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Aurora Reise zum Nordlicht nach Norwegen


13.01.2016 - 18.01.2016



Aurora - Polarlicht in Nordnorwegen

Die Sternwarte Gahberg/Weyregg gab uns die Initialzündung, eine Reise zum Polarlicht nach Norwegen auszuschreiben. Tromsö liegt nördlich des Polarkreises und ist im Winter ein guter Tipp um das Polarlicht zu sehen. Daher organisierte urlaubswelt.com eine Gruppenreise in das nördliche, Norwegen, bei Eis und Schnee. Wie es uns bei dieser Reise ergangen ist lest ihr hier in meinem Reisebericht.

 

1. Tag: 13.01.16 – Mittwoch

Mit dem Transferbus geht es nach München. Pünktlich um 11.00 Uhr kommen wir an und checken ein. Leider wird bald klar, dass die Maschine eine Stunde Verspätung hat. Daher werden wir voraussichtlich den Anschluss von Oslo nach Tromsö nicht erreichen. Beim Lufthansa Service Center, die alle Flüge der Star Alliance abwickeln, wird uns mitgeteilt, dass die nichts ändern können, sondern dass SAS das machen muss. Anruf im Büro in der Bunten Urlaubswelt. Die checken, dass wir umgebucht werden.  Es heißt, dass wir um 16.00 Uhr fliegen sollen. Darauf wieder zum Service Center, wir brauchen ja neue Bordingpässe. In Oslo angekommen, heißt es, die Bordingpässe sind hinfällig, denn wir fliegen mit einer anderen Maschine und zwar über Bodö. OK, gleich nach der Ankunft von neuem Einchecken. Nun bekommen wir neue Bordingpässe. Manche Bordingpässe werden doppelt- manche gar nicht ausgedruckt. Ganz knapp zum Abflug erreichen wir die Maschine nach Bodö. Bodö ist ein kleiner Flughafen auf der Höhe der Lofoten. Dort essen wir eine Kleinigkeit, denn wenn wir so spät ankommen ist nicht klar, ob wir im Hotel noch was bekommen. Ankunft in Tromsö. Hier wartet bereits der Omnibus für unseren Transfer nach Malangen. Es ist kalt, aber wärmer als angenommen. Ein moderner SETRA Reisebus bringt und über die eisigen Straßen nach Tromsö. Die Busse verwenden hier Spikes, darum können die auf Eis schnell fahren. In Malangen angekommen geht das mit dem Check-in ganz schnell. Wir bekommen Essenspakete, zumal das Buffet natürlich schon geschlossen ist. Einige packen schon mal die Kameras aus und gehen auf Nordlichtsuche, zumal heute gute Voraussetzungen dafür wären. Wir trinken noch ein Bier an der Bar. Immer wieder schauen wir auch nach dem Nordlicht. Beim Zurückgehen in unsere Bungalows ist dann tatsächlich ganz leicht das Nordlicht zu sehen.

