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Costa Mediterranea



Kreuzfahrt mit Costa Mediterranea ins Ionische Meer

Weil 2016 eine große Kreuzfahrtgruppe mit der Costa Mediterranea geplant ist und ich einige Termine für die Landgänge für diese Gruppe zu organisieren habe, hab ich mir gedacht ich unternehme mit Johanna die gleiche Kreuzfahrt, nur halt ein Jahr vorher und treffe während der Landgänge die Agenturen und Partner die ich zur Organisation benötige. Als dann noch das passende Angebot hereinflatterte war alles klar.

1. Tag: Samstag 29.08.15

Wunderschönes Wetter am Attersee. Dennoch, heute geht es los und da gibt es nichts zu rütteln, wir müssen nach Triest. Am Verkehrsfunk nichts Gutes! Die Tauernautobahn ist völlig überlastet. Wir entscheiden über die Pyhrn Autobahn zu fahren und über Hohentauern nach Kärnten und dann von dort über das Kanaltal nach Udine und Triest. Johanna fährt. Es ist wunderbares Wetter, die Strecke über den Hohentauern einfach ein Traum. Auf der Autobahn in Italien dann doch ein wenig Stau. Meine erste Aufgabe ist es, zwischen Grado und Triest ein Restaurant für eine Gruppe zu suchen, die jetzt im September nach Italien fährt. Wir fahren nach Duino und finden tatsächlich ein nettes Lokal, direkt am Meer und zwar das Ristorante Al Pescaturismo. Es gibt herrlichen Fisch und das zu sehr vernünftigen Preisen. Leider hat das Restaurant am gewünschten Tag meiner Gruppe nicht offen und daher suchen wir ein anderes. Dazu fahren wir in das Hinterland ins Karstgebirge. Leider finden wir das vom Restaurant Pescaturismo empfohlene Restaurant nicht und fahren direkt nach Triest, damit wir unser Schiff nicht versäumen. In einer morbiden Gegend direkt am Hafen parken wir das Auto, bevor es mit dem Shuttle direkt zum Schiff geht. Schon von weitem sieht man die Costa Mediterranea im Hafen von Triest alle anderen Schiffe überragend. Das Check-in funktioniert sehr gut. Wir beziehen die Kabine 7261, also im 7. Stock auf Backbord Seite. Das Gepäck wird direkt auf die Kabine gebracht. Wir erhalten auch gleich unsere Costa Card, mit der die gesamte Verrechnung während der Fahrt geschieht. Wir haben ein Paket gebucht, bei dem die meisten Getränke dabei sind und haben dieses Paket dann nochmals auf "all inclusive" upgegradet, was ich nur empfehlen kann, denn die Getränke sind nicht gerade billig. Mit unserer Card genießen wir gleich mal einen ordentlichen Welcome Drink an der Bar. Pünktlich um 19.00 Uhr "sail away". Vom Deck aus beobachten wir das Ablege Manöver, es geht hinaus auf die Adria. Wir haben zur ersten Sitzung, um 19.00 Uhr, das Abendessen reserviert. Wir bekommen einen Zweiertisch ganz im Heck des Schiffes. Ich treffe einen Reisebürokollegen und wir tauschen einige Worte aus. Das Abendessen besteht aus meist vier Gängen wobei man pro Gang aus wiederum ca. vier Speisen wählen kann. Trotz der Größe des Schiffes und der 2000 Passagiere an Bord funktioniert das Service im Restaurant hervorragend. Man findet immer was Passendes auf der Speisekarte. Wenn nicht, gibt es gegen einen Aufpreis auch Hummer, Lachs und sonstiges Leckeres. Am Weg zurück in unsere Kabine besuchen wir noch eine der zahlreichen Bars.

