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Schnorcheln auf den Malediven


11.03.2016 - 19.03.2016



 Malediven

Freitag - 11.03.2016

Abfahrt zum Flughafen München. Die anderen Reiseteilnehmer sind schon eingecheckt. Abflug mit Emirates A380 pünktlich. Gewaltig wie viele Passagiere in so ein Flugzeug passen. Der Flieger ist bis zum letzten Platz gefüllt. Der Flug vergeht relativ rasch.

Samstag - 12.03.2016

Wir müssen über Dubai eine Stunde lang kreisen, weil in Dubai Nebel herrscht. Unsanft werde ich aus meinem Schlaf gerissen, als der A380 in Dubai aufschlägt. Dichter Nebel!! Der Flughafen wird immer größer und immer mehr Passagiere bevölkern den Airport. Bedingt durch den Nebel ist der ganze Flugplan durcheinander geworfen. Wir haben Verspätung, zuerst 30 Minuten, dann eine Stunde. Endlich geht es weiter. Mit der Boing 777 fliegen wir nach Male. Beim Landeanflug leider Wolken, aber trotzdem sieht man schon ganz gut die Atolle. Immer wieder spannend, wenn das Passagierflugzeug mitten im Meer landet. Links und rechts Wasser. Die Einreise funktioniert sehr gut. Nasheed und unsere Tauchguide warten auf uns. Durch die Verspätung können wir nun nicht mehr losfahren und ankern bei Male über Nacht.
Wir sind insgesamt 20 Reiseteilnehmer einen Großteil der Teilnehmer kenne ich noch nicht. Wir haben diesmal nur 3 Taucher dabei. Nach dem Abendessen sitzen wir noch draußen und genießen die herrlichen Temperaturen.

Sonntag - 13.03.2016

Wir laufen früh morgens aus. Wie erwähnt sind nur 3 Taucher an Bord, alle anderen Teilnehmer sind Schnorchler. Es geht ins Nord-Ari Atoll. Nach zirka 4 Stunden erreichen wir das Außenriff des Ari Atolls. An einer schönen Sandbank gehen wir vor Anker. Es gibt hier die erste Möglichkeit sich ans Gerät zu gewöhnen, sprich zum ersten Mal Schnorchel, Maske und Flossen auszuprobieren. Die meisten sind schon erfahrene Schnorchler, aber es sind auch einige Anfänger dabei. Im seichten Wasser strampeln wir los Richtung Riff. Es sind viele Rifffische zu sehen. Die Taucher machen ihren Check-Tauchgang. bei Findhu Faru. Dann geht es weiter Richtung Süden. Bei unserem zweiten Schnorchelstopp müssen wir vom Boot aus ins Wasser hüpfen und Schnorcheln dem Riff entlang. Ein Schnorchelguide begleitet uns und hilft nicht so Erfahrenen. Für einige war die Sonne zu stark und macht Rothäute und Paviane! Wir bleiben am Ankerplatz über Nacht.

Montag - 14.03.2016
Für die Taucher heißt es früh aufstehen. Tagwache um 06.30 Uhr, 07.00 Uhr Abfahrt. Nachdem die Schnorchler von Hafsa Thila zurückkommen geht es weiter zum nächsten Stopp. Das Frühstück besteht aus Tee, Kaffee, Marmelade, Butter, Wurst, Käse, und jede Menge an Eier (Spiegelei, Omelett usw.) Dazu gibt es Toastbrot und Orangensaft. Unser Schnorchelausflug führt uns wieder an ein schönes Riff. Leider sind die großen Fächerkorallen alle abgestorben. Der Grund dafür liegt im El Ninjo 1999, der damals mit seiner warmen Meeresströmung die Korallen zerstört hat. Dennoch gibt es jetzt viele neue junge Korallen, jede Menge Riffische und auch einige kleinere Weiße Riffspitzenhaie sind zu sehen. Wir fahren weiter zu einer kleinen Insel bei Meer Fenfushi Reef auf der wir am Abend unser Barbecue haben werden. Wir Schnorcheln um die Insel. Auch hier wieder viele Rifffische und kaputte Korallen. Nach eineinhalb Stunden im Wasser ist der Durst natürlich groß. Das San Miguel Bier schmeckt. Andreas hat seine Reisegitarre mit Verstärker mitgebracht und spielt alte und neue Hits. Alle singen mit! Am Abend wird das Barbecue auf der Insel vorbereitet. Sobald die Sonne untergegangen ist dürfen wir auf die Insel kommen. Von weitem sieht man schon die bengalische Beleuchtung. Die Crew hat einen Walhai aus Sand aufgeschüttet, in Originalgröße! Es stehen Öllämpchen auf den Tischen und am Walhai, das Buffet ist angerichtet. Wir speisen vorzüglich. Es gibt Rainbow Runner, Hühnchen, Pizza, Salate, Nudeln und Reis und noch dazu Früchte als Nachspeise. Andreas hat auch auf die Insel seine Musikanlage mitgenommen und unterhält uns mit Musik aus den 70iger und 80iger Jahre. Es wird getanzt und gesungen. Wir wollen gar nicht zurück an Bord. Irgendwann, aus Rücksicht auf die Crew, fahren wir dann noch zurück und sitzen noch bis Mitternacht und manche noch länger.