2. Tag: 14.01.16 – Donnerstag

Im Restaurant, große Glasfronten durch die man auf den Malangen Fjord sieht. Im Hintergrund die hohen verschneiten Berge. So sitzen wir beim Frühstück, bei einem skandinavischen Frühstücksbuffet mit Lachs und allem was dazu gehört. Wir haben bis Mittag Zeit. Christoph und ich wandern hinauf zum Nikka Camp, das zum Hotel dazu gehört. Hier befindet sich auch die Schlittenhundestation. Das Nikka Camp liegt an einem kleinen See in wunderschöner Lage. Hier wollen wir am Abend zurückkehren um das Nordlicht zu sehen. Während die anderen Schlittenhunde Fahren gehen, warten wir noch auf die Abfahrt für unseren Ausflug mit den Schneemobilen. Wir bekommen warme Kleidung und Schuhe, Handschuhe und Stirnlampen. Mit einem Kleinbus geht es dann los zur Motorschlitten Station. Nach einem kurzen Briefing geht es los. Immer zwei Teilnehmer sitzen auf einem Snowmobil. Anfänglich tue ich mir noch ein wenig schwer mit dem Steuern, zumal der Schlitten ja auch auf Kuven fährt und diese durch die vorhandenen Spuren abgelenkt werden. Es geht bergauf und bergab. Temperatur um die 18 Grad minus. Wir fahren hintereinander, natürlich alle mit Licht, denn es ist natürlich schon finster. Wir wechseln und nun fährt Christoph und ich sitze hinten drauf. Es geht hinauf auf einen Hügel, von dem aus man einen wunderschönen Überblick hat. Das Nordlicht beginnt zu tanzen. Vorerst nur ein wenig, dann immer stärker. Unsere Snowmobil Crew hat ein Feuer gemacht und kocht Teewasser. Mitgebrachte Lachstoasts werden einfach in der Alufolie in das Feuer geworfen, kurz drauf ist das getoastete Lachsbrötchen schon angebrannt, aber es schmeckt gut. Auch eine Nachspeise wird auf diese Art und Weise zubereitet. Unsere beiden Guides erzählen Geschichten und bringen uns immer wieder zum Lachen. Weiter geht es nunmehr bergab. Ich fahre, Christoph hinten drauf. Wir bleiben immer wieder mal stehen um das Nordlicht zu bestaunen. Es ist bitterkalt und ich merke, dass ich zu wenig Kleidung an habe. Ich bin daher froh als wir endlich die Tour beenden und zurück ins Hotel fahren. Hier ist bereits das Abendessen vorbereitet. Es gibt Buffet das alle Stücke spielt. Anschließend marschieren wir mit Stirnlampe und Tee, hoch hinauf ins Nikka Camp. Die Fotografen beziehen Stellung, bauen Ihre Kameras auf und schon geht es los. Zuerst ein wenig, dann immer mehr - Nordlichter Nordlichter Nordlichter! Es flackert und verändert sich rasch. Mal dort ein wenig, dann zieht es sich in die Länge, einfach fantastisch. Dazu Tee mit mitgebrachtem Schnaps. Wir wandern um 22.00 Uhr dann wieder hinunter zum Hotel. Trinken noch ein Bier an der Bar. Werden dann aber von den extrem lauten Teilnehmern eines Kongresses durch die Lautstärke der Gespräche verjagt und gehen zu Bett. Einige Fotografen sind natürlich noch unterwegs und schießen vom Hotel aus noch Fotos der Nordlichter. 

3. Tag: 15.01.16 – Freitag


Wieder herrliches Frühstücksbuffet im Malangen Resort mit Blick auf die Berge und den Fjord. Heute schneit es ein wenig und es wird nicht wirklich richtig hell. Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Wir verbringen die Zeit mit Relaxen. Um 12.00 Uhr ist Abfahrt. Die eine Gruppe macht nun die Fahrt mit den Schneemobilen und wir sind mit den Schlittenhunden dran. Wir packen unsere Sachen, weil nach unseren Aktivitäten ja schon Abreise nach Tromsö geplant ist. Beide Gruppen starten wir um 12.00 Uhr. Zuvor ziehen wir wieder die Schneeanzüge an, die vom Hotel bereitgestellt werden. Ich ziehe mich heute besser an als gestern. Wir müssen zum Nikka Camp hinaufmarschieren und schwitzen in unseren dicken Anzügen. Die Hunde bellen schon von weitem als wir uns dem Camp nähern. Die wissen, dass es jetzt losgeht. Wir werden hier in zwei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe startet mit den Schlittenhunden, während wir beim Feuer stehen und Tee trinken und ein gutes Mittagessen bekommen. Lachs und Gemüse in Alufolie am offenen Feuer gemacht. Schmeckt super. Dann kommen wir dran. Christoph fährt die erste Strecke hinten am Schlitten. Ich sitze im Schlitten bewegungslos eingeklemmt. Es geht zuerst flott dahin, bis zum ersten Berg. Christoph muss ordentlich anschieben und kommt außer Atem. Dann wird gewechselt und ich darf hinten draufstehen, Christoph sitzt im Schlitten. Wir drehen einige Runden auf einer Ebene und dann heißt es auch für mich anschieben. Auch ich komme außer Puste. Es geht rauf und runter, schieben, dann wieder lenken. In einer Bodenwelle verliere ich den Halt, auf den Kuven, laufe hinter dem Schlitten nach, lass aber nicht los. Irgendwie schaffe ich es wieder auf die Kuven. Dann geht es zurück zum Camp. Wir marschieren zum Hotel zurück. Wir fahren mit dem Bus nach Tromsö. Fisch vom Feinsten. Dann gehen wir um Mitternacht ins Bett.

