Der Beiname dieser kleinen Kanareninsel ist Programm, den La Palma hat für Naturliebhaber und Individualreisende Unvergessliches zu bieten. Die Insel wieder besuchen – sehr wahrscheinlich! Wer einfach am Hotel-Pool entspannen möchte, für den ist das Angebot auf La Palma, oder besser gesagt, La Isla de San Miguel de La Palma, wie der vollständige Name der Insel lautet, nicht wirklich geeignet. Denn hier ist der Gast eingeladen, die überwältigende Schönheit zu entdecken und zu genießen. Die gesamte Insel ist ein geschütztes Biosphärenreservat der UNESCO und kann über ein imposantes Wanderwegenetz erkundet werden. Fast unwirklich schön wirkt die Insel an vielen Stellen und immer wieder ergeht die Einladung an ihre Besucher, sie noch genauer kennenzulernen. Für viele wird klar – La Palma ist so reich an Impressionen, dass wohl ein Besuch gar nicht reicht.
Wer nach La Palma kommt, sollte auf alle Fälle seine Wanderschuhe im Gepäck haben, denn das rund 1.000 km lange ausgeschilderte Wanderwegenetz führt zu den prächtigsten Naturschauspielen. So etwa im Nationalpark Caldera de Taburiente im Zentrum der rund 700 km² großen Insel. Der Name ist auf einen vulkanischen Kessel, die Caldera, zurückzuführen, die den Ursprung der Insel sehr imposant verdeutlicht. Die Hauptwanderroute führt entlang dieses Kessel mit phantastischen Aus- und Einblicken und weiter auf den Roque de los Muchachos (2.426 m). Natürlich geht es auch entspannter und es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, die auf einem einfachen Spaziergang tolle Erlebnisse bieten.
Sehr zu empfehlen auch der Cascada de Los Colores (Wasserfall der Farben). Er ist ein wenig versteckt auf dem Wanderweg durch die Schlucht Barranco de las Angustias im Nationalpark. Die Farbenpracht, mit der er sich zeigt, ist einmalig. Über Felsen in Gelb-, Orange- und Grüntönen tost das Wasser und die Nuancen variieren je nach Wassermenge. Die Gelb- und Orangetöne erhält er durch ausgeschwemmtes Eisen, die Grüntöne werden durch Moose und Algen gezaubert.
Am nördlichen Rand des Nationalparks wurde eine international bedeutende Sternwarte errichtet. Der Ort ist besonders geeignet, da der Sternenhimmel über La Palma ohne Lichteinflüsse und aufgrund des stabilen trockenen Wetters hervorragend beobachtet werden kann. Im Rahmen von Führungen kann dieses außergewöhnliche wissenschaftliche Institut besucht werden und die Ausblicke von hier in die Welt der Sterne machen einfach sprachlos.
Der Sternenhimmel über La Palma bringt nicht nur Romantiker ins Schwärmen. Es gibt kaum Orte, die sich besser eignen, um in das Glitzern des Himmels einzutauchen. La Palma wurde übrigens auch aufgrund dieser außergewöhnlich guten Voraussetzungen zur Sternenbeobachtung als Starlight Reserve zertifiziert.
Ein echtes Schmuckstück ist die Hauptstadt Santa Cruz de la Palma. Der koloniale Charme ist in der historischen Altstadt sehr spürbar und bei einem Bummel entlang der bunten Häuser mit ihren typischen Holzbalkonen tun sich viele, viele Fotomotive auf.
Sandstrände präsentieren sich auf La Palma im schicken Schwarz und sind bei ganzjährig warmen Temperaturen eine Tipp für Genießer. Zuweilen ist das Meer etwas ungestüm und es empfiehlt sich, die Hinweise am Strand zu beachten. Für unbeschwerten Badespaß gibt es einige Sandstrände, die sanft abfallen und ins ruhige Meer führen, wie beispielsweise der Strand von Cancajos .
Tauchen ist für viele La Palma-Besucher ein absoluten Must-do, denn die Unterwasserwelt zeigt sich hier im Atlantik von einer sehr eindrucksvollen Seite. Auf der Insel gibt zahlreiche Tauchschulen für Anfänger und die Ausrüstung kann ebenfalls entliehen werden.