA. In dieser Diskothek, die in der Nähe des Hafens liegt, sind wirklich nur Kambodschaner und die freuen sich natürlich über so exotische Besucher und schon stehe ich auf der Bühne. Ich gewinne einen Gutschein für ein Getränk! Auch hier sitzt man nicht lange alleine - dark-air-tour!
Irgendwie schaukeln uns dann unsere Taxler wieder zurück ins Hotel. Es ist einfach irre mit den Mopeds durch die Nacht zu sausen und noch dazu mit einem „kleinen Damenspitzerl“ da schaut die Welt gleich ganz anders aus.

13.01.07

Das Damenspitzerl von gestern dürfte doch ein „Böller“ gewesen sein, denn mein Kopf ist nicht ganz klar. Egal – relaxen am Pool ist angesagt. Zu Mittag besuchen wir wieder die Strand Bar und essen Hot Dog. Dieser Hot Dog wird uns noch einige Zeit verfolgen, denn die nächsten Tage hat jeder von uns einen flauen Magen. „Today is a non-alcoholic-day“. Nachdem Heli Probleme mit seinem Magen hat, gehen Kurt und ich alleine wieder zum Hafen, aber diesmal in ein anderes kambodschanisches Restaurant. Das Essen war wieder hervorragend.

14.01.07

Nach dem Frühstück – check out. Wir wollen mit Kreditkarte bezahlen, denn das war auch so ausgemacht, doch leider akzeptiert die Maschine die Mastercard nicht. Es dauert sehr lange bis irgendwie die Zahlung funktioniert hat. Eigentlich schade, dass zum Schluss, wo doch bis dahin alles bestens geklappt hat, (außer dem Hot Dog) nun dieser Ärger mit der Kreditkarte kommt. Egal – irgendwie geht es dann doch. Unser bestelltes Taxi um USD 100 nach Phnom Penh Airport kommt nicht. Kurt organisiert dann ein anderes Taxi um lediglich USD 60 – wie gesagt, irgendwie geht es dann doch immer wieder in Asien. Noch dazu haben wir das Glück, dass auch ein Reiseleiter dabei ist, der Gäste von Phnom Penh nach Sihanouk Ville gebracht hatte und dieser Reiseleiter erzählt uns viel über Kambodscha. So erfahren wir zum Beispiel, dass Südkorea kräftig in Kambodscha (2,5 Milliarden USD) investiert und dass das ganze Textilgeschäft in Händen der Chinesen ist. Er erzählt uns auch, dass das größte Problem in Kambodscha die Korruption ist. So ist z.B. die gesamte Telekommunikation in Händen eines erst 24-jährigen , der durch Bestechungen die Konzession zum Betrieb bekommen hat und somit einer der reichsten Kambodschaner ist.
Wir fliegen von Phnom Penh nach Saigon mit Vietnam Airlines. Gleiches Bild wie immer bei der Ankunft in Saigon. Hunderte Vietnamesen warten beim Ausgang auf Ihre Freunde, Bekannten und Verwandten. Wir suchen ein Taxi und fahren den gewohnten Weg wieder ins Zentrum von Saigon und nächtigen diesmal im Caravelle Hotel, das wir schon von früheren Reisen kennen. Wir wohnen im 24. Stock also ganz oben und haben einen herrlichen Blick auf den Saigon River und auf die Stadt. Leider ist Heli immer noch krank und zu den Magen Problemen kommen nun auch noch Grippe Symtome dazu. Kurt trifft sich am Abend noch mit seiner neuen Flamme – Kurt is falling in love!