Dienstag - 15.03.2016

Nur Riccardo ist heute früh aufgestanden für den Early morning dive beim Moofoshu Rock. Zum Frühstück ist er wieder bei uns. Wir besuchen heute Vormittag wieder ein sehr schönes Riff beim Dhegaa Thila. Wunderbare Korallen, Schildkröten, Fledermausfisch und ein Zackenbarsch ist zu sehen. Alle Teilnehmer sind begeistert. Leider ist die Putzerstation für die Taucher kaum zu erkennen, weil die Sicht schlecht ist. Zum Schnorcheln ist es einfach toll. Zum Mittagessen gibt es heute White Snapper.
Am Nachmittag sind wir mit den Tauchern mit dem Tauch Dhoni unterwegs. Das kleinere Riff ist zum Schnorcheln ideal. Alle Schnorchler sind begeistert. Wir fahren weiter und machen vor einer unbewohnten Insel Halt. Hier unternehmen zwei unserer Gäste einen Schnuppertauchgang. Der Sonnenuntergang ist phänomenal! Eine Wolkenformation gibt der Szenerie erst den richtigen Pep! Der Sundowner wird serviert, die Schnuppertaucher sind wieder zurück und sind begeistert!
Das Abendessen wieder ein Genuss. Nach dem Abendessen versammeln wir uns am Heck des Schiffes. Hier hat sich ein Fischschwarm kleiner Fische im Lichtkegel der Hecklampe versammelt. Kalmare jagen diese kleinen Fische, dann aber werden die Kalmare von uns gejagt. Insgesamt 4 Kalmare wurden von Didi und mir herausgeholt. Auch die Crew fängt einige. Diese Tintenfische lassen eine grausige Brühe herausspritzen, sobald sie am Haken sind. Schaut grausig aus, schmecken tun sie aber gut. Diese soll es morgen zum Essen geben. Wie jeden Abend sitzen wir noch vorne am Bug und scherzen und plaudern über Gott und die Welt - das ist Urlaub!

Mittwoch - 16.03.2016

Die Glocke bimmelt, Frühstück. Heute ist wieder ein wunderbarer Tag. Nur wenige Schönwetterwolken. Nach dem Frühstück lichtet Mohamed unser Kapitän den Anker. Es geht Richtung Süden. Heute wollen wir Walhaie suchen.
Die Nautilus Two wurde 2005 bis 2007 gebaut. Somit ist sie fast 10 Jahre jung und ist immer noch gut in Schuss. Das verdanken wir in erster Linie Wahid unserem Partner, aber auch dem Kapitän Mohamed mit seiner Crew, die ständig bemüht sind, jede Reparatur umgehend zu erledigen.
Der gesamte Service an Bord ist unaufdringlich und perfekt. Jeder Wunsch wird einem von den Augen abgelesen. Unsere Taucher hatten einen schönen Morgentauchgang. Nach dem Frühstück geht es hinaus zum Mantapoint Manta schauen. Hier haben sich schon einige Schiffe eingefunden, die alle auf der Jagd nach den Mantas sind. Jump, Jump... Wir springen ins Wasser und tatsächlich gleich ein Manta unter uns. Die Strömung ist ziemlich stark, wir steigen nochmals aufs Dhoni und fahren zu einer anderen Stelle. Wir springen wieder hinein und da sind sie schon wieder. Eine ganze Armada von Tauchern umzingelt einen Manta, wir oben drüber beim Schnorcheln, der arme Manta!. Diesen dürfte das aber nicht stören, er zieht unbeirrt seine Runden. Nach einer Weile hat jeder genug Manta gesehen, zurück aufs Dhoni. Wir fahren zurück zur Nautilus. Das Mittagessen wartet schon auf uns. Nach einer Weile geht es hinaus außerhalb vom Außenriff - wir suchen nach Walhaie. Eine Stunde rauf, eine Stunde runter, entlang des Riffes, aber es sind keine Walhaie zu sehen. Wir brechen ab und Schnorcheln ein wenig vor einer kleinen Insel, direkt beim Flughafen. Bei Dhigurah ankern wir. Es gibt die Möglichkeit die Insel zu besuchen. Einige unserer Teilnehmer besuchen die Insel. Das Abendessen wieder hervorragend, heute mit Kerzenlicht. Andreas packt am Abend nochmals seine Reisegitarre aus und spielt Lieder aus den 80igern und auch Modernes.

