27. April 2024 - 01. Mai 2024
AusFlug in die Schweiz nach Sarnen und an den Vierwaltstättersee

Meine lieben Freunde Christian und Rita hatten mich letztes Jahr schon mal ins Tessin eingeladen. Ich bin dieser Einladung gefolgt und erlebte mit den beiden wirklich die schönsten Seiten der Region. Heuer soll es in die Region Luzern gehen. Bei diesem Reisebericht erlebt Ihr meine „kleinen Abenteuer“ mit.

27. April 2024
1. Tag

Stix Martin und ich fliegen heute von Gmunden nach Kägiswil. Die Flugzeit ist mit zwei Stunden und 15 Minuten berechnet. Die Schweizer Berge sind in Wolken, daher plane ich die Route über Salzburg, Chiemsee, Tegernsee, Bodensee, Zürichsee und dann Vierwaldstättersee bis Kägiswil. Das Wetter könnte schöner nicht sein. Fast keine Wolken und meine kleine WT9 schnurrt ohne Turbulenzen mit 130 Knoten durch die Luft. Wir melden uns in Salzburg, für den Durchflug durch die Kontrollzone, dann geht es weiter über den Chiemsee, vorbei am Tegernsee und an Kempten. An der Kontrollzone von Friedrichshafen schleichen wir uns auch vorbei und durchfliegen die TMZ. Sehr schön auch der Überflug über Konstanz am Bodensee. Dann geht es Richtung Berge, die sich mächtig aufbauen. Wangen, Zürichsee und dann schon der nächste See, der Zuger See bis zum Vierwaldstättersee. Wir kommen gar nicht zum Schauen, denn nun fängt es ordentlich zu ruppeln an, der Fön bricht durch. Wir überfliegen Alpnach. Ich melde mich, aber der Flughafen ist heute nicht in Betrieb. Kaum über dem Flugplatz, sehe ich schon unsere Piste. Ich bin viel zu hoch, aber mit dem Föhn, wollte ich ein wenig Abstand halten. Wir melden uns am Funk in Kägiswil. Wir sinken rasch zum Sarner See, der wunderschön eingebettet zwischen den Bergen liegt. Die Turbulenzen werden ärger, na hoffentlich wird das beim Landen besser. Mit ausgefahrenem Fahrwerk und den ausgefahrenen Klappen schaukelt es uns den Gegenanflug entlang. Queranflug/Endanflug. Müsste alles passen, wir sitzen, aber dann holt uns eine Bö nochmals in die Höhe. Ein wenig Gas nachsetzen, aufsetzen. Über die Piste führen zwei Wege und jedes mal hebt es uns bei der Senke aus. Na so eine Rumpelpiste hatten wir nicht erwartet. Von weitem sehe ich schon Rita und Christian. Wir sind auf die Minute pünktlich. Beim Aussteigen merken wir erst, wie der Wind bläst. Na für das war das ja eine ganz gute Landung. Wir werden von unseren Freunden begrüßt. Anschließend versorgen wir den Flieger und sehen jetzt erst mit welchem Auto wir abgeholt werden. Mit einem Ford aus den Dreißigerjahren, perfekt restauriert, in einem top-Zustand. Das wird für heute und morgen unser Fortbewegungsmittel. Wir fahren zum Hotel Krone, das für die nächsten Tage unser Zuhause sein wird. Dieses Hotel werde ich auch nächstes Jahr mit meiner Gruppenreise beziehen. Nach einem Landebier fahren wir zum Sarner See. Wie wir von oben schon gesehen haben, der See liegt traumhaft eingebettet, zwischen den Bergen. In einer kleinen Kneipe direkt am See bekommen wir einen kleinen Imbiss. Der Wind bläst unvermittelt über den See, wir sind froh, dass wir am Boden sind. Wir fahren mit seinem Oldtimer rund um den Sarner See. Überall kleine Bauernhöfe, überall weiden die Milchkühe auf den satten Wiesen. Nun geht es steil hinauf nach Paxmontana. Hier steht ein 4-Sterne-Hotel in traumhafter Lage, ganz hoch oben über dem See. Wir trinken einen Kaffee, dann fahren wir wieder hinunter. Nach der kleinen Rundfahrt besuchen wir noch Christians Oldtimermuseum und kommen aus dem Staunen nicht raus. Was da alles steht: Zwei Drei Jaguare, davon zwei Zweisitzige, ein weiterer Ford aus den Dreißiger Jahren und und und…. Auch eine ganze Menge Motorräder hat Christian gesammelt, die er hier in seiner Traumwerkstatt aufbewahrt. Auf zwei Etagen stehen die Autos, auf der dritten ist eine Bar untergebracht, auch einen Wurlitzer gibt es. Nach einem Gin-Tonic geht es dann zurück ins Hotel. Zum Abendessen sind wir bei meinen Freunden eingeladen. 

