Die portugiesische Hauptstadt ist, ebenso wie Rom, auf sieben Hügeln erbaut – ein Umstand, der nicht nur sehr steile Gassen mit sich bringt, sondern auch unglaublich faszinierende Ausblicke gewährt. Kulturinteressierte und Liebhaber klassischer Sehenswürdigkeiten – herzlich willkommen, Sie werden ganz nachhaltig in den Bann dieser unvergesslich schönen Stadt gezogen werden. Individualisten, die die versteckte Schönheit einer Stadt erkunden möchten – nur zu, Lissabon will entdeckt werden und hält abseits der bekannten Plätze Sehenswertes bereit. Für alle, die das Flair einer beeindruckenden Stadt suchen – lernen Sie Lissabon mit der Tram 28 kennen und wählen Sie Ihre persönlichen Lieblingsplätze aus. Partytigern sei verraten, in Lissabons Bars werden die Nächte durchgefeiert und die Lissabonner Gastronomie weiß, wie Sie Ihren Gästen ein genussvolles „Delicioso!“ entlockt. Musikbegeisterte werden von der Leidenschaft des Fado fasziniert sein und dann wären da auch noch die Strände in Stadtnähe, die einfach als traumhaft bezeichnet werden können. Ach ja, und die Lissabonner sind auch ziemlich stolz auf ihr ganzjährig angenehmes Klima…
Einen ersten Überblick über Lissabon erhält man am besten bei einer Fahrt mit der historischen Tram 28. Sie führt durch die Stadt, vorbei an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Die Straßenbahn stammt noch aus den 1930er-Jahren und das hat auch einen guten Grund. Denn nur sie schafft es, die engen und verwinkelten Gassen zu passieren. Dabei ist es wirklich oft reine Millimeter-Arbeit und das alleine schon eine Fahrt wert, ganz zu schweigen von den oft sehr steilen Straßen, die sie verlässlich runter- und rauffährt. Die technische Ausrüstung wurde modernisiert und vor allem die Bremsen funktionieren hervorragend, weshalb für alle, die einen Stehplatz haben, gilt: Gut festhalten!
Alfama ist ein historisches Stadtviertel, das früher als Armenviertel keinen sehr guten Ruf genoss. Heute besticht es durch sein charmantes Flair mit engen Gassen, Wäscheleinen und Streetart. Hier ist auch die Burg, die hoch auf einem Hügel thront, zu besuchen. Sie bietet einen phantastischen Ausblick auf die Stadt, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Zwar hat Lissabon durch seine hügelige Lage einige „Miradouras“ (Aussichtspunkte) zu bieten, aber die Burg São Jorge zählt zweifelsohne zu einem Stadt-Highlight. Beeindruckend auch der Blick auf die Hängebrücke Ponte 25 de Abril, ebenfalls sehenswert die Sé Kathedrale und die Sankt Antonius Kirche.
Nach einem katastrophalen Erdbeben im Jahr 1755 wurde Baixa mit exakt geplanten, prächtigen Straßen, Alleen und Plätzen wieder aufgebaut. Es sollte die Bedeutung Portugals widerspiegeln und heute sind neben zahlreichen Restaurants, Cafés und Geschäften auch die Praça do Comerço, Arco Triunfal und die Fußgängerzone Rua Augusta sehr sehenswert. So auch der Elevador de Santa Justa, ein 45 Meter hoher Aufzug, der Baixa und das höher gelegene Viertel Chiado miteinander verbindet. Empfehlenswert auch die Aussichtsplattform auf dem Lift, die jedoch auch zu Fuß zu erreichen ist.
Mouraria ist weniger prachtvoll, umso authentischer und überdies soll es auch die Geburtsstätte des Fado sein. Die melancholische Musik, die in Lissabon mit Inbrunst geliebt wird undimmer wieder die Abschiede thematisiert, die in einer Seefahrernation wohl prägend sind. Live in einer Bar gehört – ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Wer es ausgelassener haben möchte, sollte unbedingt Bairro Alto besuchen und die unzähligen Bars samt berühmter Lissabonner Partykultur kennenlernen.
Der Stadtteil Belem hat zwei Weltkulturerbe-Stätten zu bieten, die beide sehr sehenswert sind: das Hieronymus-Kloster samt Kirche und Parkanlage sowie den Torre de Belem, einem ehemaligen Wachturm. In Belem ist auch die Konditorei Pastéis de Belém zu finden. Hier wurde das beliebte Blätterteig-Pudding-Törtchen kreiert, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Dazu einen Kaffee, der in Lissabon auch als bica bezeichnet wird. Übrigens: an der Theke ist er günstiger als am Tisch!
Lissabons Lage am Atlantik macht es aber auch ganz leicht möglich, einen Stadtbummel mit einem Strandaufenthalt zu verbinden. Tolle Strände sind nahe und mit dem Zug ganz schnell zu erreichen, wie Carcavelos, Estoril und Cascasis.