2. Tag: Sonntag 30.08.15

Wieder herrliches Wetter. Der erste Blick aus dem Fenster unserer Premium Balkonkabine stimmt schon fröhlich. Das Frühstück wird im gleichen Restaurant eingenommen wie beim Abendessen. Es gibt am Oberdeck auch eine Möglichkeit in einem Buffetrestaurant das Frühstück einzunehmen. Gegen 13.00 Uhr laufen wir in Dubrovnik ein. Das Schiff fährt direkt zum "alten Hafen". Die Landgänge werden mit Tenderbooten organisiert. Da wir beide Dubrovnik kennen und Johanna heuer sogar schon in Dubrovnik war, haben wir es nicht eilig von Bord zu gehen. Venedig und Dubrovnik haben eine sehr enge gemeinsame Vergangenheit. Überall sind die Zeichen der Venezianer zu sehen. Die Stadt hat eine sehr schöne Stadtmauer die man auch zu Fuß umrunden kann. Wir beide kennen die Stadtmauer und zudem ist es dazu einfach zu heiß. Wir marschieren an der Hl. Blasius Kirche, an der Kathedrale und am Rektorenpalast vorbei, shoppen ein wenig und genehmigen uns einen Drink. Es gibt einen Durchgang durch die Mauer durch den man zu einer kleinen Bar und zu einer Bademöglichkeit gelangt. Wir haben die Badesachen mit und springen ins kühle Nass. Die Zeit vergeht wie im Flug und so machen wir uns wieder auf den Weg zurück zur Costa Mediterranea. Abfahrt wieder um 19.00 Uhr. Es geht entlang der dalmatinischen, kroatischen Küste nach Griechenland. Während wir im Restaurant sitzen, zieht die malerische Landschaft vorbei. Jeden Abend gibt es im Theater Programm. In einigen Bars spielt Live Musik, es wird wieder schwierig nicht in eine Bar einzukehren, na was solls - ist ja eh Urlaub.

3. Tag: Montag 31.08.15

Als wir heute die Vorhänge aufmachen, blicken wir bereits auf die Hafenanlage von Kerkyra/Korfu. Ich hab heute einen Termin mit einem Agenten vor Ort, mit dem ich das Programm für meine Musikergruppe 2016 besprechen muss. Nach dem Frühstück marschieren wir durch den Hafen zum Hafenausgang. Dort wartet bereits mein Agent auf mich. Er bringt uns ins Zentrum und zeigt uns den Platz auf dem wir die Musikveranstaltung machen können. Wir plaudern ein wenig übers Geschäft. Wir erkunden anschließend die Stadt auf eigene Faust. Kerkyra hat eine schöne venezianische Festung, eine Altstadt mit verwinkelten Gassen und hunderten Souvenirläden und Geschäften. Immer wieder hat man einen schönen Blick aufs Meer. Ich war bereits im Juni in Kerkyra und kenne mich daher schon ganz gut aus. Es ist auch heute wieder sehr heiß! In einer kleinen griechischen Taverne genießen wir eine griechische Vorspeisenplatte. Anschließend geht es wieder zurück aufs Schiff. Nun hab ich endlich mal Zeit zum Lesen (Biografie von Arnold Schwarzenegger auf Englisch, an der ich schon zwei Jahre “arbeite”) und zum Faulenzen. Für die Gäste werden zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten angeboten. Wer will kann eine Inselrundfahrt machen oder einen Badeausflug zu einer schönen Badebucht. Die Reederei bietet viele Möglichkeiten an. Wer will kann sich aber selber einen Mietwagen mieten oder einfach ein Taxi nehmen. Am Abend wieder Show und Livemusik, das Abendessen lassen wir heute aus, denn der Vorspeisenteller hatte es in sich.

4. Tag: Dienstag 01. September

Vorhang auf - Manege frei! Wieder ein neuer Tag, wieder eine andere Insel und eine neue Stadt. Wir sind auf Kefalonia angelangt. Die Hauptstadt Argostoli hat ebenfalls viel mit den Venezianern zu tun. Mit einem kleinen Bummelzug fahren wir durch die Stadt. Berühmt sind auch die vielen Schildkröten, die im Hafenbecken tauchen. Wieder ist es sehr heiß. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen zum Rasten, dann geht es zurück aufs Schiff. So ein Tag an dem die Kreuzfahrer auf “Landgang” sind hat was Gutes. Es ist ruhig an Bord, das ganze Schiff gehört uns. Zeit zum Relaxen, Zeit zum Lesen und wer will zum Baden im Pool. Mit der “all inclusive Card” hat man das gesamte Angebot der Getränke inkludiert. Was gibt es schöneres als in der Sonne zu liegen, einen kühlen Drink daneben, ein gutes Buch! Einfach herrlich. Immer wieder sieht man große Motoryachten vor Anker liegen. So auch in Argostoli, eine große Yacht mit dem Namen “Africa” liegt direkt neben uns. Schön langsam kommen die Landgänger zurück. Einige haben die Insel mit dem Auto erkundet, andere waren mit dem Taxi in einer schönen Badebucht. Jeder hat was zu erzählen.

Im täglichen “diario di bordo” dem Bordmagazin erfährt man was es täglich an Veranstaltungen gibt. Heute ist Galaabend, das sogenannte “Kapitäns Dinner”. Wer will kann sich mit dem Kapitän fotografieren lassen. Übrigens, Fotos werden ständig gemach. Schon beim check-in beim ersten Betreten des Schiffes werden Bilder geschossen, die man dann natürlich kaufen kann. Nach dem Abendessen gibt es eine Akrobatik Show im Theater, dann noch einen Tanzabend “La Note in Maschera”. Wer will kann dann noch in die Disko.