Donnerstag - 17.03.2016

Business as usual - Die Taucher gehen um 06.30 Uhr zum Tauchgang. Gleich anschließend startet Käpt?n Mohamed den Motor und es geht in Richtung Südmale Atoll. Die Überfahrt dauert 4 Stunden, bei ruhiger See. Es kann bei so einer Überfahrt auch mal schaukeln, aber diesmal ist es ganz ruhig. Wir kommen zum sogenannten ?Sexy Beach? einer schönen Sandbank, die zum Baden super ist, fahren aber weiter zu einem Tauchplatz bei dem man auch gut Schnorcheln kann. Heute unternehme ich auch einen Tauchgang, damit ich meine Taucherausrüstung nicht ganz umsonst mitgenommen hab. Der Tauchgang am Fiyaalhohi Giri war nicht sonders spektakulär. Keine Strömung, ein Hai, eine Muräne, sonst noch was? Nein, aber es war ein gemütlicher Tauchgang. Wieder zurück an Bord geht es weiter zum nächsten Ankerplatz. Heute steht auch ein Inselbesuch am Programm. Die einheimischen Inseln bieten nicht sehr viel, geben aber einen Einblick in das beschauliche Inselleben. Eine Körperbedeckende Kleidung wird hier in diesem Moslemischen Land natürlich Pflicht. Heute ist ein Nachttauchgang eingeplant. Die Schnorchler schauen von oben zu. Dazu bekommt jeder eine Taucherlampe. Leider ist aber nicht viel zu sehen. Lediglich die Taucher bringen ein wenig Leben in die Unterwasserwelt. Dennoch für manche ein prickelndes Erlebnis im Finsteren zu schwimmen bzw. zu Schnorcheln.
Heute gibt es einen Maledivischen Abend mit Bodobero Musikaufführung. Dazu verwendet die Crew Trommeln und singt Maledivische Lieder. Natürlich ?dürfen? wir alle mittanzen. Johanna startet eine Polonäse durch das Schiff. Die Crew singt nach Leibeskräften und trommelt was das Zeug hält. Es hat gefühlte 40 Grad im Salon, alle schwitzen. Riccardo schnappt sich unseren jüngsten, tanzunwilligen Tauchguide, wie Obelix einen Hinkelstein und schupft ihn auf die Tanzfläche, alle Lachen. Nach dem Schwitzen tut es gut draußen zu sitzen, eine Flasche Lagler Wein dazu, Herz was willst Du mehr!

Freitag - 18.03.2016

Wieder ein schöner Morgen. Die Taucher sind bereits zurück vom Tauchgang. Die Schnorchler unternehmen eine Schnorchelgang. Ich bleibe diesmal an Bord. Wir fahren Richtung Norden zur Embudu Island. Auch hier ist Schnorcheln angesagt. Das Riff ist wirklich sehr schön. Viele Bunte (urlaubswelt) Rifffische, gute Sichten. Wir liegen genau vor der Insel Embudu Village, in dem einige der Gäste eine Verlängerung gebucht haben. Dennoch müssen wir weiterfahren, denn die Zimmer sind ja erst ab morgen gebucht. So geht es weiter Richtung Male. Um Male herum liegen jede Menge Frachtschiffe. Auch einige Bauschiffe ankern hier. Es wird offensichtlich an einer Verbindung zwischen Male und Hulhule Airport gearbeitet. Ein großes Kranschiff liegt zwischen den beiden Inseln.
Wir ankern vor Kurumba Island. Über uns fliegen wie die Hummeln die Twin-Otter Flugzeuge der Trans Maldivian und Air Maldives Wasserflugzeuge im Minutentakt. Auch zahlreiche Linienmaschinen landen und starten. Die Gegend ist nicht gerade schön, aber für unsere Crew ist es notwendig neben Male zu liegen, damit das Catering gebunkert werden kann. Auch das Tankschiff legt bei uns an und versorgt die Nautilus Two mit Sprit für die nächste Tour, die morgen startet. Noch einen letzten Sundowner am Sonnendeck. Unser Office Manager kommt an Bord. Wir besprechen kurz die durchgeführte Tour. Alles ist perfekt, alle Kunden zufrieden. Am Abend sitzen wir noch ein wenig zusammen und lassen die Reise Revue passieren. Aus der Truppe ist eine Gemeinschaft geworden. Zuerst kannten sich nur einige Teilnehmer, nun hat jeder Freundschaften geschlossen.

Samstag - 19.03.2016

Heute heißt es Abschied nehmen. Wir werden schon um 06.00 Uhr geweckt. Um 07.00 Frühstück und um 08.00 Uhr Abfahrt. Die arme Crew muss nun die Kabinen putzen, denn bereits am Vormittag kommen die ersten Gäste wieder an Bord. Noch ein letzter wehmütiger Blick aus dem Dhoni zurück zur Nautilus Two, die doch für eine Woche unser geliebtes Zuhause war. Für viele heißt es ?wir kommen wieder?.
Wie erwähnt, verlängert ein Teil der Truppe auf einer Insel. Wir aber fliegen um 11.00 Uhr mit Emirates über Dubai zurück nach München. Bigi und Markus fliegen eine Stunde früher ab.


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Verfasser

Harald Schobesberger



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