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Sizilien als Geburtstagsgeschenk an Kurt von seinen Freunden.



Sizilien

Kultur und Erlebnis mit meinen Freunden

Was gibt es schöneres, als einige Tage mit seinen besten Freunden zu verbringen? Mein Lieber Freund Kurt Moser hatte heuer seinen 50. Geburtstag. Das musste natürlich ordentlich gefeiert werden. Und was soll man einem so einem lieben Freund schenken, der ja eh alles hat? Eine Reise mit seinen besten Freunden; Heli, Gottfried, Martin und Harry, war da wohl die beste Idee! Die Reise ging nach Sizilien. Für mich als Reisebüroinhaber natürlich ein leichtes Spiel. Eine Kulturreise sollte es werden, bei der natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen sollte. Wie es uns dann tatsächlich ergangen ist, das könnt Ihr im nachfolgenden Reisebericht lesen.

1. Tag: 25.04.18 - Anreise nach Catania, Fahrt auf den Ätna

Abfahrt früh morgens, denn unser Flug geht ja schon um 09.40 Uhr von Wien nach Catania mit Austrian Airlines. Ich darf während der gesamten Reise den Chauffeur spielen, was ich gerne mache. Der Flug mit Austrian Airlines wirklich super; pünktlich, sogar einen warmen Imbiss und gratis Getränke gibt es. Wir sind begeistert! Ankunft in Catania. Hier haben wir einen 8-sitzigen Kleinbus gemietet, denn meinen Freunden soll es ja an nichts fehlen. Kurt mit seiner Körpergröße (fast zwei Meter) passt nun mal nicht in einen Cinquecento! Also fahren wir mit einem Opel Minibus los. Unser erstes Ziel ist der Ätna. Mein lieber Freund Eicher Heli übernimmt die Navigation und führt uns bis zur Seilbahnstation. Von hier geht es dann mit der Seilbahn hinauf auf rund 3.000 Meter. Der Ätna ist ein aktiver Vulkan und mit rund 3.323 Meter über dem Meeresspiegel auch der höchste Vulkan Europas. Mit einem Guide wandern wir auf der dampfenden Lava herum. Kurt muss leider seinen Flip Flop gegen Wanderschuhe tauschen, sonst darf er nicht mit. Gesagt getan. Es pfeift ein ordentlich kalter Wind, aber das Wetter ist traumhaft. Anschließend fahren wir mit dem Geländewagen zur Talstation der Seilbahn, weil wir die letzten Gäste am Vulkan sind. Am Weg müssen wir das Fahrzeug wechseln weil wir einen Platten haben.

Nach einem kurzen Getränk fahren wir nach Taormina. Heli navigiert uns durch enge Gassen bis wir endlich auf die Autobahn kommen. In Taormina wird’s natürlich schwierig mit dem großen Wagen durch die engen Gassen zu einem Parkplatz zu gelangen. Endlich finden wir in einer Parkgarage Platz und ärgern uns über den Parkautomaten, der einfach nicht funktionieren will. Von der Parkgarage marschieren wir zu unserem Hotel. Das Hotel Vello d'Oro liegt mitten im Zentrum (weitere Hotels in Taormina finden Sie hier). Zum Abendessen finden wir ein nettes Restaurant. Wer Taormina nicht kennt – das ist eine entzückende Stadt, am Hang gebaut, immer mit einem Blick zum Ätna und aufs Meer.

