Das südamerikanische Land ist der Inbegriff von Sommer, Sonne, Lebensfreude und für den ein oder anderen auch von Fußball. Rio de Janeiro ist die wohl bekannteste Stadt, wenn auch nicht die Hauptstadt.
Cidade maravilhosa – wunderbare Stadt wird sie von den Cariocas, Rios Bewohnern, oft genannt und da schwingt schon einiges an Bewunderung und Liebe für ihre Stadt mit. Dabei ist es gar nicht genau festzustellen, was die Faszination genau ausmacht. Ist es die Lage am Atlantik? Die Größe – die mit 6 Millionen Einwohnern beträchtlich ist? Die hervorragenden Freizeit- und Kulturmöglichkeiten? Vermutlich ist es für jeden etwas anderes und die Gesamtheit macht die Magie der lateinamerikanischen Metropole aus. Aber eines ist gewiss – Rio ist einzigartig und lässt niemanden kalt, im Gegenteil – es umgarnt seine Besucher und erobert ihr Herz im Sturm.
Ein Nationalpark inmitten einer Metropole? Gibt es so etwas? Ja, das gibt es. Nämlich in Rio mit dem Nationalpark Tijuca. Dieses geschützte Gebiet beheimatet einen ausgedehnten Regenwald, dessen Wichtigkeit hier bereits sehr früh erkannt wurde. Der Nationalpark wird von Einheimischen und Gästen hochgeschätzt, denn er ist Naherholungsgebiet und bietet auch Sportlern wie Mountainbikern und Kletterern phantastische Möglichkeiten.
Ein Ort der Ruhe in dieser quirligen Metropole ist auch der Botanische Garten, der mit rund 40.000 Pflanzen zu den größten weltweit gehört. Es ist eine Augenweide, wie in dieser Ausstellung die Pflanzenwelt präsentiert wird und der Besucher lernt sehr viel von der heimischen Vegetation Brasiliens kennen. Aber auch internationale Themen werden hier mit sehr viel Stilbewusstsein aufgegriffen.
Über dem Nationalpark und über der Stadt thront die weltberühmte, 38 Meter hohe Christusstatue. Sie wurde im Jahr 1931 – aus finanziellen Gründen etwas verspätet – zur Ehren des 100-jährigen Jubiläums der brasilianischen Unabhängigkeit am Berg Corcovado errichtet. Er ist zwar lediglich rund 700 Meter hoch, der Aufstieg ist dennoch etwas beschwerlich. Zum Glück gibt es aber eine Zahnradbahn, die das Erreichen des Cristo Redentor wirklich erleichtert. Am Sockel der Statue befindet sich eine Kapelle, die zum stillen Verweilen lädt.
Ohne den Zuckerhut gesehen zu haben, sollte niemand Rio wieder verlassen, er ist neben der Christusstatue die Sehenswürdigkeit in dieser Metropole. Der Zuckerhut befindet sich auf der Halbinsel Urca und ist sowohl zu Fuß als auch bequem mit einer Seilbahn zu erreichen. Der Ausblick auf die Stadt, das Umland und den Atlantik – ohne Worte, einfach am besten selbst staunen!
Lapa ist ein Stadtviertel, das besonders viele kulturelle Highlights bietet. Bei einem Bummel erlebt man neben ansprechenden Kolonialbauten auch jede Menge Live-Musik und weitere Künstler. Besonders augenscheinlich sind die Bögen von Lapa, die als Aquädukt errichtet wurden. In den vielen Bars wird ausgezeichnete Musik in vielen verschiedenen Richtungen kredenzt – eines ist jedoch immer dabei – die pulsierende Lebendigkeit Brasiliens.
Die Copacabana und Ipanema sind die wohl bekanntesten Strände auf der ganzen Welt. Sie werden von Einheimischen und Gästen gleichermaßen heiß geliebt und sie sind Ausdruck der puren Lebensfreude, wie sie in Brasilien liebend gerne zelebriert wird. Kilometerlange Strände mit allem, was für das beste Bade- und Urlaubsvergnügen dazu gehört, werden hier geboten. Sehr empfehlenswert ist auch der Strand von Barra da Tijuc, der mit 17 Kilometern zu den längsten der Stadt gehört. An ihn grenzt ein nobler Stadtteil, der mit der größten Shopping-Mall von Lateinamerika für Herzklopfen bei Fashionistas sorgt.