4. Tag: Samstag 16.02.16

Der Vormittag steht in Tromsö zur freien Verfügung. Am Nachmittag um ca. 16.00 Uhr Abfahrt  nach Sommaroy. Vorher fahren wir noch zur Eismeerkathedrale und besichtigen das gewaltige Bauwerk, das einem Eisberg ähnlich sein soll. Von dort geht es dann durch die ganze Stadt Tromsö. Die Stadt Tromsö ist komplett unterhöhlt, denn die Norweger haben den gesamten Autoverkehr unter die Erde verlegt. Es gibt sogar Kreisverkehre in Tunnels. Die Strecke nach Sommaroy führt immer wieder über Brücken, an kleinen Fjorden vorbei. Endlich erreichen wir das Hotel. Das ist wieder eines jener gemütlichen norwegischen Hotels in Holz gebaut, direkt am Meer gelegen. Das Abendessen ist bereits für uns vorbereitet. Fischsuppe und dann Schweinelendchen und eine Nachspeise. Nach dem Abendessen erkunden die Fotografen natürlich gleich die Gegend und halten nach dem Nordlicht Ausschau. Leider gibt es heute nicht viel zu sehen. Mit einem Guide geht es dann per Auto zu einem Aussichtspunkt direkt am Meer. Hier hat der Guide eine eigene Station für die Beobachtung des Nordlichtes eingerichtet. Es gibt einen kleinen Unterstand, der beheizt ist. Die Kameras sind rund herum aufgebaut. Nur wenige Aktivitäten sind zu beobachten, aber dennoch bietet das Licht gute Voraussetzungen für die Fotografen. Ich fahre früher zurück, denn es geht mir heute nicht so gut, bin ein wenig Verkühlt.

5. Tag: Sonntag 17.01.2016


Individuelles Frühstück. Das norwegische Frühstück ist sehr reichhaltig mit Lachs, Schinken, Eier usw. Vor allem das norwegische Brot ist einmalig. Um 11.15 sollten wir uns an der Rezeption treffen für die Abfahrt zum Walbeobachtung. Nachdem uns keiner Abholt frage ich an der Rezeption. Sie meint, wir müssen da zu Fuß hingehen und zeigt uns wohin. Wir marschieren, aber weit und breit kein Boot. Dann läuft das Boot in den Hafen ein. Wir fahren los. Es ist kalt, aber wir haben gute Sichten. Es dauert nicht lange und die ersten Buckelwale werden gesichtet. Zuerst noch in der Ferne, dann kommen sie immer näher. Immer wieder sieht man die Fontänen wenn Sie die Luft ausblasen. Es stinkt nach Fisch. Immer wieder versucht unser Kapitän, das Schiff so nahe wie möglich an die Wale herbei zu bringen. Plötzlich tauchen vor uns (ca. 7 Meter) drei Wale aus dem Wasser gleichzeitig auf, reißen ihre Mäuler auf, Fische tanzen durch die Luft, alle weichen einen Schritt zurück. Ein einmaliges Erlebnis. Immer wieder fährt der Kapitän den gewaltigen Fischen nach und sucht den Besten Platz für Fotos zu finden. Dann die Mitteilung, es wurden Orca gesichtet. Wir fahren dort hin und tatsächlich in einer ruhigeren Bucht, gar nicht weit von unserem Hotel entfernt eine ganze Schule Orcas. Zum Schluss sehen wir dann auch noch Wale, die um ein Schlauchboot immer wieder auftauchen. Es schaut bedrohlich aus für die Besatzung des Schlauchbootes, aber die Wale sind harmlos. Nach zwei Stunden geht es zurück zum Hotel. Rest des Tages zur freien Verfügung. Die Fotografen schwirren aus. Ich begebe mich in den Hot Tube bzw. in die Sauna. Die norwegische Sauna ist sehr rustikal. In einem großen Holzbottich gibt es heißes Wasser und die Sauna ist auch aufgeheizt. Hasi und Karin besuchen mich in der Sauna. Das Abendessen wieder ein Gedicht. Es gibt Tomatensuppe und Lachs und eine Nachspeise. Wir bleiben nicht so lange auf, denn morgen heißt es um 03.00 Uhr schon aufstehen, denn um 04.00 Uhr ist Abfahrt.

