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Fly-In-Krems



Fly-In-Krems

Vom 22. bis 23.09.2012 fand das 1. Fly-In in Krems statt. Zu dieser Veranstaltung lud der Aeroklub "Airborne" der am Standort LOWL (Linz) seine wunderschöne Rockwell Commander stehen hat. Als guter Freund der Mitglieder in diesem Club, war es für mich klar, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Ursprünglich war der Event vom 01. bis 02.09.12 geplant. Leider machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Daher verschob das Veranstaltungskomitee kurzerhand auf 22. bis 23.09.12. Für 22. war die Wettervorherschau nicht ganz optimal, aber es sollte fliegbar sein.

1. Tag: Flug nach Krems

Ich hole meine Fluggäste Michl von Schörfling und Norbert von Vöcklabruck ab und wir fahren zum Flugplatz LOLU/Gmunden. Den ganzen Vormittag hat es geregnet und es ist immer noch nicht klar, ob wir überhaupt fliegen können. Ich denke, aber, dass wir bei diesen Bedingungen bis Krems auf jeden Fall kommen. Richtung Gmunden wird das Wetter aber immer besser und somit steht unserem Flug nichts mehr entgegen. Ich hab einen Direktflug nach Krems geplant. Franky ruft an - "komm unbedingt nach Linz wir wollen von hier gemeinsam starten“. Nun gut, gleich ist umgeplant, ist ja keine Hexerei nach Linz zu fliegen. Ich soll nach Linz fliegen und dann starten wir gleich, eine Viertelstunde später, so die Auskunft. Das "weight and Balance" hat ergeben, dass wir mit dieser Beladung, (wir drei gehören ja nicht unbedingt zu den Leichtgewichten) gerade noch im "gründen Bereich" liegen. Wir starten und fliegen entlang der Autobahn bis Sattledt, dann geht es über Sektor "South" in den Gegenanflug auf die Piste 27. Unsere Freunde warten schon auf uns. Allerdings sind weniger Flugzeuge da als erwartet. Stefenellis Piper ist immer noch nicht aus dem Hangar gezogen, auch die Mooney fehlt. Die Rockwell Commander und die Maschine von Boris, eine Piaggio (ehemaliger Trainer) sind schon abflugbereit. Nach langem hin und her starten wir ohne die Mooney, die immer noch nicht startklar ist. Bernadette bleibt in Linz und will warten, bis Jörg die Mooney flott gemacht hat.

Boris und ich starten als erster. Es ist bewölkt und vom Nordwesten schiebt sich eine Front herein. Es ist gar nicht so einfach die Maschine vor uns im Auge zu behalten. Wir fliegen bis Melk. Boris, macht einige „Turnübungen“ neben uns. Norbert gelingt es, einige schöne „Bord to Bord“ Aufnahmen zu machen. Die Piaggio kreist und wartet in Melk auf die anderen Maschinen, wir fliegen nach Krems und landen. Einige sind mit den Autos vorgefahren und nehmen uns freundlich in Empfang. Jeder bekommt sein Namensschildchen, das Irene für uns vorbereitet hat, sehr professionell!! Endlich kommen die drei anderen Maschinen – Rockwell Commander, Piper Arrow V und Piaggio und machen einen Überflug – fast wie bei „Top-Gun“. Die Mooney kommt nicht, denn die hatte Motorprobleme, Jörg komm mit dem Auto von Linz nach Krems und nimmt Bernadette mit. Auf der Terrasse des Restaurants werden die weiteren Details des Events besprochen. Einige unternehmen mit den Gästen, die mit den Autos angereist sind, Rundflüge. Auch ich mach einen Flug entlang der Wachau. Das Schlechtwetter holt uns jetzt ein und in der Region von Ybbs regnet es bereits. Der Hunger ist groß und Gott sei Dank hat Franky auch dafür gesorgt und ein großes Buffet bestellt und das ganze obere Stockwerk des Restaurants für uns reserviert. Der Präsident des Clubs Airborne hält eine Ansprache und eröffnet das Buffet. Wir diskutieren viel – über was?? – übers Fliegen natürlich!! Arm sind jene Teilnehmer, die keine Piloten sind! Nach einigen Gläschen wird es so richtig gemütlich und die Zeit vergeht im Nu. Am späten Abend, wechseln wir ins Weingut Hutter, wo auch einige der Teilnehmer untergebracht sind. Dort gibt es natürlich „Wein“ und noch einen kleinen Mitternachtsimbiss, bevor wir in unsere Quartiere gehen. Morgen ist ja wieder fliegen angesagt und da müssen wir ja fit sein.

2. Tag: Rückflug nach Gmunden

In unserer Pension sitzen wir gemeinsam beim Frühstück. Anschließend fahren wir wieder nach Krems. In der Nacht hat es geregnet und ich bin froh, dass ich mein Flugzeug eingepackt habe. Alles ist nass. Wir machen unsere Maschinen startklar, denn wir haben noch einige Gäste, die Rundflüge machen wollen. Ich tanke meine Maschine und dann unternehme ich noch einen Flug mit meinem lieben Freund Franky. Der ist ganz begeistert von den Flugleistungen meiner Maschine. Er übernimmt gleich nach dem Start, macht einige Kreise und ist gleich auf Du mit der „Jaqueline“, wie er nun immer meine „Französin“ nennt. Ich kann das gar nicht leiden! Boris ist eben erst vor uns gelandet und muss noch auf der Piste zurück rollen. Ich gib ihm über Funk die Anweisung „Boris gib Gas“, denn sonst müsste ich durchstarten. Es geht sich aber dann doch aus. Mehrere Fallschirme landen links und rechts der Piste, während ich die Maschine sanft aufsetze. Als ich das Flugzeug wende, kommt mir die Absetzmaschine, eine Pilatus Porter PC6 entgegen. Obwohl ich weiß, dass die mit einem Viertel der Piste auskommt, geh ich zur Sicherheit dennoch in die Wiese, ich möchte ja nicht von dem „Unding“ gefressen werden! Boris lädt mich ein mit seiner Piaggio mitzufliegen. Das ist ein großer Viersitzer mit einem mächtigen Motor mit 270 PS. Das Flugzeug muss man richtig „entern“ und dann sitzt man in einem riesigen Cockpit mit allerhand Anzeigen und teilweise antiker Avionik. Boris hat das alles fest im Griff, startet den Motor und rollt zur Startstelle 11. Wir heben ab und fliegen eine kleine Runde. Kurz lässt mich Boris auch steuern. Dann geht es wieder zurück. Am frühen Nachmittag verabschieden wir uns und fliegen wieder zurück nach Linz bzw. nach Gmunden. Das Wetter ist inzwischen CAVOK – also herrliches Flugwetter. Michl und ich starten und nach ca. 40 Minuten landen wir in Gmunden. Norbert ist bereits gestern mit dem Auto zurückgefahren.

Ein schönes Fliegerwochenende geht zu Ende. Es war sehr schön, mal so ganz und gar nur übers Fliegen zu reden, Flugzeuge zu probieren, Freunde zu treffen und neue Pläne zu schmieden für weitere Flüge.

Harald Schobesberger ©

Verfasser

Harald Schobesberger Urlaubswelt11

Harald Schobesberger





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