23. Januar 2024 - 10. Januar 2024
Südafrika - Namibia - Pilotenreise

Afrika lässt mich nicht mehr los! Mit zwei Freunden geht es auch heuer wieder nach Südafrika. Zu dritt fliegen wir von Kapstadt nach Namibia. In Namibia sehen wir alle Highlights wie Lüderitz, Sossusvlei, Etosha-Pfanne, Himba-Dörfer, Windhuk und die Gmundner Lodge ist auch am Programm. Beim Hin- und Rückflug werden wir wieder die Dundi Lodge am Oranje-Fluss besuchen. Für Kapstadt sollte dann auch noch Zeit bleiben. Ihr könnt hier unsere Reise verfolgen. Viel Spaß beim Lesen. Euer Harry

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23. Januar 2024
1. Tag

Meine liebe Freundin Lisa bringt mich zum Bahnhof Attnang. Dort treffe ich Herbert. Mit der ÖBB geht es von Attnang nach Wien-Flughafen. In Wels steigt Manfred zu. Wir sind früh dran für den Check-In bei Qatar Airways. Nach einem Kaffee im Wiener Café können wir endlich einchecken. Mit QR geht es dann pünktlich nach Doha. Schon der Anflug in der Nacht zeigt uns, dass dieser Flughafen was besonderes ist. Nicht ganz so groß wie Dubai, aber beeindruckend. Wir haben Business Class gebucht und daher dürfen wir auch die Business Class Lounge besuchen. Vergleichsweise mit der Business Class Lounge in Wien ist das wie eine Kapelle im Wald, verglichen  Vergleich mit dem Petersdom in Rom. Wir essen eine Kleinigkeit und dann geht es weiter. Wir haben einen 9-Stundenflug vor uns.


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24. Januar 2024
2. Tag

Der Nachtflug ein Traum. Mit einer Arznei-Nachhilfe schlafe ich fest durch und bin putzmunter als wir in Kapstadt landen. Auch meine Freunde Manfred und Herbert sind ausgeschlafen. Am Flughafen in Kapstadt kaufe ich mir eine Datenkarte für mein Handy, damit zumindest einer in Südafrika online sein kann. Wir werden von unser Flugschule abgeholt und zum General Aviation Terminal gebracht. Hier werden wir von Michael empfangen. Er macht mit uns das gesamte Paperwork für den Charter unseres Flugzeuges. Die Flugschule 4Aviators macht auf uns einen sehr guten Eindruck. Die Flugzeuge sind sehr gut gepflegt, die Hangar sauber, alles wirkt sehr professionell. Wir würden ja gerne heute noch den Check-out machen, aber das geht irgendwie nicht, ist halt für morgen geplant. Ok, ist ja auch so in unserem Schedule, also was solls. Mit dem Uber-Taxi fahren wir in unser Hotel City Lodge und checken ein. Dann marschieren wir gleich mal zur Waterfront. In der Quay Four Bar kehren wir ein und genießen den Blick über die Waterfront. Irgendwie scheint es, dass nicht wirklich Hauptsaison ist. Überall findet man Platz, keine Menschenmassen, sehr angenehm! Der Tafelberg ist wolkenfrei und überhaupt, es ist keine einzige Wolke zu sehen. Nun marschieren wir über die Drehbrücke, vorbei am Glocktower zur Red-Roof Bar. Hier trinken wir einen Kaffee und genießen den Ausblick über die Stadt. Mit dem UBER-Taxie geht es dann in den Blue-Room. Hier hat Herbert Plätze reserviert. Ein cooles Lokal, in dem jeden Abend Live-Musik spielt. Wir essen hervorragend, bevor die Musik beginnt. Es wird hier immer Jazz gespielt. Die Lautstärke ist gut erträglich. Wir bleiben bis um 21.00 Uhr, dann fahren wir zurück mit dem Uber-Taxi in unser Hotel. Morgen haben wir unseren Checkout und da sollten wir fit sein.

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25. Januar 2024
3. Tag

Ohne Frühstück geht es heute schon um 07.30 Uhr los. Wir haben um 08.00 Uhr schon einen Termin mit Cornelius. Bei unserer Maschine wurde gerade das Öl gewechselt. Die Cowling ist noch nicht montiert, das Öl noch nicht eingefüllt. Cornelius wird uns ein Briefing über den Luftraum von Kapstadt geben. Im Schulungsraum unterhalten wir uns mehr als eine Stunde über das Procedere von Kapstadt. Wie rollt man zur Startstelle, welche Flugstrecken gibt es vom und zum Flughafen. Was sind die Besonderheiten. Die Schulung macht Sinn, denn Kapstadt gehört zu den am stärksten frequentierten Flughäfen von Südafrika. Nach dem Briefing wäre der Check-Flug für Herbert geplant. Doch plötzlich heißt es, der Flughafen Kapstadt ist für Sichtan- und Abflüge gesperrt, weil in der Nähe ein Buschbrand ist und die Firefighter Aircrafts permanent direkt über den Flughafen von Kapstadt fliegen müssen. Laut unserer Flugschule kann sich keiner erinnern, dass es so was in der jüngsten Vergangenheit gegeben hätte. Na so ein Glück musst erst mal haben! Wir können nichts machen und entscheiden zurück ins Hotel zu fahren. Laut Tower ist nicht vor 16.00 Uhr mit einer Wiedereröffnung für Sichtflug zu rechnen. Wir fahren ins Hotel und treffen Manfred zum Mittagessen. So kann man auch die Zeit totschlagen. Nach einer kurzen Rast im Zimmer heißt es dann um 15.30, der Flughafen wäre nun wieder offen. Wieder geht es mit dem UBER-Taxi hinaus zum Flughafen. Diesmal haben wir wieder "großes Glück", denn es wird eine junge Dame als UBER Fahrerin eingeschult. Der Verkehr stockt, immer wieder müssen wir anhalten. Mit dem Anfahren ist die Junge Dame noch nicht so geschult. Immer wieder stirbt das Auto ab. Wir sehen einen weiteren Brand. In einer Industrieanlage brennt es gewaltig und eine schwarze Säule steigt auf. Neben der Straße ein weiterer Brand. Zwischen zwei Fahrbahnen brennt es lichterloh. Durch den Stau kommen brauchen wir für die Strecke zum Flughafen eine halbe Stunde mehr. Herbert kann nun seinen Check-out machen. Ich muss warten, mein Check-out kann leider erst morgen in der Früh stattfinden. Also; warten wieder warten…. Endlich startet Herbert mit seinem Fluglehrer. Fast zwei Stunden sind sie weg. Die meiste Zeit brauchten sie für das Warten in Warteschleifen neben der Piste, weil eine Verkehrsmaschine nach der anderen reinkommt. Es ist bereits dunkel, als wir den Flughafen wieder verlassen. Wieder mit UBER zurück in Hotel. Wir essen mit Manfred in unserem Hotel bevor wir schlafen gehen. Morgen heißt es wieder bald raus und das ist für Herbert ein Graus!