6. Tag: Montag 18.01.16

Eine unmenschliche Zeit 03.00 Uhr aufstehen. Der Bus ist pünktlich da, nur geht so wie bei der Herfahrt nun auch die Heizung nicht. Wir laden unser Gepäck ein und fahren los. Es ist stockfinster. Der Busfahrer fährt ganz langsam und zwar so langsam, dass ich schon Angst habe, dass wir unsere Maschine nicht erreichen. Links und rechts der Straße immer wieder die norwegischen Häuser mit den so typischen leuchtenden Lampen in den Fenstern und der üppigen Beleuchtung die ganze Nacht hindurch. Zwei Renntiere stehen neben der Straße. Wir erreichen Tromsö pünktlich. Inga ist da und händigt uns einen vergessenen Fotoapparat und das Handy von Peter aus. Das Check-in die reinste Katastrophe. Nur zwei Angestellte checken 180 Passagiere ein. Man muss sich selber den Gepäcksstreifen ausdrucken und das Gepäck selber aufs Förderband stellen. Da ich einen Koffer mehr habe, muss ich mich am Service Center anstellen. Es dauert ewig! Das sind dann die Situationen wo ich mir denke, nie wieder fliegen! Dennoch alles ist pünktlich, jeder erreicht das Flugzeug und auch das Gepäck kommt alles mit. Pünktlich landen wir in Tromsö und es geht auch pünktlich weiter nach München. Hier wartet bereits Schranzinger Sep auf uns und bringt uns sicher nach Hause. Auch zuhause ist der Winter eingezogen, es hat geschneit.

Die ganze Gruppe trauert um Dr. Peter Reisenberger, der während der Reise beim Snowmobilfahren ums Leben kam.

©Harald Schobesberger 21.01.16

Gruppenreise 2020 https://www.urlaubswelt.com/alle-regionen/europa/skandinavien/norwegen-more-and-romsdal/package/152689/fotoreise-aurora-nordlicht-lofoten-und-vesteralen

Mittwoch - 13.01.2016

Mit dem Transferbus geht es nach München. Pünktlich um 11.00 Uhr kommen wir an und checken ein. Leider wird bald klar, dass die Maschine eine Stunde Verspätung hat. Daher werden wir voraussichtlich den Anschluss von Oslo nach Tromsö nicht erreichen. Beim Lufthansa Service Center, die alle Flüge der Star Alliance abwickeln, wird uns mitgeteilt, dass die nichts ändern können, sondern dass SAS das machen muss. Anruf im Büro in der Bunten Urlaubswelt. Die checken, dass wir umgebucht werden. Es heißt, dass wir um 16.00 Uhr fliegen sollen. Darauf wieder zum Service Center, wir brauchen ja neue Bordingpässe. In Oslo angekommen, heißt es, die Bordingpässe sind hinfällig, denn wir fliegen mit einer anderen Maschine und zwar über Bodö. OK, gleich nach der Ankunft von neuem Einchecken. Nun bekommen wir neue Bordingpässe. Manche Bordingpässe werden doppelt- manche gar nicht ausgedruckt. Ganz knapp zum Abflug erreichen wir die Maschine nach Bodö. Bodö ist ein kleiner Flughafen auf der Höhe der Lofoten. Dort essen wir eine Kleinigkeit, denn wenn wir so spät ankommen ist nicht klar, ob wir im Hotel noch was bekommen. Ankunft in Tromsö. Hier wartet bereits der Omnibus für unseren Transfer nach Malangen. Es ist kalt, aber wärmer als angenommen. Ein moderner SETRA Reisebus bringt und über die eisigen Straßen nach Tromsö. Die Busse verwenden hier Spikes, darum können die auf Eis schnell fahren. In Malangen angekommen geht das mit dem Check-in ganz schnell. Wir bekommen Essenspakete, zumal das Buffet natürlich schon geschlossen ist. Einige packen schon mal die Kameras aus und gehen auf Nordlichtsuche, zumal heute gute Voraussetzungen dafür wären. Wir trinken noch ein Bier an der Bar. Immer wieder schauen wir auch nach dem Nordlicht. Beim Zurückgehen in unsere Bungalows ist dann tatsächlich ganz leicht das Nordlicht zu sehen.

