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Malediven Nautilus Two 2018 zu Silvester



Malediven zu Silvester

Nautilus Two

Tauchen und Schnorcheln

Seit 2008 fährt die Nautilus Two nun im Auftrag der urlaubswelt.com auf den Malediven. Das Tauchschiff, daß von Alois Männer initiiert wurde, hat sich im Laufe der Jahre einen Namen gemacht. Fast jeder Taucher in Österreich und Deutschland kennt dieses Boot. Liveaboard Safari Boote ist der Begriff unter dem diese Boote auf den Malediven bekannt sind. Zu einer Tauchsafari auf den Malediven passen alle Klischees die man so im Kopf hat wenn man an das Inselparadies denkt. Türkis-Blaues Wasser, Badewannentemperaturen, Traumhafte Korallen und puderweiße Sandstrände mit Palmen die ins Meer hängen. Leider paßt aber das Klischee „teuer“ auch zu den Malediven, denn seit einigen Jahren wurden die Inseln in 5-Sterne Deluxe Inseln umgebaut, mit Preisen über 500 Euro pro Person/Nacht. Da ist man an Bord der Nautilus schon günstiger unterwegs und sieht zudem nicht eine sondern viele der 1.100 Inseln.

Unsere Tour führt uns ins Ari Atoll und dann weiter ins Felidhoo Atoll und dann weiter hinauf ins Südmale Atoll. Silvester auf den Malediven ist nochmals was Besonderes! Kein Feuerwerk mit Raketen, dafür ein Feuerwerk der Sinne. Herrliche Temperaturen, Palmeninseln, Tropen pur. Das neue Jahr kann kommen.

 1. Tag: Dienstag 25.12.18

Abfahrt von Schörfling. Nachdem ich Martin abgeholt habe sind wir noch nach Schwanenstadt und Meggenhofen gefahren um die restlichen Teilnehmer abzuholen. Männer Lois hat mir wieder jede Menge Dinge mitgegeben die ich auf die Nautilus bringen sollte. Ein Sonnensegel, zwei Stand-up Paddelboote und zwei Kompressor Teile. Also fast schon eine Aufgabe für eine Spedition! Kurzum wir können trotzdem alles gut verstauen. Wir fliegen mit Emirates A380 pünktlich von München nach Dubai. Nach einem dreistündigen Aufenthalt geht es weiter nach Male. Der Zoll interessiert sich nicht für uns und so können wir durchmarschieren.

 2. Tag: Mittwoch 26.12.18

Es regnet, als wir mit der Boeing 777 aufsetzen. Na bitte – das wollten wir aber nicht! Wir werden von unserer Nautilus Two Crew freundlich empfangen. Nun treffen wir auch die restlichen Teilnehmer beim Jetty. Der Regen hat mittlerweile aufgehört. Wir sind insgesamt 18 Personen, ungefähr die Hälfte Nichttaucher. An Bord der Nautilus Two gibt es dann das übliche Procedere. Guest Registration Form ausfüllen, Taucher müssen ihre Verzichtserklärungen abgeben. Jedes Mal wenn ich an Bord der Nautilus Two bin, ändert sich die Crew ein wenig. Nur der Koch Ibrahim bleibt erhalten. Auch Barmann Beam ist wieder an Bord. Über uns brausen die Flugzeuge und die Wasserflugzeuge hinweg. Die Stadt Male explodiert förmlich. Die Chinesen haben auf Hulhulemale eine Stadt gebaut und diese Insel mit der Hauptinsel mit einer Brücke verbunden. Auf jeden Fall ist der Trubel in Male nicht sehr erholsam, daher fahren wir, nachdem wir noch zwei verspätete Gäste aus Frankfurt aufgenommen haben los. Wir fahren in das Nord Ari Atoll. Hier kommen wir bereits in der Dunkelheit an und ankern. Nur wenige Lichter sind zu sehen. Das Wetter ist super geworden. Es gibt ein herrliches Buffet so wie ich das von Nautilus gewohnt bin. Nach einigen Drinks an der Bar geht es zu Bett.