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26. Januar 2024
4. Tag

Ohne Frühstück verlassen wir schon um 07.00 Uhr das Hotel mit dem UBER-Taxi zum Flughafen, das Gepäck haben wir schon mit dabei. Wie vom Wetterbericht angekündigt, ist es heute nebelig. Ob das nun was wird mit dem Check-out? Adrian mein Fluglehrer meint, dass es so um 09.00 Uhr zum Fliegen geht, momentan ist noch für Sichtflug gesperrt. Wieder heißt es warten! Endlich ist es soweit, die Sonne hat den Nebel vertrieben. Wir starten zum Checkflug. Das Rollen auf dem Flugplatz ist nicht so einfach. Man braucht mehrere Freigaben, bis man endlich zur Startstelle kommt. Wir starten auf der Piste 19 Richtung Süden und fliegen dann das Bottelery Abflugverfahren in die Stellenbosch General Flying Area und machen hier unser „Airwork“: power on- and off stalls, steepturns, Außenlandeübungen und zwei Touch and Go‘s in Fisantekraal bevor es wieder zurück geht nach Kapstadt. Wir drehen noch eine Warteschleife und landen hinter einer Verkehrsmaschine. Hier warten schon Manfred und Herbert auf uns. Wir bepacken den Flieger, denn wir können nun endlich los. Der Flugplan ist schon aufgegeben. Das Flugwetter sollte passen, wenn auch einige Gewitter zu erwarten sind. Wir starten, ich fliege und Herbert macht den Funk. Wieder geht es über den Bottelery Abflug und dann Richtung Norden. Wir steigen auf 9.500 ft. (fast 3.000 Meter). Das Wetter ist anfänglich noch perfekt, aber dann kommen auf halber Strecke unseres 3-Stundenfluges doch einige Wolken. Die Wolken werden mehr, es beginnt zu Regnen. Wir vermeiden die ärgsten Schauer, bekommen aber dennoch eine Flugzeugwäsche. Vor der Landung in der Dundi Lodge müssen wir noch durch eine kleine Regenfront, bevor wir sanft auf der Schotterpiste 26 aufsetzen. Hier wartet schon Berto, der Chef der Dundi Lodge auf uns. Wir tanken und fahren dann mit seinem Pickup die wenigen Meter bis zur Lodge. Wir kennen die Lodge ja schon und freuen uns auf ein Landebier, den Pool und auf das Abendessen. Es gibt zur Abwechslung mal mach ein T-Bone Steak! Der Regen wird mehr, gut dass wir sicher am Boden sind.  

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27. Januar 2024
5. Tag

Nach dem Frühstück bringt uns Berto zum Flugzeug. Das steht brav im Hangar. Herbert fliegt, ich funke. Nach dem Beladen rollen wir zur Piste und Starten Richtung Oranje Fluss. Links unter uns liegen die Augrabi Falls, wir fliegen aber rechts weg nach Upington. Nach 30 Minuten landen wir in Upington. Das ist unser Flughafen für die Ausreise aus Südafrika nach Namibia. Ich habe vorher angerufen, dass auch jemand da ist. Als wir ankommen, empfängt uns die Polizei und überprüfen, ob wir irgendwelche Dinge zu verzollen haben. Die netten Damen von der Polizei warnen uns vor Schlangen, denn die sind heuer eine Plage hier, sagt sie. Dann müssen wir auf Immigration warten. Wieder mal warten, aber das können wir ja jetzt schon gut! Es kommen einige Militärflieger rein – PC6 – Kunstflugtrainer! Endlich kommt auch die Dame von Immigration. Wir bekommen unseren Stempel in den Reisepass rein und dürfen starten. Es hat so um die 38 Grad, wir schwitzen! Endlich heben wir ab und fliegen nach Namibia. Der Flug dauert rund drei Stunden. Lästig ist, dass das Interkom bei Manfred nicht funktioniert. Wir hören was er sagt, aber er kann nicht zu uns sprechen. Bis zur Grenze fliegen wir eine Stunde. Dann werden wir im Funk nach Windhoek Information übergeben. Ein Highlight ist der Überflug des Fish River Canyons, der zweitgrößte Canyon der Welt. Wir drehen Kreise, über der Lodge, in der ich ja 2013 schon mal genächtigt habe. Ein mächtiges Gewitter verstellt uns den Weg. Blitze zucken aus den dunklen Wolken. Wir weichen aus und bekommen wenige Schauer ab. Plötzlich wechselt die Landschaft. Wir kommen nun in das Gebiet der Namib Wüste. In Lüderitz bekommen wir die Piste 22. Über eine Sanddüne gelange ich zur die Piste, die leicht ansteigt an. Auf der rauen Piste rollen wir zum Gebäude für die Einreise. Es ist 14.45, grade noch rechtzeitig, denn nach 15.00 Uhr wird der Flugplatz zugesperrt. Zum Sichern unseres Flugzeuges binden wir einen schweren LKW-Reifen von der Feuerwehr und einen schweren Stein unter die Flügel. Schnell ist der Flieger gesichert und wir machen die Einreise. Nun stellt sich das Problem, dass nach all den vielen Formularen, die wir ausfüllen müssen, die netten Damen von uns auch noch Namibia Dollars haben wollen. Wir haben natürlich keine Namib Dollars, woher auch? Es ist kompliziert! Schließlich einigen wir uns darauf, dass wir uns in Lüderitz treffen und den Damen das Geld dort in der Stadt übergeben. Wir rufen den Besitzer des gebuchten Hotels Kratzplatz an, und bitten uns abzuholen. Richard, der Sohn von Herrn Kratz (drum auch Kratzplatz) bringt uns zu einem ATM. Dort drücken wir unsere Namibia Dollars raus und bezahlen unsere Rechnung. Die Damen ziehen zufrieden ab. Wir beziehen den Kratzplatz, unsere Unterkunft für eine Nacht. Dann geht es zum Portugieser auf ein Landebier und anschließend dann weiter ins Restaurant Essenzeit. Vorher gehen wir noch im Hafen spazieren, es ist bewölkt. Zum Essen gibt es Fischplatte und vorher Austern. Dazu einen guten Wein. Beim Rückweg kehren wir nochmals beim Portugieser ein und ärgern uns, dass wir nicht hier gegessen haben, denn das Essen schaut wirklich gut aus. Nur wenige Schritte zum Kratzplatz – alle sind müde.