Donnerstag - 14.01.2016

Im Restaurant, große Glasfronten durch die man auf den Malangen Fjord sieht. Im Hintergrund die hohen verschneiten Berge. So sitzen wir beim Frühstück, bei einem skandinavischen Frühstücksbuffet mit Lachs und allem was dazu gehört. Wir haben bis Mittag Zeit. Christoph und ich wandern hinauf zum Nikka Camp, das zum Hotel dazu gehört. Hier befindet sich auch die Schlittenhundestation. Das Nikka Camp liegt an einem kleinen See in wunderschöner Lage. Hier wollen wir am Abend zurückkehren um das Nordlicht zu sehen. Während die anderen Schlittenhunde Fahren gehen, warten wir noch auf die Abfahrt für unseren Ausflug mit den Schneemobilen. Wir bekommen warme Kleidung und Schuhe, Handschuhe und Stirnlampen. Mit einem Kleinbus geht es dann los zur Motorschlitten Station. Nach einem kurzen Briefing geht es los. Immer zwei Teilnehmer sitzen auf einem Snowmobil. Anfänglich tue ich mir noch ein wenig schwer mit dem Steuern, zumal der Schlitten ja auch auf Kuven fährt und diese durch die vorhandenen Spuren abgelenkt werden. Es geht bergauf und bergab. Temperatur um die 18 Grad minus. Wir fahren hintereinander, natürlich alle mit Licht, denn es ist natürlich schon finster. Wir wechseln und nun fährt Christoph und ich sitze hinten drauf. Es geht hinauf auf einen Hügel, von dem aus man einen wunderschönen Überblick hat. Das Nordlicht beginnt zu tanzen. Vorerst nur ein wenig, dann immer stärker. Unsere Snowmobil Crew hat ein Feuer gemacht und kocht Teewasser. Mitgebrachte Lachstoasts werden einfach in der Alufolie in das Feuer geworfen, kurz drauf ist das getoastete Lachsbrötchen schon angebrannt, aber es schmeckt gut. Auch eine Nachspeise wird auf diese Art und Weise zubereitet. Unsere beiden Guides erzählen Geschichten und bringen uns immer wieder zum Lachen. Weiter geht es nunmehr bergab. Ich fahre, Christoph hinten drauf. Wir bleiben immer wieder mal stehen um das Nordlicht zu bestaunen. Es ist bitterkalt und ich merke, dass ich zu wenig Kleidung an habe. Ich bin daher froh als wir endlich die Tour beenden und zurück ins Hotel fahren. Hier ist bereits das Abendessen vorbereitet. Es gibt Buffet das alle Stücke spielt. Anschließend marschieren wir mit Stirnlampe und Tee, hoch hinauf ins Nikka Camp. Die Fotografen beziehen Stellung, bauen Ihre Kameras auf und schon geht es los. Zuerst ein wenig, dann immer mehr - Nordlichter Nordlichter Nordlichter! Es flackert und verändert sich rasch. Mal dort ein wenig, dann zieht es sich in die Länge, einfach fantastisch. Dazu Tee mit mitgebrachtem Schnaps. Wir wandern um 22.00 Uhr dann wieder hinunter zum Hotel. Trinken noch ein Bier an der Bar. Werden dann aber von den extrem lauten Teilnehmern eines Kongresses durch die Lautstärke der Gespräche verjagt und gehen zu Bett. Einige Fotografen sind natürlich noch unterwegs und schießen vom Hotel aus noch Fotos der Nordlichter.

