19. September 2022 - 25. September 2022
Normandie Bretagne 2022

Mit der Gruppe "Nini" geht es dieses Jahr in die Normandie und in die Bretagne. Wir werden Mont Saint Michel, Carnac, Vannes, St. Marlo und die Landungsküste sehen. 

Erleben Sie live auf meinem Blog, wie es uns während der Reise ergeht. Wenn ich nicht jeden Tag zum Schreiben komm, bitte nicht böse sein!

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19. September 2022
1. Tag

Abfahrt pünktlich um 04.00 Uhr. Es schüttet, der Wind bläst, es ist finster. Wolfgang unser Busfahrer von Apfel-Reisen Aurach wartet schon auf die Gäste. Die Gruppe Nini ist wie immer pünktlich. Wir sind diesmal 40 Personen, die sich auf den Weg nach Paris machen. Wolfgang ist so schnell unterwegs, dass sich sogar eine kurze Pause ausgeht, bei der Wolfgang Leberkäs für alle austeilt. Ein deftiges Frühstück, aber wir brauchen das, weil wir einen langen Tag vor uns haben. Mit der Lufthansa geht es dann von München nach Charles de Gaulles. Beim „Käfer“ gibt es aber vorher noch die obligate „Weißwurst“. Der Flug dauert gut eine Stunde. Wir landen in Paris, das Gepäck kommt Gott sei Dank auch. Gleich beim Ausgang wartet Catherine Kathrin auf uns. Unser Busfahrer heißt Nicola. Nun fahren wir gut eine Stunde Richtung Giverny. Wir machen noch einen kurzen Stopp um ein kleines Mittagessen einzunehmen. In Giverny sehen wie die Gärten von Monet. Zuerst marschieren wir zu einem Seerosenteich, der mit kleinen grünen Brücken überspannt ist. Der gesamte Garten ist eine Blütenpracht. Hier wohnte Monet mit seiner Familie. Bist zu 16 Personen lebten hier. Im Haus von Monet ist alles noch so erhalten, wie es der Künstler hinterlassen hat. Die Farben Rosa und Grün dominieren. Nach der Besichtigung geht es weiter nach Rouen. Hier wohnen wir im Hotel IBIS. Zum Abendessen ist unsere Gruppe in einem eigenen Raum. Es gibt eine Vorspeise – geschmortes Kalbfleisch und Süßes als Nachspeise. Ich bin heute der erste der ins Bett geht, denn die letzten drei Tage war ich ja in Friaul unterwegs – hab schon Schlafdefizit. Das Zimmer teile ich mir mit Gerhard.

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20. September 2022
2. Tag

Nach dem Frühstück erkunden wir Rouen. Rouen ist die Hauptstadt der Normandie. Die Hafenstadt liegt an der Seine. Von weitem sieht man schon die Gotische Kirche Saint-Maclou, deren Turm der höchste in Frankreich ist. Derzeit ist der Turm eingerüstet und schaut eher aus wie eine Startrampe in Cape Canaveral. Eine weitere bekannte Kirche ist Saint-Ouen. Wir marschieren durch die kopfsteingepflasterte Fußgängerzone. Hier sind sehr viele mittelalterliche Fachwerkgebäude gut erhalten. Dominiert wird das Stadtbild von den Türmen der Kathedrale Notre-Dame, die der impressionistische Künstler Claude Monet in zahlreichen Gemälden verewigt hat. Wir marschieren bis zur Markthalle. Hier haben wir Gelegenheit Kaffee zu trinken oder wer will kann sich die Markthalle anschauen. Dann geht es zurück zum Bus. Nun fahren wir Richtung Deauville nach Honfleur das wir zu Mittag erreichen. Als wir aus dem Bus aussteigen und zum kleinen Hafen gehen – großes Wow! Ein kleiner Hafen der von schmalen 4 bis 5-stöckigen Häusern umgeben ist. Zahlreiche Restaurants säumen den Hafen. Wir schwirren aus und jeder sucht sich ein Plätzchen in einem der Restaurants. Ich probiere natürlich gleich mal Austern und dazu Muscheln in Weißweinsud. Beim Wein kenn ich mich leider nicht aus und bestelle süßen Weißwein, was normalerweise nicht mein Ding ist, aber da muss man durch. Dann geht es weiter Richtung Landungsküste nach Arromanches. Hier landeten am 06.06.1944 die Alleierten. Die Küste zeugt heute noch von dieser fürchterlichen Schlacht, die den Zweiten Weltkrieg verändern sollte. Es gibt hier ein 360° Kino, in dem Fotos und Original Filme über die Landung gezeigt werden. Gänsehaus Feeling ist garantiert! Für einige unserer Gruppe geht mit dem Besuch der Landungsküste ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Anschließend geht es weiter in unser Hotel in Bayeux. Wir wohnen in Hotel Campanile. Das Hotel ist nicht unbedingt in der Deluxe Klasse angehörig. Das Abendessen ist ok, aber das Restaurant ist eigentlich ein Seminarraum, extrem laut… Ein schöner Tag geht zu Ende.