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28. Januar 2024
6. Tag

Nach dem Frühstück fahren wir mit Richard zur Kolmannskuppe. Lüderitz hat seine Bekanntheit den Diamanten zu verdanken, die vor rund 100 Jahren hier gefunden wurden. Durch den Bau einer Eisenbahn wurden die Diamanten entdeckt. Dann setzte der große Run auf Lüderitz ein. In der Kolmannskuppe wurden Deutsche Häuser mit Deutscher Architektur gebaut. Als keine Diamanten mehr gefunden wurden, verließen die Einwohner fluchtartig den Ort und die Häuser gehörten der Wüste. Nunmehr verfallen die Häuser und werden vom Sand der Namib Wüste in Beschlag genommen. Wir sehen das „Haus des Architekten“, das „Haus des Lehrers“ und noch vieles mehr. Wasser wurde damals aus Kapstadt mit Schiffen angeliefert, denn es gibt ja kein Wasser in der Wüste. Alle Baumaterialien wurden ebenfalls per Schiff von Deutschland angeliefert. Es ist extrem heiß, wir schätzen so um die 40 Grad!! Zu heiß, um noch mehr zu besichtigen. Auch das Kaffeehaus hat zu und so bringt uns Richard zum Flughafen. Wir sind das erste Flugzeug, dass hier in diesem Jahr gelandet ist. Dementsprechend geht alles ein wenig chaotisch zu. Obwohl nix los ist, müssen wir einen Flugplan aufgeben. Das Ganze wird zur Nightmare! Wir haben kein Telefon, die Dame am Telefon will von mir allerhand GPS-Koordinaten haben und ist zudem nicht verständlich und lästig. Nachdem sie mich zweimal abgebrochen hat, erbarmt sich ein Mitarbeiter des Flughafens und klärt das Thema Flugplan mit dem Tower direkt ab. Dann endlich ist der Flugplan durch. Herbert hat einstweilen den Flieger getankt. Ich muss noch die Lande- und Abstellgebühr zahlen, aber leider funktioniert der Zahlungsapparat nicht. Es kommen alle zusammen und versuchen das Gerät in Gang zu bringen. Endlich ist auch das erledigt, wir können starten. Wir beladen das Flugzeug starten zu unserem Flug nach Sossusvlei. Wir fliegen die Küste entlang und kommen dann zum Death Vlei, dem ausgetrockneten Fluss. See Nebel kriecht die Küste entlang. Wir kreisen über Sossusvlei und Death Vlei und sinken dann zum Landen in Sossusvlei. Herbert sitzt heute am Steuer und landet auf der Piste von Sossusvlei. Die Landung butterweich – was sonst! Hier werden wir schon empfangen. Nach dem Sichern des Flugzeuges fahren wir in unsere Lodge und genießen unser Landebier. Jeder von uns hat ein Einbettzimmer. Es ist noch Zeit für einen Sprung ins Pool, dann geht es zum Abendessen, das in Form eines Buffets serviert wird. Es gibt eine Grillstation mit Steaks vom Wild und Rind. Es gibt auch ein Vorspeisenbuffet, das wirklich alles Stückerl spielt. Nach einem Fläschchen Wein geht es dann ins Zimmer. Ein wunderschöner aber spannender Tag geht zu Ende.

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29. Januar 2024
7. Tag

Wir müssen früh raus. Abfahrt schon um 06.00 Uhr zu unserem Ausflug ins Sossusvlei. Wir sind glücklich, dass wir zu dritt unseren eigenen Fahrer Werner haben. Im offenen Geländewagen geht es ins Sossusvlei rein. Das Licht- Schattenspiel ist einfach gewaltig. Die Farben reichen von Rot, Orange bis Grau und dann noch der Blaue Himmel, ein wunderschönes Bild. Auch einige Wolken sind zu sehen, was dem Ganzen noch mehr Spannung gibt. Zuerst fahren wir zur größten Düne Nr. 40 und dann geht es weiter hinein zum Death Vlei. Das letzte Stück geht es dann durch den Sand, das ohne 4WD nicht machbar wäre. Nun marschieren wir die 1.1 KM rein zum Death Vlei. Das ist so wie eine riesige Arena von Sanddünen. In der Platzmitte sozusagen, eine große weiße Fläche aus weißgrauem ausgetrocknetem Lehm, auf der zahlreichen tausendjährigen Akazien Bäume stehen, die abgestorben sind. Das ergibt eine einzigartige Atmosphäre! Man kommt sich klein vor, inmitten des weißen Platzes. Manfred ist in seinem Element, denn er will als Künstler natürlich viele Eindrücke mit nachhause nehmen. Er macht viele Bilder. Wir marschieren zurück und freuen uns auf ein gutes Frühstück, das Werner unter einem Baum für uns vorbereitet. Es gibt Käse, Wurst, Marmelade, Brot, Joghurt und Kaffee und vieles mehr. Die Vögel besuchen uns und hoffen, dass ein Bissen für sie abfällt. Dann fahren wir zurück zur Lodge. Das Wetter hat sich verzogen, Wolken sind am Himmel aufgezogen und einige Tropfen spürt man auch schon. Der Nachmittag gehört dem Nichts tun. Nichts tun stimmt auch nicht. Wir brauchen für morgen noch die Bestätigungen, dass wir in Swakopmund Sprit bekommen und dass die Landung in Twyfelfontein klargeht. Das ist alles nicht so einfach, weil es stimmt keine einzige Telefonnummer in unserem Planungsunterlagen. Über Umwege bekommt Herbert dann doch die Nummer von der Tankstelle. Es sollte kein Problem sein! Ich kann keine E-Mails senden, alle E-Mails kommen zurück, die ich an Twyfelfontein schicke! Irgendwie schaffen wir es dann über eine Mobilnummer ein Whatsapp zu schreiben. Nun ist auch Twyvelfontein bestätigt. Nun können wir beruhigt schlafen! Zum Abendessen sitzen wir wieder im Restaurant. Wind ist kurzfristig aufgezogen und hat die Wolken vertrieben. Zum Abendessen ist es schön und extrem heiß! Nach dem Essen gehen wir bald ins Bett.