 3. Tag: Donnerstag 27.12.18

Die Taucher haben bereits ihren „early morning dive“ hinter sich als wir uns aus unserer Kabine kommen. Die Nautilus Two hat Platz für 24 bis 26 Personen. Das Platzangebot ist enorm. Das Schiff ist 45 Meter lang und hat drei Decks, das Unterdeck, das Oberdeck und das riesige Sonnendeck. Ich hab zwei Standup Paddelboote mitgenommen. Diese werden heute aufgepumpt. Einige unserer Gäste kennen so was schon und fahren auch perfekt damit herum. Ich selber hab das erst einmal probiert. Ich wackle auf dem Brett herum, aber es gelingt auf Anhieb ohne reinzufallen um das Schiff zu fahren. Wir ankern direkt vor einer kleinen Sandbank. Also geht es nach dem Frühstück gleich mal Robinson Crusoe spielen auf die Sandbank. Das Wasser ist herrlich warm. Einige Schnorcheln, andere liegen im Sand, oder probieren das SUP (Standup Paddeling) aus. Auch der zweite Tauchgang wird hier unternommen. Dann geht es weiter Richtung Süden. Das Wetter ist herrlich, Sonnenschein pur! Nach einer kurzen Fahrt kommen wir zu unserem zweiten Ankerplatz. Vor jedem Tauchgang gibt es ein Briefing. Auch für die Schnorchler gibt es diesmal ein Briefing, weil diese auch mit dem Tauch Dhoni mitfahren. Nach kurzer Fahrt mit dem Tauch Dhoni erreichen wir unseren Tauchplatz. Die Taucher springen ins Wasser. Wir, die Nichttaucher, fahren ein Stück weiter und hüpfen dann auch ins Wasser. Leider ist die Sicht schlecht und der Schnorchel Spot zu tief, so daß man nicht wirklich viel sieht. Anders sieht es bei den Tauchern aus, die berichten von Mantas und Haie und sind begeistert. Zurück am Schiff riecht es schon verdammt gut aus der Küche. Die Glocke läutet – Essen ist vorbereitet. Am Buffet findet jeder was er sich wünscht. Fisch, Fleisch, Gemüse, Reise, Salat und natürlich Curry. Da wir nun zu unserem Koch Ibrahim auch einen Thailändischen Koch dazu genommen haben, schmeckt es nun noch asiatischer! Ein wunderschöner Tag neigt sich dem Ende zu. Die Sonne verschwindet spektakulär im Abendlicht. Einige große Gewittertürme stehen am Horizont – eine Stimmung wie aus dem Bilderbuch. Der Abend gehört der Bar, bei österreichischem Wein und sonstigen Getränken.

 4. Tag: Freitag 28.12.18

Einige Schnorchler und die Taucher sind heute schon wieder früh raus zum „early morning dive“. Sie sehen Delphine, Haie und vieles mehr. Alle sind begeistert, schon fast euphorisch! Das sind dann die Momente wo man sich auch als Tauchreiseveranstalter freut, daß man dieses Geschäft macht. Nach dem Frühstück werden die Anker gelichtet und es geht weiter Richtung Süden. Heute steht auch wieder eine unbewohnte Insel am Programm. Schneeweißer Sandstrand, Palmen, aber leider auch Plastikmüll. Da muß man beim Begriff Paradies dann mal ein Auge zudrücken.

Weiter geht es zu unserer nächsten Insel. Leider sind hier die Korallen nicht mehr so schön. Es gab leider in den letzten Jahren zweimal einen sogenannten El Ninjo, bei dem die Wassertemperatur durch Strömungsänderungen so anstieg, daß die Polypen der Korallen abstarben. Dennoch, es wimmelt von Rifffischen, auch einen kleinen Weißspitzenhai treffe ich im flachen Wasser der Insel. Er schwimmt um mich herum und beäugt mich, genauso wie ich ihn betrachte.

Am Abend bereitet unsere Crew das Barbecue auf der Insel vor. Bengalische Beleuchtung führt uns zu einem aus Sand geformten Wal Hai, der zugleich unser Tisch für das Abendessen ist. Es gibt White und Red Snapper, Curry, Pizza Gemüse und verschiedene Obstsorten zum Nachtisch. Es ist sternenklar, der Himmel blinkt mit tausenden Sternen. Eva sammelt einige Krebse für das Krebsrennen. Die Krebse werden ausgelassen und angefeuert auf ihren Weg ins Wasser. Tausende dieser Tiere gibt es hier am Strand. Anschließend geht es zurück an Bord, wo bei einem Fläschchen Wein die Tageserlebnisse aufgearbeitet werden. 

