Die an der Stiefelspitze Italiens gelegene Region wird umschmeichelt vom Meer und nach Norden behütet von hohen Bergen. Die westlichen Küsten zum Tyrrhenischen Meer sind imposant und an Schönheit nicht zu übertreffen.
Die Westküste Kalabriens bereitet Badegästen durchaus die Qual der Wahl – denn ein Traumstrand reiht sich an den nächsten. Kristallklares, zuweilen türkis-glänzendes Wasser erinnert an Karibikstrände. Es wechseln sich romantische Buchten und Kalkfelsen mit goldenen Sandstränden, die sanft ins Meer abfallen. Kleine Landzungen, die ein Inselfeeling bieten, sorgen für unvergessliches Badevergnügen.
Tropeas Name ist ebenso vielversprechend wie der Küstenort selbst. Mit Stränden wie aus dem Bilderbuch hat Tropea es im Ranking um die beste Wasserqualität ganz nach oben geschafft. Hier kommen Sonnenanbeter ganz auf ihre Kosten und die intakte Wasserwelt bietet Tauchern und Schnorchlern einmalige Erlebnisse. Auch der Ort selbst hat einiges zu bieten und die Altstadt ist bezaubernd mit ihren kleinen Gassen und pulsierenden Plätzen. Die vielen Restaurants und Tavernen haben sich der heimischen Küche mit ihren sonnenverwöhnten Zutaten verschrieben. Italien, ein Genuss für alle Sinne.
Ein Ausflug ins Landesinnere ist in Kalabrien sehr empfehlenswert. Die bergige Landschaft bietet wunderbare Möglichkeiten zum Spazieren, Wandern oder einfach nur, um Ausschau zu halten. Immer wieder erreicht man kleine Dörfer, die touristisch nicht erschlossen sind und man sollte sich die regionstypischen Spezialitäten in den einfachen Tavernen nicht entgehen lassen. Kalabrien bietet neben vielen naturbelassenen Wäldern mit Pinien und Schwarzkiefern auch reiche historische Schätze, die auf eine bewegte Vergangenheit blicken lassen. So ist auch das Karthäuserkloster in Serra San Bruno ein lohnenswerter Ausflug. Das Kloster selbst ist nicht zugänglich, die Geschichte des Gründers, des Heiligen Bruno aus Köln, und der eremitisch lebenden Mönche ist in einem Museum sehr anschaulich dargestellt. Um Serra San Bruno leben auch noch die letzten Köhler, ein uraltes Handwerk zur Herstellung von Holzkohle, das in fast ganz Europa nicht mehr zu finden ist.
In Kalabrien werden Feste mit größter Begeisterung gefeiert. Vielfach mit kirchlichem Hintergrund und zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria oder des Schutzpatrons von Kalabrien, dem Hl. Francesco. Doch neben den aufwendigen Umzügen und Prozessionen haben auch der Tanz und die vielen kulinarischen Hochgenüsse ihren berechtigten Stellenwert. Besonders bekannt ist das Fest der roten Zwiebel in Tropea, das Fest des Thunfisches in Pizzo, das Fest der Schweinesülze in Limbadi oder das Fest der Kartoffel in Zungri, wo es übrigens auch sehr eindrucksvolle historische Höhlenwohnungen zu besichtigen gibt.