Ras al Kaimah, kurz RAK, ist das nördlichste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate und kann anders als seine Nachbarn auf eine recht vielfältige Landschaft verweisen. Im Norden am Persischen Golf gelegen, hat sich die gleichnamige Hauptstadt erst recht spät systematisch an einem natürlichen Hafenbecken entwickelt. Heute überwiegt nach wie vor eine niedere, ländliche Bauweise, wenn auch in diesem kleinen Emirat der architektonische Fortschritt Einzug hält. In der Stadtentwicklung nicht vergleichbar mit Dubai, misst sich RAK bei der Hotellerie aber mit den Besten der Besten. Elegante, luxuriöse Hotels und Resorts der Premium-Klasse in der Wüste und am Meer garantieren den perfekten Urlaub.
Da dieses Emirat aufgrund der Gebirgsbarriere auch auf durchschnittlich zwei Regentage in den Wintermonaten zählen kann, ist die Vegetation vergleichsweise „üppig“. Tatsächlich finden sich aber auch in der Wüste erstaunliche Pflanzen, die als wahre Überlebenskünstler bezeichnet werden können. Auch wenn hier von Regen gesprochen wird, sollte sich der Gast keinen typisch verregneten Tag, wie wir ihn kennen, vorstellen. Es handelt sich dann eben um einen wohltuenden Schauer an den konstant heißen Tagen. Denn eigentlich kann für das Emirat eine Sonnengarantie ausgesprochen werden und auch wenn es sich um eine Ganzjahres-Destination handelt, sind die Wintermonate mit Temperaturen um die 30 Grad angenehm, um dem heimischen Winter zu entfliehen.
An der 65 Kilometer langen Küste sind sehr wunderschöne Hotels, Resorts und Marinas entstanden, die voll und ganz den Ansprüchen des qualitativen Tourismus entsprechen. Attraktive Freizeitangebote machen die feinen Sandstrände nach Belieben auch zur Aktivitäts-Area. Schnorcheln, Tauchen, Ausflüge mit Booten, Segeln – alles, was Spaß macht. Die Hotels am Strand verfügen über elegante Privatstrände mit edlem Angebot, das alle Wünsche der Gäste erfüllt.
Wer Land und Leute kennenlernen möchte, ist in RAK genau richtig. Denn hier hat auch das Hinterland immens viel zu bieten. Das Hadschar-Gebirge baut sich bereits rund 10 Kilometer von der Küste entfernt recht imposant auf. Hier befindet sich auch der höchste Berg der VAE – der Jebel Jais. Sein Gipfel ist mittlerweile sehr bequem über eine neue Panoramastraße zu erreichen. Auf rund 35 Kilometern Länge windet sie sich auf den Gipfel vorbei an einer atemberaubenden Landschaft und ursprünglichen Dörfern. Bewegungsfreudige können diesen phantastischen Aussichtspunkt auch mit dem Mountainbike oder wandernd erreichen. Wer die Tour nicht selbstständig machen möchten, kann sich auch führen lassen oder mit modernen Geländewagen chauffieren lassen – Rahmenprogramm inklusive.
Ein unvergessliches Highlight des Emirat-Urlaubs wird sicherlich der Besuch in der Wüste sein. Goldrötlicher Sand so weit das Auge reicht. Meterhohe Dünen und eine Stimmung, wie sie nirgendwo sonst herrscht – doch zu entdecken gibt es in der Rub al-Chali sehr viel. Darauf setzt man auch in einigen Luxus-Resorts, die mitten in der Wüste entstanden sind und ein phänomenales Flair und Angebot bieten. Aber auch eine geführte Wüstensafari ist unvergesslich schön. Vorbei an typischen Ghaf-Bäumen, die in der Lage sind, die für Pflanzen unwirtlichen Bedingungen auszutricksen, geht es in Beduinenoasen, zu Falknerei-Vorführungen oder zum Wüsten-Dinner. Wer es lieber etwas wilder haben möchte, setzt auf Dune bashing mit PS-starken Offroad-Autos, während sich Romantiker lieber in Ruhe einen Sonnenaufgang oder -untergang ansehen. Ein Spaß ist auch ein Kamelritt, deutlich eleganter wird es auf edlen Araber-Pferden.
Eine außergewöhnliche Besonderheit bietet das Dorf Khatt, das mit seinen zahlreichen Palmen sehr idyllisch und ländlich wirkt. Bekannt ist es für seine besonders schmackhaften Datteln und seine Thermalquellen, die nicht nur Wellness, sondern auch eine gesundheitlich positive Wirkung entfalten. Dass die Quellen seit jeher auch im übertragenen Sinne heiß begehrt waren, davon zeugen noch die weitreichenden Befestigungsanlagen rund um die Siedlung.