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28. April 2024
2. Tag

Nach dem Frühstück werden wir von Christian und Rita abgeholt. Wir fahren heute an den Vierwaldstädter See, auch wieder mit dem Ford. Von dort führt eine steile Bergstraße hinauf zum zum Bürgenstock. Der Bürgenstock, auch Bürgenberg genannt, in den Urner Alpen liegt im Kanton Nidwalden, unweit des Vierwaldstättersees. Der ganze Bürgenstock ein eigentlich ein Kurort, aber bestimmt wird er von der Hotelanlage, die seit 2014 den Namen Bürgenstock Resort trägt. Die Kataris haben das Hotel gekauft und wieder renoviert. Jetzt werden hier laufend Politische Treffen organisiert. Demnächst gibt es Gespräche wegen des Ukraine Krieges. Wir parken unseren Oldtimer und marschieren einen bekannten Wanderweg, immer mit Blick auf Luzern und den Vierwaldstättersees. Am Ende des Weges befindet sich ein berühmter Aufzug, der Hammetschwandlift. Dieser Lift ist der höchste freistehende Freiluft-Aufzug Europas. Er verbindet auf dem Bürgenstock den ausgesetzten Felsenweg in luftiger Höhe mit dem Aussichtspunkt Hammetschwand. Man zahlt 15 Franken für die Auffahrt, dafür hat man dann von oben einen „noch besseren Blick“ über die Landschaft. Zu Fuß geht es dann wieder hinunter bis zum Hotel Bürgenstock. Wir kehren im 5-Sterne-Hotel ein. Von der Lobby Bar sieht man durch eine riesige Glaswand nach Luzern. Obwohl die Preise astronomisch sind, ist der Kellner unbeholfen. Er hat seinen ersten Tag, wahrscheinlich kommt er aus Katar. Ein Getränk, mehr ist bei den Preisen nicht drinnen, dann geht es wieder zurück zum Auto und weiter ins Tal. Wir fahren nach Luzern. Da ich ja nächstes Jahr mit dem Bus komme, zeigt mir Christian, wo ich meine Gäste aussteigen lassen kann. Dann fahren wir ins ACE CAFE Luzern. Dieses Kaffeehaus liegt im Industriezentrum. Hier treffen sich heute lauter Oldtimer. Autos, aber auch Motorräder, aber auch Fahrzeuge jüngerer Bauart stehen und werden von den Besuchern begutachtet. Das Café selbst ist eigentlich eine Bar nach amerikanischem Zuschnitt. Burger und Fries und Bier. Christian kennt natürlich die Szene. Wir sitzen eine Weile und trinken ein Bier, dann geht es weiter in das Gasthaus Linde in Kägiswil. Das ist ein altes historisches Haus, mit niedrigen Räumen. Die Wirtin ist wirklich eine Persönlichkeit, einfach sympathisch, fast zu sympathisch meint Rita (lächelnd). Wir müssen heute unbedingt Lindentee trinken. Das ist heißer Tee mit Alkohol unserem Jagatee ähnlich. Zum Essen empfiehlt uns Rita „Älpler Rösti“, „das is huraguat“ meint Christian. Ein wenig lernen wir auch Schwyzer Deutsch. 