Freitag - 15.01.2016

Wieder herrliches Frühstücksbuffet im Malangen Resort mit Blick auf die Berge und den Fjord. Heute schneit es ein wenig und es wird nicht wirklich richtig hell. Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Wir verbringen die Zeit mit Relaxen. Um 12.00 Uhr ist Abfahrt. Die eine Gruppe macht nun die Fahrt mit den Schneemobilen und wir sind mit den Schlittenhunden dran. Wir packen unsere Sachen, weil nach unseren Aktivitäten ja schon Abreise nach Tromsö geplant ist. Beide Gruppen starten wir um 12.00 Uhr. Zuvor ziehen wir wieder die Schneeanzüge an, die vom Hotel bereitgestellt werden. Ich ziehe mich heute besser an als gestern. Wir müssen zum Nikka Camp hinaufmarschieren und schwitzen in unseren dicken Anzügen. Die Hunde bellen schon von weitem als wir uns dem Camp nähern. Die wissen, dass es jetzt losgeht. Wir werden hier in zwei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe startet mit den Schlittenhunden, während wir beim Feuer stehen und Tee trinken und ein gutes Mittagessen bekommen. Lachs und Gemüse in Alufolie am offenen Feuer gemacht. Schmeckt super. Dann kommen wir dran. Christoph fährt die erste Strecke hinten am Schlitten. Ich sitze im Schlitten bewegungslos eingeklemmt. Es geht zuerst flott dahin, bis zum ersten Berg. Christoph muss ordentlich anschieben und kommt außer Atem. Dann wird gewechselt und ich darf hinten draufstehen, Christoph sitzt im Schlitten. Wir drehen einige Runden auf einer Ebene und dann heißt es auch für mich anschieben. Auch ich komme außer Puste. Es geht rauf und runter, schieben, dann wieder lenken. In einer Bodenwelle verliere ich den Halt, auf den Kuven, laufe hinter dem Schlitten nach, lass aber nicht los. Irgendwie schaffe ich es wieder auf die Kuven. Dann geht es zurück zum Camp. Wir marschieren zum Hotel zurück. Wir fahren mit dem Bus nach Tromsö. Fisch vom Feinsten. Dann gehen wir um Mitternacht ins Bett.

Samstag - 16.01.2016

Der Vormittag steht in Tromsö zur freien Verfügung. Am Nachmittag um ca. 16.00 Uhr Abfahrt nach Sommaroy. Vorher fahren wir noch zur Eismeerkathedrale und besichtigen das gewaltige Bauwerk, das einem Eisberg ähnlich sein soll. Von dort geht es dann durch die ganze Stadt Tromsö. Die Stadt Tromsö ist komplett unterhöhlt, denn die Norweger haben den gesamten Autoverkehr unter die Erde verlegt. Es gibt sogar Kreisverkehre in Tunnels. Die Strecke nach Sommaroy führt immer wieder über Brücken, an kleinen Fjorden vorbei. Endlich erreichen wir das Hotel. Das ist wieder eines jener gemütlichen norwegischen Hotels in Holz gebaut, direkt am Meer gelegen. Das Abendessen ist bereits für uns vorbereitet. Fischsuppe und dann Schweinelendchen und eine Nachspeise. Nach dem Abendessen erkunden die Fotografen natürlich gleich die Gegend und halten nach dem Nordlicht Ausschau. Leider gibt es heute nicht viel zu sehen. Mit einem Guide geht es dann per Auto zu einem Aussichtspunkt direkt am Meer. Hier hat der Guide eine eigene Station für die Beobachtung des Nordlichtes eingerichtet. Es gibt einen kleinen Unterstand, der beheizt ist. Die Kameras sind rund herum aufgebaut. Nur wenige Aktivitäten sind zu beobachten, aber dennoch bietet das Licht gute Voraussetzungen für die Fotografen. Ich fahre früher zurück, denn es geht mir heute nicht so gut, bin ein wenig Verkühlt.