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21. September 2022
3. Tag

Nach dem Frühstück fahren wir heute schon um 08.30 Uhr los. Wir fahren nur das Stück vom Hotel zum Museum in dem der Wandteppich von Bayeux. Wir sind die ersten beim Eingang des Museums. Leider müssen wir bis 09.30 Uhr warten, weil eine andere Gruppe vor uns ist. Endlich kommen wir ins Museum. Hier ist ein zirka 16 Meter langer Wandteppich aus dem ersten Jahrtausend. Dieser Teppich beschreibt die Geschichte und Kriege dieser Zeit. Die in Bild und Text auf 68 Metern in 58 Einzelszenen zweigen die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer. Fantastisch, dass dieser Teppich so lange so gut erhalten geblieben ist. Nun fahren wir nach Longues sur Mer, wo die Alleierten gelandet sind. Hier stehen noch Bunker, teilweise sind sogar noch die Kanonen drinnen. Weiter geht es nun an die Omaha Beach. An diesem Strand fanden die meisten Soldaten den Tod. Angeblich soll hier das Meer rot gewesen sein, als die landenden Soldaten auf die Deutsche Armee getroffen sind. Heute steht hier ein Kriegerdenkmal und eine moderne Skulptur im Sand. Hier essen wir zu Mittag. Unsere Reiseleiterin Catherine hat für uns gleich im L Omaha Restaurant reserviert. Die Sonne scheint, wir sitzen im Gastgarten und genießen Meeresfrüchte. Dann geht es weiter zu einem weiteren Highlight der Reise – Mont Saint Michele. Von weitem sieht man schon diese markante Insel mit seinen aufragenden Kirchen. Lange Zeit war Mont Saint Michele aber nicht Kirche, sondern Gefängnis. Während der Revolution wurden die zahlreichen Gemälde leider verbrannt. Heute ist Mont Saint Michele leer. Man kann nicht direkt zur Insel fahren. Mit Shuttle Busse kommt man auf die Insel, dann geht es auf 350 Stufen hinauf. Ganz oben steht die Kirche Saint Pierre. Heute hat Mont Saint Michele nur 20 Einwohner, aber dafür tausende Touristen, denn sie ist der zweitwichtigste Pilgerort in Frankreich nach Lourdes. Ich schnaufe ganz hinauf und genieße den Blick über das Wattenmeer. Beim Hinuntergehen wollten wir in einem Restaurant auf der Terrasse einkehren, aber die Herrschaften vom Restaurant waren so präpotent, dass wir ohne was zu trinken wieder gegangen sind. Dann geht es wieder zurück über den Steg. Die meisten gehen zu Fuß, einige nutzen den Bus. Nach weiteren 40 Minuten Fahrt erreichen wir Saint Malo, die Hafenstadt in der Bretagne. Unser Hotel liegt direkt am Meer. Einige nützen noch die Zeit des Sonnenuntergangs und marschieren die Promenade entlang. Das Abendessen findet im Hotel statt. 

