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Ein Tag an Bord der Nautilus Two - Malediven



Jeder Tag ist ein Abenteuer!
Ein Tag an Bord der Nautilus Two



Wir erwachen durch das sanfte plätschern der Wellen an die Bordwand der Nautilus Two. Raus aus den Federn und auf zum Schwimmen rund um das Schiff. Die Crew ist schon wach und in der Küche wird schon fleißig für das Frühstück vorbereitet. „Good morning“ rufen die freundlichen Maledivern zu und: „jump“ – schon sind wir im herrlichen warmen Wasser des Indischen Ozeans. Am Heck des Schiffes duschen wir uns mit Süßwasser ab, da ja genügend vorhanden ist weil die eigene Entsalzungsanlage mehr als 10 Tonnen davon täglich produziert. Zurück in die Kabinen, die fast alle im unteren Deck untergebracht sind. Schön machen fürs Frühstück – aber nein! – wir sind ja auf einem Safariboot. Kurz mal die Haare durchkämmt, ein lässiges Tuch umgebunden - das genügt. Frühstück – schwimmen macht hungrig – es gibt Käse, Wurst, Tee, Kaffe, Paprika und Eier in jeglicher denkbaren Form. Die nächste wirklich gute Bäckerei ist tausende Kilometer entfernt, aber Toast schmeckt ja auch gut.
Die große Glocke im Saloon läutet! Wie wir schon im ausführlichen „briefing“ erfahren haben, gibt es Neuigkeiten sobald die Glocke läutet. Alle treffen sich im Saloon. Der Guide informiert über das Tagesprogramm: Die Taucher erhalten ihr „briefing“ für den nächsten Tauchgang und die „Nichttaucher“ erfahren, dass es heute zu einer wunderschönen Sandbank geht. Es gibt noch genaue Anweisungen: Kopfbedeckung, Schnorchelausrüstung, Badesachen, Bade- und Handtücher mitnehmen und vor allem Sonnencreme nicht vergessen. Die Getränke werden in einer Kühlbox mitgenommen. Dermaßen ausgestattet geht es nun auf die schneeweiße Sandbank, welche schon von Weitem zu sehen ist. Ganz langsam wird die Nautilus Two immer kleiner. Auf dem Sandeiland angekommen, schwärmen die Kinder aus und fühlen sich wie Robinson auf der einsamen Insel. Wäre da nicht das Kinderlachen und die Kühlbox mit den Getränken, man würde „Freitag“ in der Ferne erspähen.

Für die Kinder gibt es viel zu erleben – Schnorcheln, Schwimmen, Sandburgenbauen, Muscheln einsammeln usw. Die Zeit vergeht wie im Nu und in der Magengrube grummelt es schon angenehm – Hunger macht sich bemerkbar. Das muß wohl auch die Crew gehört haben, denn man sieht schon das kleine „Dingi“ herbeisausen, welches uns wieder zurück an Bord der Nautilus Two bringt. Schon von weitem weht der angenehme Duft der köstlichen maledivischen Küche, mit seinen indischen Gewürzen, herbei. Wieder an Bord, ziehen wir uns in die großen sehr geräumigen Zimmer, nein natürlich „Kabinen“, mit modernsten Duschkabinen, Klimaanlage und großen Betten zurück.
Im Salon diskutieren die Taucher heftig, wer den größeren Zackenbarsch gesehen hat und dass die Mantas beeindruckend waren und wie spannend der „Drift“ durch die Strömung war. Auch einige Bilder wurden gemacht – das nächste mal buche ich auch einen Tauchkurs, das möchte ich selber erleben.
Das Mittagessen ist in Buffetform angerichtet. Was es da alles gibt; Fisch, Hühnchen und dazu Gemüse, Nudeln und Reis und verschiedene Curryarten, alles sehr schmackhaft und für jeden ist etwas dabei. Zum Nachtisch gibt es Obst. Nach dem Essen ist Siesta angesagt. Jeder sucht sich ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen.
Durch regsame Betriebsamkeit werde ich aus meinem Nickerchen geholt. Der Anker wird gelichtet“. Es geht weiter in den Süden des Süd Atoll. Alle helfen beim Bergen der beiden Anker, auch der österreichische Guide hilft mit und schon nimmt das Schiff Fahrt auf. Die 43-Meter-yacht Nautilus Two ist Wellengang gewöhnt und bewegt sich nur wenig. Weil ja nur innerhalb der Atolle gefahren wird, spürt man vom Wellengang nichts. Die Inselchen ziehen links und rechts an uns vorbei, teilweise bewohnte, teilweise unbewohnte und auf manchen befinden sich Touristen Resorts, die durch Ihre Stelzenbungalows schon von weitem erkennbar sind.