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29. April 2024
3. Tag

Wieder ein schöner Morgen. Heute fahren wir mit dem Jaguar 1960. Dafür müssen wir zuerst in die Garage und Fahrzeug tauschen. Der Jaguar ist natürlich schon ein anderes Kaliber. Mächtig Power, guter Sound und Ledersitze. Wir fahren wieder den Sarner See entlang. Dann geht es über den Brünig Pass zum Brienzer See, einem wunderschönen Stausee, in dem es auch viele Fische geben soll. Weiter geht es zum Burgseeli. Hier machen wir eine kleine Frühstückspause in einem sehr netten Restaurant. Wir sind die einzigen Gäste, sitzen auf der Terrasse und genießen die wärmende Sonne bei einem Cappuccino. Weiter geht es zum Thuner See, vorbei an Interlaken. Der Ort ist ein traditioneller Urlaubsort im bergigen Berner Oberland in der Zentralschweiz. Die Stadt liegt in einem schmalen, langgezogenen Tal zwischen dem smaragdgrünen Thunersee und dem Brienzersee. Wir machen keinen Halt, sondern fahren weiter nach Thun über die Straße an der Nordseite. Immer wieder fahren wir durch Tunnels. Kurvig schlängelt sich die Straße entlang des Sees. In Thun angekommen sehen wir das alles überragende Schloß Thun, das mit Türmen versehen ist. Es stammt aus dem 12. Jahrhundert und befindet sich auf einem Hügel oberhalb der Altstadt. Wir parken in einer Parkgarage und marschieren durch die historische Altstadt. Das Wasser des Sees wird durch ein komplexes Wehrsystem reguliert. Über die Stauanlage führen historische, überdachte Holzstege. Wir marschieren durch die Stadt, über die Stege und kommen dann in das Hotel Beau Rivage, wo wir für einen kleinen Drink einkehren. Dann geht es zurück zu unserem Auto. Wir fahren weiter über den Schallenberg zurück. Im Gasthof „Löwen“ kehren wir ein. Das ist ein wunderschönes altes Gasthaus, holzvertäfelt und mit niedrigen Räumen. Die Bedienung ist extrem freundlich, das Essen hervorragend, auch das Bier schmeckt. Weiter geht es über die Paßstraße Richtung Sarnen/Kägiswil. Überall wunderschöne Landwirtschaften, Kühe auf der Weide, einfach romantisch. Und wenn man noch dazu mit einem Oldtimer unterwegs ist, ist da natürlich noch schöner. Wir kommen Richtung Luzern und besuchen die Firma, an der Christian beteiligt ist. Wir sehen, wie hier Fräsen hergestellt werden. Dann geht es zurück nach Sarnen. Vorher fahren wir noch am Flugzeugwerk Pilatus vorbei. Rita hat für uns schon Älplermaccaroni gemacht. Das ist auch eine der Spezialitäten der Schweiz. Wir essen wirklich hervorragend. Christian serviert den passenden Wein. Vor dem Essen gibt es natürlich einen Gin-Tonic. Gut, dass Christian und Rita nicht weit vom Hotel entfernt wohnen. 

