Zugegeben, es ist nicht ganz einfach, die Traumstrände, die es auf der ganzen Insel zu genießen gibt, zu verlassen – schließlich hat man hier den Eindruck, das Paradies endlich erreicht zu haben. Und Langeweile ist hier wohl völlig fehl am Platz bei den unglaublich spannenden Aktivitäten, die Kubas Gewässer und Strände zu bieten haben. Aber trotzdem, wer sich auf den Weg macht, um dieses wunderbare Land kennenzulernen, wird mit vielfältigsten Impressionen beschenkt. Gewaltige Landschaften und farbenfrohe Gebäude, schmuck restauriert oder auch mit Charme dem Verfall nahe, formschöne Oldtimer, die an längst vergangene Zeiten erinnern, Menschen, deren Lebensfreude sich niemand entziehen kann, Musik, die durch und durch geht… Kuba ist eine Insel, die ihre Besucher in ihren Bann zieht.
Cayo Coco und Cayo Guillermo sind der Hauptinsel Kuba im Norden vorgelagerte Inseln, die jedoch durch Dämme bzw. einen eigenen Flughafen ausgezeichnet zu erreichen sind. Und wer sich schon mal Gedanken darüber gemacht hat, wie ein Paradies aussehen könnte, der kann sich hier auf diesen Atlantikinseln eine gute Anleitung dazu holen. Die Strände sind hier von außergewöhnlicher Schönheit. Zuckerweißer, feinster Sand – so weit das Augen reicht. Türkisblaues, glasklares Wasser wie es herrlicher nicht sein könnte. Ein exquisites touristisches Angebot verwöhnt die Besucher auf einmalige Weise und die weitläufigen bunten Korallenriffe und die Unterwasserwelt begeistern auch Schnorchler und Taucher mit höchsten Ansprüchen. Die Inselgruppe wird auch als Jardines del Rey, die Gärten des Königs, bezeichnet – hervorragend geeignet für das majestätische Urlaubsvergnügen.
Wer sich von Morón über den 27 Kilometer langen Damm auf den Weg zur „Kokosinsel“ macht, sollte einen kleinen Abstecher nach Pueblo Holandés machen, das etwa in der Mitte des Weges liegt. Ein netter, kleiner Ort, an dem sich der Besucher wie nach Europa „gebeamt“ fühlt.
Ein geschichtsträchtiger Ort ist Santa Clara in Zentralkuba. Im Zuge der Revolution hat hier Ernesto „Che“ Guevara seinen größten militärischen Erfolg errungen und seine sterblichen Überreste wurden, nachdem sie in Bolivien gefunden wurden, auch hier in einem imposanten Mausoleum beigesetzt. Sehenswert auch das Museum und Monument von Che. Einen Abstecher ist die Zigarrenfabrik Fabrica de tabacos constantino perez carrodegua auf alle Fälle wert, denn hier ist ein authentischer Einblick in die Herstellung der Zigarren möglich und die Mitarbeiter geben bereitwillig Aufschluss über ihre Tätigkeit.
Das Valle de Viñales zählt zu einem absoluten Highlight für Kuba-Reisende. Dieses zum Teil fast unwirklich anmutende Tal im Nordwesten der Insel ist atemberaubend schön und steht unter dem Schutz der UNESCO. Der zentrale Ort Viñales zeigt sich reizvoll und hält mit seinen bunten Häusern zahlreiche Fotomotive bereit. Das Viñales-Tal ist landwirtschaftlich geprägt und hier gedeiht der beste kubanische Tabak, der in akkuraten Reihen angebaut wird. Es gab mal das Vorhaben, den Ertrag aufgrund seiner hohen Qualität zu steigern – als diese jedoch rapide fiel, ließ man die Bauern wieder nach ihrem althergebrachten Methoden gewähren und prompt stieg auch die Qualität wieder zur Extraklasse an. Es ist grün im Viñales-Tal, so richtig grün. Bananenstauden, Yucca und Mais – und plötzlich erheben sich die Mogoten. Das sind die typischen Kalksteinfelsen, die hoch und schroff aufragen wie der Rücken eines wildes Tieres und der Landschaft ihr phänomenales Aussehen verleihen. Die Karstlandschaft des Tales zeigt auch ihre typischen Höhlen, wie die Cueva del Indio. Beim Eintritt erscheint es, als ob einem die Erde mit kühler, feuchter Luft anpusten würde – ein bemerkenswertes Schauspiel findet an den Wänden der Kalksteinhöhle statt und auch die Fahrt auf einem unterirdischen Fluss ist unvergesslich. Ein touristisches Magnet ist das gigantische Wandgemälde Mural de la Prehistoria mit seiner Fläche von 180 mal 120 Metern. Eine Extraportion Erlebnis kann man sich im Valle de Viñales noch zusätzlich gönnen – ein Reitausflug durch diese wunderbare Landschaft oder mit dem Flying Fox flott durch die Lüfte gesaust. Prädikat: I love it.
Barracuda, Thunfisch, Red Snapper, Dorade und Co. – Angler und Hochseefischer finden auf Kuba ganzjährig hervorragende Bedingungen. Anbieter für Anglertouren gibt es zahlreich auf der ganzen Insel, so etwa auch in Varadero. Das Urlaubsparadies liegt auf der Halbinsel Hicacos, die als wahres Fischparadies gilt. Übrigens stammt der Name Hicacos vom Stachelkaktus, der hier sehr gut gedeiht. Im Naturpark der Halbinsel ist auch eine märchenhafte Kakteenwelt zu bestaunen, die mit 500-jährigen Exemplaren Außergewöhnliches hat. Aber zurück zum Wasser und zum Fischen – Kuba kann auf einen ganz berühmten Petri Jünger verweisen. Ernest Hemingway, der 20 Jahre auf der Insel verbrachte, liebte das Fischen und er setzte mit seinem Werk „Der alte Mann und das Meer“, das auch maßgeblich zur Verleihung des Literaturnobelpreises beitrug, den Fischern ein ewiges Andenken. Die Handlung spielt in Cojímar, rund 10 Kilometer von Havannas Zentrum entfernt. Auch heute noch ist der Spirit des amerikanischen Literaten allgegenwärtig, der übrigens auch zu Fidel Castros Lieblingsautoren zählte.