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30. Januar 2024
8. Tag

Nach dem Frühstück bringt uns unser Fahrer Werner zum Flugplatz. Gott sei Dank – unsere Maschine steht noch so wie abgestellt und hat den gestrigen Windsturm gut überstanden. Wir bepacken unsere Cessna, Herbert macht den Funk ich fliege. Wir starten und fliegen an unserer Lodge vorbei Richtung Swakopmund. Die Landschaft ist beeindruckend. Zuerst Sanddünen so weit das Auge reicht. Dann, so wie bei einem Schnitt, ein grüner Streifen (wahrscheinlich ein Fluss ohne Wasser) und dann graue wieder felsige Landschaft, unwirtlich undurchdringbar. Hier möchten wir nicht runtergehen müssen. Richtung Swakopmund wechselt die Landschaft nochmals. Jetzt sind weiße Sanddünen so weit das Auge reicht. Wir fliegen an Walvis Bay vorbei. Herbert funkt mit denen, alles geht easy. Wir landen auf der Piste 24 mit ein wenig Seitenwind. Die Tankstelle ist gut erkennbar, denn es steht ein riesiger Tanklastwagen davor. Sprit gibt es wohl, aber als wir aussteigen und wegen dem Tanken fragen, erfahren wir, dass es nun zwei Stunden keinen Sprit gibt, weil die Tanks aufgefüllt werden. Obwohl wir das Tanken gestern angekündigt haben, nun das!! Ok – das heißt, wie Ihr Euch denken könnt, Warten! Zwei Stunden im Fallschirmspringerclub – Warten. Ok, machen wir! Nach zwei Stunden endlich können wir tanken uns starten. Herbert fliegt, ich funke. Zuerst flache Sandwüste, dann kommen einige hohe Berge und je näher wir nach Twyfelfonein kommen, desto höher und spektakulärer die Berge. Wir fliegen noch über ein Hochplateau, an deren Steilwand die Lodge angeschmiegt liegt. Wir fliegen eine Platzrunde und landen dann auf der Piste von Twyfelfontein. Hier wartet schon das Geländefahrzeug auf uns und bringt uns in die Lodge, die wie gesagt, an einen Felsen angebaut ist. Schwere, abgebrochene Gesteinsbrocken liegen um die einzelnen Apartments der Lodge herum. Wir beziehen drei der Zimmer und begeben uns dann ins Pool, denn es ist so heiß (42 Grad) wie im Backofen. Wie gut tut es dann, hier im kühlen Wasser zu tummeln. Das wissen auch die bunten Eidechsen, die sich auch rund um den Pool bewegen und die Kühle suchen. Herbert und ich fahren nochmals zum Flugplatz und versorgen unser Flugzeug besser, denn es zieht ein mächtiges Gewitter auf. Dann geht es zurück an den Pool und dann noch einen Longdrink und nun freuen wir uns schon auf das Abendessen. Das Gewitter steht an der Bergkette gegenüber, aber es kommt nicht zu uns (Gott sei Dank). Zum Abendessen gibt es ein Buffet. 

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31. Januar 2024
9. Tag

Das Frühstück gibt es mit Blick in die Landschaft. Das Gewitter von gestern hat sich zwar verzogen, aber es ist immer noch ein wenig bewölkt. Nach dem Frühstück bringt uns der Stv. Direktor des Hotels persönlich zu den Felsgravuren von Twyfelfontein. Hier gibt es ein Visitor Center, bei dem unser Guide schon auf uns wartet. Wir sind vorerst die ersten Gäste des Tages. Jetzt erfahren wir auch was Twyfelfonein heißt. Es heißt zweifelhafte Quelle, weil das Wasser nicht immer aus der Quelle fließt. Die Führung dauert zirka eine Stunde. Über Stock und Stein führt uns unser Guide, zwischen riesigen Steinbrocken hindurch. Die Felszeichnungen sind zum die 6.000 Jahre alt und zeigen vorwiegend Tiermotive. Forscher fanden heraus, dass die Zeichnungen alle eine bestimmte Bedeutung hatten. Z. B. die Ausrichtung der Tiere zeigt, wo sie die Tiere gesehen haben. Andere Motive zeigen Tiere in Bewegung, wie z.B. Strauss, der mehrere Köpfe hat, von aufrechter bis gesenkter Haltung symbolisiert er die Bewegung. Es gibt auch einen Plan, der zeigt, wo temporäre und wo ständige Wasserlöcher sind. Scheinbar dürfte bei einem großen Erdbeben das Ganze zusammengebrochen sein, denn jetzt sieht man nur mehr kreuz- und quer liegende Brocken. Es geht wieder zurück zur Lodge. Nun haben wir noch Zeit am Pool. Gegen Mittag geht es dann zur Piste, wo unser Flugzeug steht. Leider haben wir ein Problem mit dem Pilotensitz. Dieser lässt sich nicht fixieren, weil die Arretierung nicht mehr funktioniert. Das heißt, im Steigflug rutscht dann der Sitz zurück. Das kann man so nicht lassen. Gott sei Dank finden ich eine Lösung und werde ab sofort nur noch „Der Ingenieur“ genannt. Ich fliege heute, Herbert macht den Funk. Nach zirka einer Stunde erreichen wir Kalkrand der Flugplatz auf dem wir heute landen. Schon von weitem ist er zu sehen, hell weiß, in einer grün bewaldeten Landschaft. Ich fliege einmal um den Flugplatz herum. Unten steht schon ein Auto, das auf uns wartet. Gegenanflug, Queranflug, Endanflug. Ein großer Baum steht im Anflugbereich, dahinter setze ich sanft auf der Schotterpiste auf. Wir rollen zum Auto das auf uns gewartet hat und das uns dann auf der Piste vorfährt. Es geht zurück über die Piste bis zur Ranch der Besitzerin Debbie, die uns freundlich empfängt. Sie hat einige ihrer jungen Mitarbeiter mit, die uns beim Rangieren des Flugzeuges helfen. Nun fahren wir zu unserer Unterkunft „Filmhaus“. Vorher zeigt uns Debbie noch wo die ursprüngliche Piste war. Diese ist nicht mehr benützbar.

Das Filmhaus: Das ist ein wild zusammengezimmertes, Haus auf mehreren Etagen. Jedes Eck des Hauses birgt besonderes. Viele alte zusammengetragene Artefakte zieren das Haus. Jeder Winkel ist mit Liebe zum Detail ausgeschmückt. Es gibt sogar einen kleinen Pool, den wir dann auch gleich mal in Beschlag nehmen. Alle sind wir begeistert von diesem tollen Haus, das uns ganz alleine gehört (zumindest für eineinhalb Tage). Um 17.00 Uhr bringt uns eine Führerin zum Dorf der Himba. Wir gehen zirka 20 Minuten von unserer „Luxusunterkunft“ bis zum Dorf. Hier laufen gleich alle zusammen als sie uns sehen. Als ich ihnen dann auch noch die Fotos von meiner Reise im Oktober vergangenen Jahres zeige, sind sie völlig aus dem Häuschen. Hier wohnen 25 Himba zusammen in einem Kral. In der Mitte eine Einzäunung für die Tiere, rund herum die Rundhäuser in denen sie wohnen. Sie zeigen uns wie sie wohnen und wie die Morgentoilette aussieht. Anschließend gibt es auch noch die Möglichkeit Souvenirs zu kaufen, aber alles ist unaufdringlich. Zum Schluss gibt es noch einen Tanz, bei dem sie sich aber irgendwie nicht ganz einig sind. Sie brechen dann den Tanz ab. Es geht zurück zu unserer Unterkunft. Hier wartet schon das Essen auf uns. Es gibt Springbockschnitzel und Hühnchen in Tomatensauce, dazu einen wundervollen Salat. Alles ist von Clara frisch gekocht, einfach ein Traum. Wir sitzen nach dem Essen noch beisammen und beobachten die Sterne und das Wetterleuchten in der Ferne.