Der „Barmen „ serviert uns einen „Long Drink“ und so genießen wir die Szenerie ohne Worte und mit stiller Begeisterung. Der nächste Ankerplatz ist ausgemacht. Unser Kapitän Mohammed steuert das Schiff exakt zum gewünschten Platz und schon sind die Anker geworfen und der 570 PS Motor verstummt – Ruhe. Dann durchbricht diese Ruhe der Klang der „Glocke“ - „Briefing“. Während die Taucher wieder Ihre Einweisung für den nächsten Tauchgang erhalten warten wir auf unser Programm. Ein Landgang auf der Insel ist geplant. Es ist eine bewohnte Insel und bis auf die wenigen Safariboote verirren sich nicht viele Weiße hierher. Mit Fotoausrüstung und natürlich mit entsprechender Kleidung machen wir uns auf den Weg. Wieder bringt uns das Dinghi zu unserem Landgang. Wir werden von spielenden Maledivenkindern empfangen und spazieren durch die Straße, die die Insel durchquert. Links und rechts befinden sich kleine Läden mit maledivischen Souvenirs. T-Shirts mit von Hand aufgemalten Haimotiven oder brauchbares aus Palmenholz, alles schön bunt und günstig. Die Malediver sind freundlich aber unaufdringlich. Jetzt merkt man erst, wie heiß es eigentlich auf den Malediven ist, denn am Schiff weht immer ein „Lüfterl“, hier auf der Insel herrscht Windstille. Nachdem sich jeder mit Souvenirs versorgt hat, geht’s zurück an Bord. Die Nautilus ist vom Anlegesteg aus in Sichtweite. Majestätisch liegt sie vor uns und wir freuen uns schon auf ein gutes kühles Bier vom Fass. Die Taucher haben ihren dritten Tauchgang absolviert und erwarten uns schon an der Bar, denn nach dem letzten Tauchgang vergönnen sich auch die „Froschmänner“ eine „kühle Blonde“.

Die Anker werden gelichtet und wir fahren zu unsrem nächsten Ankerplatz in unmittelbarer Nähe einer unbewohnten Malediveninsel. Wieder fasziniert das Türkis, das zuerst ins dunkelblau und dann ins himmelblau des wolkenlosen Maledivenhimmels übergeht. Wir nützen die Gelegenheit zum Schnorcheln am nahe gelegenen Riff. Nicht immer ist es möglich direkt vom Schiff aus zu Schnorcheln, meist bringt einem das Dingi zu den schönsten Plätzen.
Heute am Abend steht „Inseldinner auf einer unbewohnten Insel“ am Programm. Unser Koch werkt schon den ganzen Tag in der Küche und die herrlichen Düfte die da herauswehen lassen Gutes erahnen.

Während wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und die beiden Whirlpools in Besitz nehmen, bemüht sich die Crew auf der Insel um den Abend vorzubereiten. Als endlich die Dämmerung hereinbricht, werden wir mit dem Dingi auf die „Partyinsel“ gebracht. Schon von weitem kann man die bengalische Beleuchtung sehen. Romantik pur – kleines Schiff – unbewohnte Insel, Robinson Crusoe Feeling pur. Als wir die Insel betreten staunen wir nicht schlecht als wir sehen, dass die Crew aus Sand einen Walhai in Originalgröße in den weißen Korallensand gebaut hat. Der Walhai dient als Tisch und um ihn herum ist ein großes Buffet aufgebaut. Die Malediver stehen dabei und erklären was Was ist und bedienen uns mit mitgebrachten Getränken wie; Wein, Bier aber auch antialkoholische Getränke werden gereicht. Am Buffet findet man alles, was die maledivische Küche bietet: Fisch, Gemüse, Huhn, Rindfleisch und alle verschiedenen Curryarten und dazu selbst gemachtes Fladenbrot. Über uns leuchten die Sterne, die Fackeln flackern im lauen Lüftchen, die Stimmung ist fast nicht zu beschreiben. Halt was war das, was krabbelt da an meinen Füßen rum – kleine Krebse freuen sich über die neuen Inselbesucher und kriechen aus ihren Sandlöchern. Wir speisen hervorragend – im Sand liegend blicken zum Firmament. Mensch ist das ein Urlaub – so soll es immer sein!

Doch jedes Erlebnis hat auch mal ein Ende und so fahren wir nach einiger Zeit von der Robinson Insel wieder zurück an Bord der Nautilus Two. Jeder ist glücklich und wir beenden den Abend mit einem „Gute Nacht Schluck“ an der Bar.
Was wird der morgige Tag bringen? Kann es noch schöner werden? – sind wir schon im Paradies? Schön, dass wir noch einige Tage haben und eines ist jetzt schon sicher, wir kommen wieder.


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Verfasser

Harald Schobesberger



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