5. Tag: Mittwoch 02.09.15

Vorhang auf - heute noch keine Überraschung, wir sind noch auf See. Gegen 10.00 Uhr erreichen wir die Bucht von Kotor. Schon die Fahrt entlang der Küste ist schön. So richtig spektakulär wird es, als wir die Einfahrt in die Bucht von Kotor erreichen. Diese Bucht von Kotor ist der größte Fjord in Europa, ausgenommen der Fjorde in Norwegen. Steil ragen die Berge links und rechts auf. Bedrohlich eng schaut es aus, als die Costa Mediterranea sich durch die Windungen des Fjordes zwängt. Das Lotsenboot begleitet uns. Fast drei Stunden brauchen wir, bis wir die Stadt Kotor erreichen. Diese montenegrinische Stadt ist an den Hang eines steil aufragenden Berges gebaut. Eine Stadtmauer umschließt die Stadt und reicht hoch hinauf auf den Berg. Auch heute ist es wieder extrem heiß, daher werden wir auch diese Stadtmauer nicht erklimmen. Wir wandern hingegen durch die Altstadt mit seinen Adelspalästen und mittelalterlichen Kirchen. Die St. Tryphon Kathedrale zählt zu den bekanntesten Bauwerken der Altstadt, die 1166 auf den Fundamenten eines römischen Tempels errichtet wurde. Die Lage der Stadt ist einzigartig. Die Costa Mediterranea erscheint unwirklich durch ihre Größe in Relation zur Stadt. Übrigens, alle Landgänge kann man ohne Reisepass machen, denn die Costa Card genügt für die Einreise! Wieder gegen 19.00 Uhr “sail away” und Sonnenuntergang im Fjord von Kotor mit einem genüsslichen Cocktail. Am Abend große “Varieté Show” im Theater mit den Tänzern und dem Duo Legenda, Leonardo Carrassi und einer großen Lasershow. Wirklich gewaltig was die da auf die Bühne bringen. Heute gibt es “weiße Nacht”. Wer kann zieht sich weiß an. Anschließend unternehmen wir einen Bummel durch alle Bars. Das ist ein Projekt, denn nach sieben Bars und überall einen Cocktail geht das Zählen nicht mehr so gut.

6. Tag: Donnerstag 03.09.15

Gegen 09.00 Uhr erreichen wir Split. Es liegen bereits zwei Kreuzfahrtenschiffe im Hafen. Dennoch gelingt es unseren Kapitän unseren Ozeanriesen in eine Parklücke einzuparken. Die Altstadt schließt unmittelbar an den Hafen an. So hat man eine gute Möglichkeit alles zu Fuß zu erreichen. Die Entstehung der Stadt verdankt Split dem Kaiser Diokletian, der zwischen 295 und 305 beschloss, sich für die Zeit, nachdem er den Thron in Rom verlassen haben würde, einen Palast zu bauen. Dieser riesige Palast ist heute die Altstadt von Split. Um ihr herum hat sich die Stadt natürlich weiterentwickelt. Enge Gassen, viele Restaurants und Bars, viel Leben (kein Wunder bei 3 großen Kreuzfahrtschiffen in Hafen). Wir erkunden die Stadt, finden auch einen wunderschönen Markt und viele Fotomotive. Die Hafenstadt Split ist heute wohl die wichtigste Stadt zur Versorgung der zahlreichen Inseln vor der Küste von Kroatien. Ständig laufen Autofähren aus dem Hafen aus, auch ein Wasserflugzeug trägt zur Versorgung bei. Nach einem ausführlichen Rundgang tun uns die Füße weh und wir gehen zurück zum Schiff. Ich hab nun Zeit mein Buch “Schwarzenegger” nun endlich fertig zu lesen. Nacheinander laufen die Kreuzfahrtenschiffe aus. Wir sind das größte Schiff und laufen zuletzt aus. Die Sonne geht spektakulär über der Inselwelt der Kornaten unter. Am Abend geht es richtig zur Sache in der “Haupt Bar” mit einem italienischen Abend. Ein DJ macht ordentlich Stimmung. Nachdem viele Italiener an Bord sind, heizt sich die Stimmung immer mehr auf! Übrigens, wenn Ihnen jemand sagt, Kreuzfahrten sind nur was für Ältere, Fehlanzeige, es sind vorwiegend jüngere Teilnehmer und viele Familien mit Kindern an Bord. Auch mein Reisebürokollege ist mit seiner Familie dabei. Ich plaudere mit ihm ein wenig über die Branche. Dann wird es wieder länger, Johanna kann sich einfach von der italienischen Stimmung an der Bar nicht lösen!