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01. Februar 2024
10. Tag

Das ganze Filmhaus ist offen. Es gibt keinen einzigen Schlüssel zum Zusperren. Auch gibt es keine richtigen Räume. Fledermäuse fliegen nachts im „Raum“ herum. Immer raschelt es irgendwo, man fühlt sich wie im Mutterschoß der Natur. Die Böden knarren, wenn man herumgeht. So merken die anderen, dass ich schon wach bin. Das Frühstück wird liebevoll gedeckt. Obstsalat, Käse, Schinken, Toastbrot, Marmeladen, Kaffee, alles was das Herz begehrt. Debbie holt uns um 09.00 Uhr ab und bringt uns mit Ihrem Pickup zur Piste. Hinten auf der Ladefläche Ihre lokalen Helferlein, die es sich nicht entgehen lassen wollen, das Flugzeug starten zu sehen. Gleich sind die Steine weggeräumt und die Maschine ist startklar. Herbert fliegt, ich funke. Wir rollen auf der Straße zur Piste. Gas rein, aber langsam, damit es keine Steine in den Propeller zieht. Dann voller Schub wir beschleunigen und schon sind wir in der Luft. Unter uns Debbie mit ihren Jungs. Wir winken mit den Flügeln. Unser Flug dauert nur eineinhalb Stunden. Es geht über hügelige Landschaft, bis es dann flach wird, denn wir erreichen den Etosha Nationalpark. Ein riesiger Salzsee breitet sich unter uns aus. Leider stehen überall Gewitter und Regenschauer gehen manchmal runter. Auf unserer Strecke bis zur Mokuti Lodge ist es aber frei. Herbert macht Gegenanflug auf die Piste. Von der Luft aus ist schon das Auto zu sehen, das uns abholt. Wir checken die Piste, ob Tiere oder Menschen auf der Piste sind. Alles gut! Vor uns ein gewaltiger Regenschauer, Blitze zucken aus den Wolken. Vorher dreht Herbert ein und landet sicher auf der Piste von Mokuti Lodge. Wieder das übliche Spiel; Flugzeug anhängen, abdecken, Gepäck raus, zusperren. Gleich neben der Piste ist die Lodge. Die ist ganz modern. Gerade Linien, Flachdächer, einfach stylisch, fast schon ein wenig zu stylisch. Wir checken ein und beziehen unsere dunklen Zimmer. Wer hat sich so was ausgedacht. Alles in dunklen Farben, wenig künstliches Licht, kleine Fenster. Ok, wir sind nicht viel im Zimmer. Wir haben heute noch eine Vereinbarung mit dem Tankwart, der auch pünktlich zur Stelle ist. Wir befüllen die Tanks mit 110 lt. Avgas, das muss auf jeden Fall reichen. Zum Abendessen gibt es Buffet. Wir vermissen das Filmhaus, die Atmosphäre war dort viel schöner. Hier ist alles steril. 

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02. Februar 2024
11. Tag

Das Frühstück entspricht einem 4- bis 5 Sterne-Hotel. Es gibt alles, was man sich wünscht. Wir haben heute Nachmittag einen Game-Drive gebucht. Am Vormittag planen wir die Flüge für morgen und geben die Flugpläne auf. Wir liegen am Pool, als ein richtiges Gewitter losbricht. Es blitzt und donnert und es schüttet wie aus Fässern. Unsere Gamedrive lassen wir heute „ins Wasser fallen“, denn das würde eine Fahrt in Matsch und Schlamm werden. Dafür haben wir eine Massage gebucht. Den Tag verbringen wir mit Relaxen im Hotel. Gegen Nachmittag wird das Wetter besser. Die Mokuti Lodge hat 120 Zimmer für rund 250 Personen. Derzeit ist die Lodge schlecht gebucht. Es sind wahrscheinlich nur 30 bis 40 Gäste im Hotel. Das Hotel ist sehr modern. Gerade Linien, Fliesen, Beton, Stahl, Glas. So richtig Afrikanisch ist das nicht, aber dennoch sehr schön. Der Pool wäre wirklich zum Längen Schwimmen geeignet. Der Spa liegt etwas abseits. Die Massage dauert 40 Minuten. Das Mädchen macht das sehr gut und ich fühle mich nachher wirklich gutbesser. Zum Abendessen gibt es wieder Buffet. Der Flugplan ist für morgen gemacht. Wir hoffen, dass das Wetter morgen halbwegs fliegbar ist. 