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30. April 2024
4. Tag

Heute geht es mit der Bahn von Kägiswil nach Luzern. Von hier wollen wir eine Schifffahrt am Vierwaldstättersee unternehmen. Die Schweiz ist das Land der Bahnfahrer. Hier kommt man fast überall mit der Bahn hin. Nach einer halben Stunde erreichen wir den Hauptbahnhof von Luzern. Ich bin völlig überwältigt, wie groß der Bahnhof ist, fast wie die Victoria Station in London nur einfach schöner, moderner! Wenn man aus dem Bahnhof kommt überrascht das Kunst und Kulturzentrum mit einem weit überragenden Dachvorsprung, der die Fläche eines Fußballfeldes abdeckt. Unser Raddampfer URI wartet schon auf uns. Auch heute wieder Traumwetter! Wir besteigen den Dampfer der das älteste Schiff der Flotte ist. Seit 1901 ist das Schiff am Vierwaldstättersee unterwegs. 1994 wurde es generalsaniert. Dabei wurde auch der bezaubernde Neobarock-Salon wieder in den Stil der 20er Jahre zurückversetzt. Warum hat man bei uns am Attersee das Dampfschiff verschrottet, hier ist die URI die Attraktion. Langsam setzt sich das Schiff in Bewegung. Wir sitzen in der „ersten Klasse“ am Oberdeck und genießen den Fahrtwind. Das Schiff legt an verschiedenen Haltestellen an. Wir fahren am Bürgenstock vorbei, auf dem wir ja schon gewesen sind, wir sehen den Hausberg, den Pilatus. Fast bei jeder Haltestelle gibt es die Möglichkeit auf irgendeinen Berg zu fahren. In Brunnen steigen wir aus. Der Wind hat zugelegt, das Schiff kann nicht mehr alle Haltestellen anfahren. In Brunnen legen wir im „Föhnhafen“ an, das sagt ja eh alles. Es bläst wirklich extrem, zum Draußensitzen geht es auf jeden Fall nicht. Wir kehren in eine kleine Kneipe ein und essen eine Kleinigkeit. Dann fahren wir mit dem Zug nach Luzern. In der Nähe des Bahnhofes brennt es, es steigt eine riesige Rauchwolke auf. In Luzern angekommen, marschieren wir über die berühmte Kappelbrücke, die mal zur Wehranlage gehörte. Dieses Wahrzeichen ist vor 25 Jahren abgebrannt und hat viele historische Schätze dadurch verloren. Wir sehen auch das Löwendenkmal und besuchen auch die Ausstellung Burbaki, das an die Internierung von 87’000 französischen Soldaten, die im Winter 1871 in der Schweiz Zuflucht finden erinnert. Dann kehren wir ins Hotel Rebstock ein und essen das berühmte Chügelipastetli eine Luzerner Spezialität. Die Preise sind schon hoch, aber dafür sitzen wir in einem der besten Restaurants und das mitten in Luzern. Zurück nach Sarnen geht es wieder mit der Bahn. Ein schöner Tag geht zu Ende – danke Rita und Christian.

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01. Mai 2024
5. Tag

Heute heißt es Abschied nehmen. Wir checken aus und fahren dann mit Christian und Rita nach Kägiswil. Wir sind um eine Stunde zu früh. Christian und Rita drücken uns nochmals fest und wünschen uns einen guten Flug. Stix Martin und ich checken das Flugzeug und warten auf unseren Abflug. Heute ist kein Föhn, auch der Wind hält sich in Grenzen. Wir funken mit dem gleich danebenliegenden Flughafen Alpnach. Das ist ein Militärflughafen, der heute in Betrieb ist. Wir bekommen die Startfreigabe von Alpnach und erhalten gleich nach dem Start die Anweisung einen Kreis zu fliegen, weil der Controller einen Abflug einer anderen Maschine hat. Alles läuft ruhig und professionell ab. Wir drehen eine Runde und bekommen dann die Freigabe über „Küssnacht“ (heißt wirklich so) auszufliegen. Wieder fliegen wir am Bürgenstock vorbei. Vorerst ist es noch ein wenig turbulent, aber dann wird es immer ruhiger. Der Autopilot fliegt die geplante Route exakt ab. "Wir warten vergeblich auf den Bordservice". Nach zwei Stunden und 15 Minuten landen wir in Gmunden. Ein schöner Ausflug ist zu Ende. Schön, daß wir Rita und Christian wieder getroffen haben. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen, dann bei uns am Attersee


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