 5. Tag: Samstag 29.12.18

Wir ankern beim Conrad Rangali, dem ehemaligen Hilton Hotel, das auch über ein Unterwasserrestaurant verfügt. Martin und ich lassen den „early morning dive“ aus, zumal die Aufarbeitung gestern am Abend länger gedauert hat. Heute gibt es zum Frühstück Masumi, das ist gehackter Thunfisch mit Chili, Zwiebel und Paprika. Dazu gibt es eigene Fladen – herrlich. Die Taucher kommen zurück und haben heute wieder Mantas gesehen. Unser neuer Ägyptischer Tauchguide Hamza hat alles mitgefilmt. Beim Frühstück gibt es schon die ersten Aufnahmen zu sehen.

Wir sind ganz im Süden des Ari Atolls. Nun kommt ein weiteres Highlight – wir suchen die Wal Haie. Diese werden bis zu 15 Meter lang – die meisten sind aber so um die 4 bis 8 Meter. Wir fahren mit dem Dhoni die Südspitze vom Ari Atoll entlang. Plötzlich – Ziad schreit – „Jump!“ Alle springen und tatsächlich unter uns ein Wal Hai mit seinen typischen weißen Tupfen am Körper. Langsam, gemächlich schlängelt er sich dahin. Wir schnorcheln oben drüber. Nach kurzer Zeit taucht er ab und verschwindet im tiefen Blau. Zurück zum Dhoni – wir fahren weiter. Kurz drauf sehen wir wieder einen Wal Hai – „Jump“. Nun haben wir ihn noch näher bei uns. Hamza taucht mit seiner Kamera ganz nahe heran. Wir haben Zeit den Wal zu beobachten, aber dann bricht die Hölle aus. Plötzlich reißt mich jemand an den Flossen, rund herum kocht das Wasser, ich werde geschupst, gezogen, gedrückt. Als ich den Kopf aus dem Wasser nehme vernehme ich Stimmen die ich nicht kenne und Gesichter die ich nicht kenne. Als ich um mich herum schaue stehen 15!!! andere Boote herum, die ihre Fracht hier ausgeladen haben. Meist Asiaten, Chinesen, Japaner, teilweise mit Schwimmwesten. Nichts wie weg!! Ich schwimme zurück und werde fast von einem der 15 Boote überfahren. Wir hatten dank unserer guten Guides – vor allem Ziad und unserer guten Crew das Glück als erster die Wal Haie zu sehen. Nun macht es aber keinen Sinn mehr, denn jedes Mal wenn wir einen entdecken kommt die Armada wieder zu uns. Wir fahren zurück zur Nautilus. Relaxen, Lesen, nix tun! Wir ankern vor einer Einheimischen Insel. Einige unserer Gäste besuchen die Insel. Auf diesen Inseln gibt es nun immer mehr so genannten Guest Houses. Diese werden von den Einheimischen geführt. Der Strand bei der Insel ist wirklich schön, die Tauchplätze auch super, also ist das auch eine Alternative zu den teuren Luxushotels, auch wenn man auf Einheimischen Inseln auf Alkohol verzichten muß. Wir bleiben bei der Insel über Nacht. Ich genieße die Ruhe am Sonnendeck und beobachte die Sterne. So viele Sterne sieht man bei uns nicht oft. Kein Wunder, wir sind ja fast am Äquator.  

 6. Tag: Sonntag 30.12.18

Der Morgentauchgang fällt heute aus, denn es schüttet „was das Zeug hält“. Leider hat sich das Wetter verändert. Ruhe am Schiff – bis zum Frühstück. Dann kommen alle aus ihren Kabinen und stürzen sich auf das Buffet. Wir hieven den Anker und fahren weiter zur Insel Maafiushivaru, auch im südlichen Ari Atoll. Hier treffe ich am Nachmittag Ronald Schweigert, den Manager des Hotels. Wir unternehmen heute wieder zwei Tauch- und Schnorchel Gänge, ich lasse natürlich wieder einen aus. Bei einem Tauchgang tauchen bzw. Schnorcheln wir bei einem Dhila, das bis an 1,5 Meter an die Wasseroberfläche kommt. Auch andere Tauchschiffe sind angekommen und werfen ihre Taucher ins Wasser. Die Schnorchler besuchen das Top des Thilas. Hier sehen sie die Taucher in der Tiefe, viele Fische und auch eine Schildkröte. Immer wieder zieht auch mal ein Regen durch. Am späten Nachmittag besuchen wir dann die Insel Maafiushivaru. Herr Schweigert nimmt uns in Empfang, zeigt uns die Insel und lädt uns dann auch noch auf ein Getränk ein. Die Insel gehört zur 4-Sterne-Plus Kategorie. 49 Zimmer bieten Platz für maximal 100 Personen. Es gibt eine Tauchschule, einen Spa, Restaurant und Bars. Auch eine kleine Nachbarinsel gehört zu diesem Hotel. Darauf befinden sich auch zwei Apartments die man mieten kann, vor allem für Hochzeitsreisende. Der Wind bläst stark, es regnet ein wenig, unser Dhoni bringt uns zurück auf unsere geliebten Nautilus. Viele der Gäste sagen – eine schöne Insel, aber wir fühlen uns wohler an Bord der Nautilus. Nach dem Abend gibt es wieder ein Briefing und wir sind uns anfänglich nicht ganz einig, wie das Programm für morgen, den Altjahrstag, ablaufen soll. Schlußendlich finden wir aber eine Lösung die für alle akzeptabel ist. Anschließend sitzen wir noch am Heck des Schiffes zusammen, scherzen und haben Spaß.