2. Tag: 26.04.18 - Stadtbesichtigung Taormina - Syrakus - Agrigento

Ganz pünktlich treffen wir uns auf der Frühstücksterrasse mit herrlichem Blick zum Ätna und zum Meer im Hotel Vello d'Oro. Ein Traum – die Sonne scheint, das Frühstück super, die Stimmung hervorragend. Wir sind früh aus den Federn, denn heute haben wir ein intensives Besichtigungsprogramm vor uns. Nach dem Auschecken marschieren wir durch die Altstadt und besichtigen das „Griechische Theater“, das antike Theater in Taormina. Auch wenn es als Griechisches Theater bezeichnet wird, wurde es doch von den Römern erbaut. Anfänglich wurden Theater aufgeführt, aber nach einem Umbau gab es dort auch Gladiatoren- und Tierkämpfe. Die Arena und der Blick auf den Ätna haben es zu einem Wahrzeichen von ganz Sizilien gemacht. Wir sitzen in der Sonne und genießen die Atmosphäre. Leider müssen wir schon weiter, denn Syrakus wartet mit weiteren Sehenswürdigkeiten auf uns. Entlang der Autobahn geht es direkt bis nach Syrakus. Syrakus liegt an der Küste des Ionischen Meeres. Bekannt ist die Stadt für ihre antiken Ruinen. Hier gibt es das größte Amphitheater Siziliens. Das heutige Aussehen stammt aus dem 3. Bis 4. Jhd. n. Chr. Es ist nur ein wenig kleiner als die Arena von Verona. Auch hier wurden Gladiatorenkämpfe aufgeführt. Zum Bau für diese Arena wurde gleich unmittelbar neben der Arena ein Kalksteinbruch ausgehoben, bei dem eine Höhle wie ein menschliches Ohr geformt ist. Dieses wird als Ohr des Dionysos bezeichnet. Ein wunderschön angelegter Weg führt zu dieser und zu anderen Höhlen. Wir fahren anschließend in die Altstadt von Syrakus und parken direkt beim Hafen. Hier liegen Segel- und Fischerboote vor Anker. Wir marschieren zum Dom, wo die Kathedrale Santa Maria delle Colonne markant steht. Diese wurde auf den Resten eines vorchristlichen Tempels errichtet. Die Säulen des ehemaligen Tempels sind kunstvoll in den Dom integriert. Nach einem gemütlichen Mittagessen am Domplatz marschieren wir durch die Altstadt, zurück zu unserem Auto und fahren weiter in Richtung Agrigento. Die Fahrt führt durch eine wunderschöne Landschaft, die zu dieser Jahreszeit sehr schön grün ist. Alles blüht – ein Traum! In Agrigento fahren wir zu unserem Hotel Dioscuri Bay, direkt am Meer. Schon bei der Fahrt zu unserem Hotel sieht man schon das „Tal der Tempel“ mit den griechischen Tempeln in der Ferne. Nach dem Bezug der Zimmer besuchen wir das Restaurant Il Molo. Das ist ein stylisches Restaurant mit moderner italienischer Küche. Die Weine schmecken hervorragend, das Essen schlichtweg ein Traum. Wir sind zufrieden und müde. Für weiteres Nachtleben sind wir zu müde.

3. Tag: 27.04.18 - Tal der Tempel - Palermo

Das Frühstück im Hotel – naja geht! Heute besichtigen wir eines der Highlights dieser Reise – das Tal der Tempel. Es gehört zu den eindrucksvollsten archäologischen Fundplätzen auf Sizilien. Es zeigt Überreste der Stadt Akragas, eine der bedeutendsten griechischen Städte der Antike auf Sizilien. Teilweise sind die Tempel noch sehr gut erhalten, teilweise liegen nur mehr Fragmente herum. Eines sieht man aber jetzt noch, dass diese Stadt einst sehr mächtig gewesen sein muss. Akragas wurde 582 v. Chr. gegründet und matchte sich einst mit Athen in Größe und Macht. Wir können nicht sehr lange bleiben, denn wir haben heute ja noch ein weiteres Highlight am Programm – Palermo. Zudem haben wir eine längere Strecke zu fahren. Es geht von Agrigento nach Palermo. Unser Chefnavigator Heli meint, wir sollten nicht die direkte Strecke fahren, weil es hier Verzögerungen geben kann. Nun wir beschließend doch den Weg zu fahren – was sich als Fehler herausstellen sollte. Auf einer Strecke von zirka 50 Kilometer fahren wir nunmehr mit maximal erlaubten 30 Km/h, weil hier eine neue Straße gebaut wird. Es ist mühsam – sehr mühsam! Endlich kommen wir nach Palermo. Wieder ist der Navigator Heli der wichtigste Mann, denn in Palermo aufs Navi und auf die Straße gleichzeitig zu schauen geht nur, wenn man sich permanent an anderen Fahrzeugen reibt, so wie das die meisten Autos scheinbar gemacht haben. Alle Autos sind zerkratzt, haben Blechschäden, Kratzer und Beulen. Unser Hotel Vecchio Borgo liegt mitten in der Altstadt. Navigator Heli bringt uns direkt vors Hotel. Wir können unseren Van direkt vor dem Hotel parken – welch ein Glück! Das Hotel ist nicht wirklich schön. Die Zimmer klein, vor allem für Heli, Kurt und mich in einem Dreibettzimmer sehr eng. Macht nichts – wir sind heute ja eh „auf der Gasse“, also nicht im Zimmer. Gleich in einem Lokal um die Ecke trinken wir ein zwei Bier und treffen nette Leute. Zum Abendessen lädt uns Kurti ein, als Dankeschön, weil wir die Reise für ihn organisiert haben. Im Restaurant Biondo speisen wir hervorragend. Hier treffen sich nur Italiener, auf sehr gehobenem Niveau. Dann geht es noch in ein Lokal in der Altstadt - es wird spät….