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03. Februar 2024
12. Tag

Heute geht es schon früh los. Ich bin mit Manfred schon um 07.00 Uhr beim Frühstück. Das Wetter ist nicht so optimal. Wir werden zum Piste gebracht und checken wieder unsere Maschine. Ich darf heute fliegen, Herbert funkt. Es geht zur Gmundner Lodge. Diese Lodge gehört zur Gmundner Keramik. Die Besitzerfamilie Friesacher haben sich hier in Namibia ein exklusives Domizil geschaffen. Eine Lodge für 25 Personen. Das ist heute unser Ziel. Daher geht es von der Ethosha Pfanne/Mokuti Lodge in einem zweistunden Flug zur Gmundner Lodge. Die haben eine eigene Piste, die Waldburg heißt. Es regnet leicht. Links und rechts stehen Wolkenbrüche. Es ist ruhig, das Flugzeug fliegt stabil dahin. Als wir Richtung Windhuk kommen, sehen wir, dass in und um Windhuk ein gewaltiges Gewitter steht, genau wie vorhergesagt! Ursprünglich wollten wir in Windhuk Eros landen. Wegen dem Wetter haben wir umgeplant und fliegen zuerst nach Waldburg und dann wenn die Reise weitergeht fliegen wir die 30 Minuten wieder zurück und landen und tanken in Windhuk. Gott sei Dank ist die Piste frei, kein Regen, kein Wind. Wir wurden von Janick, dem zuständigen Herrn für den Flugplatz gewarnt, dass die ganze Piste nicht benützbar ist, weil sich während des Regens in der Nacht eine große Pfütze im Anfangsbereich der Piste gebildet hat. Die Piste ist lang genug. Nach einem zweimaligen Überflug ist die Lage gecheckt und wir landen sicher auf der Piste 03. Hier werden wir schon erwartet. Flieger verstauen, Gepäck verladen fertig. Wir haben ja schon Routine. Nun fahren wir zur Lodge. Die Lodge besteht aus Safarigrünen Bauwerken, die großteils aus Planen gefertigt sind. Das Dach und die Seitenwände aus Planen, der Boden aus hochwertigsten Materialien. Wir werden von einem Empfangskomitee mit Namibianischen Liedern empfangen. Dann gibt es ein Erfrischungstuch und ein Glas Sekt zum Empfang. Von der Lobby, wo sich auch das Restaurant befindet, hat man einen einmaligen Blick auf die Namibische Landschaft. Weite Ebene, die von Hügelketten eingerahmt ist. Dort und da steht ein Gewitter. Nachdem wir die Zimmer bezogen haben, gibt es ein verspätetes Frühstück zur Mittagszeit. Die Zimmer sind zirka 100 m² groß und bestehen aus einem großen Wohnzimmer, einem Schrankraum, einem Badezimmer mit Innen- und Außendusche. Es gibt auch eine überdachte Terrasse mit tollen weißen Liegen und schönen „Hemingway“ Sessel. Überhaupt ist alles ein wenig dem Kolonialstil nachempfunden, was die Einrichtung betrifft. So findet man in jedem Zimmer authentische alte Artefakte, die aber noch in Benützung sind. Wie zum Beispiel ein alter Feldstecher. Wir fühlen uns rund herum wohl. Herbert und ich buchen noch eine Massage. Das schönste an der Gmundner Lodge ist, dass alle Getränke und sonstigen Leistungen im Preis enthalten sind. Das rechtfertigt auch Preise pro Person von 500 bis 1000 Euro pro Nacht/Person. Die Massage ein Traum und dann noch in den Pool, der fast olympische Maße hat und das mit Blick in die traumhafte namibische Landschaft. Wir sind schon sehr auf das Abendessen gespannt. Die besten Köche sollen hier werken!

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04. Februar 2024
13. Tag

Das Frühstück wieder ein Traum! Heute geht es zum Bogen- und Tontaubenschießen. Ronny holt uns von der Rezeption ab. Es geht mit dem Toyota Geländewagen kreuz und quer durch die Landschaft. Endlich erreichen wir den Platz zum Schießen. Dieser Platz ist an einem Fluss. Im Fluss stehen Wildtiere aus Kunststoff, die Petrus unser Guide vor Ort schon mal richtig platziert hat. Wir erhalten eine Einweisung in die Büchsen. Wie werden sie geladen, von wo kommen die Tontauben. Ich darf als erster beginnen. Der erste Schuss trifft – Zufallstreffer! Dann geht es leider nicht so weiter. Auch meine Kollegen Manfred und Herbert haben ähnliche Erlebnisse. Dann starten wir mit dem Bogenschießen. Ich hab beides noch nie gemacht. Beim Bogenschießen geht es mir zum Schluss ganz gut. Fast jeder Schuss ein Treffer. Dann geht es zurück zur Lodge. Am Pool treffen wir nette Österreicher. Jeder kennt irgendwen, der irgendwen kennt. Die Gespräche gehen nicht aus. Wir haben um 16.00 Uhr ein Treffen mit Markus Friesacher sen. ausgemacht. Wir werden abgeholt und zum Farmhaus gebracht. Hier auf der Farm zeigt uns Markus jun. was alles in der Farm angebaut wird, wo die Fleischerei ist, wo der Pferdestall usw. Die Farm ist Selbstversorger, sogar einen Hühnerstall haben sie. Fische sorgen für den Dünger im Gewächshaus, alles fein durchdacht. Dann kehren wir im Herrenhaus Waldburg ein, wo Markus Friesacher sen. mit seinen Mitarbeiterinnen gerade eine Besprechung abgeschlossen hat. Wir plaudern über die Vision, wie man so eine Lodge baut, über Politik und über das Leben. Dazu gibt es natürlich ein gutes Fläschchen Wein. Um 16.00 Uhr werden wir zu einer Sundowner Fahrt abgeholt. Ronny ist wieder unser Fahrer. Er zeigt uns die ganze Ranch. Hier gibt es auch Wildtiere, wie Giraffen, Zebras usw. Zum Schluss fahren wir auf einen Hügel, von wo man einen traumhaften Blick hat. Die Sonne ist gerade untergegangen. Einfach gewaltig was, die Farben der Natur hergeben. Es ist kühl geworden, gut dass es im Fahrzeug kuschelige Decken gibt. Das Abendessen ist heute nicht so berauschend. Wir gehen bald zu Bett, denn morgen ist ein starker Flugtag. 

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05. Februar 2024
14. Tag

Heute ist Flugtag. Nach dem Frühstück bringt uns Ronny zur Piste. Unser Flugzeug steht schon vor dem Hangar. Ronny checkt die Piste und zerreibt die kleinen Termitenhügel, die sich über Nacht auf der Piste gebildet haben. Herbert fliegt die erste Strecke. Zuerst müssen wir die ansteigende Piste hinaufrollen und das mit ziemlich Gas stehend. Oben angekommen, drehen wir um und in einem Schwung geht es die Piste hinab. Nun fliegen wir nach Windhuk Eros, zum kleineren der beiden Airports von Windhuk. Nach nur 30 Minuten fliegen wir schon auf Eros zu. Vor uns eine Maschine, daher müssen wir mitten über der Stadt noch einen Vollkreis fliegen, dann landen wir und rollen gleich zum Apron. Wir gehen durch den Zoll und Immigration. Dann raus zum Zahlen der Landegebühr. Der Tankwagen rollt auch schon an. Rasch haben wir alles erledigt. Der Flugplan ist aufgegeben. Wir starten den Motor, aber dann… Piste gesperrt. Irgendetwas ist passiert, denn der Einsatzwagen der Feuerwehr ist vorhin losgefahren und hat eine schwarze Rauchwolke hinterlassen. Der Flugplatz ist eine halbe Stunde gesperrt. Warten!! Anschließend starten wir und fliegen unseren Dreistundenflug nach Upington in Südafrika. Wir haben heute wirklich blue sky, kein Wölkchen am Himmel. Ich fliege die Strecke, Herbert und Manfred nicken immer wieder ein. Monoton geht es über die endlos flache Landschaft. Nach drei Stunden erreichen wir Upington. Das letzte Stück der Strecke haben wir Rückenwind und es wird turbulenter. Bei der Landung habe ich ziemlich Seitenwind (Gusts up to 25 kt.) aber die Landung gelingt wirklich gut. Nun gehen wir gleich zum Zoll, zur Immigration und bestellen den Tankwagen. Ich zahle auch gleich die Landegebühr. Alles läuft wie am Schnürchen. Es hat 42 Grad, es ist unerträglich heiß und die Angestellten erzählen uns, dass das heute der heißeste Tag ist. Wir starten, wieder mit Seitenwind. Herbert hat ganz schön zu tun, den schweren, voll beladenen Flieger, bei über 40 Grad von der Piste zu heben. Unser Flug geht von Upington zur Tutwa Lodge, vorbei an der geliebten Dundi Lodge, wo wir schon einige Male gewesen sind. Wir überfliegen die Augrabi Falls, wunderschöne Wasserfälle des Oranje Flusses. Der Wind ist nach wie vor turbulent. Wie werden wir bei der Tutwa Lodge runterkommen, bei dem Wind? Herbert macht einen Überflug. Gott sei Dank, der Wind kommt genau aus der richtigen Richtung, die Landung butterweich. Hier wartet schon Normen unser Fahrer mit dem offenen Safariwagen auf uns. Schnell ist der Flieger gesichert und entladen. Die Fahrt zur Tutwa Lodge dauert nur 20 Minuten. Irgendwie haben Herbert und ich das Gefühl nachhause zu kommen, denn wir lieben diese Lodge seit unserem letzten Aufenthalt. Wir werden herzlich empfangen, bekommen unser Landebier und ab in den Pool. Das Abendessen wird im Restaurant mit Aircondition serviert. Auf der Terrasse wäre es zu heiß. Traumhaftes Essen und dazu ein Fläschchen Wein.