 7. Tag: Montag 31.12.18

Einige Taucher unternehmen einen Morgentauchgang. Dann gibt es Frühstück und anschließend starten wir zu unserer Überfahrt über den Kanal ins Felidhoo Atoll. Es gibt ziemlich viel Wind und das Schiff schaukelt. Die Überfahrt dauert rund 4 Stunden. Jeder hat sich ein gemütliches Plätzchen gesucht, um so die Überfahrt halbwegs gut zu überstehen. Im Felidhoo Atoll angekommen, durchqueren wir dieses und fahren nach Alimata. Hier ist einer der besten Plätze um Haie zu sehen. Auch die Ammenhaie gibt es hier, weil sie angefüttert werden. Wir ankern direkt vor der Inseln und können den Wasserflugzeugen beim Starten und Landen zuschauen. Dann geht es mit dem Tauch-Dhoni hinaus auf die Riffkante. Hier gibt es große Wellen. Zuerst springen die Taucher, dann schmeißen wir uns in die Wellen und lassen uns mit der Strömung dahintreiben. Gleich sehen wir Ammenhaie, die immer wieder ganz nahe an uns herankommen. Dann sehen wir noch Adlerrochen und Heidi sieht sogar einen kleinen Schwarzspitzenriffhai. Anschließend geht es zurück zum Schiff. Hier laufen bereits die Vorbereitungen für den heutigen Silvesterabend. Überall blinken schon bunte Lichter und Luftballons werden aufgehängt. Das Abendessen ist heute natürlich dem Anlaß entsprechend. Es gibt Lamm, Fisch, Gemüse, alle Arten von Nudeln und dann zur Nachspeise noch Kaiserschmarren. Wir spielen laute Musik und bereiten uns auf den Jahreswechsel vor. Mitternacht lassen wir die Pummerin Glocken läuten und dann gibt es natürlich den Donauwalzer. Die Crew hat einen Mitternachtskuchen gebacken und es gibt einen „starken“ Cocktail, der seine Wirkung tut. Die Stimmung wird immer ausgelassener. Auf einmal kommt einer auf die Idee vom Oberdeck ins Wasser zu springen. Plötzlich ist ein Großteil der Gruppe im Wasser. Das neue Jahr hat gut begonnen!

 8. Tag: Dienstag 01.01.2019

Frühstück gibt es heute später. Es ist noch ruhig, als ich um 09.30 Uhr an Deck gehe. Zeit zum Relaxen und zum „Wunden lecken“. Kopferl brummt – gutes Neues Jahr! 

Der Morgentauchgang fällt aus. Wir fahren heute in den Süden des Atolls und haben einen Tauchgang beim, Rakeedhoo Kando. Auch die Schnorchler können mitgehen. Allerdings ist beim ersten Mal Reinhüpfen die Strömung zu stark, beim zweiten „Jump“ paßt es dann. Wir sehen wieder zahlreiche Rifffische, Schildkröten und vieles mehr. Der Tag heute ist ein wenig ruhiger, weil jeder noch ein wenig angeschlagen ist, vom rauschenden Fest gestern. Wir fahren weiter zur Insel Ambra Giri im Süden des Atolls. Auch hier wieder ein Tauchgang. Die Schnorchler besuchen die unbewohnte Insel. Ein kleines Haus steht auf dieser Insel, ist aber unbewohnt. Es gibt eine schöne Sandbank zum Baden und ein schönes Haus Riff zum Schnorcheln. Ein ruhiger Tag an Bord der Nautilus Two. Ich lagere meine Füße hoch und genieße die Ruhe an Bord. Zum Abendessen gibt es heute Wiener Schnitzel auf maledivische Art.

