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Europäische Zwergstaaten – kleine Länder ganz groß

Sie haben Geschichte, Kultur, Persönlichkeit und spielen eine bedeutende Rolle in Europa – die Zwergstaaten. Der kleinste Staat ist mit einer Fläche von 0,44 km² und rund 1.000 Einwohnern der Vatikan. Von der Fläche belegt Monaco den klaren zweiten Rang, zeigt mit über 18.000 Einwohnern je km² jedoch klar, wie bedeutend es insbesondere als Steueroase für Reiche ist. Die europäischen Zwergstaaten sind aus unterschiedlichen historischen Gründen als völlig selbstständige Staaten übrig geblieben und zeigen heute in einem vereinten Europa, dass sie ihre Persönlichkeit, Tradition und Geschichte erhalten haben.

Vatikanstadt

Der Vatikan ist mit seiner Fläche von 0,44 km² und rund 1.000 Einwohnern nicht nur der kleinste Staat in Europa, sondern auch weltweit. Er zählt mit seinem enormen Kulturgut jedoch zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Als Sitz des Papstes hat der Besuch der Heiligen Stadt für viele Katholiken einen sehr religiösen Hintergrund, doch auch unter kulturell-historischen Gesichtspunkten lohnt ein Besuch sehr. Allen voran der Petersdom mit seinem gigantischen Erscheinungsbild und der riesigen Kuppel. Er zählt zu größten Kirchen weltweit und bietet 20.000 Menschen Platz. Im Innenraum des 1626 fertiggestellten Doms befinden sich neben 44 Altären, deren Bilder überwiegend mit Mosaiken gestaltet sind, viele weitere Kunstwerke. Die ursprünglichen Altarbilder befinden sich heute hauptsächliche in der Vatikanischen Kunstsammlung, der Pinakothek mit 16 Sälen. Darunter bedeutende Werke von Federico Barocci, Raffael und Leonardo Da Vinci. Sehr sehenswert und umfangreich sind die Vatikanischen Museen mit unterschiedlichen Themenbereichen, zu denen eben auch die Pinakothek gehört. Insgesamt handelt es sich um elf Museen, darunter auch die Sixtinische Kapelle. Vor dem Dom der Petersplatz, sehr bekannt, wenn der Papst zu Ostern seinen Segen „Urbi et Orbi“ verkündet.

San Marino

Rund 340 Kilometer entfernt liegt auch schon der nächste europäische Zwergstaat inmitten von Italien. San Marino ist mit 33.000 Einwohnern auf 62 km² auch recht übersichtlich, zählt aber als die älteste bestehende Republik weltweit und das bereits seit dem Jahr 301. Bezahlt wird hier mit dem Euro, obwohl die Republik San Marino kein Mitglied der EU ist. Sehr zur Freude der Besucher, die hier in der gleichnamigen Hauptstadt aus reichem Sortiment zollfrei und günstig einkaufen können. Die Altstadt ist wunderschön mit ihrem historischen Ambiente und der Basilika oberhalb der Piazza della Libertá. Die drei Festungen Guaita, Cesta und Montale auf dem zum Weltkulturerbe der UNESCO zählenden Bergkamm Monte Titano zeugen von der strategisch wichtigen Lage des Staates. Ein Ausflug ist zwar ein wenig anstrengend, aber mit der phänomenalen Aussicht jedoch mit einer großen Belohnung verbunden. Wer danach eine erfrischende Abkühlung möchte, muss dazu ins Ausland – nach Rimini in Italien, etwa 20 Kilometer entfernt.

Andorra

Ein geografisch völlig anderes Bild besitzt das Fürstentum Andorra, das in den Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien liegt. Mit 468 km² ist es eigentlich ein etwas größerer Zwergstaat, der heute vor allem durch seine Skigebiete sowie als Steueroase und Einkaufsparadies, in dem mit Euro bezahlt werden kann, große Bekanntheit hat. Die Skigebiete sind sehr stattlich und bieten inmitten der Pyrenäen Wintersportvergnügen de luxe. Das östliche Granvaliera kann auf 200 Kilometer gepflegte Pisten setzen und Vallnord im Norden weiß seine Gäste mit ruhigerem Wintertourismus zu bezaubern. Naturlandia zählt als Zentrum des Nordischen Sports in 2000 Höhenmetern zu den besten Sportorten. Der Sommer steht natürlich ganz im Zeichen des Wanderns und Mountainbikens inmitten der wunderbaren Landschaft.