7. Tag: Freitag 04.09.15

Gegen 07.00 Uhr beginnen wir die Einfahrt nach Venedig. Alle gehen aufs Oberdeck um das beeindruckende Einlaufen nach Venedig in Bildern festzuhalten. Wie Puppenhäuser ziehen Dogenpaläste an uns vorbei, der Markusplatz direkt vor uns. Wir erreichen den Kreuzfahrten Hafen von Venedig. Heute hab ich ein Meeting mit einer Agentur in Venedig geplant. Das Büro ist unweit des Hafens. Wir marschieren zu Fuß zu unserem Meeting. Das Büro der Agentur befindet sich in den renovierten alten Speichern von Venedig. Nach dem Meeting kaufen wir eine Vaporettokarte und können so den ganzen Tag mit den Linienschiffen fahren. Mehr als 400 Brücken verbinden die einzelnen Stadtteile. Der Canale Grande durchzieht die Stadt, an welchem die großartigen Adelspaläste liegen. Der wichtigste Platz ist natürlich der Markusplatz, aber den besuchen wir nur kurz, da zu viele Touristen ohnedies die Sicht für gute Fotos verstellen. Viel Reichtum wurde durch die Plünderung von Byzanz im Jahre 1204 am Markusplatz angesammelt. Im Dogenpalast wohnte bis 1792 ein Doge. Das wirklich schöne Venedig erlebt man aber nur dann, wenn man sich durch die Stadt treiben lässt. Sobald man den Markusplatz hinter sich gebracht hat, findet man immer wieder auch ruhige Plätze und Gassen in denen noch das wirkliche venezianische Leben sprudelt. Wir besichtigen die Plätze an denen 2016 geplant ist, dass unsere Musikgruppen auftreten werden. Essen und Trinken gehört in Venedig genauso dazu wie Shoppen. Die zahlreichen Geschäfte mit Murano Glas, oder mit venezianischen Puppen oder Souvenirs laden zum Shoppen ein. Aber auch Bekleidungsgeschäfte bieten, wider Erwarten, günstige Textilien an. Wir kaufen nix, essen eine Kleinigkeit. Am späten Nachmittag geht es zurück über den Canale Grande aufs Schiff. Wir sind beide total müde. Die langen Märsche, die vielen Menschen und die Hitze haben uns heute ganz schön zu schaffen gemacht. Heute bleiben wir bis 21.00 Uhr in Venedig und dann geht es zurück nach Triest.

8. Tag: Samstag 05.09.15

Wir sind schon im Hafen von Triest angelangt. Wir verlassen heute das Schiff. Schön wars! Die Koffer werden durch die Crew von Bord gebracht. Nach Farben sortiert, findet man dann das Gepäck wieder. Wir bringen unser Gepäck hingen selber von Bord, das geht auch. In Triest haben wir heute einen Termin mit einem Vertreter des Tourismusamtes von Friaul. Während ich das Auto vom Parkplatz hole wartet Johanna am Hauptplatz mit dem Gepäck. Wir besprechen den Auftritt in Triest für die "Kreuzfahrt der Blasmusik" und anschließend fahren wir zurück. Weil sehr viel Verkehr ist, beschließen wir über die Bundesstraße bis Udine zu fahren. In Udine geht es dann auf die Autobahn. Es ist sehr starker Rückreiseverkehr. Wir verlassen vor der Grenze die Autobahn und fahren nochmals ein Stück Bundesstraße um dem Stau bei der Mautstation zu entgehen. Weil das Wetter noch halbwegs schön und die Straße trocken ist, fahren wir über den Katschberg und über Obertauern und dann noch über Annaberg - Gosau - Bad Ischl zurück an den Attersee. Kurz vor unserem Ziel in Weyregg, Straßensperre wegen einem schweren Unfall. Wir müssen den ganzen Attersee umrunden um nach Schörfling zu gelangen.

Eine Kreuzfahrt mit der Costa ist für jede Alterskategorie geeignet. Gerade im Sommer sind viele junge Menschen an Bord. Ich werde sicher wieder mit Costa fahren, spätestens 2016, wenn wir die "Kreuzfahrt der Blasmusik" organisieren.

©Harald Schobesberger (08.09.15)


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Verfasser

Harald Schobesberger Urlaubswelt16

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