 9. Tag: Mittwoch 02.01.2019

Herrliches Wetter. Wir sind immer noch im Felidhoo Atoll. Am Morgen gibt es wieder einen Tauchgang für die Taucher mit jede Menge Haien. Die Schnorchler lassen sich zur unbewohnten Insel bringen neben der wir ankern. Relaxen ist angesagt! Am Nachmittag geht es dann hinauf wieder nach Alimata. Hier wollen die Taucher nochmals mit den Ammenhaien tauchen. Diese Haie kommen immer zur Zeit des Sonnenuntergangs in großer Zahl an diese Stelle. Auch die Schnorchler können dem Treiben von oben zuschauen, auch sie sehen viele der freundlichen Haie.

Getaucht wird am Dhekunu Thila und Anbara Thila und beim Alimata Reef. Nach dem Tauchgang kommen die Ammenhaie auch zum Heck unserer Nautilus Two, weil hier Scheinwerfer angebracht sind, die die Fische anlocken. Am Abend gibt es dann auch noch eine Schischa und Wein von Sep Moser/Burgenland.

 10. Tag: Donnerstag 03.01.2019

Heute ist wieder ein Relax Tag. Wir fahren hinauf nach Fulidhoo. Getaucht wird beim Miyaro Kando und bei Fulidhoo. Fulidhoo ist eine Einheimischen Insel. Wir schwimmen bzw. fahren zur Insel und erkunden diese. Hier entstehen neue Gästehäuser. Das ist eine preiswerte Möglichkeit auf einer Malediveninsel Urlaub zu machen, allerdings dann halt ohne Alkohol. Nach unserem gestrigen Sep Moser-Abend ist heute jeder brav.

Die Insel wirkt aufgeräumt, aber auch hier wird regelmäßig Abfall verbrannt. Eine ganz dicke Wolke steigt auf und zieht Gott sei Dank in die gegengesetzte Richtung. Abfall ist generell ein Problem auf den Malediven. Viele Einheimische Inseln verbrennen den Müll. Was nicht verbrannt werden darf kommt mit dem Müll Boot auf die Müllinsel mit dem klingenden Namen Thilafushi bei Male. Hier soll einmal eine Müllverbrennungsanlage entstehen, fragt sich nur wann. 

Ich schwimme mit zur Insel und treffe dort die „Landgänger“. Wir trinken eine Cola. Ein Einheimischer älterer Herr kommt zu uns, streicht David über die Haare und versucht mit uns zu sprechen. Die Einheimischen sind sehr freundlich. Auf der Insel gibt es auch zwei Tauchschulen, aber sonst nichts. An Bord der Nautilus heute – Entspannung, Relaxen.

 11. Tag: Freitag 04.01.2019

Wir fahren weiter Richtung Norden und ankern dann bei einer Sandbank in der Nähe der Insel Maafushi. Auf der Insel befinden sich auch einige Hochhäuser und auch das staatliche Gefängnis befindet sich hier. Von der Ferne schaut es fast ein wenig aus wie Male.

Die Sandbank die wir mit dem Dinghi angesteuert haben ist von einer türkisenen Lagune umgeben. Blauer Himmel, weißer Sandstrand, blaues und Türkises, grünliches Wasser, so richtig kitschig. Der Whirlpool wird eingelassen. Heute steht relaxen und Baden am Plan. Allerdings ist es wieder so windig, daß wir wieder nicht mit unseren Standup Paddeling Boote fahren können. Der Whirlpool ist eingelassen. Wir sitzen im Sprudelwasser, Bier wird serviert – Mensch geht es uns gut! Kling – Kling… die Glocke!  - Es gibt Mittagessen. Gott sei Dank, denn mir knurrt schon der Magen. Wie kann man so viel Essen und immer noch hungrig sein. Am Nachmittag ist noch ein Tauchgang zum Thila Labrince geplant. Nur zwei Taucher gehen mit, drei Tauchguide begleiten sie, welch ein Luxus. Die anderen Taucher dürfen nicht mehr, weil diese schon morgen zurückfliegen und man 24 Stunden vorher nicht mehr Tauchen darf. Auch die Schnorchler sind mit dem Dhoni mitgefahren.