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22. September 2022
4. Tag

Nach dem Frühstück geht es ein kurzes Stück mit dem Bus in das Zentrum von Saint Marlo. Vor uns liegt die Festungsstadt aus Granitstein. Der Reichtum der Stadt, die eine der reichsten Städte in Frankreich war, kam unter anderem auch aus dem Sklavenhandel. Von hier kommt auch das Chateaubriand, das hier ihren Namen von einem der Reichen Einwohner der Stadt bekam. Wir marschieren rund um die Stadtmauer. Im zweiten Weltkrieg wurde hier 80% der Stadt zerstört, aber anschließend wurde sie wieder aufgebaut. Wir umrunden die Stadt auf der Mauer. Im Hafen wird gerade ein Spielfilm gedreht. Ein historisches Segelschiff liegt dafür im Hafen. Weiter geht die Fahrt Richtung Ploumanch an der Côte de Granit Rose, der rosafarbenen Granitküste. Wir machen hier Mittagspause. Der Ort liegt an einer engen Bucht, die von Granitsteinen umrahmt ist. Es drängt sich ein Vergleich mit den Seychellen auf. Im Restaurant Coste Mor, mit Blick auf die Bucht, essen wir Meeresfrüchtesalat und Austern. Weiter geht die Fahrt durch die Bretagne. Die Region hat eine eigene Sprache – Bretonisch. Weiter geht die Fahrt nach Locronan. Locronan ist eine Gemeinde im Westen Frankreichs im Département Finistère in der Region Bretagne. Sie hat 785 Einwohner auf einer Fläche von 8,08 km² und ist eine der am besten erhaltenen Orte in Frankreich. Alte moosige Steinhäuser, enge Gassen, rostige Straßenlaternen, sehr romantisch, man fühlt sich wie im Mittelalter. Weiter geht die Fahrt zu unserem heutigen Tagesziel Quimper. Wir wohnen im Hotel Oceania. Zum Abendessen gibt es Schinken mit Melone, Schweinelendchen, und eine Cremeschnitte. Nach dem Essen geht es noch kurz in die Altstadt. Auch hier dominiert wieder die wunderbar beleuchtete Kathedrale. Rund herum gibt es einige Lokale in denen die jungen Franzosen abfeiern. 

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23. September 2022
5. Tag

Heute ist der Himmel bedeckt. Nach dem Frühstück starten wir los. Unser erstes Ziel ist Carnac. Die 7000 Jahre alten Steinreihen von Carnac sind als Zeugnis der europäischen Vorgeschichte. Das Besondere an den Megalithen von Carnac ist ihre unglaubliche Anordnung in gleichmäßig angelegten Reihen. Warum und wieso die so hier stehen, ist nicht geklärt. Die Wackelsteine erinnern ein wenig an Asterix und Obelix. Es gibt einen Wanderweg rund um die Steinreihen, Schafe kümmern sich um den Rasen. Am Ende des Rundganges gibt es ein Visitor Center, in dem man Souvenirs kaufen kann. Weiter geht ans Meer nach Concarneau. Der Hafen ist bekannt für den Tunfischfang. Im Hafen ist auch eines der Fangschiffe zu sehen. Die Altstadt ist wie eine Insel mit massiven Steinmauern umgeben. Wir marschieren durch die Hauptgasse, die links und rechts mit Restaurants und Souvenirläden gesäumt ist. Man kann auch über die Stadtmauer marschieren, aber mich interessieren vor allem die Fischrestaurants, denn wir haben hier auch Zeit zum Mittagessen. Um 11.30 Uhr öffnen die ersten Restaurants. Unsere Gruppe steht schon Schlange, damit sie die besten Plätze bekommen. Auch diesmal gibt es Austern und dann eine Fischplatte. Essen – wie Gott in Frankreich! Dann geht es weiter von Concaneau nach Locmariaquer. Von hier startet unser Schiff nach Vannes. Leider hat es zu Regnen begonnen. Das Schiff legt ab und fährt von einer Insel zur anderen im Golf von Morbihan. Ein wunderschöner Regenbogen begrüßt uns in Vannes. Ihre Altstadt zeichnet sich durch enge Kopfsteinpflasterstraßen und mittelalterliche Tore aus. Die Cathédrale Saint-Pierre de Vannes im Zentrum der Stadt vereint romanische und gotische Stilelemente. Der Place des Lices ist ein von farbenfrohen Fachwerkhäusern gesäumter Platz. Wir wohnen wieder in einem Hotel der Ozeania Gruppe. Zum Abendessen gehen wir in ein Restaurant in der Altstadt. Heute gibt es mal was Deftiges. Eine Pastete als Vorspeise, als Hauptspeise eine Wurst, die in einem Crêpe verpackt ist. Nach dem deftigen Abendessen geht es zurück ins Hotel. 