15.01.07

Obwohl Kurt doch erst später heim gekommen ist, starten wir zum Einkaufen. Wir kaufen am Markt ein typisches Nudelsieb, das man für die Zubereitung der kambodschanischen Nudelsuppe unbedingt braucht. Außerdem kaufe ich noch Chili, Ingwer und Jasmin Tee. Anschließend gehe ich noch zum Friseur und lasse mir die Haare schneiden, die Finger und Zehennägel machen und komm so völlig runderneuert ins Hotel zurück. Heli ist immer noch krank und liegt apathisch im Bett.
Heli bleibt am Abend zuhause und geht nicht Abendessen. Kurt und ich gehen typisch vietnamesisch essen und anschließend massieren. Obwohl Heli noch immer krank ist, lässt er es sich nicht nehmen seine vietnamesische Eroberung noch einmal vor Abreise zu treffen um sich zu verabschieden. Auch Kurt trifft sich mit seinem Mädchen um Abschied zu feiern. Ich glaube den Kurt hat es wirklich schwer erwischt. Bei Heli geht es schon so weit, dass er schon die ganze Verwandtschaft kennen lernen muss – na andere Länder – andere Sitten.

16.01.07

Am Vormittag – check out aus unserem schönen Caravelle Hotel. Transfer zum Flughafen. Leider wartet eine lange Schlange beim check in und es dauert wieder mindestens eine Stunde bis wir unsere Koffer einchecken können. Viele Vietnamesen fliegen mit China Airlines nach Amerika. Wie wir erfahren, sind viele nach Kalifornien ausgewandert und besuchen halt manchmal ihre alte Heimat. Dementsprechend viel Gepäck haben die dabei und daher dauert das check in gar so lange.
Die Maschine hat Verspätung und so warten wir auf den Abflug. Heli hängt herum, dem geht es immer noch nicht gut. Wir kommen in Taipeh an und müssen fünf Stunden auf den Weiterflug warten. Auf dem riesigen Flughafen gibt es nur ein kleines Cafe – das ist doch Wahnsinn und wenn man dann noch dazu fünf Stunden warten muss, ist das wirklich nicht angenehm. Wir beschlagnahmen das einzige Cafe und nach einigen Bieren ist auch die Wartezeit um und wir fliegen von Taipeh nach Abu Dhabi. Ich hab wieder das Glück in der Business Class zu sitzen – besten Dank an China Airlines! Der Flug ist sehr angenehm und ich kann sogar ein wenig schlafen. Der Zwischenstopp in Abu Dhabi ist eigentlich ganz angenehm, denn wir bleiben nicht einmal eine Stunde und dann geht es schon weiter. Heli tut mir wirklich leid, denn der ist wirklich nicht gut beisammen – Grippe total!

17.01.07

Die Landung in Wien ist pünktlich um 07.30 morgens und ich muss sagen – China Airline hat wirklich ein super Service. Kurt und Heli saßen immerhin in der „Krankenkassenversion – Business Class“ also beim Notausgang und sie konnten wenigstens die Beine ausstrecken. Wir finden auf den zweiten Anlauf auch gleich das Auto und weil ich gut ausgeschlafen bin, macht mir auch die Rückfahrt von Wien nach Schörfling nichts aus. Bei uns liegt immer noch kein Schnee und alle diskutieren über „Klimaerwärmung“. Ich hab nichts gegen Klimaerwärmung, denn dann brauchen wir nicht so weit zu fliegen um angenehme Temperaturen auch im Winter zu haben.
Die dark-air-tour ist zu Ende. Das Resümee dieser Reise ist, dass es wieder mal sehr angenehm war mit Kurt und Heli zu reisen. Nicht ein böses Wort, viel Verständnis und Toleranz sind notwendig, damit sich drei Männer auf engstem Raum nicht in die Haare bekommen. Heli und Kurt haben Ihre Beziehungen zu Vietnam vor allem deren Einwohner vertieft und möglicherweise wird das auch der Grund für weitere Reisen sein. Wenn auch ich manchmal zuviel schwarze Luft erwischt habe, hat mir die Reise sehr gut gefallen und ich werde sicher wieder nach Asien reisen und Kurt und Heli haben schon wieder ihre nächste Asienreise gebucht!

Einen Photo-Bericht finden Sie auch unter blackairtour.com


© - Harald Schobesberger


07.03.07


Auch sehr interessant...




Angebote


Lade Daten...
Zurück nach oben