Wir sitzen am Abend noch mit denjenigen zusammen, die morgen abreisen. Es wird spät.

 

12. Tag: Samstag 05.01.19

Wir sind um vier Personen weniger beim Frühstück. Einige unternehmen noch einen Morgentauchgang, der letzte für diese Reise. Wieder große Begeisterung – Adlerrochen, Schildkröte, Haie. Wir fahren nun hinauf Richtung nördliches Südari Atoll. Vor dem „Sexy Beach“, einer langgezogenen Sandbank gehen wir vor Anker. Wir haben nochmals Gelegenheit zum Schwimmen und Schnorcheln. Wieder ist es windig – wieder nix mit unserem Standup Paddel. Wir lichten die Anker und fahren nach Male. Kurz beginnt es zum Schaukeln, weil wir ja einmal über einen offenen Kanal fahren müssen. Wir ankern vor Hulhulemale, der Flughafeninsel. In den letzten Jahren hat sich dieser Flughafen extrem entwickelt. Mit Hilfe der Chinesen wurden riesige Wohnblocks innerhalb nur eines Jahres in die Höhe gezogen. Wasserflugzeuge starten und landen, es geht zu wie in einem Bienenstock. Wir unternehmen einen Ausflug nach Male. Male ist die Hauptstadt der Malediven und hat 153.000 Einwohner und zählt daher zu den am dichtesten bevölkerten Hauptstädten im Indischen Ozean. Wir legen beim Jetty an. Hier befinden sich auch der Markt und der Präsidentenpalast. Seit kurzem ist die Hauptstadt auch mit der Flughafeninsel Hulhulemale durch eine Brücke verbunden. Diese ist ein „Geschenk“ der Chinesen. Dafür haben sie wohl zahlreiche Baugenehmigungen und Atolle bekommen. Wir besuchen das Seagull Café www.seagullmaldives.com/seagullcafe/ im Zentrum der Stadt. Das ist einer der heißesten Adressen für einen guten Kaffee und für das wohl beste Eis der Stadt. Überall herrscht hektisches Treiben. Viele viele Mofas aber auch Autos zwängen sich durch die engen Gassen. Ein gemütliches Bummeln ist nur vor dem Präsidentenpalast und vor der Sulthan Muhammad Moschee möglich. Wir fahren zurück. Irgendwie herrscht Abschiedsstimmung. Zwei neue Gäste für die nächste Tour sind schon angekommen – auf „unserem Schiff“. Wir haben in den 10 Tagen die Nautilus so lieb gewonnen, daß wir es nicht mit anderen teilen wollen, wohl aber müssen, denn morgen geht es zurück ins kalte Österreich. Das Abschiedsessen wieder ein Traum! Ich zahle meine Abschlußrechnung und bin schon sehr erstaunt, was man so an Getränken in 10 Tagen konsumiert. – Egal – schön war’s!

 13. Tag: Sonntag 06.01.19

Wecken um 06.30 Uhr, Frühstück um 07.00 Uhr – Abfahrt um 08.30 Uhr. Die Crew werkt volles Rohr, denn es kommen um 09.00 Uhr 26 Personen an. Die wollen natürlich eine schöne, saubere Kabine. Die Bierlieferung wird noch verstaut, die letzten Vorbereitungen für den nächsten Trip.

Abfahrt von der Nautilus Two. Wir sind eine Familie geworden – die Gäste mit der Crew eine Einheit. Nun müssen wir uns leider trennen. Mit unserem Dhoni geht es zum Flughafen. Der Flughafen Male platzt aus allen Nähten. 8 Großraumjets warten auf ihre Gäste. Pünktlich starten wir um 11.10 Uhr mit Emirates Boeing 777 von Male nach Dubai und dann pünktlich weiter mit dem A380 nach München. In Bayern hat der Winter Einzug gehalten, aber Gott sei Dank sind die Straßen frei. Wir parken beim Parkunternehmen Krätschmer www.parken-kraetschmer.de in der Nähe des Flughafens. Unser Auto steht schon für uns parat. Die Fahr zurück über Meggenhofen und Schwanenstadt, wo uns unsere Freunde verlassen haben unproblematisch. Um Mitternacht erreiche ich Schörfling.

Alle Tauchreisen finden Sie auf https://www.urlaubswelt.com/reisearten/liveaboard-tauchreisen-malediven/

 



Verfasser

Harald Schobesberger



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