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06. Februar 2024
15. Tag

Guten Morgen in der Tutwa Lodge. Der Sonnenaufgang über den rostbraunen, steinigen Hügeln ist einfach gewaltig. Zum Frühstück bekommen wir frisches Obst, feinst hergerichtet, dazu Joghurt, Toast, Schinken, Wurst und Käse, alles liebevoll dekoriert und serviert. Wir sitzen mit Blick über den Pool und das Wasserloch und auf die Steinhügel und genießen die Ruhe. Kein Auto, kein Flugzeug, einfach Stille. Heute haben wir einen Relax Tag angesagt. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug zum Oranje Fluss. Herbert und ich müssen das Zimmer wechseln, denn irgendwie ist ein unangenehmer Geruch in unserem Zimmer. Wir bekommen nun die „Präsidentensuite“ im ersten Stock. Hier gibt es einen klimatisierten Salon. Links- und rechts sind unsere Luxus-Zimmer, einfach wunderschön! Wir liegen kurz am Pool, aber bei 39 Grad ist das ein Vergnügen, das man sich nur kurz gönnen will. Am späten Nachmittag fährt dann Normen mit uns mit dem Geländewagen zum Oranje Fluss. Die Strecke führt uns durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Nur wenige Tiere sind zu sehen. Ein Adler kreist über uns. Am Oranje Fluss angekommen, gibt es einen Sundowner. Gin- and Tonic und dazu Knabbergebäck. Der Oranje Fluss entspringt in Lesotho und führt über 2.500 Kilometer, bis er im Norden von Südafrika, an der Grenze zu Namibia bei Oranje Mund in den Atlantik fließt. Von der Stelle, an der wir uns befinden sind es noch zirka 500 Kilometer zum Meer. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang und fahren dann zurück zur Lodge, wo schon das Abendessen auf uns wartet. Es gibt zur Abwechslung mal Steak – Rumpsteak! Weil hier in Südafrika mehrmals am Tag der Strom abgeschaltet wird, gibt es auch heute Abend mal keinen Strom. Das ist dann die Zeit, wo man die Sterne am besten sieht, weil es eben kein Licht gibt. Morgen heißt es Abschied nehmen von der Tutwa Lodge, wir sind heute schon traurig!




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07. Februar 2024
16. Tag

Das Frühstück wieder wie gestern, super! Wir fahren heute früh weg, denn wir haben einen Dreistundenflug vor uns und es soll ja wieder heiß werden. Wir verabschieden uns bei der Crew. Der „Chef“, unser Koch, schaut auch noch aus der Küche raus und sagt auf Wiedersehen. Dann bringt uns Normen mit dem Geländewagen zur Piste. Gewohntes- und nun schon eingespieltes Spiel. Einladen, Flieger checken, Pinkeln gehen! Dann kommen noch zwei Herren vorbei und begrüßen uns freundlich. Wir quatschen ein wenig und kommen gleich drauf, dass das die Besitzer der Tutwa und der Dundi Lodge sind. Es sind Vater und Sohn, die hier nicht nur die Lodges betreiben, sie haben auch riesige Dattelplantagen, gleich hier in der Nähe am Oranje Fluss. Berto hat uns schon mal von ihm erzählt und so reden wir über die Wirtschaftlichen Probleme Südafrikas und über Escom und die Stromabschaltungen. Jeder Weiße erzählt uns das Gleiche, es gibt riesige Probleme mit der Regierung, die nicht nur die Stromversorgung nicht im Griff haben. Kurzum, wir müssen weiter, das wissen auch die beiden, denn beide sind Piloten und sie wissen, dass wir einen Flugplan nach Kapstadt brauchen und dass wir da die Zeiten einhalten müssen. Ich fliege heute, Herbert funkt. Die Piste fällt leicht ab, wir starten mit leichtem Rückenwind, denn auf der anderen Seite ist eine Stromleitung, in der wir nicht hängen wollen. Vorerst wenig Gas, bis das Flugzeug in Fahrt kommt, dann volle Pulle. Wir heben schon vor der Mitte der Schotterbahn ab. Nun fliegen wir wieder über endlose Weiten. Nach der Hälfte der Strecke wird es wieder interessanter. Da kommen wieder Berge, Tafelberge in Sicht. Bis hierher machte der Flieger keinen Muxer, jetzt wird es wieder ein wenig turbulenter. Auch die ersten Wolken tauchen auf. Zuerst gehen wir über die Wolken drüber, dann müssen wir aber runter, weil die Region um Kapstadt eine geschlossene Wolkendecke hat. Mit kräftigem Rückenwind geht es über das Stellenbosch Trainings Gebiet, vorbei an Diemerskral Richtung Kapstadt. Herbert hat ordentlich was zu tun mit der ganzen Funkerei. Ständig Frequenzwechsel im Funk. Zum Schluss kommen wir zu Cape Town Tower. Der schickt uns mal in eine Holdingrunde, gibt uns dann für einen verlängerten Downwind frei und dann dürfen wir landen. Alles eigentlich stressfrei. Wir rollen zum Hangar von 4Aviators, unsere Reise ist zu Ende. Nun müssen wir das Flugzeug zurückgeben. Chris von der Flugschule checkt, ob unser Flieger eh keine Beschädigungen hat, dann die Freigabe – alles bestens, wir können fahren. Nun fahren wir wieder mit dem UBER-Taxi nach Kapstadt. Hier haben wir „De Waterkant“ eine private Unterkunft gebucht. Die liegt in einem Stadtgebiet, in dem ich noch nie war. Lauter bunte, kleine Häuser, eng aneinander geschmiegt liegen sie, fast so wie in San Francisco. Die Straße vor unserem Haus ist extrem steil und mit Steinen gepflastert. Hier haben wir ein ganzes Haus für uns, auf drei Etagen, mit drei Terrassen und liebevoll eingerichtet. Es gibt zwei Bäder und drei Schlafzimmer, ideal für uns drei. In der Umgebung gibt es viele Cafés, Bars und Restaurants. Na, dann ab zu unserem Landebier. Anschließend marschieren wir zu Fuß zur Waterfront, weil wir dort Philipp treffen wollen, der in der Nähe von Wellington, zirka 50 Kilometer von Kapstadt entfernt, eine Ranch hat. Es ist viel los in der Waterfront. Tausende Touristen tummeln sich. Shoppen, Essen und Trinken, das ist hier das Thema. Philipp hat im „De Anker“ für uns reserviert. Wir sind pünktlich, aber Philipp hat ein Problem mit dem Auto, die Batterie ist alle. Er kommt später. Der Hunger ist groß und so bestellen wir schon mal. Philipp kommt dann nach. Mein Freund Hackl Herbert und ich hatten mit ihm 2013 eine Buschpilotenausbildung gemacht und seither halten wir Kontakt zueinander. Wir plaudern „über die Probleme in Südafrika“ und über alte Zeiten. Die Zeit verfliegt und Philipp muss dann wieder zurück, denn er fährt eineinhalb Stunden, bis er an seiner Ranch angekommen ist. Er bringt uns mit seinem Pickup noch zu unserer Unterkunft. Nach einer kurzen Einkehr in einer Bar geht es dann zurück – gute Nacht!