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24. September 2022
6. Tag

Wir verlassen Vannes unser Ziel ist Rennes, die Hauptstadt der Bretagne. Wie gewohnt ist alles wieder pünktlich, so wie wir das bei Gruppe Nini gewöhnt sind. Die Fahrt führt uns durch eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Links und rechts der Autobahn nichts wie Felder, riesig groß!! Auf einer Tankstelle machen wir eine Kaffeepause, dann geht es weiter nach Rennes. Kleine Flüsse durchziehen die Stadt, die teilweise unter der Stadt geführt werden. Die Stadt ist in Bezug auf Energiesparen schon seit einiger Zeit führend. So wird ein Großteil der Stadt mit Erdgas beheizt. Heute ist großer Markt. Wir marschieren durch die Marktstände und sehen frisches Obst und Gemüse und Blumen. Die Altstadt hat wieder diese eigenartigen Fachwerksbauten aus dem 15. Jhd., bei denen man glaubt, dass sie jederzeit umfallen werden, weil sie windschief sind. Wir sehen auch die Kathedrale, die eher erdrückend wirkt, weil die Decke mit dunklen Reliefs bedeckt ist. Gerhard, Hans und ich kehren ins Restaurant La Closerie ein, eines der Besten Restaurant der Stadt. Dann treffen wir uns beim Bus und weiter geht es zu unserem Tagesziel Chartres. Es hat leicht zu Regnen begonnen. In Chartres ist heute das Erntedankfest. Es zieht ein Zug mit geschmückten Fahrzeugen und Herden von Schafen und Gänse durch die Stadt. Wir besichtigen die Kathedrale von Chartres. Während an vielen Kathedralen die Portalfiguren im Bildersturm der Hugenotten oder der Französischen Revolution untergingen, sind die Figuren und die 176 Fenster in Chartres fast unversehrt erhalten geblieben. Außergewöhnlich ist der Gang um den Altar, der die Passion Christi in zahlreichen Figuren zeigt, die in ganz feiner Steinmetzarbeit meisterlich gearbeitet sind. Nach der Besichtigung geht es in unser Hotel. Das Abendessen gibt es im Hotel, wieder ist der Speisesaal extrem laut, das Essen ist aber ok. Einige sitzen noch beim Kartenspiel, andere trinken noch einen Drink an der Bar. 

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25. September 2022
7. Tag

Heute heißt es Abschied nehmen von der Bretagne. Es geht nach Paris. Wir haben kurzfristig umdisponiert und eine Stadtbesichtigung in Paris eingeplant. Nach eineinhalb Stunden erreichen wir Paris. Unser erster Aussichtspunkt ist das Trocadero mit traumhaften Blick auf den Eiffelturm. Fotopause bei Sonnenschein. Dann geht es weiter hinunter auf der Champs-Élysées bis zum Arc de Triomphe. Catherine spielt uns das Lied "oh Champs Élysées" - alle singen mit. Weiter geht es zum Place de Concorde mit dem berühmten Ägyptischen Obelisken. Dann fahren wir in den Louvre mit seiner Glaspyramide in der Mitte. Wieder haben wir Zeit zum fotografieren. Weiter geht es um ein weiteres Foto vom Eiffelturm zu machen. Wir sehen die berühmten Einkaufstempel der Internationalen Modemarken. Anschließend verlassen wir Paris und fahren zum Flughafen Charles de Gaulle. Hier ist kein Parkplatz für den Bus zu finden. Schlussendlich finden wir doch eine Möglichkeit zum Aussteigen. Wir verabschieden uns von unserer Catherine, die uns so gut geführt hat. Der Rückflug mit Austrian Airlines ist pünktlich. Wie bei jedem Flug sind halt die Sicherheitskontrollen schon fast unerträglich. Dafür ist der Flug pünktlich und wir kommen um 17.45 in Wien pünktlich an. Wolfgang wartet schon auf uns und bringt uns mit dem Bus von Apfel-Reisen nach Schörfling. Um 22.00 Uhr erreichen wir bei Regen unser Ziel. Schön war es wieder mal mit der Gruppe Nini - gerne wieder!!

Danke an Catherine für die tolle Reiseleitung!!

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