4. Tag: 28.04.18 - Stadtbesichtigung Palermo

Frühstück/im letzten Bier muss was gewesen sein! Gut dass ich heute nicht Autofahren muss, denn wir unternehmen heute eine Fahrt im Hop-on, Hop-off Bus. Diese Busse gibt es fast in jeder Großstadt weltweit. Wir besteigen den Bus und nach kurzer Fahrt fällt Heli aus. Er dürfte beim Frühstück was gegessen haben, was sein Magen nicht vertragen hat. Er muss zurück ins Hotel – Kurt begleitet ihn. Gottfried, Martin und ich fahren mit dem Hop-on, Hop-off Bus weiter bis nach Monreale. Das liegt wunderschön am „Hausberg“ von Palermo. Das berühmteste Bauwerk ist die Kathedrale von Monreale, aus dem 12. Jahrhundert.

Es finden sich hier romanische und arabische Baukörper und zeigen von einer normannisch- arabisch- byzantinischen Vergangenheit. Berühmt sind die zahlreichen Mosaike mit einer Fläche von 6.340 m² an den Decken. Sehr schön sind auch der Kreuzgang und das Bronzetor sowie das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert. Am Monte Caputo steht das Castellacia, eine ehemalige Benediktinerburg. Nachdem wir den nächsten Bus zurück in die Stadt verpassen, essen wir in Monreale zu Mittag und nehmen den nächsten Bus. Dann geht es zurück Richtung Zentrum. Unterwegs steigen wir aus und besichtigen die Kapuzinergruft von Palermo. Hier bauten die Kapuziner 1534 eine Gruft in der hunderte Mumien in kleinen Nischen stehen. Teilweise sind die noch so gut erhalten, dass man die Gesichtszüge erkennen kann. Nichts für schwache Nerven, denn schaurig ist die ganze Angelegenheit allemal. Ich hatte die Gruft schon mal gesehen, aber es hat mich doch wieder geschaudert und trotzdem fasziniert. Anschließend marschieren wir über die Via Vittorio Emanuele ins Zentrum der Stadt, vorbei am Palazzo und am Theater. Wir treffen Heli und Kurt wieder. Gott sei Dank hat Heli seine Magenverstimmung hinter sich und Kurt – na dem geht’s soweit auch gut. Er musste sich nur die Zeit totschlagen, während Heli auskurierte und das hatte Folgen.

Wir suchen ein Restaurant. Und weil es zu regnen beginnt lassen wir uns in einer Pizzeria nieder, in die uns ein „Keiler“ schleppt. Hier machen wir leider eine sehr schlechte Erfahrung. Normalerweise isst man in Italien immer und überall gut, aber es gibt auch Ausnahmen. Die Pizza von Gottfried war zuerst nicht durch, dann Kohle! Der Insalata Mista kam nicht, der Wein war nicht der den wir bestellt hatten. Meine Freunde nennen es „Anakonda“, wenn bei mir mal die Nerven durchgehen. Dieses Tier hab ich heute leider wieder mal rauslassen müssen. Es regnet, die Steine sind rutschig. Wir gehen zurück zum Hotel. Jeder ist ein wenig angeschlagen. Heli von seiner Magenverstimmung, Kurti vom Warten, Martin, Gottfried und ich vom Marschieren und Besichtigen. So sind wir heute mal früher in unserem Hotel und gehen auch früh zu Bett.

5. Tag: 29.04.18 - Rückreise

Nach dem Frühstück verlassen wir die Stadt Richtung Flughafen. Wir machen in einem kleinen Fischerdorf noch kurze Rast, trinken einen Kaffee, genießen die Sonne, die heute wieder scheint. Unser Flug geht gegen Mittag, also haben wir nicht viel Zeit, denn wir müssen noch den Mietwagen zurückgeben. Bald sind wir eingecheckt. Der Flug mit Austrian wieder super. Wir sitzen beim Notausgang und haben Beinfreiheit wie in der Business Class. Alles pünktlich! Wir landen in Wien und fahren zurück an den Attersee. In Wien hat es 30 Grad – mehr als in Sizilien.

Eine wunderschöne Reise wird uns immer in Erinnerung bleiben. Wir haben unseren lieben Freund Kurt Moser und uns selbst ein schönes Geschenk gemacht. Sizilien – wir kommen wieder!

 ©Harald Schobesberger

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Harald Schobesberger6

Harald Schobesberger





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