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08. Februar 2024
17. Tag

Es gib kein Frühstück in unserer tollen Unterkunft, aber gleich nebenan ist ein Café. Hier trinken wir Kaffee und essen eine Kleinigkeit. Dann geht es mit dem UBER-Taxi an die Waterfront. Hier gibt es viele Geschäfte und Restaurants. Jeder sucht ein wenig herum, aber keiner wird fündig. Man sucht nach etwas, von dem man nicht weiss was es sein soll. Um 11.00 Uhr treffen wir uns in der Brewery, gleich beim roten Glocktower, mit Peter und Lozanne und mit Claudia und Mexx. Letztere haben eine kleine Werbeagentur mit denen ich zusammenarbeite. Peter und Lozanne sind Freunde von denen, die ich aber schon von einem Besuch in Österreich kenne. Wir plaudern und trinken Bier. Die vier fliegen morgen nach Mozambique, daher sind wir nicht so lange zusammen. Wir bleiben noch ein wenig in der Waterfront und fahren dann in ein Restaurant, dass Peter und Lozanne uns empfohlen haben, es heißt Pigalle. Schon beim Eingang kommt mir das alles ein wenig komisch vor und ich frage zur Sicherheit, ob das eh kein Striptease Lokal ist. Überall die Farbe Rot, ein riesiger Saal mit vielen Tischen und wenigen Gästen. Es spielt eine Live Band, sogar nicht einmal so schlecht. Der Ober ist aufdringlich und die Atmosphäre ist sehr gedämpft. Das Essen ist ok, aber irgendwie fühlen wir uns hier in dem Großen Speisesaal etwas verloren. Dann verlangen wir die Rechnung und der Kellner schreibt zur Sicherheit schon mal mit der Hand den Betrag hin, den er sich vorstellt und dann noch eine Aufforderung für Tip dazu! Das geht zu weit, wir diskutieren und zahlen dann wutentbrannt nur den Rechnungsbetrag – ohne Trinkgeld! So geht es einfach nicht. Am Rückweg kehren wir in die der Pianobar ein, direkt neben unserer Unterkunft „De Waterkant“. Es gibt Klavier mit Schlagzeug, eine Sängerin versucht gegen das Schlagzeug anzukämpfen. Um 22.00 Uhr ist Schluss mit Musik und wir gehen zu Bett.

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09. Februar 2024
18. Tag

„De Waterkant“ haben wir liebgewonnen, denn das ist wirklich eine schöne Wohnung in bester Lage. Aber heute haben wir ausgemacht Philipp und Anja zu besuchen. Die beiden sind Besitzer der „Lemontree Lodge“ in Camps Bay. Wir checken aus und fahren mit dem UBER-Taxi fahren wir nach Camps Bay. Philipp empfängt uns freundlich. Wir lassen unser Gepäck bei ihm und marschieren zum Strand. Hier bummeln wir, den Strand bzw. die Promenade auf- und ab. Dann kehren wir im Balboa ein. Das ist ein sehr gutes Restaurant mit tollem Blick über die Camps Bay. Hier warten wir auf Philipp und Anja von der Lemontree Lodge. Die Terrasse ist im ersten Stock eines größeren Gebäudekomplexes. Die Kellner weiß angezogen, die Atmosphäre sehr gediegen. Zum Abschluss gönnen wir uns nochmals ein Steak und bekommen tatsächlich eines der besten Steaks unserer Reise. Anschließend geht es zurück zur Lemontree Lodge. Noch einmal haben wir einen schönen Blick auf den Lionshead und auf das Meer, bevor es dann mit dem UBER-Taxi zum Flughafen geht. Wir haben Rushhour, aber wir haben Zeit genug! Das Einchecken eine Prozedur!! Schlange stehen bis zum Umfallen. Endlich drinnen, gehen wir in die Business Class Lounge. Wir sind schon froh, wenn wir im Flugzeug sitzen! Qatar Airways ist pünktlich. Wir fliegen fast 9 Stunden nach Doha.

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10. Februar 2024
19. Tag

Über Doha geht es dann weiter nach Wien. Wir haben einen Aufenthalt von vier Stunden. Pünktlich landen wir in Wien und fahren mit der ÖBB zurück nach Wels, bzw. Attnang. Lisa holt mich vom Zug ab. Zuhause!

Eine schöne Reise ist zu Ende. Herbert und ich haben ja schon einige Pilotenreisen gemeinsam gemacht. Spannend war, ob auch unser Passagier - Manfred Hebenstreit - in die Gruppe passt. Es hat gut gepasst und wir hoffen, dass Manfred Hebenstreit, der ein anerkannter Künstler ist, die Eindrücke mit tollen Bildern verwerten kann. Mehr über Manfred Hebenstreit findet Ihr unter www.manfred-hebenstreit.com 

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