Sonntag - 17.01.2016

Individuelles Frühstück. Das norwegische Frühstück ist sehr reichhaltig mit Lachs, Schinken, Eier usw. Vor allem das norwegische Brot ist einmalig. Um 11.15 sollten wir uns an der Rezeption treffen für die Abfahrt zum Walbeobachtung. Nachdem uns keiner Abholt frage ich an der Rezeption. Sie meint, wir müssen da zu Fuß hingehen und zeigt uns wohin. Wir marschieren, aber weit und breit kein Boot. Dann läuft das Boot in den Hafen ein. Wir fahren los. Es ist kalt, aber wir haben gute Sichten. Es dauert nicht lange und die ersten Buckelwale werden gesichtet. Zuerst noch in der Ferne, dann kommen sie immer näher. Immer wieder sieht man die Fontänen wenn Sie die Luft ausblasen. Es stinkt nach Fisch. Immer wieder versucht unser Kapitän, das Schiff so nahe wie möglich an die Wale herbei zu bringen. Plötzlich tauchen vor uns (ca. 7 Meter) drei Wale aus dem Wasser gleichzeitig auf, reißen ihre Mäuler auf, Fische tanzen durch die Luft, alle weichen einen Schritt zurück. Ein einmaliges Erlebnis. Immer wieder fährt der Kapitän den gewaltigen Fischen nach und sucht den Besten Platz für Fotos zu finden. Dann die Mitteilung, es wurden Orca gesichtet. Wir fahren dort hin und tatsächlich in einer ruhigeren Bucht, gar nicht weit von unserem Hotel entfernt eine ganze Schule Orcas. Zum Schluss sehen wir dann auch noch Wale, die um ein Schlauchboot immer wieder auftauchen. Es schaut bedrohlich aus für die Besatzung des Schlauchbootes, aber die Wale sind harmlos. Nach zwei Stunden geht es zurück zum Hotel. Rest des Tages zur freien Verfügung. Die Fotografen schwirren aus. Ich begebe mich in den Hot Tube bzw. in die Sauna. Die norwegische Sauna ist sehr rustikal. In einem großen Holzbottich gibt es heißes Wasser und die Sauna ist auch aufgeheizt. Hasi und Karin besuchen mich in der Sauna. Das Abendessen wieder ein Gedicht. Es gibt Tomatensuppe und Lachs und eine Nachspeise. Wir bleiben nicht so lange auf, denn morgen heißt es um 03.00 Uhr schon aufstehen, denn um 04.00 Uhr ist Abfahrt.

Montag - 18.01.2016

Eine unmenschliche Zeit 03.00 Uhr aufstehen. Der Bus ist pünktlich da, nur geht so wie bei der Herfahrt nun auch die Heizung nicht. Wir laden unser Gepäck ein und fahren los. Es ist stockfinster. Der Busfahrer fährt ganz langsam und zwar so langsam, dass ich schon Angst habe, dass wir unsere Maschine nicht erreichen. Links und rechts der Straße immer wieder die norwegischen Häuser mit den so typischen leuchtenden Lampen in den Fenstern und der üppigen Beleuchtung die ganze Nacht hindurch. Zwei Renntiere stehen neben der Straße. Wir erreichen Tromsö pünktlich. Inga ist da und händigt uns einen vergessenen Fotoapparat und das Handy von Peter aus. Das Check-in die reinste Katastrophe. Nur zwei Angestellte checken 180 Passagiere ein. Man muss sich selber den Gepäcksstreifen ausdrucken und das Gepäck selber aufs Förderband stellen. Da ich einen Koffer mehr habe, muss ich mich am Service Center anstellen. Es dauert ewig! Das sind dann die Situationen wo ich mir denke, nie wieder fliegen! Dennoch alles ist pünktlich, jeder erreicht das Flugzeug und auch das Gepäck kommt alles mit. Pünktlich landen wir in Tromsö und es geht auch pünktlich weiter nach München. Hier wartet bereits Schranzinger Sep auf uns und bringt uns sicher nach Hause. Auch zuhause ist der Winter eingezogen, es hat geschneit.

Die ganze Gruppe trauert um Dr. Peter Reisenberger, der während der Reise beim Snowmobilfahren ums Leben kam.

©Harald Schobesberger 21.01.16


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Harald Schobesberger3

Harald Schobesberger



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