Liechtenstein

Liechtenstein ist ebenfalls ein Fürstentum und liegt zwischen Österreich und der Schweiz. Das kulturelle Zentrum ist die Hauptstadt Vaduz und stellt so auch sehr gelungen ein modernes Gesicht eines von Bergen und Burgen geprägten Landes dar, wie beispielsweise die Burg Schellenberg oder die Burg Gutenberg. Das Stadtbild von Vaduz ist sehr geprägt vom Schloss Vaduz auf einer darüber liegenden Felsterrasse, dem Sitz der Fürstenfamilie. Direkt im Zentrum liegt die gotische Kathedrale St. Florin, die durch ihr schlichtes Erscheinungsbild überzeugt. Vaduz kann auf eine Vielzahl an Museen und Galerien setzen, das auffälligste ist das Kunstmuseum Lichtenstein im schwarzen Kubus für moderne und zeitgenössisches Kunst. Aber auch das Postmuseum, das Liechtensteinische Landesmuseum und eine Schatzkammer zählen unter vielen weiteren zu den sehenswerten Highlights. Lichtenstein bietet sich auch mit Wanderregionen und dem Skigebiet Malbun, welches besonders für die Ansprüche von Familien zugeschnitten ist, aus.

Monaco

Monaco zählt wohl zu den schillerndsten Staaten in Europa und wie sehr sich hier die Reichen und Schönen wohlfühlen, zeigt auch die hohe Einwohnerdichte, insbesondere in der Hauptstadt Monte Carlo. Sie fasziniert besonders damit, wie offen hier Luxus und Wohlstand gezeigt wird. Der Yachthafen von Monte Carlo ist schon allein wegen der edlen Schiffe, die hier vor Anker gehen, sehenswert. Der imposante Fürstenpalast der Herrscherfamilie Grimaldi lässt ein wenig von der Aura dieser aristokratischen Familie erahnen. Das Casino mit dem prunkvollen Eingangsbereich, das ozeanografische Museum und der Rundkurs der Formel 1, der aus völlig „normalen“ Straßen besteht, sind neben vielen Luxus-Boutiquen weitere zentrale Orte, die auf der Besuchsliste stehen sollten. Wer danach ein wenig Ruhe braucht, kann im Exotischen Garten oder am Strand von Larvotto ausspannen.

Malta

Malta ist die einzige Insel in Europa, die auch ein Zwergstaat ist. Sie ist eine außergewöhnlich schöne Destination, an der sich die Entdeckung der 7000-jährige Historie der Insel mit Genuss und Spaß verbinden lässt. Wer sich für die wechselnde Geschichte Maltas, in deren Zentrum die Verteidigung des Christentums durch den Johanniterorder steht, interessiert, wird an vielen Ort Erstaunliches erfahren. Die Hauptstadt Valletta ist bezaubernd und genießt zur Gänze des Schutz eines UNESCO Weltkulturerbes. Ein Rundgang führt an zahlreiche wunderbare Orte, wie etwa den Großmeisterpalast der Malteser oder die prachtvolle St. Johns Kathedrale. Spannende Museen zu unterschiedlichen Thematiken sind in ganz Malta ebenso zu finden wie herrliche Strände und traumhafte Tauchgründe. Letztere gehören zu den besten in ganz Europa und sind von Land oder nur mit dem Boot zu erreichen. Eine phänomenale Unterwasserwelt, Wracks und Höhlen bieten sowohl Tauchbeginnern als auch ambitionierten Unterwasser-Sportlern hervorragende Bedingungen. Besten Ruf genießen auch die beiden Schwesterinseln Gozo und Comino, die sowohl bei Tauchern als auch Naturgenießern und Ruhesuchenden besten Anklang finden.

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